Baby und Kleinkind- eure Erfahrungen und Tips

Ihr Lieben, vor knapp 5 Monaten habe ich hier einen Beitrag verfasst ungeplant schwanger zu sein. Unser Sohn war zu dem Zeitpunkt erst 9 Monate alt!
Mittlerweile ist er fast 14 Monate und ich bin bald im 7 Monat :) Natürlich freue ich mich, mich für die SS entschieden zu haben. Doch nach wie vor plagen mich schon ein paar Ängste und Gedanken und da der Zeitpunkt so langsam näher rückt, würde ich gerne mal ein paar Tips von Mehrfachmamas einholen um mir meinen Alltag mit kleinem Kind und Baby zu erleichtern.

Zu meiner Ausgangslage:
- mein Mann ist beruflich aktuell 3 Nächte außer Haus, kommt Donnerstags wieder und muss Montagmorgen wieder ins Ausland fliegen- wir hoffen das diese Situation bis Dezember und der Kleine kommt, anders ist, wir wissen es aber noch nicht! Nach der Geburt wird er aber auf jeden Fall Urlaub oder Elternzeit für 3-4 Wochen einreichen.
D.h für mich aber langfristig trotzdem das ich die Woche unter so gut wie alleinerziehend bin und das bis auf Donnerstag - Sonntag auch nachts wenn ich Pech hab.

- meine Mutter ist kurz nach der Geburt meines ersten Sohnes verstorben, ich hab nur noch meinen Papa und meine Schwester die mal kurz auf den Kleinen aufpassen können. Mein Papa ist nicht mehr so fit um jeden Tag irgendwelche Aufgaben hier zu übernehmen, der kann lediglich mal ne Stunde bespaßen oder spazieren gehen

- meine Schwiegereltern sind klasse ABER haben bald 5 Enkelkinder!! Und können sich natürlich nicht Fünfteilen. Einen festen Tag bzw. Nachmittag in der Woche übernehmen sie aktuell und ich bring den Kleinen zu ihnen damit ich mal 3-4 Stunden etwas für mich machen kann, das werden wir auch weiter so beibehalten.

So nun ist es also so das ich zwar Rückhalt aber nicht unbedingt immer Entlastung im Alltag habe und haben werden, ich manage eigentlich alles allein mit Kind.
Unser Schlachtplan ist auf jeden Fall zumindest vorerst eine Putzfrau für unser Haus zu nehmen. Damit das vor allem in der Zeit kurz vor und nach der Geburt nicht an mir hängt
Des weiteren war geplant das der Kleine ab Oktober zu einer Tagesmutter geht und zwar für tgl. 5 Stunden vormittags.

Soooo womit ich nun zu meinem aktuellen Problem komme. Ich schäme mich fast ein wenig weil ich vor Wochen noch ganz anders gefühlt und gedacht habe ABER ich kann mir grade nur schwer vorstellen den Kleinen jetzt schon abzugeben. Er ist dann nicht mal 1,5 Jahre alt... Ursprünglich war geplant das mit 2 Jahren in die Kita geht. Früher war für mich ein No go. Durch die überraschende zweite Schwangerschaft und die starke berufliche Eingebundenheit meines Mannes hatten wir uns aber nun dazu entschlossen den Kleinen früher in die Betreuung zu geben damit ich zumindest morgens mal nur mit Baby durchatmen kann und ggf. Schlaf nachholen, was auch immer... Aber bei dem Gedanken daran das in 4 Wochen die Eingewöhnung losgehen soll, könnte ich weinen. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich grade auch schwangerschaftsmäßig hormonell verwirrt #kratz Ich kenn mich selbst gar nicht so.. Aber ich würde ihn lieber wie ursprünglich geplant erst mit 2 und dann direkt in den Kiga geben. Ich hab die letzte Zeit zwei, drei Horrorgeschichten von Tagesmüttern gehört. Und nun schießt mir ständig durch den Kopf- die haben dort einen Gartenteich, was ist wenn sie mal eine Sekunde nicht aufpasst.... er ist soooo scharf auf Wasser, ich muss selbst aufpassen das er mir nicht direkt Richtung Wasser rennt. Sie hat 5 Kinder allein zu betreuen UND sie macht es ganz frisch. Sprich hat im Mai erst damit angefangen! Hat selbst drei Kinder ja, aber immer ihre Eltern zu Hause, sie ohne im elterlichen Haus. Das Positive war/ist das wir sie privat kennen, also die Familie ist mit meinen Eltern befreundet. Daher kam es auch zu dem Kontakt und ich war anfangs so begeistert von der Möglichkeit. Es ist direkt um die Ecke für uns, alles perfekt.
Aber irgendwie plagen mich Ängste! :-(
Ich bin grade wirklich kurz dafür den Vertrag vorzeitig zu kündigen / sie hat in den ersten 4 Wochen zum Glück ein Kündigungsrecht von einer Woche. Oder aber ehrlich mit ihr über meine Bedenken zu sprechen?? Ich komme mir ja selbst überängstlich vor, aber leider kann ich die Gedanken grad nicht abschütteln.. seit der Kleine läuft und einfach überall unterwegs ist merkt man erstmal wie sehr man aufpassen muss, wie soll jemand das mit 5 Kindern immer Rund um die Uhr können.
Und im Hinterkopf immer das Gefühl Du müsstest es ja nicht! Du bist ja zu Hause, Du kannst selbst auf ihn aufpassen... Versteht ihr mich ein wenig?

