High need baby

Guten Abend.

Ich hab gerade etwas gelesen und merke das es total zu meinen kleinen passt.
Er ist 9 Monate.

Mein erstes Kind ich dachte bis jetzt es sei normal.

Von Anfang an durfte ich ihn nie ablegen hat nur bei mir im Bett geschlafen.

Ich musste nur tragen aber durfte dabei nie stehen immer in bewegung.

Wenn er was brauchte hat er sofort hysterisch geschriehen.

Jetzt mit 9 Monaten ist es noch schlimmer ich darf nicht aus dem Raum.

Wenn ich ihn Papa in die Hand gebe klammert er sich sofort an mir.

Bei Besuch duldet er paar minuten dann wieder sofort schreien und zu mir.

In der Nacht Wächter er sicher bis zu 8 Mal auf zu trinken. Ich stille noch alles andere wird verweigert.

Ich bin echt müde mich als Person gibt es nicht mehr. Meine Mutter sagt ich übertriebe und will mich nicht unterstützen.

Jetzt lese ich das es high need Babys gibt kann das. Passen hat jemand sowas erlebt.

Ahja Auto fahren geht nicht und Kinderwagen auch nicht nur in der Hand und trage. Ja. Krabbeln kann er auch aber wenn ich aus dem Raum gehe eskaliert es und er Krabbelt mir weinend nach.

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Ehrlich gesagt sind das normale Babys. Nach der jahrzehntelangen hitlererziehung, die heute ja noch ganz und gebe ist, brauchen die Menschen natürlich solche Begriffe.

Ein menschenbaby ist ein tragling. Kinderwagen sind in meinen Augen eine total überflüssige Anschaffung. Genauso ist es normal dass sie bei Mama schlafen wollen. Sie haben noch den Urzeit Sinn, da war allein schlafen der sichere Tod. Du schläfst ja sicherlich mit deinem Mann in einem Bett, warum schläft ihr nicht, jeder für sich getrennt in einem Zimmer? Warum erwartet man das von einem Baby?

Das er weint, wenn du den Raum verlässt, ist auch normal. Sie begreifen mit etwa 6 Monaten dass sie nicht eins sind mit Mama. Das ist denen vorher nicht bewusst. Genauso ist die fremdelphase normal, bei einem stärker beim anderem leichter ausgeprägt.

Ich hab das bei beiden Kindern durch. Mein 7jähriger ist total selbstständig und selbstbewusst. Meine Tochter, sie ist 15 Monate alt, nabelt sich nun langsam ab und spielt nun auch allein in einem Raum.

Ich habe beide Kinder viel getragen, die kleine trage ich noch immer viel. Einen Kinderwagen hatten wir zwar, hab den aber recht schnell verkauft, weil der hier eh nur im Weg stand.

Gib deinem Kind die Sicherheit und du wirst sehen, deine Probleme lösen sich von selbst auf. Die Probleme sind auch keine mehr, wenn du die Situation akzeptierst und nicht auf biegen und brechen versuchst das Verhalten zu ändern.

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Hallo

Ich gib ihn alles was er will ich trage ihn er schläft bei mir.

Ich bin nur nach 9 Monaten etwas ausgelaugt und habe keine Hilfe.

Mein Mann arbeitet will und auch wenn er es versucht rastet der kleine aus wenn ich den Raum verlasse.

Es ist nicht so das ich ihn jetzt biegen möchte aber hab das Gefühl das er doch sehr anhänglich ist.

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In der Kernaussage stimme ich zwar mit dir überein, nämlich dass sich das bei der TE eigentlich nach einem recht normalen Baby anhört ABER
dann gleich mit Erziehung im Dritten Reich zu kommen und Urzeitinstinkten, ist doch etwas seeeeehr weit hergeholt.
Ich wüsste nicht, wo die "Hitlererziehung" heute noch gang und gäbe ist. Du meinst sicher einfach, dass nicht alle bedürfnisorientiert erziehen, das mag stimmen. Aber da gibt es schon noch so ein bis x Abstufungen zwischendrin.
Auch das mit der Urzeit mag in Ansätzen stimmen, ist aber auch weit hergeholt. Der Mensch hat sich wie jedes Wesen auf diesem Planeten weiterentwickelt. Nicht jedes Kind will getragen werden, der Kiwa hat durchaus seine Berechtigung.

