Weiterbildung/Studium mit Säugling und Kindergartenkind möglich?

Guten Morgen ihr Lieben,

ich würde gerne wissen ob jemand von euch in der elternzeit eine Fortbildung oder ähnliches macht und ob das machbar ist mit einem kleinen Kind.

Ich habe eine Tochter die bald vier wird und bei ihr hätte ich das definitiv machen können. Leider haben mir da die finanziellen Mittel gefehlt.

Jetzt bin ich in der 32. Woche schwanger und ich überlege ob ich die Zeit zu Hause nicht nutzen sollte um im Job weiter zu kommen. Finanziell würde ich deutlich besser dastehen nach der Fortbildung. Wenn ich aber warte bis ich wieder arbeiten gehe dann ist es natürlich um so schwerer diese Fortbildung zu machen. Denn dann habe ich neben Haushalt und zwei Kindern noch meinen Job.

Hab schon öfter gehört dass einige mit kleinem Kind ein Studium machen aber würde gerne mal Erfahrungsberichte von solchen Leuten haben. Mein Mann unterstützt mich sehr, hat aber ein bisschen bedenken ob ich alles unter einen gut bekommen würde. Wenn ich die Weiterbildung abbreche oder nicht schaffe gehen 2500 Euro flöten.

Gibt es hier jemanden der nebenbei studiert oder sich weiterbildet?

Liebe Grüße Line

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ich habe mein Studium mit zwei Kindern begonnen und werde es mit 4 Kinder, evtl sogar 5, abschließen. Es hängt natürlich immer auch von der Art der Ausbildung/ Studienfach ab, aber ich komme sehr gut zurecht und ärgere mich wirklich dass ich nicht schon viel früher Kinder bekommen habe, weil es hier wirklich ideal läuft, die Uni sehr viele Angebote für studierende Eltern bereitstellt und ich mir meine Zeit so frei einteilen kann wie sonst nie. Natürlich ist es auch anstrengend, aber letztendlich ist es ziemlich egal ob ich mir, wie in meinem ersten Studium, die Nächte auf Unipartys oder Studentenkneipen um die Ohren schlage oder eben jetzt mit Kindern/Baby mit Zahn- oder Bauchweh, Alpträumen,...

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Also meine Maus wird jetzt dann ein Jahr.. Am 17.5. ist mein erster Arbeitstag (arbeite Teilzeit in Elternzeit). Ich bereu es ein bisschen, das Studium nicht schon früher begonnen zu haben.. Jetzt studier ich dann halt eben berufsbegleitend ab September, wenn Mausi in die Kita geht. Denk, es ist alles eine Frage der Organisation. :)

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Ich habe es gemacht. Es war und ist anstrengend.

Bei mir war es ein Studium, aufgrund meiner bereits gesammelten Berufserfahrung konnte ich ein Studium als Fernstudium mit Anwesenheitspflicht an bestimmten Freitagen und Samstagen absolvieren.

Erst mit Vollzeitjob und Baby und als es dann an die Diplomarbeit ging, hatte ich ein Kleinkind und ein Schreibaby. Oft habe ich bis nachts um 2 Uhr daran gearbeitet. ( noch am Abend der Geburt von Kind Nr 2, habe ich daran geschrieben.

Meine Kinder gingen nicht in die Krippe, als ich zu Hause war, ( wohnten im Ausland und Kinderbetreuung ging richtig ins Geld)

Auch jetzt , ich bin schwanger mit nummer 4, habe 3 Kinder zu Hause rumspringen ( 5,3,1) mache ich noch eine weitere Fortbildung ( Dauer 9 Monate, Kosten 1000 Euro) Mein Mann kann beruflich bedingt wenig im Haushalt mithelfen. Er verlässt morgens gegen 8 Uhr das Haus und ist abends meist vor 20 Uhr nicht wieder zurück , des Weiteren muss er oft auch am Wochenende arbeiten. Manchmal kostet es mich schon Überwindung mich abends an meine Bücher zu setzen, während mein Mann es sich auf der Coach gemütlich macht. Man muss halt dann Prioritäten setzen. Einen guten Plan haben und den konsequent durchsetzen. Ich habe einen Wochenplan , Monats - und Jahresplan , wieviel Seiten ich schaffen möchte und genügend Puffer eingebaut. Wann ich die examen schreiben werde etc.

