Fühle mich von meinem Baby abgelehnt

Hallo Mädels,

Mir geht's im Moment irgendwie total scheiße...mein Sohn ist 6,5 Monate alt und wir (ich) haben folgende Probleme :

- seit Januar sind unsere Nächte absolut sch.., in einer "guten" Nacht wacht er nur alle 2h zum Trinken auf. Ansonsten öfter und schreit viel. Da hilft wohl nix, das akzeptiere ich langsam, trotzdem liegen die Nerven blank durch den massiven Schlafmangel.

- er schläft nur an der Brust ein
- Beikosteinführung klappt irgendwie auch überhaupt nicht, seit gut 2 Wochen probieren wir es mit dem Mittagsbrei und anfangs sah es auch gut aus, aber seit ner Woche schreit er nach wenigen Löffeln, manchmal auch direkt... es ist auch total schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden weil
- er immernoch keinen wirklichen Rhythmus hat. Schlafen tagsüber ist meist so gegen 10/11, 14/15 und nochmal um 17/18 Uhr, mal mehr, mal weniger, aber seine Stillzeiten und -Abstände sind immernoch absolut unregelmäßig.

- Außerdem erkenne ich einfach keine Hungerzeichen bei ihm, ich muss das immer nach dem Ausschlussprinzip rausfinden, wenn er quengelig wird. Das macht mir aber echt Sorgen in Hinblick auf's eventuelle Abstillen, weil ich ja dann immer die Flasche weg kippen muss, wenn es doch kein Hunger ist.
- insgesamt quengelt mein Sohn va momentan echt viel, sodass Babyschwimmen und Besuche immer Russisches Roulette sind, und mega Stress für mich.

- und nicht zuletzt habe ich mittlerweile total Angst, dass all das, und die Traurigkeit und Enttäuschung darüber, mein Verhältnis zu meinem Kleinen negativ beeinflussen :( dadurch, dass er so viel schreit, fühle ich mich irgendwie abgelehnt, hab ständig das Gefühl, nichts richtig zu machen.

Seit ner Woche ca schläft der Terrorkeks auch quasi wieder nur mit Brust im Mund, und das Stillen wird für mich mittlerweile zur Qual. Würde ihn gerne umstellen auf Flasche, aber ich weiß nicht, wie ich ihn dann zum Einschlafen bringen soll, und habe Angst, ihm diesen "Hafen" wegzunehmen, den er ja anscheinend noch so braucht...

Puh, falls sich jemand durchgekämpft hat, wäre ich über Tipps oder Erfahrungen froh, oder auch nur ein paar aufmunternde Worte?

Vlg

1

Fühl dich dolle gedrückt. Das Problem mit dem Brustnuckeln nachts haben wir auch seit ich denken kann. Meine Maus ist 7 Monate und sie schläft keine Nacht mehr als 2h am Stück. Ich kann deinen Schlafentzug nachempfinden. Allerdings schläft meine im Kinderwagen tagsüber 2x30 Minuten. Da schafft man richtig was Zuhause. *heul*
Du bist nicht allein!

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Ohje, tut mir leid, dass es bei euch genauso schlimm ist :( aber man fühlt sich nicht ganz so allein...
Um uns rum die Babys sind nämlich alle total unkompliziert und ich werde immer nur mitleidig angeschaut, wenn ich von uns erzähle...

Drück dich zurück! ! :)

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Ich kann mir immer anhören das ich selbst Schuld habe, da ich ja stille. Mittlerweile stehe ich da drüber, aber es hat gedauert. Ich hoffe das es bald besser wird bei uns. :-)

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Ich kann das leider genauso unterschreiben.

Unser Sohn ist in jedem Punkt genauso.

Mit dem Rhythmus habe ich aber vor 2 Wochen die Notbremse gezogen, weil ich nicht mehr konnte. Er ist 7 Monate,wird voll gestillt weil er beim Brei sofort schreit, obwohl er schonmal 3 Tage 200g geschafft hatte!?
Er hat mindestens 1x die Stunde gestillt. Meine Brüste waren total leer getrunken und ich habe nichts anderes mehr machen können. Wusste auch nie wann er Hunger hat, also habe ich ihn ständig angelegt.
Ich stille tagsüber jetzt alle 4 Stunden und er macht super mit. Wenn ich ihm zwischendurch was anbiete verweigert er es sogar. Nachts ist er jedoch seit längerem mindestens alle 2 Stunden wach und schläft auch nur an der Brust wieder ein. Bin auch total übermüdet.

