Plötzlich Stiefmutter

Hallo ich bin 22, geschieden und nun "Stiefmutter" von einem 7 Monate jungen Baby. Mein Freund ist so alt wie ich und auch geschieden.
Es läuft super mit ihm. Wir kennen uns länger als unsere ex Partner, waren in der Jugend immer unterwegs.
Ich habe mir mit meinem ex selbst Kinder gewünscht, war auch 3 mal schwanger aber alle 3 Fehlgeburten. Die Ehe ging durch viele Sachen in die Brüche, ich war/bin viel zu jung für ihn, für diese Beziehung,wir passten eigentlich gar nicht zusammen.
Nun zu meiner neuen Situation. Wir haben den kleinen jedes bis jedes zweite wochenende. Ist für mich in Ordnung aber sehr anstrengend. Ich bin plötzlich für 2-3 Tage Mama. Mein Freund kümmert sich sehr um seinen Sohn und ich unterstütze ihn auch sehr, es macht mich auch sehr glücklich und denke mrr dann auch oft, wieso kann der kleine nicht unser Baby sein. Aber es ist halt so, bei mir ist in den letzten Monaten so viel passiert, dass ich mir schon denke, dass das was in den letzten Jahren passiert ist, bestimmt für die jetzige Zeit war. Ich glaubte früher nie an sowas wie Schicksal oder ähnliches aber jetzt schon. Aber ich muss gestehen ich habe ziemliche muttergefühle für den kleinen. Ich vermisse ihn sehr wenn er nicht da ist auch wenn er oft wirklich anstrengend ist und sehr viel Nähe bei uns braucht. Aber genau das, hat mich glaub ich an ihn gebunden. Die Nächte in denen er alle 20 Minuten für eine halbe Stunde wach ist oder nur im Arm schläft. Ich sehe seine Fortschritte die er macht und freue mich so sehr als ob es mein eigens Kind wäre. Sind meine Gefühle in Ordnung oder sollte ich sie etwas unterdrücken? Hat oder hatte jemand eine ähnliche Situation?

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Ich möchte dir nicht zu Nahe treten, aber du solltest deine Kinderwunsch bzw. deine Verluste nicht mit dem Kind deines Freundes kompensieren. Es tut mir sehr leid, das du das 3x durchmachen musstest. Aber dieses Kind ist nicht dein Kind. Du solltest dich schon versuchen ein Stück weit emotional zu schützen. Denn was machst du, wenn ihr euch trennt. Denn wirst du es nicht wieder sehen.

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Seh ich genauso...

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Eigentlich ist es ja schön, dass du so fühlst. Aber ich würde auch schauen, dass du eine gewisse Distanz bewahrst. Es ist eben nicht dein Kind!

Du kannst natürlich stolz sein auf Fortschritte und eine Bezugsperson sein. Aber dir auch klar machen, dass dieses Kind kein „Ersatz“ ist für deine eigenen (nicht vorhandenen, das tut mir übrigens sehr leid) Kinder.

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Naja, ich denke Gefühle kann man nicht so leicht unterdrücken (wie willst du das denn machen?) und wenn du jedes, bis jedes zweite Wochenende den Sohn deines Freundes aufpasst, dann ist das meiner Meinung nach doch was Schönes und klar, dass du eine Bindung zu ihm aufbaust. 🤷🏼‍♀️
Ich finde, wenn man eine Partnerschaft mit einem Mann eingeht, der Kind/er hat, ist das doch schön, wenn sich die Partnerin ebenfalls liebevoll um das Kind kümmert, in der Zeit, wo das Kind da ist.
Natürlich sollte man schon eine gewisse Distanz behalten bzw. sich beispielsweise in Erziehungssachen nicht einmischen, aber solange du dich „nur“ gut um ihn kümmerst und ihr eine gute Zeit zu Dritt habt......🤷🏼‍♀️👌🏼

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Ich sehe das etwas anders als die beiden vor mir. Finde es gut und richtig, dass Du Gefühle für den Kleinen entwickelst, denn als Stiefmutter ist man eben auch in sein Leben involviert und er ist noch sehr klein! Ihr könnt sozusagen zusammen aufwachsen, solange die Beziehung zwischen Dir und Deinem Partner besteht.
Sicher, im Falle einer Trennung würdest Du ihn sehr vermissen, aber man sollte nun wirklich nicht direkt vom schlimmsten, sondern vom besten Fall ausgehen!

Er ist nicht dein leibliches Kind, aber ich finde, du darfst Gefühle für ihn haben und ihn lieb haben.

Wäre doch schlimm, wenn Stiefeltern sich immer raushalten würden!

Und wer weiss, vielleicht bekommt ihr ja eines Tages doch auch noch ein eigenes Kind dazu.

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Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. So lange ihr alle am gleichen Strang zieht (Vater, leibliche Mutter und Stiefmutter) ist doch alles gut.
Eine Beziehung kann auch nach Jahrzehnten in die Brüche gehen, wenn bereits Enkelkinder da sind. Nicht immer vom schlimmsten ausgehen.
Wenn alle zufrieden sind, ist es das Kind auch und nur das zählt.

LG Steffie mit Patchworkfamilie

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