meine Kleine ist ein Tyrann

oh mann, dieses Kind #heul! Meine Tochter (8 Monate) schreit so lange und so penetrant bis sie ihren Willen bekommt, egal was es ist. Sie läßt sich auch durch nichts ablenken oder beruhigen am liebsten würde sie sowieso den ganzen Tag geschleppt werden aber wehe man beugt sich auch nur runter, dann brüllt sie schon aber das kann und will ich nicht. Ich bin normalerweise absolut nicht inkonsequent und hab sie definitiv auch nicht verwöhnt, sie war leider schon von Anfang an so :-(. Wie soll das nur noch werden wenn sie Kleinkind ist? Sie hat einen so starken Willen und der läßt sich auch durch nichts brechen. Leider muß ich zugeben, das sie mir in dem Punkt und auch generell absolut gleich ist, leider. Aber ich will auf keinen Fall, das sie so wird wie ich , denn ich habe bis jetzt immer bei allem meinen Willen bekommen #hicks#schock. Gut war/ist das sicherlich nicht gewesen. Versuche dem ganzen von Anfang an gegenzusteuern aber es ist soooo schwer, auch auf Kompromisse läst sie sich nicht ein (und ja, sie weiß jetzt schon gaaaaaaanz genau was sie will und was sie tut ). Ihre Schwester ist ganz anders, hat zum Glück mehr vom Papa , und selbst ihre 1,5 Jahre ältere Schwester hat das kleine "Biest" schon richtig gut im Griff (Haareziehen, kneifen, treten (im Kinderwagen, wenn die Große auf dem Kiddyboard steht), alles kein Thema, hauptsache das Spielzeug ist irgendwann ihrs) Und das mit 8! Monaten, habe wirklich Angst wie das noch werden soll.
Soll ich jetzt schon zu einer Erziehungsberatungsstelle gehen oder hat jemand ein ähnlich schwieriges Kind?

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Hi,

ich habe bzw. hatte auch so ein Kind.
Sie war immer sehr ehrgeizig, wenn was nicht geklappt hat, dann hatte sie mit 5 Monaten schon solche Ausraster...
Jetzt mit 20 Monaten ist sie ein sehr selbständiges Kind, kann alleine essen, sich waschen, Zähne putzen...
Ich will dir Mut machen, denn diese Kinder die einen starken eigenen Willen haben, die haben einfach Persönlichkeit.
Allerdings musste ich Anna auch schon früh lenken lernen, weil sie sonst immer im Mittelpunkt stehen wollte und immer haben, haben wollte.
Ich habe früh begonnen mit ihr KOmpromisse zu schliessen, sie hat mit 8 MOnaten gelernt auf NEIN zu hören, auch wenn mir das manchmal niemand glaubt.
Solche Kinder brauchen Herausforderungen, etwas tun zu dürfen, allerdings auch wissen zu lernen, was man nicht darf.
Anna darf viel was andere Kinder nicht dürfen, ich gehe einen eher unkonventionelleren Erziehungsweg, dafür erwarte ich von ihr auch etwas.
Aber den Willen brechen das ist nichts für willenstarke Kinder, denn irgendwie setzen sie ihren Schädel durch.
Sie brauchen klare Anweisungen, also beim Hauen, Treten, ein lautes NEIN, runtersetzen und nochmal NEIN.
Wenn sie dann schreit, kreischt, ignorieren.
Wenn sie sich beruhigt hat, dann wieder aufnehmen.
Wichtig ist viel zu erklären und zu begründen, das fängt JETZ und in diesem Alter an, auch wenn einige meinen, so kleine Kinder verstehen da noch nicht, was man von ihnen will.
Allerdings, nur weil sie klein sind, sind sie nicht blöd.
Lass sie viel ausprobieren, rausfinden, experimentieren.
LG Birgit

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vllt hättest du sie mal verwöhnen sollen, dann hätte sie die chance gehabt, ihre grundbedürfnisse (scheinbar körpernähe durch tragen - menschen sind übrigens traglinge;-)) zu erfüllen.

also du verwechslest echt "den ach so bösen willen" mit einem natürlichen bedürfnis.

ach, dann ist da och die 8-montasangst.

wie es werden wird?
wenn sie versucht zu bekommen, was sie "braucht"! (nicht was sie WILL), dann wird sie dir jeden entzug heimzahlen.