Dann dieser Dauerterror weil er so schnell frustriert ist..

Ich habe auch oft das Gefühl, dass er froh ist wenn ihn jemand anders auf dem Arm hat.. er merkt meine momentane Anspannung.

Es ist absolut nicht einfach, einen Rat habe ich leider auch nicht.

7

Puh, ja das klingt ebenso schlimm wie bei uns... tut mir leid für dich :(
Naja zumindest ist geteiltes Leid ja halbes Leid, zu wissen, dass man nicht alleine ist, hilft schon ein bisschen, finde ich...
Das mit dem Stillen alle 4h klingt ganz gut! Was hast du gemacht, wenn er zwischendurch gequengelt hat??

Lg

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Ich glaube ich habe es einfach zu oft falsch gedeutet.

Er quängelt ja so oder so viel aber es ist nicht mehr geworden und er hat es nach 3 Tagen wirklich drinnen gehabt. Er weiß dass ich ihm dann was gebe, er meckert nichtmal vorher.

Heute hatte ich um 11 einen Termin und wusste nicht ob ich ihn um 12 wie gewohnt füttern kann ,deswegen habe ich ihm um 10 bevor ich los bin die Brust angeboten, wollte er nicht.

Das hätte ich nie für möglich gehalten..habe es einfach gemacht.

Nachts ist es schwieriger, weil er da nur nuckelt und dadurch einschläft...man ist ja froh wenn er wieder schläft.

Ab und an biete ich ihm jetzt bei dem warmen Wetter Wasser aus dem Becher an, Flaschen nimmt er absolut nicht.

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Hi meine Liebe!

Fühle dich mal unbekannterweise gedrückt. Auch mir geht es fast genauso wie dir. Ich schlafe seit über 6 Monaten nie länger als 2 Stunden am Stück. Manchmal hat mein Zwerg nachts auch lange Wachphasen. Erst vor ein paar Tagen wieder von ein Uhr bis vier Uhr. Er lebt außerdem auch auf mir und lässt sich so gut wie gar nicht ablegen.

Mir hat geholfen, die Situation und die Eigenheiten meines Zwerglis zu akzeptieren. Ich genieße seine Kuschligkeit. Und vorallem habe ich mich von Ansprüchen und Tipps von außen befreit. Warum MUSS denn mein Kind durchschlafen? Warum sollte ich ihn schreien lassen usw. Toll, wenn ihr alle unkomplizierte Anfängerbabies habt. Meins ist halt ein Exemplar für Fortgeschrittene. :-)

Kann dich dein Mann/ Familie/ Freunde unterstützen? Zum Beispiel mal mit dem Kinderwagen um den Block, damit du schlafen kannst. Ich nutze solche Freiräume z.B. Zum Baden in der Badewanne. Das lädt meine Akkus. Und ich gehe mit anderen Mamas Walken (Baby in Trage).

Auch durch die Beikost wurtscheln wir uns so durch. Mein Zwerg nimmt es nur in ganz fein pürierter Konsistenz. Ist der Brei bei Euch auch fein genug? Vielleicht als eine Idee. Und beruhige dich doch auch da. Im ersten Jahr ist Milch das Wichtigste.

Und noch ein wichtiger Punkt: Dein Baby liebt dich über alles. Ihr schafft das gemeinsam!

LG Aviva

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Hallo Aviva,

Vielen Dank für deine lieben Worte!!

Ich hab bisher Brei aus dem Gläschen gefüttert, ich freue mich zwar schon seit Monaten darauf, Brei selbst zu kochen, aber solange der Terrorschlumpf nur Winzmengen isst, lohnt sich das ja nicht. Die gekauften Breie sind ja aber wirklich sehr fein püriert, denke also eher nicht, dass es daran liegt.

Es tut irgendwie gut, zumindest virtuell Mamas zu finden, deren Babys auch nicht so pflegeleicht sind. Irgendwie hab ich immer den Eindruck, es wird erwartet, dass mit Baby alles super ist und gut läuft. .. ich fühle mich da oft als Außenseiter.

Und du hast recht, ich muss darauf vertrauen, dass mein Kleiner mich liebt :) ich darf da nicht so dran zweifeln, dann schaffen wir das auch. ..

Wie alt ist dein Zwerg? ?

