Hilfe mein Baby 4 Monate quängelt und weint quasi seit der Geburt

Hallo ihr Lieben,
vielleicht habt ihr eine Idee was ich noch versuchen könnte. Mein Kleiner weint, quängelt und schreit quasi seit der Geburt.
Es geht um meinen 4 Monate alten Sohn. Der Kleine kam zwei Wochen zu früh auf die Welt, nach der Geburt waren wir noch eine Woche auf der Neo-Station (schlimme Gelbsucht). In dieser Zeit war ich zwar mit meinem Kleinen in einem Zimmer aber wir waren körperlich getrennt da er 24 Stunden am Tag in einem Bett mit Blaulicht liegen musste. Als wir zu Hause waren konnte ich ihn nie irgendwo ablegen. Er wollte permanent an der Brust Nuckeln und hat auch nur da geschlafen. Als er 5 Wochen alt war ging das Theater los. Er hat teilweise den ganzen Tag geschrien. Unsere Nerven lagen blank. Als er 8 Wochen alt war haben wir uns eine elektrische federwiege gekauft. Die hat uns den Hintern gerettet. Seit dem konnten wir jede Schreiattacke abfangen und unser Kleiner kam zur Ruhe. Als er 3 monate alt war wollte er plötzlich einfach nicht mehr an die brust. Ich habe viel versucht aber er wollte nicht mehr. Seit dem Pumpe ich ab und gebe Flasche. Nun ist er 4 monate alt und wird haben gefühlt dauerhaft wachstumsschübe. Er schreit nicht mehr so viel aber ist ständig am nörgeln, quängeln und brüllen. Er wirkt permanent unzufrieden. Ein Lachen bekommen wir meist nur beim intensiven quatsch machen zu sehen. Dann gibt es mal 4-5 Tage am Stück da ist die Welt in Ordnung und er ist ein ganz normales glückliches Baby und dann kippt die Stimmung wieder und es folgen mind. 3 Wochen (oder mehr) permanentes genörgelt. Wir trauen uns nirgendwo hin (weil unsere federwiege ja nicht mitgenommen werden kann). Selbst Arzttermine sind eine Herausforderung. Weiterhin trinkt er schon immer sehr wenig (aktuell 500 bis max. 700ml) und nimmt auch schlecht zu. Der Kinderarzt hat nix auffälliges gefunden und der Osteopath auch nicht. Der Orthopäde hat eine Blockade im Nacken gelöst. Sein Verhalten ist aber nicht anders geworden.

Geburtsdaten: 3330g und 53cm
Aktuell: 6030g und 65cm (aktuell knapp unter der P25 Perziellenkurve)

Habt ihr eine Idee was ich noch machen kann? Aktuell sind wir total an die federwiege gebunden. Wenn er schlechte Erfahrungen Laune hat und nörgelt packen wir ihn da rein. Dort kommt er zur Ruhe. Meistens schläft er dann, manchmal schaut er auch nur sein mobile an und ist ruhig. Ich hab immer gehofft dass es mit 3 Monaten besser wird (3 monats Koliken) aber das ist nun nicht der Fall.

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Bei uns ging die anstrengende Zeit ca 20 Wochen, ab da wurde es besser. Also die 3 Monate sind nicht immer die Grenze 😅

Wie funktioniert es denn im Tuch? Das klappte bei uns immer gut und Allheilmittel ist der Pezziball (den kann man zur Not auch mitnehmen ;) ).

Unsere braucht auch viel Nähe, seit wir das einfach annehmen, geht es leichter :)

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Oje, ihr Armen! Unsere Maus war und ist immer wieder herausfordernt, sie ist jetzt 4,5 Monate alt! Was mir sehr hilft ist die Trage, ich trage sie darin täglich Stunde um Stunde damit sie mal zur Ruhe kommt! Ihre Laune hat sich tagsüber sehr verbessert, dafür sind die Nächte noch horrormässig! Also vl hilft euch tragen etwas!!! Alles Gute! LG

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Ich habe auch so ein Nörgelbaby. Wir hatten eine langwierige Geburt mit Komplikationen (Nabelschnur um den Hals gewickelt), so dass sie schließlich per Saugglocke geholt wurde. Mit 4 oder 5 Wochen ging dann die üble Laune los. Federwiege hilft bei uns meistens, aber bei Weitem nicht immer. Ich kann noch pucken und schaukeln mit dem Pezziball (gepuckt) empfehlen. Zumindest hat es gestern funktioniert ;) Ohne Pezziball kann man auch auf dem Bett oder Sofa auf und ab wippen. Ermüdet zwar schnell, aber nicht so sehr wie ein brüllendes Baby ;)

Meine Tochter will übrigens auch seit 2 oder 3 Wochen nicht mehr an die Brust :-( (Sie wird am Montag 9 Wochen alt)
Zwischen den Wochen permanent schlechter Laune gab es mal einen einzigen guten Tag :( Ich versuche mich damit abzufinden, mit dem Gequengel und der Tatsache, dass ich nicht mehr stille. Seitdem finde ich ein bisschen besser zur Ruhe und kann das Geschrei besser ertragen.

Ich weiß ja nicht, welches Federwiegenmodell ihr habt, aber es gibt Türrahmenklemmen. Hatten wir Weihnachten zu meinen Eltern mitgenommen, das klappte ganz gut.

