Warum eine Stillbeziehung nicht immer schön ist - Erfahrungsaustausch erwünscht

Hallo ihr Lieben,

Achtung, dieser Beitrag wird etwas länger. Ich freue mich über Erfahrungsberichte, wem es vielleicht ähnlich ging und zu hören, wie ihr gehandelt habt. Vielleicht will ich mir das auch einfach von der Seele reden.

Meine Tochter ist 4,5 Monate alt und wird noch voll gestillt. In den ersten zwei Monaten hat das auch von Anfang an super geklappt: keine Wunden Brustwarzen, genug Milch, Rhythmus ist drin, Baby nimmt super zu etc...Ich habe mich total darüber gefreut aber mit 2 Monaten gingen die Problemchen langsam los. Erst war es so, dass sie plötzlich nur zu Hause trinken wollte und sich hat total schnell ablenken lassen. Da aber der Rhythmus vorhersehbar war, konnte ich das gut timen, dass ich zu Hause gestillt hab bevor es z.B. zum Arzt ging. Ein paar Wochen später ging es damit los, dass sie auch zu Hause die Brust bei jeder "Kleinigkeit" verweigert hat. Sei es Impfung, Bauchweh, Hitze, Müdigkeit etc. So hat sie bis zu 9h mal nicht gegessen und dann half nur abgepumpte MuMi aus der Flasche. Hier habe ich extra stillfreundliche Sauger genommen aber daraus trinkt sie auch nicht gescheit und spielt mehr damit. Da ich die Flasche aber maximal in so großen Abständen ohne Mahlzeit gegeben habe, kann es keine Saugverwirrung gewesen sein.

Dann ging das Zahnen los und die Brustverweigerung nahm neue Ausmaße an. Das ging so weit, dass ich sie nur noch im Halbschlaf stillen konnte und vor jedem Stillen Angst haben musste, dass sie mich anschreit. Oder sie hat es so weit getrieben, dass sie vor Hunger geweint hat und dann erst die Brust genommen hat. Jetzt sind die unteren beiden Zähne seit einer Woche durch und plötzlich will mein Baby ständig essen! Dann aber total zappelig und ungeduldig, hört ständig auf, guckt mich an, quatscht mich voll, geht wieder ran...So lange, bis die Milch von allein fließt, in der Zeit trinkt sie so 2min ruhig, dann geht das ganze von vorn los. Meist isst sie sich gar nicht richtig satt, hört auf und ist nicht mehr zum Trinken weiter zu bewegen. Und wenn ich es doch schaffe, dass sie die Brust kurz nimmt, beißt sie kräftig wütend zu. So hat sie dann natürlich teilweise nach 30 min wieder Hunger. Selbst wenn sie nachts relativ ruhig trinkt, hat sie meist nach 1-2h wieder Hunger. Heute bin ich ab um 2 stündlich aufgestanden um sie zu stillen. Milch müsste aber genug da sein, sie schießt regelrecht raus ohne dass die kleine saugen muss und wenn ich doch mal während der Phase der Brustverweigerung abgepumpt habe, habe ich in nur 5min bis zu 100ml raus bekommen. Ihr könnt euch vorstellen, wie viel ich momentan aus dem Haus komme, wenn Madame stündlich Hunger hat aber woanders nichts isst... Selbst die Spaziergänge müssen gut getimet sein!

Nun habe ich mich was getraut und ihr heute den ersten Möhrenbrei selbst gekocht. Eigentlich wollte ich erst mit 5,5/6 Monaten anfangen aber der Fakt, dass sie anscheinend nicht richtig satt wird und so zappelig ist, hat mich dazu animiert, es einfach auszuprobieren. Sie hat ihn erstaunlich gut angenommen, fast nix raus geschoben und sogar den Löffel gegriffen und den Brei sich selbst in den Mund geschoben. Kann natürlich auch Zufall gewesen sein. Ich möchte jetzt keine Diskussion darüber starten, dass das zu früh ist. Ich bin selbst für's länger stillen aber wiederum ist jedes Kind ja unterschiedlich von der Entwicklung her und uns hat es früher auch nicht geschadet. Die Diskussion gibt es ja hauptsächlich dadurch, dass man meint, dass dadurch Allergien und Magen-Darm-Probleme eher auftreten können aber ich habe z.B. keine einzige Allergie und hatte noch nie Probleme mit Magen-Darm. Selbst, wenn alle um mich herum krank waren. Aber egal, das ist hier nicht hauptsächlich das Thema. Und meiner Meinung nach ist das jeder Mutter genau so selbst überlassen wie ob sie stillt, Flasche gibt oder das Kind in die Kita gibt oder oder oder...

