Familie gründen = Freiheit aufgeben: Mach mir gewisse Gedanken...

Hallo !!

Ich habe schoneinmal im Kinderwunsch-Forum gepostet, aber ich denke ihr könnt mir vielleicht eher von euren Erfahrungen berichten, weil ihr ja schon Kinder habt, und vielleicht gerade in der Phase steckt, von der ich mich noch etwas fürchte.

Also, zu meinem "Problem":

Mein Schatz #herzlich und ich wünschen uns in naher Zukunft ein #baby, aber irgendwie sind wir uns noch nicht 100%ig sicher #gruebel

Nun ist es so, dass wir in diesen Tagen unseren 6-jährigen Nachbars-Sohn hüten, weil seine Eltern beruflich unterwegs sind. Das heisst, er isst bei uns #mampf und wir bringen ihn abends zu Bett. Das ist ein spannender Test, so kann man auch schauen, wie sich der Partner in kritischen Situationen verhält ;-)

Eigentlich hatten wir diese Woche abends noch den einen oder anderen Termin, die können wir jetzt jedoch streichen, oder nur einer von uns geht hin. Das stresst mich irgendwie ein wenig #augen Aber genauso und noch schlimmer wird es bei uns später sein, wenn wir unser eigenes Kind haben. Das hat mich schon etwas nachdenklich gemacht #kratz

Meine Frage nun, ist: Wie seid ihr damit umgegangen, plötzlich nicht mehr frei, unabhängig und spontan sein zu können? #schock

Oder nimmt man das automatisch in Kauf wenns soweit ist, wächst man in diese Rolle rein, oder wie war das bei euch?

Wir haben in den letzten Tagen sehr oft übers Kinderkriegen diskutiert #bla, man merkt bei uns beiden schon noch eine gewisse Unsicherheit und auch Angst, aber andererseits ist der Wunsch trotdzem da #freu

Wir sind jetzt 27-ig und 28-ig Jahre alt und seit gut 1 Jahr zusammen. Beide haben einen Job, wir leben auf dem Land, haben ne superschöne Wohnung und sind sehr glücklich miteinander #liebdrueck

Gibt es den perfekten Zeitpunkt überhaupt? Was meint ihr?
Habt ihr euch noch den einen oder anderen Wunsch (schöne Reise, eine grössere Anschaffung) erfüllt, bevor ihr an Nachwuchs gedacht habt?
Oder gabs einfach das Motto: Augen zu und durch? Wie haben es diejenigen erlebt, die ungeplant und vielleicht sehr jung Mama geworden sind?

Bin sehr gespannt auf eure Erfahrungsberichte :-)

#danke im voraus.

Liebe Grüsse
Smash79

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Hallo,

ich war mit meinem Freund 3,5 Jahre zusammen bevor ich die Pille abgesetzt habe. Wir waren davor einige Male im Urlaub, haben viel unternommen, unsere Traumwohnung auch auf dem Land selbst umgebaut und einfach viel zusammen durchgestanden.

Es ist eine 100% Umstellung, wenn das Baby da ist. Weggehen ist die ersten Monate eh nicht drin und danach sicher nur selten. Zeit füreinander ist sehr knapp, aber man muss sie sich nehmen.
Unser kleiner Schatz ist ein absolutes Wunschkind und doch waren wir die ersten Wochen komplett überfordert und haben uns gefragt ob das wirklich richtig war jetzt ein Kind zu bekommen, aber es war richtig! Wenn Mika lacht oder uns mit seinen großen Kulleraugen anschaut, dann vergisst man alles andere. Man wächst in die Elternrolle rein und ist vorher nie 100% reif und vorbereitet auf alles. Wir möchten unseren Schatz um nichts auf der Welt mehr missen auch wenn es nicht immer leicht ist.

Mein Tipp: ihr seid noch nicht lange zusammen. Genießt noch ein wenig die Zeit als Paar allein und sprecht in 1 bis 2 Jahren nochmal über Kinder. Es ist wesentlich leichter die neue Situation zu meistern, wenn man ein gemeinsames Leben und viele schöne Erlebnisse vor dem Kind hatte.