Liebe Grüße!

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Danke für eure Antworten. Also Trage funktioniert bei uns nicht genauso wenig wie das pucken. Er mag es nicht so eingeklemmt zu sein. Peziball besorge ich mir mal. Mich stört halt am meisten das ich mit ihm nirgendwo hin kann. Freunde treffen sich und trinken zusammen Kaffee oder unternehmen was. Bei uns komplett undenkbar. Kann ja die federwiege nicht mit ein Gaststätte oder so nehmen. Selbst zum Rückbildungskurs kann ich nicht weil der Kleine nur Terror macht. Wie kommt ihr damit klar? Ich war vor dem Kleinen nur unterwegs und tue mich schwer zu Hause so eingesperrt zu sein. Es kann doch nicht sein dass er quasi in der federwiege wohnt. Zu Weihnachten hatten wir die federwiege auch mit bei den Eltern das ging einigermaßen gut. Nehme eure Babys gut zu und trinken gut? Jedes trinken ist bei uns ein Kampf. Er trinkt ja fast gar nix und hat quasi nie Hunger.

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Ich denke, wir müssen einfach durchhalten und positiv bleiben, dass es irgendwann anders wird. Ich gehe auch mit der Tipp mit, Dinge, die sonst nicht funktionieren, wie Pucken oder Trage/Tragetuch trotzdem immer mal wieder zu probieren. Ich dachte auch, dass mein Böhnchen das pucken hasst wie die Pest, aber nach 5 Minuten weinen und schaukeln auf dem Ball mit Nuckel im Mund ging's auf einmal (allerdings auch nach fast 5 Stunden Gebrüll).

Im Kinderwagen ist bei uns übrigens in den allermeisten Fällen Ruhe. Wenn ich also ins Café will (denn ich bin auch nicht gerne zu Hause eingeperrt), fahren wir erst ein bisschen durch die Gegend, und dann geht es auch mal ein Weilchen, dass der Kinderwagen im Café steht, ohne dass gleich gebrüllt wird.

Habe uns auch in einem Babymassagekurs angemeldet. Mal gucken, wie das wird #augen Also wie gesagt, ich versuche weiterhin rauszugehen und Dinge zu tun, auch wenn das im Gebrüll endet. Dann gehen wir eben nach Hause. Manchmal aber klappt es eben doch und ich kann wieder etwas Energie tanken.

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Sei getröstet, meine ist /war auch so.. Und es ein Irrtum das nach 3 Monaten alles gut wird. Mit 3 Monaten wurde es bei uns noch ne Ecke schlimmer. Mit viel weinen und schreien abends. Da war der 19 wochen schub in gange der sie und uns sehr gefordert hatte. Ich habe so geheult. Und auch danach war sie noch immer sehr nörgelig und den ganzen Tag quengelig. Tagsüber schlafen war die reinste Katastrophe sowie ihr Schlafverhalten . Mit 5 Monaten wurde es dann etwas besser. Sie war zeitweise auch echt angenehm. Jetzt mit 8 Monate ist es merklich besser geworden. Der letzte schub hat sie zu jemanden ganz anderen gemacht. Sie ist sehr viel ausgeglichener und lacht viel 😊 die erste Zeit war wirklich schrecklich, ich kann dich daher so gut verstehen. Meine Nerven lagen sehr oft blank. LG Juice mit zwei großen Mädels 11 und 8 Jahre alt und Mini 8 Monate alt

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Es fühlt sich gut an damit nicht allein zu sein. Warum sind manche Babys nur so? Wie hast du das mit zwei weiteren Kindern in den Griff bekommen? Wie konntest du mal Dinge unternehmen? Gerade wenn man schon zwei Kinder hat - die wollen ja mal was unternehmen. Ich traue mich mit dem Kleinen nirgendwo hin aus Angst dass er alles zusammen schreit. Dazu kommt eben noch das er kaum trinkt und schlecht zunimmt. Man fragt sich immer ob das in einem Zusammenhang steht. Wenn wenigstens die Trinkerei klappen würde....

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Das klingt ja wirklich etwas anstrengend! Nachdem anderes bereits ausgeschlossen wurde: Fehlt ihm vielleicht ausreichend Körpernähe? Ich würde versuchen, ob das Stillen wieder klappt, und ein Tuch/Trage verwenden statt der Federwiege. Du schreibst, er mag es nicht so eingeklemmt zu sein. Genau das dachte ich bei meinem Kind zuerst auch beim Tuch und hab es dann immer in der Angst ihm wehzutun wieder rausgenommen. Bestärkt von der Hebamme, dass da nix passieren kann, hab ich dann ein paar Minuten länger ausgehalten und siehe da, zufriedenster Tiefschlaf über Stunden! Was mir noch einfällt: Ist er vielleicht eins von den sensiblen Babys, die sofort merken, wenn die Windel nass ist oder nicht mal reinmachen wollen? Du könntest versuchen ihn einfach mal länger nackt im Warmen strampeln zu lassen oder nur mit Höschen. Vielleicht hilft ihm auch das abhalten, falls es mit dem Magen zu tun hat? Und das wichtigste: Schau auf dich selbst! Hol dir Unterstützung, ruh dich mal aus!

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