Ich hasse mich

Ja , ich hasse mich , an jeden Tag :( .
Ich habe mich damals gegen das stillen entschieden , der Gedanke das an meine Brust mein kind saugt war für mich nicht kompatibel...
Heute versteh ich das alles nicht. Wie konnte ich so denken ?.wo war mein normaler Menschenverstand?
Der Egoismus von damals macht mir heute Übelkeit

Wie konnte ich so denken.. mein hübsches , perfektes baby nicht stillen zu wollen :( ...
Ich bereue es an jeden Tag und Werde dies wohl ewig tun..
Egal was mein baby hat. Ich gebe mir die Schuld. Meiner Meinung nach auch zu Recht.

Mein Mann leidet sehr darunter. Da ich meist nachts weine und grübel.. tagsüber lass ich mir nichts anmerken, allein meinem baby gegenüber fände ich das unfair...Ich liebe mein kind einfach abgöttisch und bereue es einfach , meinem Kind kein ordentliches Fundament gegeben zu haben...
Geht es vllt jemand ähnlich? Und weiß jemand Rat ?
Und natürlich ist dies ein Diskussionsforum,ihr dürft mich auch zerreißen. Hab genug “Freunde“ die das schon täglich machen

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Hass ist ein starkes Wort...wegen was? Ein bisschen Milch? Wie alt ist dein Kind? Wende dich an die LaLecheLiga zur Unterstützung bei einer evtl. möglichen Relaktation oder schreibe das Stillen endgültig ab.

Das gibt dir wieder die Nötige Freiheit :-) man wird ja nicht glauben, dass Flaschenmamas weniger Liebe geben könnten? Du brauchst dich nicht hassen. Und ehrlich darfst du dich auch nicht hassen- dein Kind braucht und liebt dich!

Das gesündeste und beste Fundament bekommt dein Kind nicht durch Muttermilch- sondern durch deine Zufriedenheit. Hör auf, dir Vorwürfe zu machen und genieße dein Baby. Bei dir funktioniert das Annehmen wunderbar. Du vergötterst dein kleines Wunder. Sei dankbar, dass du das kannst- dieses Glück dürfen viele Frauen(unabhängig von der Ernährungsform) nicht von vornherein erleben!

Nächtliches Weinen und Schuldgefühle- evtl ist das Stillen nur ein unbewusster Vorwand? Bist du noch im Wochenbett? Kann eine Depression dahinterstehen? Hast du Kontakt zu einer Beratungsstelle/einem Therapeuten?

Deine "Freunde" verurteilen dich? Das sind keine Freunde. Hier wirst du nicht zerrissen. Du bekommst hier die Bestätigung: Flasche geben ist kein Weltuntergang! Auch mit Fläschchen kann man Nähe, Liebe, Geborgenheit im Übermaß geben.

Du bist eine wunderbare Mutter, denn du machst dir nicht nur Gedanken um dein Kleines, sondern auch Sorgen um deine Beziehung. Eine Mama hält alles zusammen :-) vergiss darüber bitte nicht dich selbst.

Alles Liebe,
Lola mit Melli(7)&Alex(1/2)

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Du bist toll <3

Selten so was nett geschriebenes gesehen!

Liebe Grüße :)

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Bitte gräme dich nicht!

Du lebst dein Kind und willst das beste für es. Verständlich! Aber du kannst das nicht ändern. Und indem du dich jetzt selbst beschuldigst zerstörst du eine zeit in der du glücklich den solltest. Das finde ich Viel schlimmer als stillen oder nicht.

Dein Kind wächst in liebe auf und ist geborgen und gesund. Das ist viel mehr als andere Kinder haben und eigentlich alles was ein Kind braucht.

Für mich hört sich das ganz nach einer Wochenbettdepression an. Bitte such dir schnell Hilfe. Am besten du fragst erstmal eine Hebamme. Du musst dich wirklich nicht hassen deswegen.

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Hol Dir dringend professionelle Hilfe!

Deswegen sich selbst zu hassen und nachts regelmäßig zu weinen... das ist eine völlig übertriebene Reaktion!