LG
Gaby und Mika (05.09.06)

2

Hab mir über die Dinge auch nen Kopf gemacht als ich schwanger war. Hatte auch mit dem Zurückstecken sehr meine Probleme, allerdings nur bis zu dem Moment wo ich meine Kleine im Bauch gespürt habe.
Und für meine Kleine steck ich gern zurück, man gewöhnt sich dran allein unterwegs zu sein und hätte ich gewusst wie schön es mit Kind ist hätte ich sie schon viel früher bekommen!

Gruss
Dyane mit Delia die jetzt ein halbes Jahr alt ist

3

Hallo!
wir haben unsere tochter ganz spontan "gemacht" ;-) vorher hab ich mir um sowas ehrlichh gesagt keine sorgen gemacht. wärend der schwangerschaft hab ich dann schon gemerkt das mich das schon etwas einschränkt weil ich nicht mehr in verrauchte kneipen oder sowas mit gehen wollte. da hab ich mich aber schnell dran gewöhnt. seitdem die kleine da ist mach ich quasi überhaupt nix mehr ohne sie. mich stört das auch nicht weil ich lieber mit ihr zusammen bin und versuche sie überall mit hin zu nehmen. mein freund hatte damit am anfang mehr probleme. allerdings ist er auch erst 21 und war noch voll in seiner partyphase.
mitlerweile ist unser kleines fast 8 monate und jetzt wird alles viel einfacher! mein freund ist total verliebt in die kleine und beschäftigt sich am liebsten den ganzen tag mit ihr. außerdem liebt sie ihre oma und wir können sie jetzt auch mal beruhigt bei ihr abgeben und mal wieder was zu zweit machen.

also.. lange rede kurzer sinn ;-) .... man wächst da so rein und gewöhnt sich dran. und ab nem gewissen alter wird alles wieder einfacher.
außerdem: es gibt echt nix tolleres als zu sehen wie sich das eigene kind entwickelt!!! #freu

ich bereue nix!

lg sandra & michelle (die gerade bücher aus dem regal zerrt)

4

Hi,

einen perfekten Zeitpunkt für das Kind gibt es nicht ;-).

Bei uns hat es etwas länger gedauert, bis ich schwanger geworden bin, wir haben uns natürlich riesig gefreut, da es ein Wunschkind war. Ich war im 5. Monat, als wir uns nochmal einen Urlaub auf Mallorca gegöhnt haben, und dann war erstmal Schluss.

Als ich erfahren hab, dass ich schwanger bin, hab ich gerade eine neue Arbeittstelle gefunden, musste nur noch Vertrag unterschreiben - und hab die Stelle abgesagt, da die Berufsbedinungen schädlich fürs Baby sind. Wie ich eine neue Stelle mit dem Baby finden würde - die Frage steht noch offen. Peter ist jetzt 11 MOnate alt.

Natürlich war es und ist es anstrengend, viele Termine absagen zu müssen oder auf etwas Spaß´zu verzichten - es ist aber so mit dem Kind. Manchmal gehe ich alleine, manchmal geht mein Mann alleine, manchmal nehmen wir Peter mit, können aber nicht lange bleiben (der Kleine hat HUnger, ist müde und und und); außerdem bin ich nicht der Meinung, dass das ein paar Monate altes Kind überall mitgeschleppt werden muss. Es geht aber nicht anders, wenn du ein KInd hast - es muss was dafür geopfert werden. Nächsten Urlaub zu dritt planen wir z.b. erst im 2008, Peter wird fast 3, und früher eine Reise zu unternehmen finden wir sinnlos und anstrengend für alle. Damit können wir gut umgehen.

