Vermisse mein Baby so sehr!

Hallo ihr Lieben,
muss jetzt mal jammern, auch wenn ich dafür vielleicht Kopfschütteln bzw. Schimpfe ernte...
Ich weiß einfach nicht, wie ich mit diesen starken Emotionen umgehen soll. Wenn ich mich jemandem anvertraue, werde ich meist nur belächelt. Vielleicht habt ihr ja einen Rat für mich oder könnt mir von euren Erfahrungen berichten. Es geht um Folgendes:
Mein Sohn (fast ein Jahr alt) geht seit nunmehr fünf Wochen in die Kita. Die Eingewöhung (nach Berliner Modell) klappte prima und er geht auch gern hin. in letzter Zeit beklagen sich die Erzieherinnen täglich bei mir darüber, dass er sehr aktiv ist. Nun gut, das ist eben sein Temperament und so liebe ich ihn. Er ist halt neugierig und braucht mehr Action. Ich glaube auch nicht, dass sie das böse meinen, es ist ja auch einfach ihr Job. Für mich aber ein Zeichen, dass er dort angekommen ist. Na ja, das Problem liegt auch mehr bei mir. Ich hab' es ihm zu keiner Zeit gezeigt, aber ich leide extrem unter der Trennung zu ihm und habe totale Angst vor der neuen Situation, wieder arbeiten zu gehen und regelmäßig und ab jetzt für immer von ihm getrennt zu sein; sprich, dass dieses Leben mit ihm hier zu Hause nun schlagartig ein Ende haben soll. Wir hatten zehn wundervolle Monate zu Hause, waren immer - auch mit anderen Mamis und Babys - unterwegs, haben Kurse besucht und immer ganz viel miteinander gekuschelt und gespielt. Ich hab unsere Zeit zusammen (selbst diesen täglichen Still-Marathon am Anfang) extrem genossen. Versteht mich nicht falsch, ich bin immer gern arbeiten gegangen und liebe meinen Job, aber nun ist mein Kind da und das liebe ich noch viel mehr. Vor ca. ein bis zwei Wochen meinte ich, dass ich es überwunden hätte, aber nun sind die starken Gefühle zurückgekehrt. Ich vermisse ihn schmerzlich, wenn er nicht da ist und muss permanent das Weinen unterdrücken. Wenn es aber an der Zeit ist, ihn abzuholen, dann bin ich richtig aufgeregt und überschlage mich fast vor Freude auf dem Weg zur Kita. Sagt mal, das ist doch nicht mehr normal oder? Mein Mann sagt immer, ich soll mich da emotional nicht so gehen lassen, aber egal, was ich versuche, ich schaffe es nicht. Ablenkung hilft auch nicht. Ich bin erst wieder glücklich, wenn ich ihn in meinen Armen halte. Meint ihr, dass es an irgendwelchen Verlustängsten liegt (bin ein Scheidungskind)? Zur Zeit vermisse ich sogar das Stillen wieder, obwohl diese Phase bei uns schon seit fast vier Monaten vorbei ist…
Sorry für den langen Text, aber es tat jetzt auch mal gut, mir das von der Seele zu schreiben.
LG
Nini

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Ich verstehe es sehr!!
Vor der Geburt habe ich mor gesagt, nach einem Jahr muss ich wieder arbeiten, obwohl ich Elternzeit für 2 Jahre beantragt habe (vorsichtshalber). Wo die Kleine aber auf die Welt kam, musste ich sie zur Beobachtung bei den Schwestern lassrn, denn die Gebirt war lang und schwer. Sie haben gesagt, ich solle mich auch ausruhen und sie würde sie nir zun Stillen bringen. Nein!!! Ich konnte nicht schlafen!!! Seit dem sie da ist, kann ich nicht ohne Sie. Unf ich kann mir nicht vorstellen sie janden anzuvertrauen. Obwohl ich es so vorgenommen habe.
Ich wünsche dir viel Kraft.
Liebe Grüße

3

Sorry für Rechtschreibfehler 🙈

2

Du bist halt eine vollblut Mama, jetzt kannst du vll nichts mehr ändern, dein Kind wieder aus der Kita zu nehmen und die Elternzeit zu verlängern, halte ich für unklug, da du ja sagst er geht gern dort hin... Mir ging es damals ähnlich, aber ich musste wegen dem lieben Geld auch zeitig wider arbeiten, auch bei meinem 2 kind, aber dieses blöde gefühl blieb und blieb. Jetzt beim 3 bleib ich zu Hause, da mein Mann jetzt einen guten Job hat geht das auch. Ich hab meine Berufung gefunden und bin Zufrieden, meine kids profitieren auch davon sehr.... Sicher geh ich auch wieder arbeiten, aber solange sie klein sind war/ist das für mich unmöglich, ich will nicht reich sein sondern 100%Mama... Jeder muss das für sich entscheiden, ich kenne beide Seiten arbeiten und zu Hause und habe für uns individuell entschieden, jeder muss das tun können was ihn glücklich macht!

