Baby mit 6 Monaten in Tagesstätte - Erfahrungen??

Hallo,

ich bin Studentin und werd meinen Sohn, wenn er 6 Monate alt ist, in eine Tagesstätte - extra für die Kinder von Studenten - geben.

Dort wird er 3-4 Tage in der Woche für 4 Stunden sein.

Aber ich fühl mich schrecklich, wenn ich daran denke, weil Luca doch so klein ist.

Ich hab angst, dass die nicht alles richtig machen.

Hat jemand Erfahrungen damit, das Baby stundenweise abzugeben?

Wie klappt das so? Schadet das vielleicht meinem Kind?

Danke für alle Antworten.

Liebe Grüße

entichen und Lucki (morgen 2 Monate alt)

Hallo,

habe mir damals auch ganz viele Gedanken gemacht.

Seit Mai bin ich wieder im Referendariat, Vincent ist mit 9 Monaten zu einer Tagesmutter gekommen. Er ist Mo-Fr dort, meist sogar 8 Stunden pro Tag.

Er ist nach wie vor lustig, vergnügt und scheint keinen Schaden daran zu nehmen ;-)

Im Gegenteil: er hat fast gleichaltrige Kinder um sich herum, lernt dort wunderbar auch mit anderen zu spielen (daheim ist er ja nur von Erwachsenen umgeben, ist also gar nicht so schlecht!).

Und ich muss sagen, dass ich die Nachmittage mit ihm nun wirklich genieße. Wir spielen, gehen spazieren, in den Zoo...
davor ist so viel einfach nur nebenher gelaufen, da man dann doch noch anderes (Kochen, Putzen, was-weiß-ich) erledigen muss.

Natürlich tut es manchmal weh, aber ich denke immer noch, dass es für mich viel schlimmer ist. Evtl wird eine andere Person seine ersten Schritte erleben - oder andere wichtige Entwicklungsschritte.
das macht mich schon nachdenklich.
Aber ich mache das ja nicht, um völlig egoistisch etwas für mich zu erreichen: ich möchte meinem Kind später mehr bieten können, als AlgII oder Aushilfsjobs. Denn ohne 2.Staatsexamen nutzt das 1. einem herzlich wenig, musste ich feststellen!


ich kann dir nur raten: studiere weiter! Mach deinen Abschluss! Da hat dein Kind wesentlich mehr davon, als von einer 24-h-Aufmerksamkeit durch dich!!

Alles Liebe noch

Mera mit Vincent *29.07.05

Hallo Mera,

ich muss mich mal einmischen und Dich fragen was Du studierst? Es hört sich so juristisch an, kann mich natürlich auch täuschen!

ich habe nämlich Jura studiert, das erste und auch das zweite Examen erfolgreich bestanden und trotzdem keinen richtigen Job! Ich bin fast direkt nach dem 2.Examen mit Vincent (ja mein Sohn heisst auch so) schwanger geworden und werde mich jetzt wahrscheinlich als Anwältin selbständig machen! Das wollte ich eigentlich nie, aber ist wohl die beste Lösung um meine Zeit so einteilen zu können, dass ich immer noch sejr viel zeit mit meinem Sohn verbringe. Ein 7-17Uhr Bürojob kommt wegen Vincent nicht wirklich in Frage!

Mein Sohn geht auch in die Krippe, allerdings maximal 5Stunden täglich!

Alles Gute für Dich!

Gruß bw

Da hast Du allerdings recht.

Ich hab auch grad mal dran gedacht, dass er dann wahrscheinlich Zähne bekommt - und so sehr ich ihn auch liebe, ich bin sicher, dass das anstrengend wird und mal ein paar getrennte Stunden gar nicht so schlecht sind.

Aber er ist noch so hilflos, und wird das auch in 4 Monaten noch sein.

Na ja, da muss ich wohl durch. Hätte nie gedacht, dass mir das so schwer fallen würde...

Liebe Grüße

entichen

weiteren Kommentar laden

Hallo,

ich kann dir von zwei Seiten berichten:

1. habe ich meinen Sohn mit 3 Monaten zur Oma gegeben, weil ich wieder arbeiten musste. Man, hatte ich ein schlechtes Gewissen. #gruebel
Aber nach ein paar Tagen ging es besser. Er war gut aufgehoben, fröhlich und total süss, wenn er mich nachmittags wieder sah.#freu

2. habe ich mal als Erzieherin gearbeitet. Das Personal in Tagesstätten, gerade auch für so kleine Mäuse, ist schon extra dafür ausgebildet. Im Idealfall haben sie auch selber Kinder und kenne sich gut aus. Also keine Sorge, dass nicht alles richtig gemacht wird.#liebdrueck


Warst du denn schon mal da und hast mit einer Mitarbeiterin gesprochen? Meistens ist man nach einem "Vorstellungsgespräch" viel beruhigter, weil man weiß, wo und bei wem der Nachwuchs landet.