Du schreibst, dass Dein gesunder Menschenverstand Dir hätte zum stillen raten sollen. Mag sein (oder auch nicht ). Dein gesunder Menschenverstand sollte Dir jetzt aber auch sagen, dass diese Entscheidung kein Weltuntergang ist und Dein Baby auch mit der heutigen Flaschenmilch BESTENS versorgt ist.

Geh zum Arzt und kläre ab ob hinter diesen starken Emotionen nicht ne Wochenbettdepression liegt.

Alles Gute

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Hol dir schleunigst Hilfe, das klingt definitiv nach einer postpartalen Depression. Damit ist nicht zu spaßen. Ich stille nicht. Schon das zweite Kind! Ich habe es versucht, beim ersten unter wochenlangem Geheule (vermutlich im Nachhinein auch eine Depression), geklappt hat es nicht. Beim zweiten hab ich nach einer woche aufgegeben. Das hätte man sicher noch länger versuchen können, ich wollte und konnte aber nicht mehr. Ich lebe sehr gut mit meiner Entscheidung. Mein großer ist ein gesunder 6 jährige, die kleine 7 Monate und topfit. Klar, über den Winter war sie dank Kindergartenkind als Bruder öfter mal krank. Keine Ahnung ob sie das auch gewesen wäre wenn ich gestillt hötte? Ich kenne genug stillkinder denen es genauso erging. Aber es macht auch keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, denn es ist einfach nicht mehr zu ändern.

Freunde die doch deswegen zerreißen? Schöne Freunde! Die könnten mir gestohlen bleiben. Meine Kinder bekommen die gleiche Liebe und Nähe wie gestillte Kinder. Ich trage, fanilienbett, gaaanz viel kuscheln (auch beim füttern) etc.

Ich selbst wurde auch nicht gestillt, habe keine Allergien, habe ein total gutes Verhältnis zu meiner Mama (übrigens schon immer)
Stillen ist nicht alles. Eine glückliche ausgeglichenen Mutter die die Zeit mit ihrem Baby geniest ist viel wichtiger!
Also, wenn du merkst du kommst da allein nicht raus: lass dir schleunigst helfen!
Alles Gute!

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Jetzt mal ganz ruhig.

Ich kann dir nur sagen: ich bin ein Flaschenkind der 80er. Ich bin weder dick, noch dumm, Allergien habe ich auch keine. Meine Mutter war der wichtigste Mensch in meinem Leben. Weder eine gestörte Bindung, noch körperliche Schädigungen waren die Folge des Nicht-Stillens. Wenn du gestillt hättest und dich dabei so unwohl gefühlt hättest, wie du es befürchtet hast- wäre das besser gewesen? So viele Mamis in meinem Umfeld fanden das Stillen vor allem anfangs extrem stressig, die Kinder waren gestresst. Vielleicht war es ja so besser.

Ich finde es nicht gut,über vergangenes zu sinnieren und sich ein schlechtes Gewissen zu machen. Nimm das Jetzt und mach das Beste draus. Liebe dein Kind- mehr braucht es nicht.

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Und ich wurde bis zum ersten Geburtstag gestillt, habe Allergien und Neurodermitis (und ein biiißchen Übergewicht) ;-)
Du siehst, stillen macht nicht alles besser, am wichtigsten ist wirklich eine glückliche Mama <3

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Ich bin auch ein gesundes Flaschenkind der 80er, groß geworden ausschließlich mit Kunstmilch und Schmelzflocken. Und ich bin absolut gesund.

Du sagst du konntest dir das stillen nicht vorstellen. Also war es für dich in der Situation die richtige Entscheidung. Niemand kann dir garantieren dass du mit Stillen glücklicher gewesen wärst. Bei mir waren die ersten 6 Wochen die Hölle und ich hab mir gewünscht, lieber Flasche zu füttern.

