Rückbildungskurs - wie war Eurer aufgebaut???

Guten Abend an Alle!!!

Mich würde mal interessieren, wie Eure Rückbildungskurs inhaltlich und vom Ablauf her aufgebaut waren und ob Euch das etwas gebracht hat?

Ich war nämlich jetzt selbst zum ersten Mal beim Kurs mit Kind. Zum einen hätte ich nicht erwartet, dass die Babys einfach in der Mitte liegen sollen (welches 3monatige Baby kann schon eine ganze Stunde ruhig bleiben) und zum anderen hatte ich erwartet, dass man in der ersten Stunde langsam anfängt und sich von Woche zu Woche steigert, bei meinem Kurs ging es aber gleich mit 100% los, was je nach Schwangerschaftsverlauf einfach nicht möglich ist. Auch die Übungen waren teilweise echt blöd und ich habe weder den Nutzen verstanden noch kann ich glauben, dass sie sonderlich schohnend sein sollen (Bsp: im Kniestand als Ausgangsposition sich abwechselnd links und rechts neben die Beine setzen - hat in den Knien weh getan).

Wie war es also bei Euch? War der Kurs aufbauend gestaltet (also steigende Schwierigkeit von Woche zu Woche) und wie ist es Euch und Euren Zwergen dabei ergangen? Bin echt am Überlegen, ob ich es nicht einfach dabei belasse, daheim ab und an eine DVD einzulegen und mich so fit zu machen...

Danke schonmal für Eure Anworten.

Viele Grüße,
freckle3781

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Hallo,

ich hab beide Male bewusst nen Kurs ohne Kinder gemacht, meine Hebamme hatte davon schon vor der Geburt abgeraten, weil Rückbildung einfach wichtig ist und es mit Kind einfach schwieriger überhaupt mitzumachen

Den 1. Kurs hab ich in ner Hebammenpraxis gemacht, der war aufbauend, nurseitlich hochkommen, mit gezielten Beckenbodenübungen (Blumen pflücken, Fahrstuhl fahren), Ertasten der Lücke, also wirklich das man sich bewusst wurde, was da mit dem Körper passiert ist und wie man ihn wieder fit bekommt
Der 2. Kurs ist n offener Kurs, mit 2 Kindern konnte ich keine 8 Wochen fest zusagen zu kommen, zum Glück, da ich schon wg KRankheit 3x gefehlt habe und man ja nur 2x fehlen dürfte in nem festen Kurs.
Dieser Kurs ist in nem KRankenhaus und es wir IMMER das selbe gemacht. Die ersten 3 Male ging gar nix, ich hatte kein Gefühl im Bauch, kam gar nicht hoch... Beckenbodenübungen gibts gezielt nicht.
Na ja... hauptsache ich mach was sag ich mir...den Kurs gibts sein Jahren, ne Hebamme leitet ihn, er wird schon was bringen

L.G

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Danke für Deine Antwort!

Ich hätte auch gern ohne Kind gemacht, aber wir haben keine Verwandtschaft in der Nähe und der einzige Kurs, der ohne Kind hier angeboten wird passt nicht mit den Arbeitszeiten meines Freundes zusammen... :-(

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Ach, wie blöd :( meiner geht abends von 21-22h,das ist schon ganz nett, auch wenn ich jede Woche keine Lust habe

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Hallo,

unser Kurs ist fortlaufend, also wenn einer fertig ist, steigt jemand neues ein.
Die Kinder halten eigentlich schon ruhig und wenn nicht, dann nimmt sie die Hebamme mal hoch und wenns zu viele sind, haben sie in der Praxis noch ne Frau, die auch auf die Kinder aufpasst. Das was mich bei uns stört ist, dass es jedes mal die gleichen Übungen sind.
Wenn bei uns jemand was net mitmachen kann, dann pausiert der jenige eben. Ich bin neulich zum Beispiel gestürzt und auf den Knieen gelandet. Seitdem kann ich keine Übung im 4-Füßer-Stand mitmachen, weil es einfach weh tut..
Ich seh den Rückbildungskurs eher mehr als Möglichkeit andere Mamas kennen zu lernen. Aber ich bin auch Physiotherapeutin und kenn meine Übungen zur Rückbildung auch selbst und kann sie zu Hause machen...