Was gäbe es für eine Alternative? Ich habe überlegt ob man so etwas wie einen Babysitter nicht in Anspruch nehmen kann.. für zwei, dreimal die Woche das jemand für 3 Stunden kommt und hilft. Dann bin ich aber ja quasi dabei. Nur sind die meisten davon nicht selbst berufstätig oder Schüler/Studenten was auch immer? Ich denke mir die könnten höchstwahrscheinlich auch eher nachmittags oder abends..
Vielleicht habt ihr noch alternative Ideen? Oder ist alles sogar gut alleine machbar? Ich habe ja keine Erfahrung wie es mit Zweien sein wir. Ich weiß nur das mein Sohn die ersten drei Monate sehr anstrengend war! Er war ein Schreibaby und litt vermutlich unter den 3 Monatskoliken. Jedenfalls mussten wir ihn abends manchmal stundenlang weinend durch die Gegend tragen und wiegen.. dementsprechend hab ich natürlich reichlich Respekt vor Baby Nr. 2 zusammen mit einem Kleinkind..

Wenn ihr sonst noch Tips auf Lager habt die euch euren Alltag erleichtert haben und seien es die kleinsten Dinge wie Wippen fürs Baby oder Federwiege während ich den Kleinen ins Bett bringe und so weiter.. alles ist mir schon durch den Kopf gegangen wie ich das bewerkstelligen könnte, dann her mit Tips!! Ich bin sehr dankbar dafür.
Mein Kleiner schläft zwar mittlerweile in seinem Bett + eigenem Zimmer, aber wenn ich ihn schlafen lege bleib ich immer noch im Raum bis er schläft.. ich mache eine Entspannungs CD an oder singe bis er einschläft. Verlasse ich vor dem Einschlafen den Raum weint er bitterlich. Deswegen machen wir das noch nicht. Ich weiß nicht wie das bis Dezember aussieht, ich gehe also erstmal davon aus das ich das Baby mitnehmen muss zum schlafen legen. Oder wie sieht es mit den Nächten allein aus? Aktuell bekommt er Backenzähnen und wir haben bereits die ein oder andere Nacht mal durchgemacht. Er wollte dann auch nur auf den Arm! Wie mach ich das mit Baby daneben *schwitz*

Der Beitrag ist nun lang geworden, aber ich hoffe jemand hatte dennoch Geduld ihn bis zum Ende zu lesen ;-) Freue mich auf Antworten.
VG

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Hey
Als erstes entspann dich!!
Wir haben hier einen geplanten abstand von 19 monaten,meine große ist das 2 Jahre alt und die kleine 5 Monate..es klappt super!
Bring dein kind zur Tagesmutter,dann hast du mehr zeit fürs baby und dein großer hat Spaß mit gleichaltrigen und kommt bei dir nicht zu kurz,meine kam mit 1 jahr in die kita und sie geht gerne hin,hat Spaß usw.ausserdem bist du etwas entlastet und musst nicht gucken welches Familienmitglied dir ständig unter die arme greifen muss (nicht böse gemeint)
Wie das baby wird kann dir keiner sagen,wir haben Glück gehabt und unsere 2. Ist ein richtiges anfängerbaby,ist gelassen,schläft durch usw während die große ein richtiger wirbelwind ist..
Mein Partner arbeitet in 3 schichten,bin also auch oft auf mich alleine gestellt,tag und Nacht aber auf die idee zu kommen wer von unseren familien wann einspringen soll wäre mir nicht in den sinn gekommen warum auch?ich hab mich für meine mäuse entschieden dann pack ich das auch,im notfall würd ich natürlich auf familie zählen können.
Du machst es dir komplizierter als es ist,lass es erstmal auf dich zukommen,klar manchmal ist es hart aber genauso toll.
Also hör auf dir solche Gedanken zu machen und fang an positiv zu denken,dann gehst du auch lockerer mot dem stress um ;)
Lg

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Huhu,
Ich kann deine Ängste verstehen.
Ich habe damals meinen großen zur Tagesmutter gebracht als er 1,5 Jahre alt war. Vorab, es ist nie was schlimmes passiert, aber ab da hatte ich mit Angstzuständen zu kämpfen. Das ich die Kontrolle abgeben musste, befand ich extrem erdrückend.
Meine mittlere und mein Baby haben einen Abstand von 2 Jahren und 3 Monaten. Meine mittlere wird erst nächstes Jahr in den Kindergarten gehen, weil für mich eine so frühe Betreuung nicht mehr in frage kommt. Die ersten drei Monate war der kleine auch sehr anstrengend aufgrund seiner Koliken. Aber es hat sich eingespielt und läuft alles gut. Klar ist es am Anfang schwer, man muss sich neu sortieren, aber das ist wirklich nur eine gewisse Zeit so.

Wenn du zu 100% dahinter stehst ihn abzugeben, dann mach das. Wenn nicht, würde ich persönlich davon abraten. Mein ältester hat übrigens jeden Tag geweint, wenn ich ihn gebracht habe. Das hat erst aufgehört als er mit 3,5 Jahren in den kiga kam. Da hat er nie geweint.

Mit dem ins Bett bringen wird sich auch noch einspielen. Ich hatte jetzt bei Baby nr drei, den kleinen immer mit und habe gefüttert, während ich die mittlere hin gelegt habe. Der groß ist schon 7, da muss ich nicht viel machen um ihn ins Bett zu bringen.
Im übrigen, habe ich nie Anspruch von Hilfen genommen und es klappte auch ohne, aber eine Putzfrau ist doch schon mal super, und vielleicht ist es ja möglich eine Haushaltshilfe zu bekommen.

Liebe Grüße und eine schöne sorgenfreie restschwangerschaft

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