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Ich dachte vor der Geburt unseres kleinen, das es alles nicht wild wird und hätte nie gedacht das ich so emotional werden würde. Als letztens mein Freund meinte wir könnten doch mal versuchen ob der kleine in seinem Kinderzimmer schläft, ist mir fast das Herz stehen geblieben. Mein kleines Baby weg aus dem Schlafzimmer???? Niemals 😂 zumindest dauert es noch. Ich will mir noch garnicht vorstellen wie es sein wird wenn der kleine in die Kita geht. Zum Glück haben wir noch ganz viel Zeit, auch wenn die bestimmt schneller vorbei geht als einem lieb ist.
Fühl dich ganz fest gedrückt 💜

Kathroete mit Milo 13 Wochen alt

5

Huhu

Mir ging es damals genau so. Als mein Sohn 14 Monate alt war, bin ich zurück in den Job bzw. in die Ausbildung, musste noch ein Jahr lernen. Mein Sohn wurde von meiner Mutter betreut, wir wohnten damals sogar zusammen in einem Haus. Ich musste ihn nicht mal wecken oder anziehen, meine Mutter kam einfach zu uns in die Wohnung und ich konnte los.
Mir ging es Wochen vor dem Wiedereinstieg schon nicht gut. Konnte mich sehr sehr schwer trennen von meinem Kind.
Es kam einfach alles zusammen, Wiedereinstieg und Hausforderung die Ausbildung zu meistern, räumliche Trennung von meinem Baby.

Bei mir wurde es von Zeit zu Zeit besser, umso mehr ich mich in der neuen Situation einfand. Mein Sohn fand es von Tag 1 an super, er und meine Mama sind ein Herz und eine Seele.

Also, ich verstehe Dich. Lass deine Emotionen raus, knuddel dein Baby in eurer gemeinsamen Zeit so viel Du willst.
Es ist ein neuer Lebensabschnitt, der bald zur Normalität gehört, bestimmt auch für Dich.
Noch heute kommen mir teilweise die Tränen wenn ich meinen Sohn, heute 3 und mir Bilder aus der Babyzeit ansehe.
Die Zeit rennt so schnell, sie werden so schnell groß.

Wünsche Dir alles Gute 💙

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Dein Text könnte von mir stammen. Außer, dass meine Tochter erst in 6 Wochen den ersten Tag in der Kita hat.
Ich blicke wehmütig auf die vergangenen 10 Monate und schaue mit Sorgen in die Zukunft und die Kita-Zeit, bzw. wenn ich wieder arbeite.
Ich arbeite gerne, und freue mich auch wirklich schon wieder auf die Arbeit. Aber dass ich meine Kleine so lange nicht sehe, fällt mir sehr sehr schwer.
Ich hardere allerdings auch sehr damit, dass ich mehr Stunden arbeiten muss, als ich eigentlich möchte. Für meine Stelle ist diesen Stundenanzahl so vorgegeben, eine andere möchte ich nicht annehmen.

Eine Lösung habe ich nicht für das gemeinsame Problem. Ich versuche, mit Vernunft an mich selbst zu appellieren, dass die Kita genau das richtige ist für eine gute Entwicklung und das ich mich bestimmt irgendwann daran gewöhnen werde.
Und ich überlege, das Geld, was ich durch die Erhöhung der Stunden mehr verdiene, in eine Putzfrau zu investieren, damit ich meine wenige Freizeit dann wenigstens voll für meine Tochter nutzen kann.

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Oh je,du Arme.
Warum sollten wir mit dir schimpfen oder den Kopf schütteln? Du liebst deinen Sonst halt sehr und vermisst ihn,dass ist doch nichts schlimmes sondern eher positiv. Okay,für dich ist es momentan sehr schwer aber dein Sohn kann doch von dieser Liebe nur profitieren,oder sehe och das falsch.

Ich selber bin noch nicht so weit,meine Maus ist erst 2,5 Monate alt. Wobei ich da schon sage,es geht alles viel zu schnell 🙈 ich glaube gerade das erste Jahr fliegt einfach so an jeder Mutter vorbei und wir sitzen überwiegend in dem selben Boot,so wie du es gerade beschrieben hast. Klar,die Einen vielleicht etwas mehr,die Anderen vielleicht etwas weniger aber im Grunde kämpft da bestimmt jede Mutter zumindest ein bisschen mit.