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Ich habe einen echt tollen Kurs ohne Kind gemacht. Es waren 7 x 1 1/2 Std. Am ersten Abend hat die Hebamme uns etwas über die Anatomie erklärt. Wo sitzt der Beckenboden, bei welchen Bewegungen ist er hochgezogen und bei welchen Bewegungen ist er locker. Dann wurden noch kurz ein paar Alltagsbewegungen verbessert z. B. Stehen mit leicht gebeugten Knien, ab und zu mal auf Zehenspitzen laufen, Schultern nicht hochziehen, wenn man sein Baby auf dem Arm hat etc, weil die Körperhaltung total wichtig für den Beckenboden ist.
Die anderen 6 Abende verliefen alle nach dem Gleichen Ablauf: Aufwärmen (Hände, Finger, Arme, Schultern, Beine, Füße...) erst mal ohne etwas bewusst mit dem Beckenboden zu machen. Dann mussten wir uns auf den Rücken legen mit aufgestellen Beinen und dann kam etwas wie Meditation (einzelne Körperteile durchgehen und schauen, ob alles entspannt ist), Am Schluss der meditativen Phase musste man dann auf einmal alles am Körper anspannen, den Beckenboden hochziehen und wieder loslassen. Danach folgten dann ein paar Übungen im Vierfüsslerstand mit bewusstem Einsetzen des Beckenbodens (fand ich immer sehr anstrengend). Zum Schluss (die letzten 20 Minuten) suchte man sich eine Partnerin und dann gab man sich gegenseitig eine Rückenmassage mit diesen tollen Igelbällen.

Beim nächsten Kind würde ich diesen Kurs auf jeden Fall wieder machen, weil fast jeder am Schluss auch wusste, wo der Beckenboden ist und wie man ihn einsetzt (Im Kurs waren Mütter, die bei ihren älteren Kindern einen RüBiKurs machten und nichts davon mitgenommen haben)

Sorry, bisschen lang geworden, aber Du wolltest ja den Aufbau wissen ;-)

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naja, mein Kurs war jetzt auch net so pralle.

Wir waren 6 Frauen, eine davon hat Zwillinge bekommen. An guten Tagen hatten alle ihre Kinder mit, die dann in der Mitte lagen. Zudem war der Beginn immer um 12 Uhr.

Fand ich persönlich total blöd, 1. ist das die Essens- und Schlafenszeit von meinem Kind gewesen, 2. war das ein totaler Lärm und 3. hat man sich nur auf sein Kind konzentriert.

Habe sie dann gott sei Dank bei meiner Mutti lassen können für die Zeit.

Die Übungen waren aber auch so lala ...fand das jetzt nicht so schlimm. Gut war, dass sie immer andere gemacht hat, einen Tag mit Bändern, einen Tag mit nem Gymnastikball etc.

Aber wenn ich es nüchtern betrachte war das nur ein gut versteckter "Müttertreff" mit Quatschen und ner Massage am Ende ;-)

Lg Jule

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Ja so sehe ich das bei uns auch ^^
Aber wie gesagt: Mich störts nicht, da ich genau weiss, was ich zu machen habe.
Vor Weihnachten in der Stunde haben wir auch nur gequatscht...

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ich habe auch einen kurs bei einer hebamme gemacht ohne kind.
bei mir war das aber echt super, denn der kurs fand am samstag vormittag statt. so konnte ich immer hingehen und man hat den kopf einfach frei für die rückbildung. erst dachte ich, ich schaff das so früh nie ohne mein kind, doch schon nach dem ersten samstag hab ich mich schon sehr über 1,5 std ohne kind gefreut.

also bei uns war das aufbauend. d.h. es wurde von mal zu mal gesteigert. die hebamme hat immer wieder gefragt ob wir alles mitmachen können und nach eventuellen gesundheitlichen problemen gefragt. wenn eine mama da nicht mithalten konnte, dann konnte sie ohne weiteres aussetzen.
dabei haben wir uns nicht nur auf den beckenboden konzentriert, sondern auch andere muskeln trainiert um wieder eine gesunde haltung zu bekommen und uns nicht mehr so "matschig" zu fühlen.
ich hab schon von vielen anderen kursen gehört, in denen die frauen nur auf dem boden liegen und sich etwas sanft bewegen. das fand ich immer ätzend. doch wir haben wirklich sport gemacht. und es hat sooo viel spaß gemacht, dass wir traurig waren als es vorbei war!!

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Hallo,

bei mir ist die Rückbildungsgymnastik zwar schon ein Stück her, aber wir waren der gleiche Kurs (6 Mamas), der sich auch schon in Geburtsvorbereitungskurs getroffen hatte.
Also höchstens 1,5 Monate auseinander.
Demzufolge haben wir langsam angefangen und uns dann gesteigert.

Die Babys haben wir immer genau vor uns gelegt. Wenn sie unruhig wurden, hat unsere Hebi sie hoch genommen oder wenn sie schon besetzt war, sollten wir sie in unsere Übungen mit ein bauen.

Kam natürlich auch vor, dass man mal stillen musste. Ich habs aber meistens so gedreht, dass ich ihn noch kurz vor der Stunde gestillt habe oder eben danach.

Ich fands toll, zumal man sich auch immer nochmal austauschen konnte. War dann richtig traurig als der Kurs vorbei war. War auch die Erste die fertig war, da die anderen immer mal durch Krankheit ausgefallen sind.

Lg wieseline mit Luke 14,5 Monate