automatisch Konfession der Mutter???

Hallo zusammen,

ich bin zwar erst 6+1 schwanger,
aber habe trotzdem schonmal ne Frage zur Taufe.

Ich habe vorhin mit meiner Mutter telefoniert und sie meinte das das Kind automatisch die Konfession der Mutter bekommt! Weiß jemand ob das stimmt? Das wäre ja blöd, denn man muss doch entscheiden können wie man sein Kind taufen möchte, oder?

Weiß auch nicht ob das eine Rolle spielt das wir nicht verheiratet sind.

Wäre schön wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

Gruß, Tanja

1

Hallo Tanja,
da hat deine Mum nicht ganz recht. Es ist zwar eher üblich dass die Kinder die Konfession der Mutter bekommen aber keinesfalls zwingend.
Ihr könnt das Kind entweder nicht taufen lassen oder die Konfession der Mutter oder des Vaters.
Nur eine ganz andere Konfession geht nicht.
Z. B. ist mein Mann griechisch-orthodox und ich evangelisch, d. h. wir hätten Kalina nicht katholisch taufen lassen können, aber warum auch???

Liebe Grüße und Glückwunsch zur Schwangerschaft

Tanja mit Kalina (07.08.07)

2

puh, da bin ich ehrlich gesagt ganz froh. Denn wir würden unser Kind gerne evangelisch taufen lassen. Mein Freund ist evangelisch.

Aber bis dahin ist ja trotzdem noch ne Menge Zeit. :-)

Jetzt muss der kleine Wurm in meinem Bauch erstmal wachsen und gedeihen. :-)

Dankeschön für die schnelle Antwort!

Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

Gruß, Tanja

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hi!

also ich dachte immer dass das kind solange konfessionslos ist bis es nicht getauft ist! immerhin - wenn es nicht getauft ist - kann es ja später selbst mal entscheiden ob und welche konfession es animmt.
ich hatte vor der geburt meines kleinen auch so eine unterhaltung und ich hab mich dann speziell FÜR die taufe entschieden weil, wir wissen ja nicht wie unsere kinder später mal ticken werden und z.b. über kirchliche trauungen denken. wenn sie nicht getauft sind legen wir ihnen jetzt schon eine hürde damit die sie später nehmen müssen und der ganze hickhack damit.
z.b. meine schwester ist aus der kirche ausgetreten (voreilig wie sie immer ist) und hat dann doch kirchlich heiraten wollen und musste dann beim pfarrer vorsprechen warum sie wieder katholisch werden will! was hätte sie den sagen sollen: weil die evangelische gemeinde mich nicht aufnehmen will? weil ich sonst nicht vor gott heiraten kann?

aber naja, wenn mein mann nicht aus einer gläubigen familie käme hätte ich es mir evtl. auch anders überlegt einfach weil ich mit der kirche ansich nicht klarkomme.

sorry, ist jetzt etwas lang geworden#gruebel

lg,
gordana

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das ist abolsuter Unsinn!

Ihr könnte das frei entscheiden.

Eine gute Freundin ist katholisch, ihr Mann evangelisch. Die Tochter ist katholisch, der Sohn evangelisch.

Ja...alles geht...aber in dem Fall fand das sogar der Pfarrer/Pastor ein wenig ungewöhnlich und beiden wollen eigentlich, dass das zweite Kind die selbe Konfession bekommt wie das zweite...

Bunny #hasi

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ja, ich fand das auch ein bisschen komisch. Ich denke das ihre Mutter ihr das damals so eingeredet hat, da die Familie meiner Mutter sehr katholisch ist.

Deshalb wird es sowieso Getuschel geben wenn die erfahren das wir unser Kind evangelisch taufen lassen wollen. :-/

6

Hi,
nein, das stimmt so nicht, wie deine Mutter denkt.

Gerade eine katholische Taufe könnte - abhängig vom Pastor (nennt man die so #hicks?) ein Problem werden, wenn ein Elternteil evangelisch ist (egal, wie herum). Denn die katholische Kirche hat immer am liebsten ganz oder gar nicht...Es gibt wohl mehr und mehr Pastoren, die das machen, aber auch immer wieder Fälle, wo es abgelehnt wird.

Wie weit eine Hochzeit eine Rolle spielen würde weiß ich nicht - aber ein katholischer Pastor hatte bei (da kinderlosen) Bekannten nur der gemeinsamen evangelisch-katholischen Trauung zugestimmt, wenn sich das Paar von vornherein "verpflichtet", ihre zukünftigen Kinder im katholischen Glauben zu erziehen.