Wo ich dir wieder absolut Recht gebe ist, dass es sinnvoll ist, das Kind zu nehmen, wie es ist, statt das Verhalten ändern zu wollen. Jedes Ankämpfen stresst Eltern und Kind. Ein Freund von bedingungsloser Bedürfnisorientierung bin ich absolut nicht, aber man muss sich gut überlegen, welchen "Kampf" man ausfechtet.

Manchmal kann es heilsam sein, wenn man Dingen einen Namen oder eine Diagnose gibt. Schon allein, um sich gezielt mit anderen auszutauschen. Letztlich denke ich aber, dass jedes Kind ein Highneed-Baby ist (schutz- und hilflos), die Eltern nur anders damit umgehen oder es einen gesundheitlichen Grund für die "high needs" gibt...

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Ich kann deine Erschöpfung total nachvollziehen! Das ist echt keine leichte Zeit für dich und sehr anstrengend.

Viele der Punkte kenne ich auch von meinen Kids, empfinde sie also durchaus als "normal" oder besser gesagt als zum Bereich des normalen gehörend ;) Es gibt ja immer alle Extreme.

Ich kenne das von uns Zuhause auch. Es ist super anstrengend, wenn man als scheinbar einzige Bezugsperson von dem Baby akzeptiert wird und kaum Entlastung bekommt. Ich kann dir nur sagen, bei uns wurde es wieder besser, auch wenn es (zb beim schlafen) noch ganz schön gedauert hat bis auch Papa akzeptiert wurde.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

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Lasse Dir nichts einreden,es ist ein besonderes Baby!
Es ist wie es ist aber Du brauchst Entlastung!

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Die Frage ist ja immer, was macht man mit einer solchen Klassifizierung? Wenn du merkst, dass ihr vielleicht ein bisschen Hilfe braucht und du suchst dir diese, dann macht es auf jeden Fall Sinn.

Sollte es dich jedoch nur zusätzlich frusten (frei nach dem Motto "Mein Kind ist viel anstrengender als andere." oder "Das kann man ja gar nicht schaffen!" , dann würde ich davon Abstand nehmen. Es hilft dir nicht.

Fühl dich mal ganz doll umarmt. Mutter sein ist wirklich hart und es gibt auch mal Zeiten in denen einem das auch mal zu viel werden darf. Besonders dann fordern die Kinder einen noch mehr. Es ist eine Phase und sie geht vorbei. Bis dahin habe ich mal einen schönen Satz gehört. Er lautet: Die Kinder geben den Rahmen und wir Eltern machen es uns darin gemütlich.
Wenn dein Kind es nicht erträgt, dass er alleine im Raum ist, dann nimm ihn mit. Ich hab meine Kinder ab 6 Monaten immer auf dem Rücken getragen. Das ist wesentlich bequemer und du findest Anleitungen im Internet.

Meine Mittlere war nachts auch oft wach. Ich habe sie dann einfach bei uns im Bett schlafen lassen. Dann konnte ich sie im liegen stillen und gleich wieder einschlafen.

Ich findet euren Weg. Da bin ich mir ganz sicher.

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Hallo,
ich kann Dich wirklich gut verstehen. Dass Dir nichts einreden - normal gibt es, besonders bei Babies, nicht! Jedes Kind ist anders, und man sollte auch einem Baby individuelle Vorlieben lassen.