Zwischen der 3-6/7 Woche hatte ich echt ein Problem mit dem Stillen(also ich vom Kopf her,Milch war jederzeit genug da) und ich wollte zeitweise echt abstillen. Jetzt ist es so,dass ich denke das ich die Zeit sicher auch vermissen werde,obwohl wir ja noch (hoffentlich) einige Monate vor uns haben werden.
Auch dachte ich während der Ss,dass die Kleine von Anfang an und ihrem Zimmer schlafen sollte. Pustekuchen!!!Je näher der Geburtstermin rückte,desto mehr wollte ich sie bei uns im Schlafzimmer haben. Als sie dann da war gab es gar keine Diskussion mehr darüber und sie wird sicher auch noch länger bei uns schlafen. Sie ist einfach mein ein und alles und ich glaube,mir wird es auch schwer fallen, sie abzugeben (Kita oder ähnliches).
Ich kann sie jetzt noch nicht mal für ne Stunde oder zwei der Oma überlassen,zumindest nicht ganz alleine. So lange mein Mann mit dabei ist,ist alles gut aber so ganz ohne einen von uns? Momentan noch unvorstellbar,wo manche vielleicht auch schon mit dem Kopf schütteln.
Das sind wohl die kleinen oder auch großen Herausforderungen für uns Mütter. Ich mag gar nicht daran denken,wenn sie in der Jugend das erste Mal abends weggeht oder sie gar irgendwann auszieht 🙈🤗

Du schaffst das schon,ganz bestimmt. Ist ja schon mal super,dass es ihm wenigstens Spaß macht und er sich dort wohl fühlt. Das würde ich mir wahrscheinlich immer wieder sagen😊

Keine Ahnung ob dir meine Antwort geholfen hat,aber das wollte ich dir sagen.

Halt die Ohren steif, bald gewöhnst du dich bestimmt auch daran und dann kommt die nächste Herausforderung 😋
Alles Liebe
Menzi mit Charlie...2,5 Monate

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ich kann dich gut verstehen ich hätte meine maus nie nach einem jahr abgeben können, sie kommt jetzt mit 2,3 jahren in die kita und sehe irgendwie auch dagegen an auch wenn ich denke es wird ihr gut tun. Sie ist in den letzten monaten so groß geworden verrückt wie schnell. ich hab noch eine sechs monate alte maus zuhause das tröstet aber nur deshalb würde ich jetzt nicht noch ein bekommen :-p

9

Ich denke, jeder Mama fällt es am anfang ziemlich schwer sich vom Kind zu „trennen“, mein kleiner Mann ist genauso alt, und ich könnte es mir zum Beispiel absolut noch überhaupt nicht vorstellen, mein Baby in die kita zu geben, ich schaffe es noch nicht mal, ihn in sein eigenes Bett zu legen, ohne das es mir das Herz zerreißt 🙄 ich kann mir sehr gut vorstellen wie es dir dann dabei geht den kleinen in die kita zu bringen aber ich bin mir sicher das ihr euch bald an euren neuen Alltag gewöhnt ❤️

10

Ich bin kein Scheidungskind und meine Tochter war 3 Jahre als sie das erste Mal in den Kindergarten ging. Trotzdem habe ich genauso gefühlt wie du. Eigentlich sollte mein damals zwei Jahre alter Sohn gleichzeitig mit in den Kindergarten kommen, ich hatte mich aber dagegen entschieden.
Er hat mich damals abgelenkt, aber es gab trotzdem Situationen in denen ich sie furchtbar vermisst hatte und weinen musste.

Das für mich schlimme, für sie gute, sie hat den Kindergarten vom ersten Tag an geliebt. Anfangs ging sie bis Mittags und immer wenn ich sie abgeholt hatte, hat sie gesagt, dass ich wieder gehen soll, weil sie so gerne im Kindergarten war.

Als mein Sohn ein Jahr später auch in den Kindergarten kam, fing der Spaß von vorne an. Nun hatte ich kein Kind Zuhause, dass mich abgelenkt hat.
Leider war mein Sohn ganz anders, er hasste den Kindergarten weil er von seiner Schwester getrennt war. Ihn leiden zu sehen und zeitgleich dieser Trennungsschmerz war schrecklich.
Aber es vergeht, es beginnt jetzt sein viertes Kindergartenjahr, er muss ein Jahr länger weil er erst im Oktober geboren wurde.
Er geht noch immer nicht so wahnsinnig gerne hin aber hat sich mit der Situation arrangiert.

Jetzt wo die Zwillinge auf der Welt sind genießen ich die Ruhe.
Meine Tochter ist letztes Jahr in die Schule gekommen und diese Schritt war auch wieder mit allerhand Gefühlen verbunden. Zu sehen wie sie immer selbstständiger wird macht mich stolz aber auch ein bisschen traurig.

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