Ich komme zum Punkt: ich kann die Stillbeziehung seit einigen Monaten einfach nicht genießen. Ich höre von anderen Mamas immer, dass es mehr ist als nur Nahrungsaufnahme aber für uns ist es genau nur das. Denn sobald sie gegessen hat, drückt sie sich von mir weg und möchte ins Bettchen oder eben weiter spielen/beschäftigt werden. Kuscheln allgemein ist nicht so ihr Ding. Ich habe bereits vieles probiert, ziehe mich dafür auch extra an einen ruhigen Ort zurück aber es wird einfach immer anstrengender. Ich habe mittlerweile Bange vor jeder Mahlzeit, entweder mault sie mich an weil sie keinen Bock hat oder sie zappelt dermaßen rum, dass sie irgendwann zubeißt und sich nicht satt ist. Ein Teufelskreis ist das, denn dadurch ist sie sicherlich auch angespannt! Ich werde nächste Woche einen Termin bei der Stillberatung wahrnehmen in der Hoffnung, ich kann hier noch was lernen. Aber ich war schon oft an dem Punkt, auf Flasche umzusteigen, traue mich aber nicht. Sei es doch anderen Mamis nicht vergönnt zu stillen, obwohl sie es möchten aber nicht können. Ich würde mir wie eine schlechte Mutter vorkommen. Nicht, dass die Mamas, die die Flasche geben, schlecht sind aber ich persönlich kann es einfach nicht mit mir vereinbaren. Ich stehe in einem Zwiespalt, fühle mich durch das Stillen total gebunden, traue mich maximal zum Einkaufen kurz aus dem Haus wenn der Papa aufpasst weil die Maus so unvorhersehbar Hunger bekommt. Mal 2h lang nix, mal nach 30min wieder.

Nun würde ich gerne hören, welcher Mama es ähnlich ging...Wer von euch fand Stillen auch eher anstrengend als schön? Was habt ihr gemacht, wie lange habt ihr gestillt? Und bitte, greift mich wegen der Aussagen hier nicht an. Ich fühle mich sowieso schon nicht gut damit, dass ich so denke und fühle. Ich danke euch allen schon mal vorab 💖

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Hey, ich erzähle dir einfach mal von uns...
Ich habe mich für das Stillen entschieden, weil ich es wollte.
Der Beginn war schmerzhaft, blutende Brustwarzen, schmerzende Brüste, alle 2 std-tageweise sogar öfters...
Nach den anfänglichen Schwierigkeiten ging es gut.
Ich habe es durchgezogen und war damit erstmal zufrieden.
Doch je mehr Wochen vergingen, so unglücklicher war ich.
Ich bin nicht der Typ der seine Brust gerne überall raus holt und so habe ich auch versucht es zu timen, mal ging es, mal nicht.
Ich wurde immer unglücklicher mit dem stillen.

Nach wochenlangem hardern, habe ich dann mit 16 Wochen schon abgestillt-binnen einer Woche. Ich wollte und konnte nicht mehr, es hat so an mir gezehrt.
Sie bekam die Flasche, nahm diese auch sofort an.
Ich fühlte mich wie ausgewechselt, war mit der Gesamtsituation viel zufriedener und selbst glücklicher.
Auch meine Tochter war entspannter, wenn es ans Trinken ging.
Sie machte ein Tamtam an meiner Brust, das habe ich nicht mehr ertragen. Sie dockte an, zog ab, lies die Milch heraus laufen, ich war nur noch batsch nass, nach jedem Stillen.
Natürlich wäre weiter zu stillen, das beste gewesen...aber ich konnte und wollte nicht mehr.
Für uns war es die richtige Entscheidung abzustillen.
Mein Rat-hör auf dein Bauchgefühl und schau, dass es auch dir dabei gut geht.
Oft merken die Kleinen auch, dass einem nicht wohl beim Stillen ist und reagieren dementsprechend.
Sich beraten zu lassen, finde ich immer gut. Für mich war der Entschluss jedoch dann fest.
Mit Brei haben wir nach 5 Monaten begonnen und auch das lief gut.