Unsere Tochter war das Gegenteil von Deinem - sie hat sehr schnell durchgeschlafen, im Beistellbettchen an unserem Bett. Ständigen Körperkontakt brauchte und wollte sie nie, anfangs meinte ich es (zu) gut und wollte sie nur in der Trage tragen. Da kriegte sie die totale Krise drin. Im Kinderwagen, wo sie Bewegungsfreiheit hatte und gucken konnte - das liebste Kind!

Sie hat auch tagsüber viel geschlafen und hatte sehr schnell feste Zeiten, ich konnte immer schnell mal duschen gehen oder etwas für mich tun, wie ein Buch lesen oder mit einer Freundin quatschen - wenn ich mich an ihre Zeiten gehalten habe. Besuch fand sie immer toll. Rausgehen und einkaufen oder ähnliches auch. Ich weiß, ich hatte ein Anfängerbaby. Dafür kostet sie, jetzt mit 3, die Trotzphase umso mehr aus und bringt mich des Öfteren wirklich an meine Grenzen. Karma! ;-)

Was ich damit sagen will: Lass Dich nicht von militanten Übermüttern verunsichern. Weder von Deiner eigenen Mutter, noch von den Forumsusern. Du übertreibst nicht, und es ist nicht normal. Du hast jeden Grund, ausgelaugt und fertig zu sein.

Tu etwas für Dich, versuche, Deine Akkus aufzuladen. Gib den Kleinen, wenn er ausgeschlafen, satt und glücklich ist, Deinem Mann und geh für ein paar Stunden raus. Da müssen beide dann mal durch. Ich bin überzeugt, dass das wunderbar klappt. Nach den ersten paar Minuten, in denen er vielleicht weint, wird er sich beruhigen und mit dem Papa Spaß haben. Versucht als Eltern, regelmäßig Exklusivzeit mit dem Papa einzuführen, die zur Routine wird. In dieser Zeit machst Du etwas nur für Dich. Das braucht man! Du bist keine schlechte Mutter, keine schwache Frau, wenn Du das für Dich einforderst! Alles Gute!

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Entgegen einiger Antworten glaube ich schon, dass du ein „High Need“ oder bedürfnisstarkes Baby hast. Ich habe das auch durch, mein Sohn war auch so. Die Zeit spielt für dich. Je älter sie werden, desto einfacher wird es. Er ist jetzt 3 und meistens ist es echt schön mit ihm. Er ist ein richtig toller, selbstbewusster Junge.

Meine Tochter ist ganz anders. Sie muss ich nicht so viel rumschleppen, sie beschäftigt sich schon viel besser alleine. Weint fast nie, nur die Zahnungsnächte mit ihr sind echt fies. Bei ihr habe ich erst verstanden, warum Leute der Babyzeit hinterher trauern und gerne Babys haben. Bei meinem Sohn war es ein täglicher (und nächtlicher) Kampf.

Ganz wichtig: akzeptieren. Er ist so und du schaffst es. Irgendwie.
Und: Beziehe den Vater ein. Das ist überlebenswichtig für dich. Du lässt das Kind ja nicht bei irgendwem, sondern beim Vater. Es müssen sich nur beide dran gewöhnen. Das Kind weint vielleicht anfangs. Sein Wunsch ist eben, bei Mama zu bleiben. Aber kein Bedürfnis. 😉 das Bedürfnis nach Nähe kann beim Vater genauso gestillt werden.

Wenn die Mama nicht mehr funktioniert, funktioniert irgendwann gar nichts mehr. Ich bin eine sehr viel bessere und geduldigere Mama wenn ich ab und zu mal weg bin. Mal für 2 Stunden raus hilft schon. Sei dir selbst wichtig.
„Mich als Person gibt es nicht mehr.“ das ist echt ein Alarmsignal!!!! Und nicht normal!!! Sowas kann irgendwann in einer echte Depression umschlagen und dann ist bei euch richtig was los. Da hat dein Sohn dann kaum mehr was von dir.

Tu etwas für dich und zeitgleich tust du auch etwas für deine Familie!

Alles Gute!

