Sorgen Eingewöhnung Tagesmutter mit 1 Jahr, langer Text

Hallo Ihr Lieben,
brauche mal euren Rat, vielleicht war jemand in einer ähnlichen Situation.

Mein Kleiner, 10 Monate, wird in 8 Wochen durch unsere Tagesmutter fremdbetreut werden, ich arbeite dann wieder 30Std. Bitte keine Verurteilungen, ich muss nunmal arbeiten gehen, da es sonst finanziell nicht reicht. Hatte mir das früher auch nicht so gewünscht und vorgestellt. Unser Großer musste erst mit 2,5 fremdbetreut werden...

Ich denke durch Corona und sehr wenige bis keine Kontakte ist er ein richtiges Mamakind geworden. D.h wenn ich anwesend bin ist auch der Papa total out.
Wenn ich mal weg bin, 1 oder 2 Stunden, klappt es aber gut mit Papa. Kürzlich sogar ein paar Std mit Oma, da war allerdings der große Bruder dabei.

Ich mach mir nun schon Sorgen,wie er das packt plötzlich von einer ihm fremden Frau betreut zu werden.
Momentan hoffe ich, dass der Papa ihn morgens abgeben kann, allerdings ist das noch nicht sicher weil sich bei seiner Arbeit ständig was ändert.

Klar versuche ich öfters dort hinzugehen, damit er sie schon bissel kennt aber ich hab einfach die Befürchtung, dass er nur noch brüllt und nicht von mir weg will.

Er schläft auch bisher nur auf meinem oder Papas Arm ein, bei ihr muss er dann aber in nem Bett einschlafen. Sie hat noch 3 andere unter Dreijährige zu betreuen...
Das mit dem Einschlafen probiere ich immer wieder im eigenen Bett, mit singen, streicheln etc aber davon will er partout nichts wissen. War schon mit 6 Monaten so mobil, dass er sofort auf alle viere geht und sich weigert, bzw jetzt hinsteht und protestiert. Er schläft sowieso sehr schlecht ein und wacht ständig auf.

Sorry für den langen Text. Aber vielleicht kennt jemand die Situation und kann mir seine Erfahrung schreiben.

Danke und LG

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Also erstmal wird er ja dann eben nicht von einer fremden Frau betreut. Ihr macht eine Eingewöhnung und in der Zeit lernt er sie kennen. Dafür macht man das ganze ja.

Dann solltest du niemals zuhause und Tagesmutter/Kita vergleichen. Kinder verhalten sich da teilweise komplett anders. Zuhause hat unsere Maus auch immer ewig gebraucht, um mal einzuschlafen (braucht sie auch heute noch). Bei den Tageseltern schläft sie innerhalb von ein paar Minuten.
Auch vieles andere läuft bei den Tageseltern problemlos, wo wir zuhause uns den Mund fusselig reden.

Ganz wichtig ist meiner Meinung nach aber, dass du dein schlechtes Gewissen ablegst. Wenn der kleine merkt, dass du unsicher bist, wird er das auf die Tagesmutter übertragen und denken, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Dadurch kann es passieren, dass die Eingewöhnung unnötig schwer wird für ihn.
Freue dich, dass er Zeit mit anderen Kindern verbringen kann und sich da mit Sicherheit auch viel abschauen und lernen kann.

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Danke dir, das stimmt, mein Großer hat sich bei der Tagesmutter immer vorbildlich verhalten und sobald ich ihn abholte war er ein ganz anderes Kind und außer Rand und Band....ich hatte das gar nicht mehr so auf dem Schirm. Du hast sicher recht und er wird sich viel leichter tun als ich denke.

Der Große und ich sind hochsensibel,daher machen wir uns oft unnötig oder zu viele Sorgen und versetzen uns gern in Andere.
Der Kleine macht bisher nicht den Anschein und ist eher wie Papa ;) also wird er vermutlich auch gar keine Probleme haben.

