Er hat keine Gefühle...

... für unseren Sohn!#heul

Hallo ihr lieben.

Ich hatte letztens schonmal geschrieben das mein Mann so komisch ist. Ihr meintet dann er müsse auch erstmal sich an die neue Situation als zweifacher Papa gewöhnen.
Nun sagte er gestern aber das er für unseren Sohn keine Vatergefühle hat. Oder wenn nur ganz wenig. Nicht so wie er es bei unserer Tochter hatte/hat. Er fühlt nix wenn er ihn auf den Arm nimmt.

Besonders aufgefallen das was nicht stimmt ist es mir gestern. Er kommt von der Arbeit, begrüßt unsere Tochter, begrüßt mich und geht an unserem Sohn (auf meinem Arm) einfach vorbei ohne ihn zu beachten.

Ich versteh das nicht, liegt es daran das es ein Junge ist?? Er wollte immer gerne noch nen Mädel. Er sagt nein.

Was ist es dann? Das er nicht viel mit ihm machen kann? Ich stille voll, bei unserer Tochter musste ich vom ersten Tag zufüttern, das hat meist er gemacht. Bei unserer Tochter musste er die ersten zwei Tage alles machen (wickeln, waschen, usw) weil ich nen KS hatte und wir nen Familienzimmer hatten. Dieses Mal hatte ich zwar auch nen KS aber er war nicht immer da und demnach haben das die Schwestern gemacht.

Mir tut es richtig weh, das er unseren Sohn nicht liebt. Er kann doch nix dafür, er ist doch noch so winzig.

Das schlimmste ist, das mir vorhin sowas rausgerutscht ist. Eine blöde Situation wo er was verharmlost hat und ich gesagt habe: Die ist es ja eh egal ob er lebt oder nicht. Ich weiß es war blöd, habe es sofort bereut, aber es tat so weh, das ihm alles bei unserem Sohn so egal ist.

Bevor irgendwelche blöden Schlüsse gezogen werden... Es war ein absolutes WUNSCHKIND von uns BEIDEN!!!

Was mach ich bloß?? Ihm einfach Zeit lassen?? Ich weiß es nicht, mich macht es total fertig.

LG Schorti

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Hi,
auch Väter können so etwas wie eine postpartale Depression bekommen. Vielleicht ist es ja so etwas in der Art. So ganz normal finde ich das nämlich nicht, auch wenn er sich erst auf die neue Situation einstellen muss.
Im Bekanntenkreis stillen fast alle ausschließlich, die Mütter wuppen den Haushalt und das Kindergedöns, die Väter arbeiten und nehmen sich danach Zeit für ihre Kinder. Aber Väter ohne Gefühle für die neuen Kinder kenne ich nicht, auch wenn sie oft eher außen vor scheinen. (Und bei uns hier brummt gerade die Familienproduktion - es gibt also viele Frischgebackene Väter).
Als Frau würde ich mich an meine FÄ wenden, zwecks Beratung bzw. Therapie. Als Mann evtl. an den Hausarzt?#kratz
Alles Gute!

vlg tina + justus 17.06.07 + joris 27.10.10

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Wenn Du ihn zu sehr unter Druck setzst, hilft das Deinem Mann sicher auch nicht. Ich koennte mir vorstellen, dass er selbst darunter leidet, dass er sein Kind noch nicht lieben kann.

Such das Gespraech mit Deinem Mann. Frag ihn einfach, was er fuer Ideen und Vorschlaege hat, was er machen kann damit es ihm hilft, eine bessere Bindung zu seinem Sohn zu bekommen.

Vielleicht koennt ihr etwas machen wie das Kind zusammen baden, oder Dein Mann koennte andere pflegerische Sachen uebernehmen, die bei einem Kind so anfallen.

Vielleicht hast Du ja auch ein Tragetuch, dann lass das deinen Mann mal anlegen und ihr geht mit dem Kleinen eine Runde spazieren.

Viel Glueck!

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hallo schorti,

das hört sich wirklich hart an #heul ich weiss ehrlich gesagt nicht wie ich mich in deiner situation fühlen würde...oh gott...schon allein der gedanke. aber es bringt wohl nichts wenn du ihm vorwürfe machst, ich meine immerhin ist er ehrlich. wenn es auch sehr traurig ist, seine gefühle kann man schlecht bis gar nicht beeinflussen. ich denke wenn du ihm vorwürfe machst, was ich zwar irgendwo auch verstehen kann es aber hier einfach nichts bringen würde, dann würde er sich noch mehr unter druck gesetzt fühlen und noch dichter machen bzw. gar nicht mehr auf den kleinen eingehen. das ganze hört sich fast an wie ne wochenbettdepression beim mann #zitter aber sowas gibts ja in dem sinne nicht, oder doch?

