Zweitname - Ja oder Nein?

Unsere Namenssuche neigt sich tatsächlich dem Ende zu und wir überlegen, wie wir es mit der Namensanzahl halten: einen oder zwei?

Wir haben beide keinen Zweitnamen.
Mein Mann steht Zweitnamen ziemlich neutral gegenüber.
Mein Verhältnis zu Zweitnamen ist eher ambivalent. Ich finde es immer spannend zu hören, wie andere mit Zweitnamen heißen, vor allem, wenn es ein ungewöhnlicher Name ist. Aber auf der anderen Seite finde ich es ziemlich überflüssig, einen Namen zu vergeben, den man im Grunde doch nicht nutzt🤷‍♀‍

Was sind eure Gedanken zum Thema?

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Für meine Kinder möchte ich je zwei Vornamen.

Finde es bei anderen aber total ok, nur einen Vornamen zu haben. Allerdings bin ich nur für Zweitnamen mit Bedeutung zu haben, ein simples Mia Sophie, weils so schön klingt, ist für mich nix.

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Ich arbeite in einer Personalabteilung und bin entsprechend nicht angetan von Zweitnamen. Das System zeigt immer volle Namen an. Entsprechend werden die Mitarbeiter mit beiden Namen angesprochen und angeschrieben. Auch bei Anträgen etc. haben Leute mit Zweitnamen immer mehr zu beachten (Anträge werden abgelehnt weil Name nicht komplett etc.).

Die Leute die ich kenne die Zweitnamen vergeben haben, die konnten sich einfach nicht entscheiden, also gabs 2 Namen.

Lieber einen schönen Namen, als zwei die nicht zusammen passen.

Ist aber meine persönliche Meinung.

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Dazu das Gegenstück hier:
Arbeite im Einwohnermeldeamt und kann aus beruflicher Sicht Zweitnamen nur befürworten - gerade bei häufigen Vor- und Nachnamen.
*16.09.1998 - Sarah Müller
Viel Glück bei der Suche nach der richtigen 😁

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ja bei klassischen Standardnamen geb ich dir Recht 😅🤣

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Ich würde einen Zweitnamen vergeben, wenn man einen schönen findet, aber nicht wenn man krampfhaft nach einem suchen müsste.

Ein Zweitname kann schon praktisch sein, wenn man mit dem Erstnamen gar nicht zufrieden ist und dann umsteigen möchte. Deshalb könnte man bei einem ungewöhnlichen Erstnamen vielleicht einen häufigen Zweitnamen geben oder so.

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Deswegen haben wir einen "klassischeren" Zweitnamen vergeben. Der Erstname ist jetzt nicht ungewöhnlich oder exotisch, aber schon etwas Geschmackssache.
Beim zweiten Kind werden wir es wieder so handhaben.

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Ich würde einen Zweitnamen geben, damit das Kind später Auswahl hat! Wenn ihm der Erstname gar nicht gefällt, hat es noch einen zweiten!

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Meiner Meinung nach: UNBEDINGT!

In Deutschland ist eine Änderung des Vornamen ohne Zweitnamen beinahe unmöglich. Du weißt nie wie sich dein Kind entwickelt, du weißt nie wie sich die Wirkung des Namens deines Kindes entwickelt- es lässt deinem Kind eine Option.

Zum Beispiel heißt ein Bekannter von mir Kevin und hadert sehr damit. Er wurde einige Jahre vor dem Boom damals geboren, die Eltern meinten es gut. Hilft nur nix, er hadert enorm mit seinem Namen.

Auch ich trage einen Namen der in die klassische Kevinismusschublade gehört (es gibt bezüglich dieser Namen eindeutige soziologische Studien, Milieutheorie etc. Solche Namen haben durchaus nachgewiesen Einfluss auf ein Leben) - meinen Eltern gefällt er immernoch, was mir, mit über 30 Jahren allerdings völlig egal ist.

