Ärzten nicht immer blind vertrauen! - Nachtrag von Beitrag letzte Woche

Hallo ihr Lieben #winke,

weil ich es schade finde, dass man oft nicht weiß, wie manche "Geschichten" hier ausgehen, schreibe ich schnell für diejenigen, die es interessiert, wie es bei uns weitergangen ist.

Folgenden Beitrag hatte ich letzte Woche bzgl. plötzlicher akuter Hüftdysplasie geschrieben:

http://www.urbia.de/forum/9-baby/4126704-hueftdysplasie-immer-1b-hueften-und-ploetzlich-10-grad-schlechter-und-spreizhose

Nun waren wir heute nochmal bei unserer Kinderärztin, die auch sehr viel Ahnung von Babyhüften und deren Diagnose hat. Und siehe da, nach ausführlichem Schallen und nochmalige Absicherung durch ihre Kollegin sind beide Hüften mit 63 und 64 Grad gut und nicht weiter behandlungsbedürftig.

Was lernen wir daraus?

Vertraue den Ärzten nicht immer blind, sondern holt Euch im Zweifelsfall eine zweite Meinung ein, sollte Euch etwas komische vorkommen oder ihr unsicher seid (was NICHT heißen soll, das man seinem Arzt generell nicht vertrauen sollte oder alle Assistenzärzte Mist bauen!!!)!

Hätte ich mich nicht durchgesetzt und auf eine weitere Meinung bestanden, weil mir das alles sehr seltsam vorkam, hätte meine Tochter jetzt völlig unnötig eine Spreizhose (und auch hier: bei Notwendigkeit ist eine Spreizhose natürlich absolut in Ordnung!) - und die Krankenkasse/Klinik viel verdient :-p !

LG die erleichterte

Josy mit #herzlich Emilia #herzlich *9 Wochen*

1

Hallo,

meine Tochter bekam auch eine Spreizhose verordnet, welche ich ihr nicht anzog, da es für sie wirklich eine Qual war. Sie hatte nach jedem Stillen Stuhlgang, welcher oft flüssig war, sodass es ein ständiges An- und Ausziehen bedeutete. Sie fühlte sich total unwohl und schrie nur, deshalb habe ich es mit breitem Tragen und viel sanfter Gymnastik im Liegen probiert. Sie hatte auch keinerlei Bewegungseinschränkungen. Dem Orthopäden habe ich natürlich nichts davon erzählt und siehe da, die Werte waren nach 6 Wochen bei der Kontrolle mehr als gut. Ich wurde entlassen mit der Bemerkung, dass man soetwas nur durch konstantes Tragen der Schiene erreicht hätte (#rofl) und ich noch weitere 3 Wochen zur Prophylaxe die Schiene anlegen sollte, was ich natürlich nicht tat. Die erneute Kontrolle war dann immer noch ohne Befund. Gerade mit der Hüftdysplasie wird eine Menge Geld verdient und die Werte werden auch selten kontrolliert. Eigentlich sollten solche Untersuchungen einer Pauschalgebühr unterliegen und von unabhängigen Ärzten durchgeführt werden, egal wieviele Kontrollen benötigt werden, dann gäbe es wahrscheinlich deutlich weniger behandlungsbedürftige Ergebnisse beim Erstschall....! Ein Chirurge wird ja auch nicht Chirurge, damit er nicht operieren muss....!

LG

5

Na da sag ich mal: Glück gehabt!
Wozu brauchen wir eigentlich noch Ärzte, wenn alle alles besser wissen?
Und die U- Untersuchungen sind auch alle überflüssig... und sowieso und überhaupt, es gibt ja zum Glück das Internet und Dr. House, da weiß dann auch jeder, wie Medizin richtig geht.

Klar behandelt nicht jeder Arzt gleich gut, aber dann hat jeder die Möglichkeit, sich eine zweite Meinung zu holen.

Ganz alleine Behandlungsentscheidungen zu treffen, traue ich mir jedoch nicht zu.

Ich bin da halt nicht ausgebildet.