vielleicht hat es wirklich etwas damit zu tun dass er von anfang an weniger mit einbezogen war. sicherlich, auch vielleicht damit was zu tun, dass er sich jetzt wohl mehr um die kleine kümmert?! hmm ich weiss nicht. ihr solltet auf alle fälle viel miteinander reden!!! das ist wirklich wichtig. nur so versteht er dich und du ihn vielleicht einfach besser. er muss sich mit einbringen und einfach mal dinge auch mit dem kleinen alleine machen, ich vermute dass die gefühle dann einfach im laufe der zeit kommen.
ansonsten wäre vielleicht professionelle hilfe holen angesagt...aber auch das müsst ihr miteinander klären. und wie schon erwähnt vorwürfe bringen hier niemandem etwas, ich glaub das würde alles noch schlimmer machen.

ich wünsch euch alles gute und ich hoffe dass sich die situation bei euch noch bessert und ihr alle zufrieden sein könnt. #blume vielleicht hilft es auch ihm vor augen zu führen wie glücklich ihr wirklich sein könnt!

lg und viel glück euch #klee
isa mit dora (3.05.2011)

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Wenn Du sicher bist, daß er keine wilden Phantasien im Kopf hat, das Kind wäre vielleicht nicht von ihm oder so etwas, dann:

Gib ihm Zeit! Wenn man nicht völlig von mütterlichen Hormonen verseucht ist, ist es schwer, in einem 17 Tage alten Kind eine Persönlichkeit zu sehen. :-) Es wird Zeiten geben, in denen er mit seiner Zicken-Tochter weniger zu tun haben will und lieber mit dem Sohnemann Fussball spielen geht.

Sollte es sich nach ein paar Monaten nicht verändert haben, würde ich allerdings schon mal über eine Familienberatung nachdenken, um der Sache auf den Grund zu gehen.

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Was für eine besch**en Situation, da fühlt man sich selber noch so überwältigt von so vielen Dingen und dann sowas....#liebdrueck
Wie alt ist deine Tochter? Vieleicht kuschelt ihr "zufällig" zu dritt, der Papa kommt von der Arbeit nach Hause und kann sich euch gleich anschließen...
DU hast grade ein Baby bekommen, kümmer dich um éuer Baby und versuche es zu genießen, du kannst dich noch nicht um die fehlenden Gefühle deines Mannes kümmern, DU musst dich erholen.
Lass etwas Zeit vergehen....

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Hallo Schorti,

hab deinen Thread neulich auch schon verfolgt. Beim durchlesen dachte ich spontan, das du ihm auf jeden Fall Zeit geben musst. Da es ein Wunschkind ist gehe ich davon aus, das er die Vatergefühle ja gerne haben möchte, sie sich aber noch nicht so richtig eingestellt haben. Das gibts sogar bei Müttern auch! Die Liebe wächst dann erst mit der Zeit, wenn man sich intensiver mit dem Kind beschäftigt.
Frag ihn mal ob er das möchte und sich in der Lage dazu fühlt sich mehr um den kleinen zu kümmern als im Moment. Wenn ja nutze die Zeit um sie mit deiner großen alleine zu verbringen, dann schlagt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe. Muss ja nicht so lange sein. Aber zum Beispiel das er den kleinen alleine badet, umzieht, wickelt während ihr im Kinderzimmer spielt. Oder mal am WE mit ihm alleine spazieren geht. So Sachen eben.

Wünsch euch alles gute!

LG
Melanie mit Nico (fast vier) und Alissa (9 Wochen)

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Ochje. Das ist ja wirklich nicht schön! Fühl Dich einfach mal aus der Ferne gedrückt.
Ich denke auch, dass er sich erstmal daran gewöhnen muss.
Bei Eurer kleinen war er von Anfang an mehr eingebunden durch das Zufüttern.
Wie hat er denn auf Deinen Spruch reagiert (von wegen, es wäre ihm egal...)

Mein Mann war bei der zweiten Maus aber auch anders. Er ist ein richtiger Bär und unsere Lütte war, weil Frühchen sehr klein und zart. Da hat er sich einfach nicht getraut. Mittlerweile ist das alles kein Problem mehr. Gott sei Dank. Hatte am Anfang auch arge Probleme, dass er sich nicht um sie kümmert.

Also lass Deinem Mann einfach noch ein wenig Zeit und versuch, ihn ein wenig zu "stupsen" So nach dem Motto: Du, ich muss das hier mal eben machen, kannst Du bitte mal den kleinen wickeln?