#herzlich

Bianca

Nein, ich war noch nicht da.

Lucki und ich gehen nächste Woche hin.

Danke für die Aufmunterung. Hat etwas geholfen.

Wünsch Dir noch einen schönen Tag

entichen

Kopf hoch, du schaffst das schon :-)

weitere 2 Kommentare laden

Hallo Entichen,

meine Tochter (jetzt 14 Monate) ist in der Krippe seit sie 4 Monate alt war, da ich beruflich nicht so lange unterbrechen wollte. Ihre KollegInnen waren teils älter, teils aber sogar jünger, als ihre Eltern mit der Eingewöhnung anfingen.
Zu deinen Fragen: Mir fiel es auch nicht leicht, mein Kind stundenweise abzugeben und am Anfang habe ich immer darauf gewartet, bis ich endlich wieder hin durfte. Noch heute ist es für mich der schönste Teil meines Arbeitstages, wenn ich sie abhole und wiedersehe.
Aber es tut mir auch gut, rauszukommen und berufliche Erfolgserlebnisse zu haben. Da ich in unserem Familienunternehmen arbeite, tut es auch der Beziehung zu meinem Mann gut, dass ich ihm nicht nur zuhause sondern auch in der Firma zur Seite stehe.
Deswegen habe ich die Entscheidung nie angezweifelt. Weitere Bestätigung hat mir gegeben, dass ich selbst bei einer Tagesmutter war, seit ich 10 Wochen alt war, da meine Mutter früh begonnen hat, wieder halbtags zu arbeiten. Wenn es mir geschadet hat, dann kann ich mich jedenfalls nicht mehr dran erinnern. Bin eigentlich ein ganz normaler Mensch. ;-).
Meiner Tochter schadet es glaube ich auch nicht, sie hängt nicht mehr oder weniger an ihrem Vater und mir als andere Kinder, schläft gut und regelmäßig und ist überhaupt fröhlich und ausgeglichen. Manchmal sagen andere Mütter (deren Kinder zuhause sind), sie sei sozialer und etwas selbständiger als ihre eigenen Kinder, aber das ist mir selbst noch nicht aufgefallen.
Die anderen Kinder in der Gruppe scheinen mir auch alle ausgeglichen und fröhlich. Manche haben länger gebraucht, um sich einzugewöhnen, manche haben das direkt "hingenommen". Unterschied scheint dabei kaum das Alter zu machen, sondern häufig das Naturell des Kindes. Man kann nicht sagen, dass diejenigen, die einen schwierigen Start hatten, sich mittel- und langfristig weniger wohl fühlen würden.

Insgesamt klappt es gut, dabei hilft es, dass in einer Kita erfahrene Profis arbeiten, die sowohl pädagogisch als auch pflegerisch ausgebildet sind und abgesehen davon Kinder gerne haben.
Ich komme gut zurecht mit Sophies Erzieherinnen, das hilft natürlich auch.
Natürlich machen die Erzieherinnen manchmal Dinge anders, als ich sie machen würde. Wenn etwas mich grob stört (z.B. Verwendung von Lauftrainern), bitte ich darum, es zu ändern und das wurde dann problemlos umgesetzt.
Was mich auch für Sophie sehr freut ist, dass sie unter Kindern sein kann, was ihr gut gefällt und dass die Erzieherinnen natürlich Dinge mit ihr unternehmen, für die mir die Erfahrung und Möglichkeit fehlt: die Kinder machen Turnen, sie singen und einmal die Woche kommt sogar eine Musikerin mit Gitarre und anderen Instrumenten vorbei. Ganz abgesehen davon, dass es draußen einen großen Garten mit Sandkästen und jetzt bei der Hitze Planschbecken gibt und innen natürlich jede Menge kindersicheren Platz mit viel Spielzeug.

Natürlich will sie mich morgens manchmal nicht gehen lassen (sobald ich weg bin, spielt sie aber ganz normal) und nachmittags wartet sie offensichtlich manchmal auf mich (aber nicht immer). Auch da weiß ich aber noch, dass ich das als Kind genauso gemacht habe... :-)

Mach dir keine Sorgen, es schadet deinem Kind bestimmt nicht, auch wenn die "Abnabelung" natürlich nicht leicht fallen wird und außerdem wirst du dich wundern, wie unglaublich dein Sohn sich entwickeln wird bis er 6 Monate alt ist.

Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne per Mail an mich wenden.

Liebe Grüße und viel Spaß mit deinem kleinen Schatz
Katharina


Top Diskussionen anzeigen