Also was ich anregen möchte: ein Zweitname tut meistens keinem weh, kann dem Nachkömmling aber vielleicht eine Option bieten wenn sie nötig werden sollte.
Also wenn euch die Vorstellung eines Zweitnamens nicht völlig widerstrebt würde ich immer einen wählen

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Das sehe ich anders.
Ich kenne niemanden, der seinen Erstnamen so schrecklich findet, dass er auf den Zweitnamen gewechselt hat. Aber ungefähr 90% (das ist keine repräsentative Studie, sondern meiner Erfahrung nach) gefällt ihr Zweitname nicht, vielen ist er sogar peinlich (z.B. bei einer Nachbenennung nach Tante Hildegard oder Opa Günther).
Mein Zweitname ist ein ganz gewöhnlicher und in meinem Jahrgang inflationär vergebener Name und ich kann mich damit nicht identifizieren, deswegen gebe ich ihn nie mit an. Aber im Ausweis steht er natürlich und bei allen offiziellen Sachen, wo man sich ausweisen muss, werde ich dann unter beiden Namen geführt und das nervt mich.
Meine Kinder haben deswegen nur einen Namen bekommen.

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Ich kenne eine Person, die auf ihren Zweitnamen umgestiegen ist. Beide Namen sind häufig und geläufig, aber ihren zweiten Namen mochte sie immer schon lieber.

Wenn man nach Oma Hildegard oder Opa Günther benannt ist, hat man die Möglichkeit mit dem umsteigen natürlich nicht (also hat man schon, aber will man halt nicht nutzen), aber bei zwei "normalen" Namen ist es doch durchaus praktisch, eine Wahl zu haben.

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Meine Kinder haben einen Namen und das vierte wird auch einen bekommen.

Verstehe den Sinn von Zweitnamen nicht.

Bei einem Alexander Benedikt Müller (oder was auch immer) hätte ich gesagt ok.

Bei einem Kevin-Jamie Müller, würde ich mir nur denken das arme Kind.

Deswegen kommt es auch sehr auf die Namen an aber sonst ist es individuell.

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Hallo,
ich habe sogar 3 Namen. Mein Zweitname ist der Name meiner Taufpatin (war damals üblich) und mein Drittname ist der Name meiner Oma, die leider kurz vor meiner Geburt verstorben ist.
Ich finde es heute noch schön, dass sich meine Eltern so entschieden haben und störe mich daran nicht, weil ich über die Bedeutung Bescheid weiß.
Unsere Kinder tragen Namen unserer Großeltern als Zweitnamen. Unsere Tochter von der einzigen Uroma, die noch lebt und die sie kennenlernen durfte und unser Sohn von meinem Opa, bei dem ich jeden Nachmittag war und der mir sehr viel bedeutet hat.
In diesem Sinne bin ich voll für Zweitnamen, aber nur welche mit Bedeutung.
Liebe Grüße
blubb

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Ich finde es auch vom Prinzip her überflüssig. Man sagt den zweiten Vornamen nicht, und die Anzahl der Leute, die dann nach 20 Jahren leidgeplagt ihren Vornamen wechseln, dürfte verschwindend gering sein. Zumal ich davon ausgehe, dass die Liebhaber extrem seltener oder besonders exotischer Vornamen nicht beim Zweitnamen dann ganz vernünftig auf "Marie" und "Alexander" gehen... Ich finde es auch immer befremdlich, wenn Leute ihren zweiten Vornamen überall mit angeben (Otto Ludwig Mustermann). Es wirkt immer so bemüht besonders, genau wie die Nutzung der Initiale (Otto W. Mustermann). Als versuche man krampfhaft, besonders international zu wirken.

Obwohl ich es überflüssig finde, hat unser Kind aber einen zweiten und dritten Vornamen - die sind allerdings komplett stumm, von der Krankenkarte bis zum Antrag für den Kindergarten steht nur der Rufname überall. Hintergrund ist der, dass wir in der Familie gewisse Traditionen haben, die ich gerne wahren wollte. Das ist für mich der einzige Grund, warum das Kind mehr als einen Namen hat. Eine rein zufällige Auswahl im Sinne von "den find ich einfach schön" oder "wir konnten uns eben nicht entscheiden" wäre für uns beide nicht in Frage gekommen. Es geht ausschließlich um den Traditionsgedanken.

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Ich würde es bei einem Namen belassen. Es sei denn es ist schon ein Doppelname an sich

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