Lg

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Hallo Du,

Hast Du schonmal vom Gläschen gekostet? Die schmecken allesamt ganz furchtbar. Ich hatte das Vergnügen einige Proben bei meiner Babyshowerparty zu probieren. Es ist kein Vergleich zum Selbstgekochten. Und auch kleine Portionen sind wunderbar vorzubereiten. Einfach in Gefrierwürfelform einfrieren und später in Gefrierbeutel umfüllen. Wenn es Essen geben soll einfach in der Mikrowelle oder im Wasserbau erwärmen. Total easy! Echt! Am Anfang hat mein Zwerg nur einen Würfel gegessen. Jetzt sind wir bei 7. Und das Essen schmecken total anders als die Gläschen. Ein himmelweiter Unterschied! Bei uns funktioniert es außerdem am besten, wenn es ein weicher, ganz flacher Plastiklöffel ist. Vielleicht ist da bei euch Optimierungspotential? Mit Fingerfood brauche ich meinem Zwerg nicht kommen. Aber einige schwören hier auch drauf.

Mein Sohn ist am 02.11.15 geboren...also etwas über 6 Monate!

Liebe Grüße,

Aviva

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Hallo,

bei uns ist es mit dem Schlafen ähnlich, mein Sohn wacht auch super oft auf. Er ist allerdings schon fast 9 Monate. Wollte eigentlich auch schon abgestillt haben aber habe Angst dass ich dann 3 Mal nachts ein Fläschen machen darf (war bei einer Freundin nach dem Abstillen so), das ist ja dann noch viel stressiger als kurz zu stillen.

Mit der Beikost war es bei uns damals genauso wie du es beschreibst. Zuerst sah es so aus als würde er gern essen und dann hat er wieder dicht gemacht. Ich hab's einfach jeden Tag immer wieder probiert. Im Endeffekt hat es ca 6 Wochen gedauert bis wir die Mittagsmahlzeit ersetzt haben. Und dann nochmal mehrere Wochen für die Abendmahlzeit. Irgendwann ist der Knoten bei ihm dann geplatzt und er hat mehr gegessen. Ich kann mich aber noch erinnern wie sehr mich das genervt hat, dass er einfach nicht essen wollte. Mein Tipp ist: einfach jeden Tag ganz zwanglos anbieten, alle paar Tage auch mal eine andere Gemüsesorte ausprobieren (Kürbis ging bei uns zum Beispiel gar nicht, pastinake am besten). Irgendwann wird er sicher mehr essen.

Ich bin mir sicher dass dein Baby dich keinesfalls ablehnt. Im Gegenteil: er braucht deine Nähe im Mmoment scheinbar noch sehr. Versuche es zu genießen, das wird sich irgendwann auch ändern.

LG und halte durch ;-)

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Hallo,

Ja vermutlich hast du recht, er scheint gerade sehr viel Nähe zu brauchen und eigentlich sollte ich das genießen. Muss ich noch dran arbeiten :) für mich ist es irgendwie schwierig, wenn er schreit, weil er das viel macht und dann gleich auf 180 ist... da gehen mir schnell die Nerven durch, ich weiß auch nicht, wieso :(

Ich werde es so machen, wie du vorgeschlagen hast, und versuchen, zwanglos weiter zu probieren mit dem Brei. Werde dazu die Gläschen in mini Portionen einfrieren, damit ich nicht den Stress habe, dass ich mit wünsche, er würde DOCH das halbe Glas essen :D

Ja das mit dem Abstillen macht wahrscheinlich wenig Sinn gerade, va nachts wäre das super unpraktisch. Vllt schaffe ich es ja, dass er ne Flasche zur Not auch mal nimmt, sodass ich wenigstens mal zum Friseur könnte oä.

Vielen Dank, hoffe dass es bei euch bald besser wird!!

Lg

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Ich fühle mit dir. Dein Text könnte von mir stammen... Allerdings wird er nachts seit einer Woche alle 20 Minuten wach... Bald werde ich verrückt. Einen Tipp kann ich dir also auch nicht geben. Allerdings, auch wenn mich hierfür einige gern steinigen möchten, übe ich jetzt jeden Tag das einschlafen mittags ohne Brust im Bett. Ich liege neben ihm,bin also da, aber er weint sich trotzdem in den Schlaf. Jetzt nach einer Woche wird es langsam besser

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HAllo,

klingt sehr nach meiner Tochter! Zur NAcht kann ich Dir keine Tipps geben, weiß ncih tmehr, wie wir das Problem damals angegangen sind und Sohnemann ist da ein Musterbaby.