Viele Grüße 🙂

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Natürlich wäre weiter zu stillen, das beste gewesen...aber ich konnte und wollte nicht mehr.

Das Beste ist immer das, was Kind UND Mama guttut. Du hast dein Bestes gegeben und wenn ihr beide glücklich seid mit der Situation, ist doch alles gut. #liebdrueck

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Danke für die lieben Worte 😃❤️

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Hallo,

Stillen war von Anfang an nicht mein Ding. Schon beim ersten Anlegen nach der Geburt, fand ich es unangenehm. Ich hatte nie entzündete, gar blutige, nicht einmal schmerzende Brustwarzen. Vll 2-3 mal einen kleinen Milchstau. Milch hatte ich ebenfalls mehr als genug.
Ich habe aus Vernunft bis zum 4. Lebensmonat voll gestillt. Dann nur noch abends. Als meine Tochter 6 Monate alt war, habe ich abgestillt. Dann gab's die Falsche zum Brei.
Ich habe es auch nie "Als das schönste Gefühl der Welt" empfunden. Abpumpen habe ich versucht, kam mir aber vor wie eine Milchkuh.
Ich konnte immer nur gescheit im Liegen stillen, im Sitzen nur in einer einzigen Position. Immer lief mir nachts die Milch aus. Ohne Handtuch und Pads ging gar nichts mehr. Zudem hat mich das Stillen extrem geschlaucht. Kreislauf, Müdigkeit, Verwirrtheit. Kaum hatte ich abgestillt, war ich wieder Herrin meiner Sinne und topfit.

Stille langsam ab, wenn du magst. Mach dich nicht verrückt. Deswegen werdet ihr keine schlechtere Bindung haben oder sonst was.

Alles Gute!

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Bei mir war von Anfang an der Wurm drin... ich hatte einen KS im geburtsunreifen Zustand und Milch kam erst nach ca. einer Woche. Meine Maus war zu schwach für die Brust, doch auf der Wochenstation weigerte man sich uns zu füttern zu lassen, obwohl sie vor Hunger schrie und aus meiner Brust nix kam... das hat sie auch schnell begriffen, denn ich musste ihr bald nur meine Brustwarzen zeigen und sie schrie los. An Tag 3 kam sie wegen Hypoglykämien auf die Neo (ich hatte SS Diabetes - es war also absehbar, trotzdem durfte ich nicht zu füttern.. sie hätte ja einen Puffer).

Nachdem mein Busen von zahllosen Schwestern betatscht und die Brustwarzen zerquetscht wurden um doch etwas Kolostrum zu gewinnen, mir jede Schwester eine andere Stilloption gezeigt hatte (nur, damit mich die nachfolgende anmachte, wie falsch ich es machen würde) saß ich an Tag 3 in meinem Zimmer, Kind auf der Intensiv und ich hab nur noch geheult. Ich war vom Stillen überzeugt, war für mich die einzige Option und es klappte nicht... ich fühlte mich wie ein Versager und die Schwestern mit ihren Vorwürfen, ich müsste sie viel mehr anlegen, haben das bekräftigt... Sie taten so als wäre ich zu faul. Ich wollte mit meinem Baby kuscheln und es nicht nur zum schreien bringen.. dann noch der ganze Besuch, ich war geschafft vom KS und wollte auch einfach mal die Augen zu machen..

