Spitzname Winnie

Inspiriert von einem Frauennamen, auf den ich im Stammbaum meines Mannes gestoßen bin, würde mich interessieren, welche Namen euch einfallen, die man mit Winnie abkürzen kann. 🙂

Bis jetzt bin ich auf folgende gekommen:

Winifred
Winona
Alwine
Malwine

Gibt es welche, die für euch besser/schlechter in die heutige Zeit passen ?

Und eine Userin hat einmal bei einem vermeintlich indischen Namen den Punkt der kulturellen Aneignung aufgebracht (ich musste das damals auch erst googeln). Wäre das bei einem indianischen Namen wie Winona ein Thema für euch?

Bin gespannt auf eure Antworten. 🙂

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Also ich musste sofort an Kommissarin Heller denken. Die Figur aus dem Krimi heisst auch Winnie. Vorher kannte ich den Namen nicht. Winona an Winona Ryder, die Schauspielerin. Winona gefällt mir auch am besten.

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Mir gefällt Winona auch am besten. 🙂 Aber ich habe halt auch sofort das Gesicht von W. Ryder vor Augen.

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Ich ergänze:
Vincenta
Davina
Lavinia
Vinja
Vivian, Vivienne
Vivina

Wenn man bedenkt, wie viele nicht-Christen/Juden ihre Söhne heutzutage Elias nennen, ohne dass jemand protestiert, und wie viele Leute in der westlichen Welt Kreuzketten als Schmuck tragen, ohne Christen zu sein, finde ich, dass man auch Winona als Name vergeben kann, ohne dafür kritisiert werden zu müssen.
"Wir Deutschen" müssten uns doch sonst auch dafür schämen, dass ausgerechnet Sara in den 80ern zu einem Modenamen wurde - dabei haben die Nazis ihn den Juden als Zweitname aufgedrückt. Und auch andere "typisch jüdische" Namen wie Levi sind gerade im völlig säkularen Raum total beliebt.
Wir leben in einer globalisierten Welt. Ich finde, dann kann man auch Namen aus anderen Kulturen vergeben. Und ob das jetzt eine italienische Isabella, eine englische Emily oder eine "indianische" (ist ja auch nicht präziser als "europäisch") Winona ist, finde ich ziemlich egal.
Man kann ja auch genau die Namensvergabe als Grund nehmen, um das Thema zumindest beim eigenen Kind präsent zu halten. Ich zumindest habe in der Schule herzlich wenig über die Unterdrückung der amerikanischen Ureinwohner gelernt.

In die heutige Zeit finde ich prinzipiell alle Namen passend, die du auflistest, auch wenn mir einige davon zu altmodisch sind. Damit fällt aber heute kein Kind auf, wenn ich mich so im Kindergarten und der Grundschule meiner Schwager und Schwägerin umgucke.

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Oh, Vinja ist ja interessant, den kannte ich noch gar nicht!
Stimmt, bei Lavinia würde es sich ja eigentlich auch anbieten. Ich kenne eine "Lavi" gerufene, aber da fände ich Winnie doch charmanter.

Ja, ich wundere mich auch, dass das Thema offenbar nicht bei jüdischen Namen aufploppt. 🤷🏼‍♀️

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„ Wir leben in einer globalisierten Welt. Ich finde, dann kann man auch Namen aus anderen Kulturen vergeben. Und ob das jetzt eine italienische Isabella, eine englische Emily oder eine "indianische" (ist ja auch nicht präziser als "europäisch") “
Ganz so einfach ist es nicht. Das fängt schon beim Begriff „Indianer“ oder „indianisch“ an. Da ist noch sehr viel Aufklärung und Aufarbeitung nötig, auch wenn es in anderen Bereichen schon anders aussieht.

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Hallo,

da sich Spitznamen oft ja ergeben und aus meiner Sicht nicht zwingend direkt ableitbar sein müssen, gehen viele Namen.

Wilhelmine/Wilhelmina
Wilma
Whitney
Wibke/Wiebke/Wiebeke
Wieke/Wieka
Wiveka (würde ich aber Viveka schreiben)

Davon finde ich einige gut. Auch (M)Alwine gefällt mir.

Zur kulturellen Aneignung bei Vornamen muss ich noch länger nachdenken. Beträfe ja dann auch alle amerikanischen, italienischen oder nordischen Namen, wenn die Familie keinen entsprechenden Hintergrund hat. 🤔 Ich gebe zu, dass ich mir zB gar keine koreanischen Namen ergoogelt habe bei der Namenssuche für meine Kinder. Weil ich keine Verbindung dorthin habe. Aber wenn ein koreanischer Name mir aus welchen Gründen auch immer wichtig wäre oder besonders gefallen würde, spräche nichts gegen eine Vergabe.

Viele Grüße
mavikelebek

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So wie ich es verstanden habe, betrifft es amerikanische, italienische und nordische Namen deswegen nicht, weil es nur um Volksgruppen geht, die von der westlichen Zivilisation früher unterdrückt/ihrer Identität beraubt wurden. Paradebeispiel sind wohl die ehemaligen Kolonialländer.

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Elwina

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Nie gehört. 🙂

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Winnie ist so ein toller Spitzname :)

Alwine hieß die beste Freundin meiner Oma, die war zuckersüß, deswegen mag ich den Namen sehr. Kann ihn mir auch heutzutage ganz gut vorstellen.
Eher altmodisch sind die natürlich alle (bis auf Winona). Mir fallen tatsächlich auch nur Namen in dem Stil ein.

