Baby Blues..

Hallo ihr Lieben,

nachdem wir letztes Jahr unseren Sohn verloren haben.. habe ich vor kurzem unsere wundersch├Âne Tochter entbunden ­čÖĆ­čą░ÔŁĄ ich bin unendlich dankbar, dass dieses kleine Wesen mein Baby ist, aber leider ├╝berkommen mich gerade meine Gef├╝hle.. ich habe st├Ąndig Angst dass ich etwas falsch mache oder es Ihr schlecht gehen k├Ânnte. Ich versuche Sie bzw Ihr Leben nicht mit dem Ihres Bruders zu vergleichen, trotzdem mach ich das wohl unterbewusst.. ich hsbe immer diese "was wenn..passiert?" Fragen im Kopf.. Ich bin so ├╝berw├Ąltigt von Ihr, Sie ist f├╝r mich ein Geschenk Gottes, ich kann einfach nicht glauben dass das mein gesundes Baby ist. Ich wei├č dass das zum Baby Blues geh├Ârt und normal ist, aber hat vielleicht trotzdem jemand Tipps wie man besser mit sowas umgehen kann?­čśö

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Ihr habt ja wirklich einen sehr schlimmen Schicksalsschlag hinter euch, kann mich an deine Geschichte erinnern...
Wie w├Ąre es einfach, wenn du dir professionelle Hilfe suchst?
Mit dem du einfach deine Gedanken/Ängste etc pp aufarbeiten kannst?

Ängste zu haben ist vollkommen normal, ich glaube das hat am Anfang fast jede Mutter, auch ohne solche dramatische Vorgeschichte, aber ich wenn ich merke, ich fange an zu vergleichen, dann kann das für euch alle sehr belastend werden.
Kann, muss nicht, aber es hilft manchmal schon ungemein einfach alles zu bereden und sich Tipps und Vorschl├Ąge anzuh├Âren etc.

Ich w├╝nsche euch auf jeden Fall alles erdenklich Gute! ­čŹÇ

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Es tut mir sehr leid, was du durchmachen musstest. Und vermutlich w├╝rde es hier 9 von 10 Mamas mit deiner Vorgeschichte genau so gehen.

Ich bin immer nicht so der riesen Fan davon, so schnell professionelle Hilfe anzuraten, weil ich manchmal das Gef├╝hl habe, dass heutzutage jeder von der Norm abweichende Gem├╝tszustand sofort pathologisiert wird. ABER in deinem Fall w├╝rde ich sogar auch mal dazu tendieren. Denn du hast etwas so Grausames erlebt und musst das vermutlich nach wie vor verarbeiten, was wohl mit Hilfe auf angenehmere Weise geschehen k├Ânnte...will sagen: Vielleicht ist ein professioneller Gespr├Ąchspartner, der von au├čen auf alles blickt, eine Erleichterung und Wohltat f├╝r deine feine Seele, die aktuell zwischen nach wie vor tiefer Trauer und ├╝bergro├čem Gl├╝ck hin und her taumelt.

Ich w├╝nsche dir alles Gute und Gl├╝ckwunsch zu eurer S├╝├čen ­čŹÇ­čÄë­čĺŚ

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Hier mal von jemand "Gleichgesinnten":
Wir haben vor 5 Jahren unseren 1. Sohn durch eine schwere Hirnfehlbildung verloren und uns erst letztes Jahr an ein 2. Kind gewagt. Immer der Gedanke im Hinterkopf :"was wenns bochmal ├Ą

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Aaah, Handys und das bei dem Thema ­čśę
Also im Hinterkopf :" was wenns nochmal passiert?" Die Schwangerschaft war hart, aber wir bekamen einen gesunden Sohn. Er ist jetzt 5 Monate und ich frage mich soooo oft ob ich es richtig mache, mache mir Vorw├╝rfe wenn er weint, dass er das doch nicht braucht er soll doch erst recht ein gl├╝ckliches Kind sein. Frage mich h├Ąufig was ich verkehrt mache, dass er es so schwer hat. Mein Mann holt mich immer wieder auf den Boden. Babys sind leider nicht einfach und wenn sie dann noch Probleme mit Bauch, Z├Ąhnen, Wachstumsschmerzen etc. pp haben, st├Â├čt man so hart an seine Grenzen. Ich sitze ├Âfter heulend mit ihm im Arm da. Kurz habe ich dar├╝ber nachgedacht ob ich noch einmal psychologische Hilfe in Anspruch nehmen m├╝sste, wie damals, aber die w├╝rde nicht helfen, denn ich wei├č wo das Problem liegt und dass ein Baby nunmal Bed├╝rfnisse hat. Irgendwann wird es besser und irgendwie freue ich mich jetzt schon auf die Trotzphase ­čśů
Du machst nichts verkehrt und vor allem : du machst vieles mit doppelter Liebe.
Lg, vielleicht konnte ich dir zeigen dass es nicht nur dir sogeht und alles halb so schlimm ist.

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Ich habe zwar nicht so einen Schicksalsschlag erlitten, hatte aber nach der Geburt meines Babys eine postpartale Depression und Angstzust├Ąnde. Ich habe sechs Monate lang Antidepressiva genommen und auch kognitive Verhaltenstherapie bekommen. In der Verhaltenstherapie habe ich u.a..Strategien gelernt, wie man mit solchen ├ängsten umgeht. Es gibt immer noch Tage, an denen es mir nicht so gut geht (mein Baby ist jetzt 10 Monate alt), aber es geht mir viel, viel besser.

Vielleicht w├╝rde dir sowas in die Richtung auch helfen?

Ich w├╝nsche dir von Herzen alles Gute.

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