gruß schmide

5

Hallo Smash 79!!!
Ich denke es ist immer der perfekte Zeitpunkt. Mein Mann und ich (27 und 26) wollten gerne ein Kind. ALSO Pille abgesetzt. Ersteinmal passierte garnichts. Dann verlor mein Mann seinen Job. Ich also auf zum Frauenarzt und habe mir die Pille verschreibenlassen. War wohl das beste so- dachten wir. Also sollte ich bei meiner nächsten Periode wiedermit der Pille anfangen.
Auf meine Periode warte ich heute noch!!!;-)#freu
Die Pillenpackung liegt in der schublade und neben mir liegt ein kleines Bündel und schaut mich mit wunderschönen Kulleraugen an.
Heute kann ich sagen, dass es genau der richtige Zeitpunkt war.
Zum Glück hat sich mit dem Job alles wieder geklärt.
Sitze nun gerne zu Hause und genieße einfach die Zeit mit dem schönsten Geschenk, was ich je bekommen habe.
Also man wächst in diese Rolle rein und möchte es nicht mehr anders.
jana4 mit Alea (7Wochen)

6

Hallo,

wir waren 10 Jahre zusammen als wir ein Baby bekamen. Wir haben uns bewusst Zeit gelassen, weil wir erst beruflich auf sicheren Beinen stehen wollten (nach dem Studium). Der Wunsch war schon lange da - und auch das Bewusstsein, dass sich alles in unserem Leben ändern wird. Dies haben wir gerne in Kauf genommen. Und ja - es ist alles anders. Vor allem die Anfangszeit mit dem Säugling kann für eine Beziehung - aber auch für jeden persönlich - eine enorme Belastungsprobe sein. Durch das Stillen ist man als Frau noch ein wenig mehr ans Haus gebunden - klar man kann abpumpen und den Mann füttern lassen, allerdings läuft die Produktion ja weiter und irgendwann wird es uangenehm/feucht (zumindest anfangs). Abgesehen davon hatte ich in den ersten Wochen gar nicht das Bedürfnis groß etwas zu unternehmen. Man ist schon sehr auf das Kind fokussiert. Das ist ja auch das Schöne in dieser Zeit.
Jetzt geht jeder von uns wieder seinen Hobbys und Interessen nach - wobei dies auch meist nur an einem Abend in der Woche ist. Freiheit hat man - aber halt eingeschränkt. Diese Einschränkung ist allerdings völlig freiwillig und wir leben gut damit, die Priorität auf das Familienleben zu setzen.

Belastender ist für mich die fehlende Flexibilität mit einem Kind. Man ist schon durch den Schlaf- und Essens-Rhythmus an bestimmte Zeiten gebunden. Spontan mal eben losfahren - das will gut vorbereitet sein. Einkaufen shoppen und andere Unternehmungen verlangen doch einen gewissen organisatorischen Vorlauf. Ich denke das wird im Laufe der Jahre wieder besser - aber jetzt ist man doch stark eingeschränkt. Da muss man ganz klar zugunsten des Wohles des Kindes Entscheidungen treffen. So sind wir generell die ersten die sich von einer Familienfeier oder auf anderen Besuchen verabschieden. Unverständnis erfährt man meist von kinderlosen Paaren oder Singles, die noch auf niemanden Rücksicht nehmen müssen. Eltern verstehen die fehlende Flexibilität - sodass sich häufig auch die sozialen Kontakte in Richtung Familien mit Kindern orientieren.

Insgesamt können wir uns unser Leben jetzt aber ohne Kind nicht mehr vorstellen. Wir waren vor unserem Sohn sehr glücklich - nur jetzt ist das Glück halt irgendwie perfekt.

#blume Sanne

7

Meine Tochter wird jetzt ein Jahr und ich kann dir berichten, dass all das, wovor ich Angst hatte und wovor man "gewarnt" wird, für mich gar nicht so schlimm war. Also nachts öfter aufstehen, nicht mehr so ohne weiteres abends weggehen können uws. - das alles ist völlig okay, weil es für dich als mama dann eh erstmal nur noch ums baby geht. Das ist so überwältigend, dass man erstmal nicht mehr an eine schicke Reise oder ähnliches denkt.
ABER: Der ganz normale Alltag verändert sich total und wird sehr anstrengend - das muss man schon sagen. habe seit einem jahr nicht mehr in Ruhe geduscht, muss das Einkaufen oder gemütliche Shoppen meist mit Kindergequengel schnell zu Ende bringen, Autofahren ist sehr nervig, weil die Kleine dabei meist heult... All die "normalen" sachen werden schwierig. DAS war mir vorher nicht so klar!
Bin aber trotzdem seelig, dass wir unsere Kleine haben und es wird auch onat für Monat einfacher! Also nur Mut - aber auch nicht zu naiv an die sache rangehen!
Luna

