Mein Sohn Krabbelt nicht und setzt sich auch nicht allein hin (KISS/KIDD)

Hallo Ihr Lieben,
ich wende mich heut mal an euch.
mein Sohn wird nächste Woche freitag 1 Jahr alt und ich muss sagen wir hatten ein turbulentes Jahr.

Jannik ist seit Geburt KISS Kind. ich weiß nicht wie oft wir beim Dok waren und Blockaden lösen lassen haben.
das ganze hatte sich bei Jannik auf die Entwicklung gelegt. er konnte erst mit 4,5 Monaten seinen Kopf allein halten. Naja so hing er eben immer etwas zurück.
allerdings häng ich mal wieder voll durch.
Jannik will sich einfach nicht allein hinsetzen oder krabbeln. wenn er sich am tisch hochzieht, zeiht er auch noch nicht allein die beine an. Wenn ich ihn hinsetze (was er auch will) spielt er eins A im sitzen und schiebt sich auch im sitzen ein stück bis er bei seinem Spielzeug ist, aber eben allein hinsetzen funktioniert nicht. Vom sitzen wieder in die "Robbenposition" geht auch super.

Blockaden sind es nicht mehr, die letzte wurde vor 4 Wochen gelöst und das wird auch wöchentlich kontrolliert. Wir sind auch bei einer Physiotherapie.

mich interessiert nur, ob von euch auch jemand Erfahrung mit einem kleinen "Spätzünder" hat, oder ob ich ihm noch irgendwie helfen kann.

Würde mich freuen wenn jemand seine Erfahrungen mit mir teilt. Vielleicht ist ja auch ne Mama dabei die auch das "Problem" hat wie ich mit KISS.

LG eure Conny

hallo,
hast du schon mal eine zweitmeinung eingeholt bzw mal eine anderen orthopäden bzw ostheopathen aufgesucht? bei euch macht das ein physioherapeut? na der muß ja gut ausgebildet sein. 2meiner kinder hatten auch kiss u blockaden, aber das wurde bei 1-2 behandlungen behoben. wurde dein kleiner vorher geröntgt?lg

Nein wir sind in behandlung bei einer Osteopathin und bei einem chiropraktiker der auch kinderarzt ist. Und wöchentlich besuchen wir eine Physiotherapeutin mit der wir dann übungen nach Vojta und Bobath machen.
nein er wurde nicht geröntgt. wozu? Ein Baby röntgen lassen? hab ich ja noch nie gehört.

LG

mh, ganz ehrlich, ich will mich nicht zu weit aus dem fenster lehnen und es gibt sicher genug fälle bei denen ein röntgenbild nicht zwingend notwendig ist. aber unsere orthopädin untersucht die kinder u wenn kiss diagnostiziert wurde, bekommt man einen aufklärungsbogen. darin ist erleutert, dass röntgen sein muß, um festzustellen welcher wirbel, in welcher richtung blockiert ist und welches therapieverfahren angewendet werden muß. das verfahren als solches ist völlig sanft, löst relfexe aus und die blockierung verschwindet meist nach der 1. behandlung. wenn dein kind schon so lange probleme hat, würde ich mal schauen ob es nicht einen anderen spezialisten in der gegend gibt. zu unserem arzt fahren die leute auch schnell mal 100km, weil sie wissen er ist gut.
lg

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Wart ihr schon im SPZ ?
Hört sich als ob er etwas Entwicklungsverzogert ist!

War mein mittlerer Sohn auch, konnte erst mit einem Jahr krabbeln und frei sitzen, kamen auch noch andere Sache. Dazu! Er hatte auch das Kiss!

Würde das mal beim KiA ansprechen!

lg

was ist SPZ?

Sozialpädiatrisches Zentrum.... Schau mal, ob bzw wo in deiner Nähe eins ist!!

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Hallo,

Auch wir haben einen Zwerg, der mit seinen sechs Monaten leider nun schon eine Länge Kiss-Geschichte hinter sich hat. Ganz ehrlich, bei Blockaden halte ich viel von Osteopathen, aber nicht bei KISS!!! Denn viele Eltern sind der Meinung, wenn ihr Kind eine Blockade hatte, hat es gleich KISS und das ist grundsätzlich falsch. Osteopathen KÖNNEN ein Kiss nicht beheben! Es MUSS geröntgt werden und von einem Spezialisten behandelt werden, der am besten nach Gutmann behandelt! Ich empfehle dir, ruf bei dr. Biedermann in Köln an! Der Mann ist absolut spitze und konnte unserem Kleinen prima helfen und der hatte es wirklich ganz ganz schlimm!!! Konnte auch erst mit ca. 4 Monaten sein Köpfchen ein bisschen halten.
Bitte bitte geh zu einem darauf spezialisierten Arzt, deinem Kind zum gefallen, denn ansonsten kann es wirklich arge Folgen haben und dabei ist es eigentlich so gut therapierbar! Ohne diese Behandlung hätte die Krankengymnastik gar nichts gebracht bei unserem Sohn! Leider wissen viele Ärzte viel zu wenig über KISS... Ich wünsch euch alles gute!