Warum zweifelt dein Mann ?

LG

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Die Frage kann man so nicht beantworten. Wie viel Zeit musst du denn in die "Schule"? Wie viel Zeit musst du zu Hause oder in Bibliotheken zusätzlich aufbringen?

Was für ein Typ Mutter bist du? Was erwartest du von deiner Elternzeit? Habt ihr eine Betreuung in der Zeit fürs Baby?

Ich studiere Vollzeit. Mein Großer (2) geht 6h täglich in die Krippe. Ich habe jetzt ein Urlaubssemester eingelegt. Ich will einfach die Babyzeit genießen und bin nach Nächten mit stündlichem Stillen nicht aufnahmefähig und könnte erst recht keine Prüfungen schreiben.
Ich habe abends recht viel freie Zeit und nutze sie für mich, meine Hobbies und lese auch das eine oder andere Buch für die Uni. Aber eben immer so, wie ich will und kann. Wenn der Kleine (5 Monate) mich abends im Bett braucht, dann gehe ich mit ihm gegen 7Uhr schlafen oder auch nach einer anstrengenden Nacht. Und dabei ist der Kleine wirklich pflegeleicht und wacht im Normalfall nur 2-3x auf in der Nacht.
Ich muss zugeben, dass ich abends oft auch ziemlich ko bin und abends keine Konzentration habe. Tagsüber schläft der Kleine nur mal ne Stunde am Stück, da lohnt es sich für mich nicht anzufangen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich vormittags putze, einkaufe und alle sonstigen Erledigungen mache. Es bleibt also nicht ewig viel Zeit übrig. Am Wochenende schaffe ich erst recht nichts, besonders wenn man Partner arbeiten muss.

Konsequenz aus dem Roman... Ich würde es nicht machen und die Babyzeit genießen.

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Hallo Line,

also zum einen solltest du dir überlegen wie viel Zeit die Weiterbildung in Anspruch nimmt. Und dann muss dein zweites Baby natürlich auch "pflegeleicht" sein, dass du die Möglichkeit zu lernen oder ähnliches hast bzw. genug Unterstützung durch Mann oder Familie.

Ich habe jetzt meine Facharztausbildung absolviert. Allerdings hatte ich in der SS ein Beschäftigungsverbot, so dass ich den schriftlichen Teil noch vor der Geburt geschafft habe. Eigentlich wollte ich dann auch schon die Prüfung hinter mir haben, aber es war doch alles umfangreicher als gedacht, so dass ich das nicht mehr geschafft habe. Als der Kleine auf der Welt war, musste ich 1-2x was kopieren bzw. noch Unterlagen verschicken, war also nicht mehr so aufwändig. 4 Wochen vor Termin wurde mir das Datum für die Prüfung mitgeteilt, am Anfang habe ich hier und da immer mal wieder was gelesen, die letzte Woche vor der Prüfung war dann aber sehr stressig, da ich bis in die Nächte rein gelernt habe, wenn der Kleine geschlafen hatte. Tagsüber hatte ich in oft in der Trage und hatte dann das Buch vor der Nase. Ich hab nur 2-3 Stunden geschlafen pro Nacht (ja ich weiß, das haben manche dauerhaft mit Kind, aber meiner schläft ziemlich gut). Ich war total fertig nach der Prüfung und war froh, dass ich alles erfolgreich hinter mich gebracht hatte.

Wirklich empfehlen kann ich es also nicht, ich würde dir nur raten es zu machen, wenn die Zeit, die du für die Weiterbildung brauchst, begrenzt ist. Weil die Zeit mit deinem Kind am Anfang ist zu wertvoll, mir hat schon die eine Woche weniger Zeit fürs Kind gereicht.

Alles Gute dir und wenn du dich dafür entscheidest, wünsche ich dir viel Erfolg!

Nogarya mit Kilian, 3 1/2 Monate #verliebt#verliebt

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