übrigens finde ich es echt schrecklich, wie du von einem kleinen baby sprichst #schock

3

Hallo ayshe,

mal abseits vom Thema... ich lese auch gerade "Das kompetente Kind". Wie fandest du das Buch? Bis jetzt vermisse ich die Seiten, auf denen steht, wie man es Kindern recht machen kann, für die man noch selbst die Entscheidungen treffen muß. Da geht nix mit Kompromissen. Ich möchte Kindern auf keinen Fall abstreiten, das sie kompetent genug sind zu wissen was sie wollen und brauchen, aber so Sachen wie Windeln wechseln (zu denen sie nie bereit sind) muß ich erzwingen.

LG Jana

6

also erstens hast Du da glaub ich einiges falsch verstanden, ich habe mein Kind sehr wohl relativ viel getragen (sogar im Tragetuch ;-)) aber auch auf dem Arm schreit sie sich teilweise ,wenn sie dann richtig hat , weiter in Rasche. Aber ich kann und will sie definitiv nicht 6 oder mehr Stunden täglich nur tragen, nur damit sie ruhig ist, sie muß auch lernen, das sich nicht alles nur um sie dreht und ich glaube das tut ihr auch ganz gut! Und nein, sie bekommt nicht weniger Aufmerksamkeit als ihre Schwester sondern sogar eher mehr, allein schon weil ihr ewiges Geschreie und ihre allgemeine Unzufriedenheit nicht wirklich lange auszuhalten ist ;-);-);-).
Und wegen der 8 monatsangst, sie ist jetzt gerade erst 8 Monate alt, ich rede hier nicht von einer Phase, sie war schon von Anfang an so.
Und ich hab sie trotzdem sehr lieb, auch wenn du Dir das vielleicht nicht vorstellen kannst aber ein kleiner Tyrann ist sie deswegen doch.
Ansonsten war Dein Ratschlag wirklich sehr hilfreich, ist Dir wohl nichts besseres eingefallen als zu stänkern.
Wird sich sowieso erst später irgendwann zeigen ob Du wirklich so eine super Mama bist, denn darin muß ich Dir schon Recht geben, jeder erntet irgendwann die Früchte seiner Saat #gruebel

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4

Hi,

hatte noch was vergessen:
Für Geschwisterkinder noch dazu jünger ist es normal, dass diese sich früh durchsetzen wollen.
Und ich glaube nicht, dass ein 8 Monate altes Kind noch immer nur Tragen und Nähe verlangt.
Eher nach Aufgaben und Beschäftigungen, die das Kind wirklich befriedigen.
Mach mit ihr doch einen Schwimmkurs, geht zum Kabbelkreis, Babyturnen oder, oder, oder...
Bei viel Beschäftigung wird Kindern nicht so schnell langweilig und ihnen fällt nicht so schnell das hauen und treten ein.
Du hast eben kein Durchschnittskind, dass zufrieden angeschnallt mit Babykeks im Mund im Kinderwagen bleibt, na und?
Ich auch nicht, aber weisst du was?
Ich bin froh darüber.
LG Birgit

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hi,

ich hab auch ein sehr willensstarkes kind!
kann mich DIDDA nur anschließen.
Ian hört auch schon seit Monaten auf "Nein". Er ist jetzt 11 Monate!
Anderen Kindern sagt man einmal nein und sie wissen, dies und das dürfen sie nicht. Willensstarke Kinder probieren evtl solange bis man das "nein" fast brülltl!!!
Ich gehe den Situationen aus dem Weg in dem ich ihn ablenke. (aber du schreibst ja bei dir funzt es wenig :-) )
ich schließe Kompromisse... ich sage ihm: "Ian, wir gehen gleich raus. Mama muss noch Zähne putzen, dann zieh ich dir die schuhe an und dann gehn wir raus. such doch schon mal deine SChuhe?!!" Er scheint es zu verstehn. Manchmal quengelt er trotzdem bis er die Schuhe an hat und die Haustür offen steht. Aber sehr oft ist er dann ruhig und weiß, aha... mama macht sich fertig, dann geht sie mit mir raus.
Das Essen mache ich fertig wenn er schläft (funzt auch nicht immer) aber dann hab ich ruhe. Denn sobald er sieht ich steh am Herd will er mir "helfen" er will gucken und am liebsten mit rühren!
er putzt selber die Zähne, ich darf nicht :-) und er isst auch schon selber.... klar ist das mit viel Geklecker verbunden, aber so ist er halt.... Und manchmal will er nur von meiner gabel essen. nicht von seinem Löffel... dann geb ich ihm halt von meiner Gabel zu essen....

Versuch sie mehr alleine machen zu lassen. gib ihr Aufgaben! Das brauchen diese Kinder!