LG Hasje mit Finn der nun mit 6 1/2 Monaten fast alles rasend schnell aufgeholt hat!

danke für deine antwort...
und danke für den tipp mit deinem arzt, aber ich schau hier mal nach einem arzt, denn um nach köln zu fahren müsste ich durch ganz deutschland #gruebel wohne nämlich in sachsen...
ich versuch grad die ganze zeit schon einen arzt zu erreichen aber das ist manchmal gar nicht so einfach...:-[
LG

Guck mal hier:

www.kiss-Kid.de

Da gibt es eine Ärzteliste und es ist auch vermerkt, wer nach Gutmann behandelt, vielleicht, gibt es ja einen in deiner Nähe. Meist haben diese Ärzte beim Biedermann gelernt, bzw. Mit ihm zusammengearbeitet. Ich kann's dir wirklich nur Raten! Wir haben zuerst nach Arlen behandeln lassen und es hat so gut wie keine Besserung gebracht!

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Hallo,

Stellungnahme der Gesellschaft für Neuropädiatrie:

"Die Existenz der „kopfgelenkinduzierten Symmetriestörung“ (KISS) im Sinne eines
definierten Krankheitsbildes, das klinisch vor allem zu Störungen der Körperhaltung im
Säuglings- und Kleinkindalter führen oder für eine Reihe von Verhaltensstörungen
verantwortlich sein soll, ist eine bisher unbewiesene Hypothese. Die spezielle
manualmedizinische Behandlung im Bereich der HWS bei Störungen der Körperhaltung und -symmetrie nach Biedermann wurde in ihrer Wirksamkeit bisher nicht ausreichend belegt.
Auch die theoretischen Grundlagen, die zur Begründung einer Krankheitsentität angeführt werden, sind nur teilweise nachvollziehbar und werden selbst von der Deutschen Gesellschaft für Manualmedizin in Zweifel gezogen. Diese Feststellung schliesst nicht aus, dass im Einzelfall durch die Anwendung der von Biedermann empfohlenen Behandlungstechnik eine positive Wirkung auf die Muskelspannung und Haltung des Körpers erzielt werden kann, insbesondere bei Säuglingen mit asymmetrischer Körperhaltung, welches Wirkprinzip dafür auch immer verantwortlich sein mag.
Weitergehende Vorstellungen über die langfristigen negativen Auswirkungen des
unbehandelten KISS-Syndroms (auch leichterer Ausprägung) auf Lernfähigkeit und
psychomotorische Entwicklung bis in das Schulalter sind unverständlich. Die Propagierung dieser Vorstellungen führt zu einer unnötigen Verunsicherung der Eltern und der Kinder selbst und ist abzulehnen.

(...)

Ein wesentlich grösseres Risiko besteht bei der Behandlungstechnik von
Biedermann, da hier das Behandlungsziel auch eine Positionsänderung des Atlas bzw. der Wirbelkörper im HWS-Bereich sein soll. Röntgenologische Kontrollen der HWS und des zervikooccipitalen Übergangs werden vor Behandlungsbeginn gefordert. Inwieweit damit tatsächlich abnorme vaskuläre Reaktionen der A. vertebralis ausgeschlossen werden können, ist unklar. Bei beiden Verfahren werden die Kinder durch röntgenologische Untersuchungen einem zusätzlichen Strahlenrisiko ausgesetzt."

http://www.neuropaediatrie.com/uploads/media/Kiss_und_Arlen_neu._01.pdf

Das gefährliche an der Pseudo-Diagnose "Kiss-Syndrom" ist, wenn dadurch ernsthafte Krankheiten übersehen werden. Deshalb würde ich Dir raten, möglichst schnell einen wirklichen Facharzt aufzusuchen!

"Eine weitere Gefahr: Steht die Mode-Diagnose Kiss erst einmal fest, werden schwerwiegende Krankheiten leicht übersehen. Dauerkopfschmerzen etwa können in seltenen Fällen auch auf einen Hirntumor hinweisen. Und hinter einer verzögerten Entwicklung steckt womöglich eine Stoffwechselstörung oder Behinderung.

"Wenn eine Differenzierung aufgegeben wird zugunsten einer einfachen Diagnose", warnt Kinderneurologe Heinen, "dann liegt das nicht im Interesse der Kinder."

http://www.spiegel.de/spiegel/a-613521.html

LG

und was willst du mir jetzt damit sagen? #kratz#gruebel

Dass Du zu einem FACHARZT gehen solltest und solche "Mode-Diagnosen" wie "Kiss" genauer hinterfragen solltest.

