Warum haben nicht alle/manche Baby 3-Monats-Koliken?

Ich frage mich - warum? Wie wirken sich die Kolilen später, auch wenn sie erst einmal weg sind, auf die Magen-Darm-Flora aus?
Hat jemand eine Ahnung?
Liebe Grüße
Alisa mit ihrer 8,5-Wochen alten Alexandra

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Ich habe viel darüber gelesen & diese „3 Monatskoliken“ sind wohl auch eher fragwürdig .. es gab Untersuchungen bzw Ultraschall vom Bauch einiger Babys mit diesen angeblichen 3 Monatskoliken & von Babys ohne .. die Babys mit den Koliken hatten nicht mehr Luftschlingen als Babys ohne. Also alles eher fragwürdig. Manche Bücher beschreiben das fehlende 4. Trimester ... (allgemeine unreife)manche Babys kommen in ihrer neuen Umgebung nicht so zurecht wie andere.
Weil warum sollen Koliken ganz zufällig aufeinmal nach genau 3 Monaten vorbei sein ?? Fragwürdig ...

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Eben..

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Ich habe gelesen, dass 3 monats koliken einfach nur ein anderer Begriff für Schreibabys ist.
Meine Kinderärztin meinte, dass es mit der Bakterien Besiedlung im Darm zu tun hat (was für mich recht logisch klingt),
die einen Babys verkraften es gut, die anderen nicht so gut.
Ich denke, dass dieses Thema die Forscher noch lange, lange Zeit beschäftigen wird.

LG

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Also unser hatte am Anfang ein paar Probleme mit Bauchweh und ja, ich war mir schon recht sicher, dass es eine Art Bauchschmerzen waren.
Inzwischen bin ich total überzeugt davon, dass es zumindest weniger gewesen wäre, hätten wir ihn damals schon immer ins Tragetuch gepackt, statt in den Kinderwagen. Diese liegende, abgelegte Haltung ist einfach nicht natürlich für Babys. Dass Tragen die Verdauung fördert ist auch allgemein bekannt, in so der Hock-Spreiz-Stellung der Beine, die das Baby da gewöhnlich einnimmt, pupst es sich doch viel besser ;-) Ich kenne allerdings leider keine Studie dazu, die irgendetwas über Tragen und "3-Monats-Koliken" sagt - daher dies nur als mein völlig subjektives Bauchgefühl dahingestellt!

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also ich finde das nicht fragwürdig ! meine beiden kinder hatten fieses bauchweh und man hat die luft regelrecht gluckern hören im bauch ! ich glaube eher das es vei baby's genauso wie bei Erwachsenen ist , jeder hat ein anderes schmerzemfinden , bestes beispiel sind doch Wehen , die eine frau schreit alles raus , die nächste macht 2 schnaufer und es ist gut ! manche babys sind dann VIELLEICHT bei was anderen anfällig !
und die darmflora ist halt auch bei jedem anders !

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Also Koliken würde ich es bei uns auch nicht bezeichnen. Eher Bauchschmerzen bzw Blähungen. Mausi Pupst teilweise sehr viel und das tut ihr auch richtig weh. Das merkt man ihr an. Sie krümmt sich und weint.
Es gibt Tage, da ist es viel besser und an anderen viel schlimmer. Manchmal kann man ihr beim Trinken zuhören wie sie Luft schluckt und die muss halt auch wieder raus.

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Dazu gibt es ein sehr interessantes Buch namens "Das glücklichste Baby der Welt" von Harvey Karp. Etwas langatmig und sich wiederholend, aber es hat uns als Kolikbaby - Eltern viele Erkenntnisse geliefert - auf Vieles waren wir zu dem Zeitpunkt dann auch selbst schon gekommen. Es gab sehr viele Aha-Effekte!

Die Dreimonatskoliken sind eigentlich gar kein primäres Darmproblem. Wieso sollten die Beschwerden sonst immer nur abends auftreten? Darmbeschwerden haben, denke ich, auch weitaus mehr Babys als die, die Dreimonatskoliken haben.
Ganz charakteristisch war dennoch dieses Drücken und sich Krümmen. Damit fing bei meinem Sohn alles an.

