Milcheiweißallergie

Hallo,
wir waren heute beim Gastroenterologen.
Unser Sohn ist bald 1 Jahr alt. Er wird abends und nachts gestillt, bis 4,5 Monate voll. Er bekam nur an seinem 3. und 4. Lebenstag PRE HA zugefüttert, seitdem keine Form von Milch persönlich, nur über meine Muttermilch.
Mit 2 Monaten hatte er das 1. und letzte Mal sichtbares Blut im Stuhl. Von da an testeten wir immer wieder mal auf okkultes (verstecktes) Blut im Stuhl. Es vergeht kaum eine Woche ohne positives Ergebnis. Mal tagelang durchgehend positiv...
Er hatte sehr schleimigen Stuhl bis vor 3 Monaten, jetzt nicht mehr.
Der Arzt heute meinte:
1. Der schleimige Stuhl kommt vom Überfüttern (er liegt mit Länge und Gewicht an der 99. Perzentile)
2. Es heißt Kuhmilchintoleranz, nicht Milcheiweißallergie.
3. Eine Milcheiweißallergie (ich nenne es trotzdem so) sieht man im Blut bzw. Pricktest.
4. Ein anaphylaktischer Schock beginnt mit Erbrechen und Durchfall. Man hat Zeit. Der kommt nicht sofort.
5. Bei einer Milcheiweißallergie hat man Durchfall wie bei Cholera.
6. Geben Sie Ihrem Kind einen Eßlöffel PRE-Milch zu Hause, er wird keinen anaphyl. Schock bekommen.
7. Die Calprotectin Werte sind negativ, also hat er keine Entzündung, also auch keine Milcheiweißallergie.
8. Unruhige Nächte haben nichts mit Milcheiweißallergie zu tun.
9. Wenn er auf Milch reagiert, würde er auf Birne auch reagieren. Kreuzreaktion.

Was sagt ihr zu diesen Aussagen?
Zu unserer Geschichte?

LG, Lalo mit Strizi bald 12 Monate

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Hallo,

Man sieht bei einem Kind in diesem Alter eine Milcheiweißallergie (ja, so heißt das 🙄) eben noch nicht verlässlich im Blut.

Durchfall wie bei Cholera ist völliger Blödsinn, Reiswasserstuhl bekommt man ganz sicher nicht davon. Der Pathomechanismus ist noch nicht einmal ähnlich.

Eine Kreuzreaktion mit Birne muss auch nicht gegeben sein (ist auf jeden Fall nicht die Regel).

Beim Calprotectin möchte ich einem Gastroenterologen nicht reingrätschen, da dieser Wert wirklich Brot und Butter dieser Fachärzte ist. Halten wir es einfach mal als gute Nachricht für euch fest, wenn es nicht erhöht ist.

Zu eurer Geschichte kann ich ansonsten nicht viel sagen - das sollte ein Facharzt vor Ort machen. Wie wäre es mit einem Besuch beim Allergologen? Eventuell leitet euch dieser zu einem Auslass- und Provikationsversuch an oder zerstreut eure Bedenken mit etwas stichhaltigeren Argumenten.

LG und alles Gute!

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intoleranz und Allergie sind zwei Sachen.

Unsere Tochter hat eine starken Allergie, die WErte vom Bluttest waren bis ca. 4 Jahren völlig im Normbereich obwohl sie schwere Allergie hat. Sie hatte als Säugling extrem starken Durchfall. Der Durchfall war wirklich wie wasser. Etwas gräulich und bis zu 50 mal am Tag. Dazu fangen jetzt an die Atemwege anzuschwillen.

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