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Hallo!

Ich war mit meiner Großen (bald 9 Jahre) vorgestern (Montag) in Passau bei Dr. Härtling.

Sie hatte tatsächlich ein leichtes KIDD. Eigentlich war ich ja dort, weil mein "toller" Orthopäde meinte, meine Tochter hätte eine schwere Skoliose und müsse dringend therapiert werden. Selbstverständlich in seinem hausinternen Therapiezentrum. Nach Abzug des Kassen-Zuschusses kostet diese Therapie ja nur 145 euro alle 5 Wochen (man rechne mit rund 50 Wochen pro Jahr, sind das 1450 euro pro Jahr). Diese Therapie müsse natürlich mindestens 6 Jahre lang gemacht werden, immerhin ist ihre Skoliose ein sehr schwerer Fall!

So, wir waren also bei Dr. Härtling. Der hat ein Röntgen der Halswirbelsäule gemacht und sich das Röntgen unseres (Ex)Orthopäden angesehen. Der liebe Hr. Doktor hier hatte das Becken geröngt, plus ein paar cm Lendenwirbelsäule.

Dr. Härtling hat natürlich nur den Kopf geschüttelt.

Nicht nur, dass die "schwere Skoliose" meiner Tochter der offenbar sehr lebhaften Fantasie des "besten Orthopäden der Stadt" entsprungen war, nein, meine Große hatte auch ein Problem am Kopfgelenk. Also typisch Kidd.

Dr. Härtling hat also erst mal Übungen gemacht. Meine Tochter legte sich hin, entspannte sich. Er hat erst mal ihre Füßen gekippt. Der rechte Fuß machte prima mit. Der linke schnappte immer wieder zurück. Dann stellte er abwechselnd die Beine auf und ließ die Knie zur Seite fallen. Rechts: kein Problem. Links: fiel nicht wirklich. Abschließend hat er die ausgestreckten Beine abwechselnd hoch gedrückt. Rechts war gar kein Problem, ging gut bis das Bein senkrecht war. Links dagegen hat sie schon nach ein paar cm gejammert, dass es zieht.

So, Dr. Härtling macht also seine manuelle Methode, drückt auf die Halswirbelsäule. Dann machte er die Übungen nochmal.

Plötzlich gingen beide Seiten gleich gut! Beide Körperhälften waren gleich entspannt! Hätte ich es nicht selbst gesehen, ich hätte es nicht geglaubt!

Jetzt, zwei Tage danach, fällt mir auf, dass meine Tochter, die sonst täglich mehrfach über Kopf- oder Rückenschmerzen klagt, noch kein einziges Mal was dergleichen gesagt hat. Sie hat heute ihre Hausaufgaben innerhalb von 20 Minuten erledigt!!! Sonst braucht sie, vorallem wenn die Kleine daneben quängelt, mindestens 45 Minuten! Und sie hatte nicht weniger auf als sonst.

Soviel zu meiner (langen) Geschichte ;-)

Ich würde dir raten, zu einem Kiss-Arzt zu fahren. Also in Passau ist Dr. Härtling zum Beispiel. Ganz ehrlich, der Mann ist ein Wahnsinn! Er hat kaum mit mir gesprochen, ist super auf meine Tochter eingegangen (im Gegensatz zu dem "tollen" Orthopäden hier, der meine Tochter nicht mal begrüßt hat und mit mir nur über "das Kind" gesprochen hat).

Ich bin froh, 500km gefahren zu sein. Ich bin froh, die 130 euro dort gelassen zu haben. Denn wenn ich rechne, was unser Orthopäde wollte, hab ich mir am Montag quasi einen Kleinwagen gespart.

Ein Besuch bei Dr. Härtling (oder einem anderen Kiss-Spezialisen in deiner Nähe?) ist sicher nie verkehrt. Ich persönlich wäre auch froh gewesen, zu ihm gefahren zu sein, wenn meine Tochter tatsächlich die sauteure Therapie gebraucht hätte. Denn zumindest müsste ich dann nicht die nächsten Jahre nachdenken "was wäre gewesen, wenn wir dort gewesen wären"?

Lange Rede, kurzer Sinn: hol dir eine Zweit-Meinung ein und lass ein vernünftiges Röntgen der HWS machen (um sicher zu sein, dass es tatsächlich Kiss ist!). Schau zu einem Spezialisten.

Neben Dr. Härtling in Passau gibts noch Dr. Biedermann in Köln, von dem ich schon viel Positives gehört hab.

Ansonsten schau mal in die Liste, von denen kenn ich zwar außer den beiden genannten niemanden und hab auch noch nichts von denen gehört, aber vielleicht ist ja jemand in deiner Nähe: http://www.kiss-kid.de/seiten/listen/liste_aerzte_de.html

Alles Liebe!

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