Die Pumpe konnte mir ab Tag 7 etwas Milch entlocken, doch mehr als 60mL aus beiden Brüsten zusammen kamen nie.. mein Baby wollte nie wieder an die Brust und 12x tgl. pumpen um wenigstens die 1/2 ihres Bedarfs abzudecken hat mich nur noch zermürbt, mir kaum Zeit für mich und Baby gelassen und nach 4 Wochen konnte ich nicht mehr.. hab das Pumpen nachts sein gelassen (sie bekam ja trotzdem 3x nachts das Fläschchen, also war mehr als 1h Schlaf zwischendurch trotzdem nicht drin) und 1 Woche später war die Milch dann weg... ein Segen! So konnte ich es guten Gewissens endlich sein lassen und hatte doch alles gegeben.

Also nein, unsere "Stillbeziehung" war die Hölle..

Alles Gute euch zwei und macht's euch endlich schön!

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Ich kann dich total verstehen, meine erste war auch so.
Sie hatte bereits am zweiten Tag die brust verweigert, musste dann zufuttern da sie die brust nur anbrüllte. Habe dann abgepumpt um Mumi geben zu können und das 5 Monate lang. Mir war das Stillen auch total wichtig. Die Probleme die du beschreibst hatten wir aber trotz Flasche. Irgendwann war Flasche geben nur noch in der wippe möglich, nicht mal mehr auf dem Arm. Manchmal hat sie die Flasche verweigert.
Es kann muss aber mit Flasche auch nicht besser werden.
Durch das abpumpen war ich auch sehr an zu hause gefesselt.
Letztendlich finde ich war der Stress es nicht wert. Meine wird jetzt 4, hat trotz Mumi leichte Probleme mit Heuschnupfen.
Ich würde gucken und mich für den Stressfreiesten weg entscheiden.

Mein Sohn ist vom Typ ganz anders ihn Stille ich jetzt seit 3 Monaten voll ohne irgendwelche Probleme und es ist so toll und unkompliziert.

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🙋

Kind 1: 3 Monate gestillt, danach noch weitere 5 Monate pumpgestillt.

Kind 2: 2 Wochen gestillt, danach bis zum 7. Monat pumpgestillt

Kind 3: komplett pumpgestillt seit 6 Monaten

Bei allen 3en kam ich um gelegentliche PRE nicht drumrum aber 90% war MuMi.

Für mich/uns war es die beste Entscheidung. Bin nicht fürs Stillen gemacht aber will meinen Kids die MuMi nicht vorenthalten 😉

Stundenlanes Clustern, Milchstau, Wunde Brustwarzen... ich kann damit schlecht umgehen. Und ich möchte eben auch mal zum Sport oder mit einer Freundin weg sonst werde ich irre 😅 Ich habe mir viel negatives anhören müssen aber das ist eben so!

Liebe Grüße

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Inzwischen heisst es doch sogar, man sollte zu diesem Zeitpunkt etwa mit Beikost beginnen, um Allergien vorzubeugen....

Ich finde stillen toll, finde aber zufriedene Mamis noch viel wichtiger.

Hör auf dein Bauchgefühl.
Du machst das schon richtig. :)

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Also ich möchte dir erstmal meinen vollen Respekt aussprechen, dass du das weiterhin durchziehst. Ich habe nur eine Woche gestillt und war zugegebenermaßen sehr froh als ich abstillen musste, weil ich Medikamente nehmen musste. Für den Gedanken hatte ich mich dann ganz lange geschämt, da ich eig immer unbedingt stillen wollte. Ans Flasche geben hatte ich während der SS nicht gedacht. Ich hatte schon nach nur einem halben Tag blutige Brustwarzen.
Und mit dem Brei brauchst auch kein schlechtes Gewissen haben. Wenn sie bereit dazu ist, dann ist das ab 4 Monate doch ok. Und scheinbar ist sie es.
Ich denke, wenn dir die stillberatung nicht hilft, dann ist für eure Beziehung wohl evtl doch besser abzustillen. Und du brauchst keine Angst haben deiner kleinen Pre Milch zu geben. Du bist nicht für andere verantwortlich was sie können oder nicht können. Es geht hier nur darum dass deine Tochter UND du zufrieden und glücklich seid.
Ich wünsche dir, dass du eine Möglichkeit findest, die für euch beide passt.
Liebe Grüße Tashi mit Cameron 11,5 Monate