An die Tage erinnere mich aber noch zu gut. Mir haben Ohropax geholfen. Klingt böse, aber ich konnte das schreiende und zeternde Kind einfach liebevoller behandeln und im Arm halten, wenn ich nicht volle Power ins Ohr gebrüllt bekam. Ich bin ein geduldiger Mensch, aber meine Tochter hat mich wirklich an den Rand meiner Kräfte gebracht.
Essen haben wir sehr unstrukturiert begonnen. Wir waren in den USA und ich hatte keine Ahnung, was wann wie. Daher haben wir ihr Brei gegeben, wann wir Zeit hatten und was wir grad gekauft hatten. Also nix mit "erst wenn das Kind den Mittagsbrei...", sondern immer munter rein - morgens, mittags, abends, je nachdem, wann grad die Möglichkeit und Zeit da war. Und wenn nciht, dann gab es eben die Brust. Wir hatten NIE Probleme mit dem Essen, sondern es war von Anfang an ein "MEHR", das unser Kind dann auch so akzeptiert hat. In den Niederlanden beginnen sie übrigens mit dem Abendbrei ;-) . Vielleicht ist das ein Weg, den Dein Sohn akzeptiert. Essen als "guck mal, magst Du?" und wenn nciht, dann weiter im Tagesplan. Vielleicht mag er lieber den Abendbrei? oder das was Du isst nur püriert? Mach Dir so wenig Streß wie möglich, Du hast schon ein anstrengendes Kind!!!

Grüße

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Puh also ich werde dich ganz bestimmt nicht steinigen, ich kann absolut nachvollziehen, wieso du das machst! Ich könnte es.nicht, ich kriege so einen Stress, wenn er schreit, zumal er sich ganz schnell extrem reinsteigert. Da kann ich dann kaum noch die Nerven behalten. Von daher "traue" ich mich das gar nicht...
Ist wirklich eine extreme Situation und ich wünsche dir, dass es bald wieder besser wird!!!

Vlg

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Könnte es sein, dass dein Baby dein Verhalten spiegelt? D.h. du hast den Eindruck, dass er dich ablehnt, es ist aber genau anders herum? Dass du sein Verhalten ablehnst? Dass dich stört, was er einfordert? Dass es dich stört, dass du "noch" stillst? Und dass es dich stört, dass er das offensichtlich nicht in Ordnung findet und dagegen ist? Lass dir gesagt sein, das Verhalten deines Kindes ist völlig normal, stillen bis über den 2. Geburtstag hinaus wird allgemein empfohlen. Und da habt ihr noch viel Zeit, das Stillen zu genießen. Mitte des ersten Lebensjahres soll man anfangen, auch andere Nahrungsmittel anzubieten, da gibt die WHO aber keine genaueren Empfehlungen, was, wie oft und wieviel. Also darfst du dich ganz entspannen und es so hinnehmen, wie dein Sohn es wünscht. Ganz ohne dir Stress zu machen. Er muss keine bestimmte Menge Beikost vertilgen und er muss die absolut nicht gut finden, du kannst ihm anbieten und was er nimmt ist gut und wenn er nicht will, ist auch gut. Die Wortwahl deinem Kind gegenüber lässt mich sehr nachdenklich werden. Er will dich weder terrorisieren noch mit dir Machtkämpfchen austragen, er möchte seine Bedürfnisse erfüllt haben und da steht die Liebe an allererster Stelle. Er möchte mit seinen Bedürfnissen wahrgenommen und ernst genommen werden und es ist deine Aufgabe als Mutter, feinfühlig darauf einzugehen. Was andere darüber urteilen, sollte dir ganz egal sein, die Kommentare Anderer kannst du geflissentlich überhören, denn du kennst dein Kind und seine Bedürfnisse am besten. Mach dich frei von den Zwängen deiner Umgebung. Wenn du neue Sachen ausprobierst, behalte nur das bei, was euch gut tut. Wenn er also noch keine Beikost möchte, dann lass es wieder und wenn er nur an der Brust einschlafen möchte und nachts mehrmals aufwacht, dann lass ihn neben dir schlafen, damit du genug Schlaf bekommst, denn dann kannst du andocken und sofort weiterschlafen. Solange du stillst, brauchst du auch kein nicht gegessenes Essen wegzuschmeißen, die Mumi ist immer in der richtigen Menge verfügbar, ohne Vorbereitung und du kannst jederzeit und überall anbieten und wenn er nicht will, dann packst du halt wieder weg. Vielleicht lernst du dann mit der Zeit besser, wann er an die Brust möchte.

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