Wilhelmine
Edwina
Gwendolyn

Und es gibt noch viele weitere walisische Namen, die die Buchstabenfolge "wen" bzw. "wyn" beinhalten und sich so für Winnie anbieten, aber die fände ich wohl zu ungewöhnlich.

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Interessanterweise komme ich gedanklich von Winnie auch irgendwie auf Gwendolyn, aber von Gwendolyn nur auf Wendy. 😅

Stimmt, im Walisischen könnte man da theoretisch wirklich gut fündig werden. Aber da werden viele Namen sooowas von anders ausgesprochen, als ich das intuitiv versuchen würde. 😆

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Ich persönlich bin auch eher ein Fan davon nicht zu exotisch zu werden, kulturelle Aneignung ist dann das genaue Gegenteil.
Finde das Argument aber irgendwie komisch, einerseits ist heute alles so globalisiert und soll sich integrieren und mischen, andererseits kommen dann Argumente mit kultureller Aneignung, also sollen wir doch lieber alle separat bleiben, Namen die Herkunft erkennen lassen?
Wenn man den Gedanken zuende spinnt sind sowieso schon sehr viele Namen in Deutschland üblich, die "eigentlich" eine ganz andere Herkunft haben. Was wäre denn noch erlaubt? Gleicher Kontinent? Nachbarland? Klar ist indische Herkunft recht exotisch, aber was ist der große Unterschied zu skandinavischer Herkunft?
Richtige althochdeutsche Namen sind recht speziell und nicht aktuell wirklich modern, da gibt es nur einen kleinen Teil den man heutzutage guten Gewissens vergeben kann.
Und auch vor mehreren Generationen hat man sich, gerade in Europa, schon fleißig in anderen Kulturen bedient.
Gerade die ganz alten und großen, griechisch, Latein, und natürlich aus der Bibel, da gibt es ganz viele Namen, die hier schon total bekannt sind und auch hierzulande eine Weile Tradition haben aber trotzdem nicht deutschem Ursprung sind.

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Der Unterschied ist, dass die indische Kultur einmal von unserer westlichen unterdrückt wurde, die skandinavische aber nicht. Wie weiter oben geschrieben bezieht sich die Kritik an der kulturellen Aneignung offenbar hauptsächlich auf ehemalige Kolonialländer. Ein Extremfall wären sicher auch Kulturen, denen man die Kinder geraubt hat, um sie an "unsere" Zivilisation anzupassen, was ja erschreckenderweise vielerorts vorgekommen ist.

Also bis zu einem gewissen Grad kann ich den Gedanken dahinter schon nachvollziehen - nämlich dass sich Angehörige dieser Volksgruppen dann quasi denken könnten, zuerst nehmt ihr uns unsere Identität weg, und dann reißt ihr euch Teile davon selbst unter den Nagel - Namen, Frisuren (Dreadlocks), Symbole als modisches Accessoire...

Ich bin nur etwas unschlüssig, ob das Abstandnehmen vom "Aneignen" wirklich der richtige Weg ist, damit umzugehen. 🤔 Man könnte es ja durchaus auch als Kompliment oder Respektbekundung interpretieren. Wenn ich einmal die Gelegenheit habe, einen "Betroffenen" nach seiner Meinung dazu zu fragen, werde ich das sicher machen.

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Ich kenne eine Melwina, die würde sich auch als Winnie anbieten!

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Lustig, Melwina ist ja Malwine (die Vorfahrin meines Mannes) nur verdreht. 🙂 Kommt die Melwina, die du kennst, aus dem deutschsprachigen Raum? Ich kann den Namen irgendwie gar nicht zuordnen.

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Vielleicht als Abwandlung Malvina? So heißt eine Bekannte von mir und das finde ich etwas moderner.

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Hallo
In meinem Stammbaum gibt es eine „Wendelin“. Das ist wohl eigentlich die männliche Form des Namens, aber ich finde ihn tatsächlich eher weiblich.
Was mir noch einfällt (ohne zu schauen ob es schon erwähnt wurde):
Bronwen Rowena Gwyneth
Ich selbst hatte indigene Mitschüler und war auch mit einem Mädchen besser befreundet. Das ist tatsächlich ein sehr sensibles Thema und mich hat es überrascht, wie wenig Wissen über diese Thematik in Deutschland herrscht. Ich würde mich da zurückhalten.

LG

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Einen (männlichen) Wendelin haben wir in der Familie, "Wendel" genannt. 😉

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Bist du in Deutschland zur Schule gegangen? Oder in Amerika?

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Ich muss bei Winnie an zwei Figuren denken. Zum einen Winnie the Pooh und zum anderen Winnie Cooper aus der Serie Wunderbare Jahre. Wenn ich mich richtig erinnere, war das die Abkürzung für Gwendolyn und das ist ein Walisischer Name.

Mit Winona assoziiere ich sofort Winona Ryder und nicht die indianischen Wurzeln.
Ist das nicht ein Zeichen für kulturelle Aneignung?

Wenn es aber danach ginge, nur Namen mit rein Deutscher Herkunft zu vergeben, wären unsere Namenslisten sehr eingeschränkt. Allerdings würde ich persönlich meinen weißen, europäischen Kindern ohne Bezug dazu auch keine offensichtlich indischen/japanischen/afrikanischen Namen geben.

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