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Hallo, bei mir hat das Stillen leider nicht geklappt, deshalb kann ich zur Stillbeziehung nicht viel sagen.
Wenn deine Tochter aber den Brei so gut angenommen hat, dann ist sie auch einfach so weit. Empfehlungen hin oder her. Vielleicht hat sie mit dem ganzen Heck Meck auch ganz alleine entschieden, dass da jetzt etwas anderes kommen muss. Und im Endeffekt ist das ja gerade gut. Sie gibt den nächsten Schritt vor und du machst es nicht, weil du nicht mehr willst oder keine Milch mehr kommt. Und wenn sie weiterhin mittags den Brei so gut annimmt, ist ja weiterhin deine Milch die Hauptquelle, also würde ich mir da keine Gedanken machen.
Ich bin auch der Meinung, dass ein Mensch nicht umsonst Zähne bekommt. Das ist ja ein Entwicklungsschritt in die Richtung feste Nahrung zu sich nehmen zu können.

Und wenn sie dadurch tatsächlich ruhiger wird und später beim Abendbrei länger satt ist und besser schläft, ist ja auch dir geholfen.

Auf Teufel komm raus die 6 Monate stillen, ist dann ja auch nicht optimal, wenn Mama dabei gestresst ist :)

Du machst schon alles richtig.

Liebe Grüße
Anna mit Nele 21 Monate und Moritz 6 Monate

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Wow, ihr Lieben, vielen Dank für eure zahlreichen Antworten und offenen und ehrlichen Worte! Ich bin froh, dass ich nicht allein damit bin, auch wenn es natürlich schade um jede einzelne Stillbeziehung ist. Manche von euch hat es wirklich noch härter getroffen, Respekt, dass ihr das durch gemacht habt! Ihr habt wohl Recht, ich sollte mehr auf mein Bauchgefühl hören als mir Sorgen zu machen, was andere denken. So werde ich auch mit dem Brei weiter machen. Eure Worte, dass sie mit ihrem Verhalten und evtl auch den Zähnen diesen nächsten Schritt vorgegeben hat, ermutigen und beruhigen mich!

Also nochmals lieben Dank, ich habe mir jeden einzelnen Beitrag mehrmals durchgelesen! 💖

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Hallo,

ich finde heutzutage gibt es einen richtigen Still-Terror.
Was wird den armen Müttern alles eingeredet, wie sie sehr sie ihren armen Kindern schaden, wenn sie nicht stillen! #augen

Die Große habe ich 4 Monate voll gestillt, dann reichte es nicht mehr, und ich musste zufüttern. Bei dem Kleinen reichte es nie. Da musste ich immer zufüttern.
Meine Kinder sind jetzt 8 und 11.

Allergien werden, nach meiner Beobachtung, vor allem vererbt, Stillen hin oder her.
Kuscheln kann man mit Flaschenkindern auch.
Intelligent sind unsere Kinder trotzdem. Die Große hat lauter Einsen, und der Kleine hat eine Klasse übersprungen. Wenn ich sie voll gestillt hätte, würden sie wahrscheinlich mit 14 Abi machen... ;-)
Ich denke, Intelligenz wird ebenfalls zu großen Teilen vererbt und hängt außerdem davon ab, wie gut die Mütter sich kümmern. Dass gestillte Kinder in Statistiken intelligenter erscheinen, liegt, meiner Meinung nach, daran, dass Mütter, die sich kümmern, zumindest versuchen, zu stillen, während wenig engagierte Mütter gleich zum Fläschchen greifen. Diese Kinder werden aber nicht nur nicht gestillt, sondern auch nicht so sehr umsorgt und gefördert und bleiben deswegen in ihrer Intelligenz zurück.

Kinder brauchen eine zufriedene Mama, die entspannt mit ihnen umgehen kann und keine gestresste Mama, die verzweifelt versucht, um jeden Preis zu stillen.

In meiner Generation galt Stillen übrigens als ungesund, und meine Generation ist nicht allergiegeplagter, kränker und doofer als Generationen, in denen die meisten gestillt wurden.

LG

Heike

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