8

Hallo !
Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt - das ist höchstens der Moment, in dem man sich ein Kind wünscht, einfach ohne vernunftbetonte Gedanken.
Mein Mann und ich hatten einfach gesagt, wir lassen es drauf ankommen, ich hatte gerade mein Studium beendet und war in der Probezeit in meinem ersten Job - zack, einen Monat später war ich schon schwanger #schock
Da kamen bei mir erst die Gedanken auf, die Du jetzt hast ...
Während der Schwangerschaft habe ich auch immer mal wieder gezweifelt, ob ich eine gute Mutter bin (auch ein Gedanke, der einem dann kommt), aber als Emilia da war, habe ich mich nur noch gefreut #freu
Es war sehr anstrengend am Anfang, wir hatten eine Wochenendehe (berufsbedingt), Emilia war ein Schreibaby, aber ich habe sie immer als eine Bereicherung meines Lebens empfunden und tue es immer mehr.
Nun ist noch Nevio dazugekommen, die Zeit wird noch weniger, aber Kinder sind das Schönste auf der Welt, da vergisst man sämtliche "Freiheiten" und Termine ...
Was mir manchmal fehlt ist, mal spontan ins Kino zu gehen oder ähnliches, aber das kommt wieder, sobald die Kleinen etwas größer sind #cool
Liebe Grüße und ein Hoch auf die Kinder #huepf,

Katrin mit Emilia-Sofie (fast 22 Monate) und Nevio (8 Wochen)

P.s.: Ich kenne niemand, der nicht vor oder während der Schwangerschaft Zweifel hatte, allerdings kenne ich auch sehr wenige, die es hinterher bereut haben, Eltern geworden zu sein ;-)

9

Hallo Smash79,

bei uns war es so:
Wir sind seit 13 Jahren zusammen ~ also als Teenager zusammen gekommen.
Naja und uns war immer klar das wir Kinder wollen aber erst wenn wir gewisse " Dinge" erledigt haben: Reisen, Sparen (kannst Du mit Kind vergessen), schöne Autos fahren, Diskobesuche bis morgens, Heiraten etc.
Wir fanden/finden das man das nur zu zweit am besten genießen kann. Also haben wir ein schickes Cabriolet gefahren, haben eine sauteure Kreuzfahrt gemacht waren 2-3x im Urlaub und haben aber auch viel gespart.
Wir haben als wir 10 Jahre zusammen waren und davon 8 Jahre zusammen unter einem Dach gelebt haben ( was uns auch wichtig war) geheiratet und mit dem Tag der Hochzeit wurde nicht mehr verhütet!
Also ich bin froh, daß es so nach Plan verlaufen ist und würde es jederzeit wieder so machen. Gut, ist natürlich was anderes wenn man ungeplant schwanger wird, aber das Problem hatte ich in den 13 Jahren nicht. Für mich ist es auch jetzt vom Alter her der Perfekte Zeitpunkt- ich habe mich sozu sgaen ausgetobt und es fällt mir jetzt garnicht schwer zu Hause zu bleiben- im gegenteil ich könnte jetzt schon wieder weggehen aber ich will es garnicht.
Wenn ihr für Euch entschieden habt das der richtige Zeitpunkt für ein Kind gekommen ist, dann ist es egal ob Ihr ein oder 10 Jahre zusammen seit. Und Deine Bedenken werden sich sicher mit der Geburt Deines Babys erledigen.

LG Melli+Maja*27.07.05#herzlich

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