Dir wird auch auffallen, dass wenn du dein Baby ganz nah bei dir trägst, z. B. im Tragesystem oder auf deiner Brust liegend, dass die Pupse absolut problemlos abgehen und dieses Drücken plötzlich NICHT mehr auftritt. Das war dann in unserem Fall auch die Rettung. Kuscheln, kuscheln, kuscheln.
Es handelt sich bei den Dreimonatskoliken offenbar um eine ungünstige Kombination aus Unreife von Organen (v. a. Gehirn) und Temperament (sehr sensibel oder sehr temperamentvoll) des Babys. Die Kinder sind nicht in der Lage, alles, was auf sie einprasselt (Überforderung) oder absolute Stille (Überforderung) zu verarbeiten /ertragen. Dafür müssen sie, anders als manch ausgeglichenes Kind, noch etwas "reifen". Ganz wichtig dabei: Sicherheit vermittelnde Eltern! Für uns war das kuscheln tagsüber, abends beim Schreien wiegen, Arme und Beine dabei relativ fest halten (selbstverständlich nicht schmerzhaft, ist ja klar), Singen, weißes Rauschen, Baby beim Füttern während dieser Phase NICHT in die Augen sehen (Überforderung). So ab der 9. Woche halfen lange Abendspaziergänge in der Trage. Die nutzten wir als Paar-Zeit für unendlich lange Gespräche, während unser Sohn die kritische Zeit verschlief.

Alles Gute!

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Sehr interessant.
Ich muß sagen, meine Kleine ist beides - sensibel und temperamentvoll aber auch sehr weit für ihr Alter.
Das Drücken ist, leider, intensiver geworden, im Moment nicht nur abends, sondern auch tagsüber.
Und ich muss sagen, dass ich sie, mittlerweile, sehr gut kenne. Obwohl sie noch so jung und mein erstes Kind ist. Leider, will die ältere Generation den Grund nicht verstehen. Oder kann sie es etwa nicht, keine Ahnung. Früher war ja alles einfacher.
Wir schaffen das.
Liebe Grüße

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Ja, das Drücken wurde bei meinem Sohn auch immer mehr, egal ob tags oder nachts (es begann 2 Wochen nach Geburt), ich glaub so ab der 9. oder 10. Woche wurde das weniger und seit der 12. Woche ist es weg. Das Schreien (verbunden mit diesem absolut verzweifelten Gesichtsausdruck - den finde ich noch schlimmer als das Schreen) kommt hin und wieder noch durch, bekommen wir aber gut in den Griff.

Die älteren Generationen sind da oft echt nervig, da hast du Recht. Angeblich gab es das ja früher nicht. Ich las aber u. A. auch im Buch von Harvey Karp, dass das so nicht stimmt.
Das kann halt niemand einschätzen, wenn er es nicht selbst mal erlebt hat. Das gilt aber auch für aktuelle Muttis. Die meisten verwechseln das mit "normalem" Bauchweh aufgrund der Darmunreife, wo leider sehr viele Babys durch müssen. Der Begriff Dreimonatskoliken ist aber auch echt irreführend. Und als Schreibaby will und wollte ich meinen Schatz nicht bezeichnen. Heutzutage sagt man dazu auch Regulationsstörung. Damit kann ich leben.

Ich finde und fand es immer sooo anstrengend, das jedem erklären zu müssen, dass es eben nicht mit nem Kümmelzäpfchen und Fliegergriff weg geht. Es ist halt, wie gesagt, kein primäres Darmproblem.

Ich verspreche dir, es wird besser. Halte weiter durch!

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Hi,
Thilo vom 30.8.2006, 11 Tage nach ET.

Vollgestillt, schläft in den den ersten Tagen bereits 5 Stunden am Stück in der Nacht, jeden Tag mehr. Trank 3 Liter Fencheltee und passte auf, keine Zwiebeln und Kohl, aber mal Zwetschgenkuchen und ein Stückchen Zwiebelkuchen. .....War kein Problem.

Ich aß was ich wollte, kein Problem. Sab Simplex warf ich 2,5 Jahre später weg.

Thaddäus kam am Tag genau, 29.1.10. Hatte Staphylokogen, bekam 5 Tage, 2x am Tag Antibiotika über Tropf. Vollgestillt. Am 10 Tag bekam er Bauchweh. Nix half, gar nix. Es war Fastnacht Sonntag, hoher Schnee. Alle Familien abtelefoniert, wegen Sab Simplex.

Meine Schwester hatte noch ein anderen Entschäumer, 7 Monate abgelaufen. Löffel Chen voll gegeben, Kirschkernkissen auf den Bauch, und gut.

Ich konnte weglassen was ich wollte, oder auch nicht........Er hatte Bauchweh, trotz Fencheltee und auch auch tragen im Tragetuch, Fliegergriff, Baden im Eimer. Aber ein Löffelchen Sab Simplex, vor oder nach dem stillen, Kirschkernkissen und die Welt war in Ordnung.

Es wurde ab der 11. Woche besser...........Er ist jetzt 8 Jahre alt, und hat immer noch gerne mal Bauchweh, wenn ihn was bedrückt.

Und im Nachhinein dachte ich, übertragene Babys, haben keine Koliken. War im Freundeskreis jedenfalls so.

Gruß Claudia

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