Ich weiß, der Druck von außen ist enorm. Ständig wird einem gesagt, Stillen ist das beste. Nachdem ich die erste Flasche Pre gefüttert hatte, um meinen Brüsten Ruhe zu gönnen, hab ich auch geheult. Und das ist so bescheuert! Nur weil man von allen Seiten zugeballert wird, was das Stillen alles für Vorteile hat und eine gute Mutter würde diese Vorzüge ja wohl ihrem Kind nicht vorenthalten wollen blablabla. Auch in der Geburtsvorbereitung ist mit keinem Wort gesagt worden, dass man ja eventuell auch nicht Stillen kann. Die Möglichkeit ist gar nicht aufgezeigt worden.

Mir hat das Stillen die ersten 2 Monate mit Baby echt vermiest. Ich war nur noch mit meinen Brüsten beschäftigt und der kleine lag daneben und hat alleine gespielt. Das ist auch blöd. ich stille immer noch, aber ich würde nie eine Mutter verurteilen die Flasche füttert. Denn ich war kurz davor es selber ausschließlich zu tun.

Du brauchst professionelle Hilfe um diese Phase zu überwinden und andere "Freunde" die dich unterstützen und dir kein schlechtes Gewissen einreden. Du schreibst dass du dein Kind abgöttisch liebst. Das ist die beste Grundlage für einen guten Start ins Leben und nicht womit du es ernährt hast. Ganz egal was die Hardcore-Stillverfechter dir so einreden.

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Nimmst nicht so schwer, davon geht die Welt nun wirklich nicht unter.

Ich könnte meine Tochter damals leider auch nicht Stollen, da ich absolut kenne Milch hatte. Habe mir anfänglich auch Vorwürfe gemacht und mich schlecht gefühlt. Ich glaube die Beiträge Gesellschaft trägt viel dazu bei - heutzutage hört man ja ständig dass man unbedingt stillen muss. Das mich damals total fertig gemäht. Heute kann ich über solch eine "Lappalie" nur lachen. Unsere tochter ist heute ein gesundes 9 Monate altes Baby. War bisher noch nie krank, verträgt bisher einfach alles was ich ihr zum essen gebe (und sie kostet wirklich alles) und wegen Allergien schauts zur Zeit auch gut aus. Im Gegenteil - sie ist für ihr alter super toll entwickelt - könnte mit 5 Monaten krabbeln und seit 2 Tagen geht sie (gestern wurde sie 9 Monate). Ich glaube also kaum, dass sie durch die Flasche ketzt irgend welche Nachteile haben wird.

Mach doch also deswegen nicht fertig. Genießt lieber die gemeinsame Zeit und schon bald wird niemand mehr danach fragen, ob du gestillt hast oder nicht ;-)

Alles Gute

Lg

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Danke für eure antworten und die ganzen toleranten aussagen..Ich werde versuchen mir professionelle Hilfe zu holen.

Ich weiß nur ob ich jetzt mein gesamtes Umfeld isolieren sollte...
Habe dort auch schon geredet über mein Problem. Sie sagen von einem Therapeuten wird mein kind auch nicht gestillt sein :( und recht haben sie...Ich will mich meinen baby zu liebe nicht abkapseln, es ist nur so unheimlich schwer. Es wird halt nur über das stillen gequatscht, schönste auf der Welt, wie toll das für sie babys ist und deren Abwehr und und und...Sie haben nun mal recht!

Ich darf mich auch kaum äußern.. haben alle in den letzten zwei Jahren entbunden. Bin bisher die einzige die spontan entbunden hat. Nicht mal davon kann man was erzählen... Es kommt immer “dafür hast du nicht gestillt“ :( .
Dabei hab ich nichts gegen KS .. überhaupt nicht. Verstehe die Frauen sogar gut die sich bewusst dafür entscheiden.. Hab nur mal beispielsweise gesagt, wenn man nicht stillt hat man ne ganze meute hinter sich und Flasche zugeben wird mittlerweile abgestoßen in der Öffentlichkeit, hab mich so oft schon rechtfertigen müssen ob da denn wenigstens Mumi drin sei... Aber wenn man sich bewusst für kaiserschnitte entscheidet ist es das normalste der Welt.....
Da sind natürlich alle ausgeflippt, das meine Entscheidung aber mein kind krank macht und deren einfach nur ein schöneres wochenbett macht und sie schneller erneut schwanger werden können... ach es ist einfach schwer...man kann sich ja gegen die Wahrheit schlecht wehren:( mittlerweile hat mein baby auch total trockene hautstellen bekommen, vermutlich Neurodermitis ( haben mit beikost angefangen ) .