Kundera

6

Naja, wenn ich mir so den Allgemeinzustand der Kinder unserer jetzigen Generation ansehe, kann ich nicht unbedingt feststellen, dass die ganzen U-Untersuchungen förderlich für die Gesundheit sind! Zu meiner Kindheit gab es jedenfalls nicht soviele chronisch kranke Kinder. Allerdings sind die Mütter damals auch nicht gleich zum Hausarzt gerannt (Kinderarzt gab es bei uns nicht) und haben ein krankes Kind ins Bett gesteckt, es liebevoll umsorgt und erst wieder raus gelassen, wenn es wirklich gesund war! Fieber wurde nicht unterdrückt und Kinderkrankheiten wurden auskuriert, wodurch das Immunsystem in den meisten Fällen stabilisiert wurde anstatt es mit Impfungen zu schwächen. So ist es halt, heute wird durch die ganze Pseudosicherheit, den Kontrollwahn und die Angst vor Krankheit dem Menschen jegliche Eigenverantwortung für sich und seine Kinder abgenommen. Ich fahre halt ganz gut genau so, wie es meine Mutter schon tat und ich nehme mir tatsächlich die Freiheit zu entscheiden, was gut und was schlecht für meine Kinder ist! Ja, ich habe wirklich Glück damit!

LG

weiteren Kommentar laden
2

Huhu,

danke für die Rückmeldung.

Freu mich für euch, dass die Untersuchung das Ergebnis lieferte, das dein Mutterherz schon prophezeit hat.

LG Sabrina

3

Hallo!

Beim Thema Uniklinik fällt mir Spontan ein Thread in einem Mediziner-Forum ein. Es ging um eine sehr spezielle kieferorthopädische Fragestellung, die Meinungen waren geteilt. Viele Kollegen empfahlen jedoch die Überweisung an eine Uniklinik. Irgendwann weiter unten stand dann auch die Antwort eines Universitätsprofessors für Kieferorthopädie:
"Eine Überweisung an eine Uniklinik macht keinen Sinn, da dort meist nur unerfahrene

junge Kollegen sitzen. Die manchmal erfahren Chefs behandeln nur wenig."

Aus dem Grunde würde ich mich selbst und auch meine Kinder nur in die Hände einer Uniklinik geben, wenn es keinen erfahrenen niedergelassenen Arzt gäbe. Das Problem bei Assistenzärzten ist, dass sie sich entweder noch in der Weiterbildung befinden oder aber gerade fertig geworden sind und die Stelle an der Uniklinik als Sprungbrett benutzen. Erfahrene Ärzte findet man da nur unter den Chef- und Oberärzten. Und bei denen kann man noch Pech haben, dass man an einen Theoretiker gerät.

LG

4

Hallo!

Jaja, sowas kenn ich...

Ich war mit der Kleinen letzten Herbst beim Orthopäden, weil sie einen leichten Senkfuß hatte. Der war dann nach ein paar Übungen und Massage wieder weg, hab ich selbst gemacht, war nicht mal ne Therapie oder so nötig. Also wirklich nur minimal gewesen.

Auf jeden Fall hatte ich meine Große beim Kontrolltermin mit und wir hatten einen Vertretungsorthopäden. Der meinte eben, bei der Kleinen wär alles okay, aber er will die Große sehen, obwohl sie keinen Termin hatte, denn sie sähe so "schief" aus.

Naja, Röntgen gegangen, wieder hin zu dem Depp (sorry). Und was sagt er? Meine 9jährige hätte eine massive Skoliose, mindestens 6 jahre Therapie erforderlich, selbstverständlich in seinem eigenen Therapiezentrum. Nach Zuzahlung der Krankenkasse würde uns die Therapie knapp 200 euro alle 5 wochen kosten. In 6 Jahren also ein Kleinwagen.

Versteh mich nciht falsch, wenns nötig ist, mach ich alles für meine Kinder. und wenn ich nen Zweitjob annehmen muss, verstehst du?

Aber ich hatte auch so ein Gefühl.

Bin also zu einem Kollegen. Der hat sich das Lachen verkneifen müssen. Denn anhand des, ziemlich schlechten, Röntgen hätte man eine Skoliose nie diagnostizieren können, wäre gar nicht möglich gewesen mit nur einem minimalen Ausschnitt der Lendenwirbelsäule und des Beckens.

Also machte der Kollege ein vernünftiges Röntgen und siehe da: von Skoliose keine Spur.

Witzig, oder?

Das war die 150 euro Privatarzt doch wert ;-)

Liebe Grüße!

7

Bin echt froh, dass Du Dich so gut gekümmert hast-
bei Spreizhose ist mir nämlich alles aus dem Gesicht gefallen#schock#heul

Und das in einer Uni Klinik??!!#augen

Ende gut, Alles Gut-
bald steht schon die U4 an-
und dann machen die n Fuhrerschein, pass auf...

LG,

Valith & Justus 10+4 #baby #verliebt