Ich versuche ständig dieses schlechte Gewissen abzulegen aber es gelingt mir nicht oft. In meinem Umfeld sind viele nicht darauf angewiesen zu arbeiten und tun es, wenn überhaupt, für sich selbst und um mal 2 halbe Tage was anderes zu sehen....
Auch hier im Ort scheint der Bedarf an Ganztagsplätzen nicht sehr groß zu sein und daher wird es auch nicht so angeboten.
Im Heimatland meines Mannes gehen die Mamas wenn die Babys 4 oder max 6 Monaten sind schon wieder arbeiten und finden das normal.

Danke nochmal, liebe Grüße

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Du brauchst dich für nichts zu entschuldigen, es ist nicht schlimm wenn man arbeitet ;-) Das mit dem 3 Jahre zu Hause hocken ist so ein typisch deutsches Ding.

Er wird ja nicht plötzlich von einer fremden Frau betreut, ihr macht ja eine Eingewöhnung. Du gehst ja erstmal mit ihm zusammen hin und dann gehst du mal ein paar Minuten raus und dann immer länger... Habt ihr die Eingewöhnung nicht besprochen?

Und die anderen Kinder werden ihn schon ablenken.

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Auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung muss man da glaube ich noch sagen: *typisch westdeutsches Ding.

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Absolut westdeutsch ;)

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Hallo! Mein Großer hat sich damals schon während der Eingewöhnung sehr schwer getan und ist auch bis zur Einschulung nicht gerne von MIR abgegeben worden. Als der Papa das Wegbringen übernahm, war es überhaupt kein Problem mehr. Und Mittagsschlaf hat er bei uns auch nur mit mir an der Seite gemacht, später (so mit 2) überhaupt nicht mehr zu Hause. In der Krippe ohne Probleme. Glaube mir, dein Kleiner wird so überwältigt sein von den Eindrücken, dass er gut schlafen wird. Außerdem zeigen die anderen Kinder wie es geht- er will das sicher nachahmen. Mein Großer hat bis zum Krippeneingang nur 6-Monatsbreie gegessen. Dort hat er sehr schnell das gegessen, was die anderen auf dem Tisch hatten. Die Kinder sind woanders nie wie zu Hause… Sie sind anpassungsfähiger als man meint. Alles Gute und gräme dich nicht! Ich bin und werde auch wieder nach 1 Jahr Elternzeit für 30 Stunden arbeiten. Ich kenne es aber auch überhaupt nicht anders aus meinem Umfeld, hier bleibt eigentlich fast keiner länger zu Hause. Die Kinder profitieren auch davon- sie lernen so viel von und mit anderen Kindern! Alles Gute!

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Hi du, vielen Dank. Das macht mir Mut, hatte auch schon ziemlich vergessen, wie mein Großer anders war bei der Tagesmutter und Kindergarten. Immer wurde er in den höchsten Tönen gelobt und daheim wie ein Knopfschalter total daneben...

Meinem Großen hat die Ganztagsbetreuung auch ganz sicher nicht geschadet ;)

Nur war er halt schon 2,5 Jahre.

Dir auch alles Gute und liebe Grüße

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Ja, so sind sie unsere Lieben…

Auch mit einem Jahr packen sie das!

Danke!

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Hast du mal mit deiner Tagesmutter über deine Sorgen geredet? Sie wird dich da bestimmt auch beruhigen können. In der Situation war sie sicher schon oft und wird sicher berichten können, wie es trotzdem gut gelaufen ist.

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Ja hab ich schon, sie versicherte mir dann, dass es sehr selten vorkommt, dass sich ein Kind nicht beruhigt und sie würde mir dann auch Bescheid geben.
Ich glaube ich bin außer hochsensibel ein kleiner Kontrollfreak, das muss ich einfach versuchen abzulegen. Ich hasse es, die Kontrolle abzugeben, auch im Flugzeug, als Beifahrer etc. :-/
Nicht, dass ich ne Übermutter bin, mein Großer ist im Vergleich zu andern sehr selbstständig und darf auch viel allein machen...
Danke und liebe Grüße

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