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Ich habe/ hatte auch so ein schwieriges Exemplar😅 Mein Sohn war in vielen Bereichen einfach anstrengender als die Kinder mit deren Eltern ich mich ausgetauscht habe. Er schlief schlechter und weniger. War unzufriedener und quengliger... Konnte sich gar nicht alleine beschäftigen, hatte eine sehr ausgeprägte Trennungsangst. Bis auf die immer noch schlechten Nächte und die starke Trennungsangst gehts nun mit drei Jahren aber schon viel besser😊 Am meisten geholfen hat mir mein Kind einfach anzunehmen wie es ist. Ja er schläft auch mit drei noch richtig schlecht, er kanns halt einfach nicht besser🤷🏼‍♀️ und schaff dir Freiräume und Entlastung! Du brauchst mehrere kinderfreie Stunden pro Woche. Binde wenn möglich Grosseltern und den Papa des Kindes ein. Warte nicht zu lange und steh für dich und deine Bedürfnisse ein! Ich habe zu lange gewartet und Fehler bei mir gesucht, oder mich als zu unbelastbar abgestempelt anstatt für mich zu sorgen! Alles Gute! Das wird schon🌸

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Hallo,

mein Großer war als Baby auch so anstrengend. Ich kann sehr gut nachempfinden, wie erschöpft du dich fühlst.

Trotzdem kann auch ich dir nur sagen, dass für mich ALLES leichter wurde, als ich mich mit den ganz natürlichen Bedürfnissen von Babys auseinandergesetzt habe. Als ich erkannt und akzeptiert habe, dass mein Baby normal ist und sein Verhalten überhaupt nicht "mein Fehler" ist (wie bestimmte Personen mir immer wieder weismachen wollten), wurde mein Umgang mit meinem Baby sehr viel entspannter. Dadurch hat sich auch die Situation entspannt - was nicht heißt, dass mein Sohn nun im Kinderwagen gelegen oder lange fröhlich bei Oma auf dem Schoß gespielt hätte.

Die Entspannung, die ich brauchte, bekam ich nur durch meinen Mann. Der war aber auch von Anfang an sehr präsent. Wenn mein Großer wieder geschrien hat wie am Spieß und nichts half, hat er ihn getragen.

Fremdelphasen gehen vorbei. Je mehr du auf dein Kind eingehst, desto leichter durchlebt ihr das. Ein Baby hat Angst, es will dich ja nicht ärgern. Binde deinen Mann viel mit ein und wenn er nur "dabei" ist.

Deine Mutter mit ihren Kommentaren solltest du ignorieren. Sie kann das wahrscheinlich einfach nicht nachempfinden. Du brauchst jemanden, mit dem du reden kannst und der dich versteht. Dein Baby selbst wist du aber nicht ändern können. Es wird besser. Versprochen!

LG

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hallo.

wieso verbringt dein mann nicht regelmäßig mehrere Stunden mit dem kind während du NICHT da bist??!
er wird unter garantie ganz schnell aufhören zu schreien.
geh raus, nimm dir zeit für dich alleine!

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Hallo,

Den Ausdruck High need Baby habe ich noch nie gehört aber nach deiner Beschreibung würde ich sagen das dein Baby ein solches ist.

Ich kenne das von meinem Sohn so wie du beschreibst überhaupt gar nicht. Ich finde es auch eine absolute Horrorvorstellung und würde dieses Verhalten auch tatsächlich nicht aus nornal beschreiben. Auch in meinem Bekanntenkreis hab ich sowas extremes noch nie Gehört.

Ich kann dir nur raten deinen Mann mehr mit entspannen. Es ist auch sein Sohn. Hattet ihr evtl nie Rituale wo nur Papa gefragt war?
Das er auch bei ihn so fremdelt ist mir unbegreiflich und auch das empfinde ICH nicht normal🤔

Ich wünsche dir weiterhin viel durchhaltevermögen und Kraft😉

Lg

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