LG
Maren

Und AYSHE: du hast keine Ahnung! Mein Kind wird immer noch von mir herumgetragen zum schlafen! und das seit seiner Geburt! Ihm fehlt es nicht an Wärme! Ich lass ihn NIE schreien (ausgenommen TROTZ - das ist dann aber eher quengeln)
Er hat immer alle Bedürfnisse gestillt bekommen!
Es liegt nicht an den Bedürfnissen, sondern am Charakter!
Er ist sehr willensstark, aber genauso sehr sensibel. Schon bei Kleinigkeiten bekommt er Bauchweh!
Deine Kinder sind halt "einfacher" zufrieden zustellen.

LG
Maren

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##
Deine Kinder sind halt "einfacher" zufrieden zustellen.
##
da liegst du völlig falsch!!!!


meine tochter mit ihren 6-monatelangen koliken
ist das beste beispiel für ein extrem pflegebedürftiges baby/kind - ich weiß ganz genau, wovon ich rede ;-)

ich nenne es nur (wie zb sears) "pflegebedürftig",
nicht anstrengend, nicht tyrann, nicht sonstwie.


lg
ayshe

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Mein Baby ist auch ein Schreibaby (gewesen)! Kenne also die Koliken. Und ich weiß auch, was es heisst, ein sehr liebebedürftiges Kind zu haben!
Nur meine ich, unsere Kinder haben einfach einen sehr verschiedenen Charakter! Das kann man halt nicht vergleichen!

Und auch ich nenne Ian manchmal "schwierig". Und Teufel ist auch einer seiner Spitznamen, aber das heisst nicht, dass ich ihn nicht lieb hab!
So wird Tyrann nicht böse gemeint sein. Deswegen hat man sein Kind trotzdem lieb.

Gruß
Maren

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Hallo,

also ehrlich gesagt schließe ich mich vom Prinzip her ayshe`s Meinung an.

Ich finde es schon hart, dass du dein Kind mit 8 Monaten "Tyrann" nennst und dass du ihren "...starken Willen brechen..." möchtest.

Für mich hört sich das so an, dass dein Kind nicht funktioniert und du findest es einfach störend, gekoppelt mit der Angst, dass es dich später noch mehr fordern könnte.

Also Collin war auch zwischen 7 1/2 Monate und jetzt knapp 9 Monaten fordernder wie sonst. Er hat auch seinen Willen und sammelt gerade erste Erfahrungen mit dem Wort "Nein".

Das "Nein" setze ich aber nur bei Situationen ein, die wirklich gefährlich sind, da er diese nicht abschätzen kann. Ansonsten bremse ich seinen Willen überhaupt nicht, da ich seine Neugier und seinen Stolz, dass er jetzt mehr ausdrücken kann, was er will, nicht.

Es gibt ruhige Wochen, wo Collin vermehrt ausgeglichen ist und in diesen tanke ich Kraft für die fordernden Zeiten. Ausserdem versuche ich mich immer in seine Lage als Kind/Baby zu versetzen. Ich denke immer an die Zeit zurück, wie ich mich gefühlt habe als Kind, wenn ich Ängste hatte.

Ich wollte dann immer bei meiner Mama eingekuschelt sein. Meine Mama habe ich immer als sehr liebevoll und geduldig erlebt, obwohl sie nahezu zwei gleichaltrige Kinder auf einmal hatte und bestimmt am Rande ihrer Kräfte war. Das Ergebnis ist, dass ich eine sehr liebe Beziehung zu meiner Mutter habe und mich heute noch sehr geborgen bei ihr fühle. Ich kann mich aber auch daran erinnern, dass sie mir vieles nicht erlaubt hat. Meistens aber nur Sachen, die sehr gefährlich waren.

Ich bin der Meinung, dass Collin deswegen "pflegeleicht" ist, weil ich ihm immer wieder beweise, dass er sich auf mich verlassen kann. Ich stelle mich auf besondere Situationen immer wieder neu ein, ohne ihm das Gefühl zu geben, dass er mich nervt. Das funktioniert sehr gut. Ich erwarte nicht von ihm, dass er funktioniert. Alles andere ist für mich zweitranging dann.

Ich hoffe, dass du dich nicht auf den Schlips getreten fühlst und mein Posting nicht als Angriff siehst. Ich bin mir sicher, dass du auch viel versucht hast. Aber es gibt bestimmt noch andere kreative Wege.

Ich habe festgestellt, wenn man sich besonders in heiklen Situationen verausgabt, dass dann die Belohnung umso schneller erreicht wurde.

Viele Grüße,

Jasmina

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