Das Wird das nächste Treffen wieder hart sein :( ...
Will nur einfach nicht komplett vereinsamen ...

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Ich habe nichts gegen stillen und sicher ist es vom Prinzip das beste für das Kind, ABER:

- ich habe 3 Monate gestillt und es war nicht das schönste sondern wirklich die schlimmste Zeit mit Baby. Ein zweites würde definitiv nicht gestillt werden...dafür hab ich jede Flasche mit ausgiebig kuscheln genossen
- ich war auch Flaschenkind und bin fast nie krank (Max 1x in 2 Jahren) und habe keine Allergie...mein Mann ist ein Stillkind und hat schon immer wirklich jede Grippe ect mitgenommen...zusätzlich hat er einen Haufen Allergien.

Soviel nur dazu das stillkinder immer gesünder sind. Das ist einfach nur quatsch.

Du sollst dich auch nicht isolieren aber ein anderes Umfeld suchen! Keiner hier sagt was das ich nicht stille. Im Rückbildungskurs haben 9 von 11 gar nicht gestillt, also auch nicht versucht.

Übrigens sollte einen der gesunde Menschenverstand auch sagen das eine so große Bauch-Op wie ein Kaiserschnitt ohne medizinische Gründe total schwachsinnig ist. Spontan zu entbinden ist genauso natürlich wie stillen. Nur mal so. Wieso haben die das nicht versucht?

Sprich mit deiner Hebamme oder einem Therapeuten... Du brauchst Hilfe...und dann such dir richtige Freunde...die gibt's auch unter Muttis.

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Sag mal gehts noch? Dein Haufen ist nicht nur intolerant u d unfreundlich, sondern auch schlecht informiert!

Kann es sein, dass dir jemand die Spontangeburt neidet, oder du zu überschwänglich positiv erzählt hast, dass sie dich jetzt runterziehen müssen?

Geht garnicht. Da bleib ich lieber allein auf der Couch und gugge Grey's Anatomy- deutlich weniger Drama :-D

Wird vielleicht bei euch am Ort noch eine andere Krabbelgruppe angeboten? Wechsel deinen Bekanntenkreis oder Hau mal ordentlich auf den Tisch. Auf Dauer ist das nicht gesund.

Alles Liebe,
Lola

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Man trifft jeden Tag Entscheidungen, manche sind gut, manche schlecht.
Manche haben große Auswirkungen auf das Leben, andere kleine oder gar nicht. Manche kann man nochmal ändern, andere nicht.
Und die man nicht mehr ändern kann, die kann man nur akzeptieren und es annehmen wie es jetzt ist. Genauso wie man annehmen muss dass man den Traumjob nicht bekommen hat, dass der Partner sich von einem trennt, dass Eltern sterben oder geliebte Menschen krank werden.

Du stillst nicht -na und? Dein Kind wird deshalb genauso groß, kann genauso gesund, schlau, schön uns was weiß ich was sein.
Mach dir deine schöne Zeit nicht kaputt mit irgendwelchen Vorwürfen. Es ist jetzt so und wenn du dich grämst, schämst und hasst - macht es das auch nicht anders.

Die werden so schnell groß - genieße lieber die Zeit mit deinem Baby.

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Moin,

da hast Du Recht!

Dann oute ich mich mal hier spaßhafterweise:
Ich bin Flaschenkind und die Milch in den 70ern war bestimmt nicht so toll wie die heute.
Ich bin gesund, schlau, sportlich, natürlich auch gutaussehend (gut etwas klein), hab ein gutes Abi und keine Allergien oder so ;-) :-p Ich habe noch keinen Augenblick in meinem Leben darüber nachgedacht warum ich keine Mumi bekommen habe und ob mir das irgenwie geschadet haben könnte. Vielleicht hilft ja auch mal diese Sicht der Dinge ;-)

Ja und ein gutes Selbstbewusstsein hab ich auch ;-)

Lg
Pikku

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