Toleranz gegenüber anderen, selbst christlichen Religionen ist nicht gerade das, was in großen Teilen der katholischen Kirche besonders groß geschrieben wird.

Eine evangelische Taufe sollte, so lange ein Elternteil evangelisch ist (verheiratet müsst ihr auch nicht sein ;-)) dagegen kein Problem sein. Dass das abgelehnt worden wäre habe ich noch nie gehört.

Letztendlich müsst ihr nach Eurem Gewissen entscheiden, für mich wäre eine katholische Taufe nicht in Frage gekommen - aber da die (katholische ;-)) Familie meines Freundes mit Kirche nicht viel zu tun hat gab es keine Diskussionen bei uns.

Viele Grüße
Miau2

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ich muss ehrlich sagen das ich mit der katholischen Art zu glauben auch irgendwie nicht mehr so richtig übereinstimme, auch wenn ich selbst katholisch bin.
Da wird viel verboten, viel geht nicht, und wenn man nicht verheiratet ist und auch noch ein uneheliches Kind bekommt dann ist das Chaos perfekt. :-(

Außerdem sind beide in Frage kommenden Taufpaten evangelisch. Da ist es ja auch wieder schwierig das Kind katholisch zu taufen.

Naja, wie gesagt wir haben noch ein bisschen Zeit um uns darüber den Kopf zu zerbrechen. :-)

Gruß, Tanja

8

Hallo!
Wir haben im hochkatholischen Münsterland kirchlich geheiratet. Mein Mann ist katholisch und ich evangelisch. Ich hatte auch meine Pastorin importiert, damit wir einen ökumenischen Gottesdienst haben konnten.
Die Traugespräche vorher waren beinahe lustig, weil man mich nicht so richtig wahr nahm als Protestantin. Aber weil Martin so gern zuhause in seiner Kirche heiraten wollte, habe ich das mal so hingenommen. (Unser Deal war, dass unsere Kinder dafür evangelisch würden.)
Nur Martin als Katholik musste sich vor der Trauung verpflichten, dass seine Kinder katholisch getauft werden würden. Von meinen war irgendwie nicht die Rede...#schein
Und meine Pastorin meinte hinterher, wir könnten das ohne Weiteres versprechen. Wenn die Kinder dann trotzdem evangelisch getauft werden, dann sollen wir sagen, dass wegen dieser Frage unsere Ehe auf dem Spiel stände. Noch schlimmer als ein falsches Taufversprechen wäre für Katholiken eine gescheiterte Ehe. So, die Kinder sind evangelisch. Es hat uns kein Blitz getroffen und die Erde hat sich auch nicht aufgetan.
Und zum Ausgangspost: Hätten unsere JUngs die Konfession des Vaters, wäre zumindest die Kirche glücklicher! Möglich ist jedenfalls beides!
Gruß
Susanne

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Hallo!

Also ich bin dann mal so frei und sprech dann mal als Theologin dazu:

Wenn ihr beide die gleiche Konfession habt, dann erübrigt sich die Frage, da eine evangelische Familie nur in der evangelischen Kirche Taufen lassen kann und eine katholische in der Katholischen Kirche. Wäre ja auch unsinnig dem Kind eine andere Konfession zu geben.

Wenn Ihr beide eine unterschiedliche Konfession habt, dann könntet ihr überlegen ob das Kind im Glauben an die Katholische oder Evangelische Konfession getauft werden soll also der des Vaters oder der Mutter.

Ob die Eltern verheiratet sein müssen, dass hängt von der jeweiligen Gemeinde ab, ob sie es zulassen, dass unverheiratete ein Kind Taufen lassen dürfen. Viele machen es so, dass sie im Gottesidenst heiraten und dann das Kind taufen lassen.
Das hängt aber eben von Euch und dem Pfarrer ab, wie es gehandt habt werden soll.
Da einfach den zuständigen Pfarrer ansprechen, der klärt dann in einem Taufgespräch alles notwendige und entscheidet auch, ob er reinen Gewissens das Kind taufen kann. Also ob er das Gefühl hat, dass es den Eltern wirklich ernst mit der Taufe ist, das Kind im Glauben erzogen wird etc.

Eine gute Schwangerschaft.

Liebe Grüße
Safisch

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