Enttäuscht sein wegen „Namensklau“?

Hallo ihr Lieben,

ich muss mal etwas loswerden weil es mich beschäftigt und ich gerne andere ehrliche Meinungen hören würde.

Ich bin vor 3 Monaten Mutter eines Sohnes geworden und wir haben ihm einen Doppelnamen gegeben, weil der Erstname sehr kurz ist und ich mich in die Namenskombi total verliebt habe. Also etwas wie bspw. „Ben Felizian“ (ich nenne das jetzt nur als Beispiel, weil ich hier nicht die tatsächlichen Namen nennen möchte).

Meine sehr enge Freundin, die ich schon ewig kenne und mit der ich viel zu tun habe (haben auch grösstenteils den gleichen Freundes- und Bekantenkreis) ist jetzt ebenfalls schwanger und bekommt bald ihren Jungen. Und siehe da - sie hat nun stolz verkündet, dass sie ihren Sohn „Felizian“ nennen möchte. Nun ja, ich weiss zwar, dass niemand Exklusivrechte auf einen Vornamen hat, dennoch bin ich schon ziemlich enttäuscht, dass es ausgerechnet dieser Name sein soll. Zumal es auch nicht gerade ein häufiger Name ist der in den Top10 auftaucht und ich so begeistert von „meiner“ Namenskombi war. Sie hat mich vor paar Wochen darauf angesprochen wie ich das finden würde und dass der Name auch auf ihrer Liste steht...ich meinte, ich würds ehrlicherweise schon ein wenig merkwürdig finden. Dann war das Thema auch schon vom Tisch. Und siehe da, paar Wochen später verkündet sie, dass es nun doch der Name werden wird.

Wie würdet ihr das finden, wärt ihr auch enttäuscht? Ich persönlich hätte nämlich einen anderen Namen gewählt wenn er im engen Freundeskreis schon vorkommt und eher selten ist. Oder übertreibe ich?

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Ich kann Deine Enttäuschung sehr gut nachvollziehen.
Ja, man weiß, daß es kein Vorrecht auf Namen gibt, aber das ist eine allgemeine Aussage und wenn es dann den allernächsten Kreis trifft, finde ich das nochmal anders.

Ich befürchte, Deine Ansage: Du würdest es schon merkwürdig finden, war nicht deutlich genug. Vielleicht, weil Dir selber nicht klar war, wie sehr es Dich tatsächlich stören würde oder weil Du etwas wie einen gesellschaftlichen Imperativ empfunden hast, daß man in solchen Dingen locker sein soll.

Manchmal ist ein von Herzen kommendes: "Ehrlich gesagt, ich fänd's richtig beschissen" die einzige Art es zu sagen, die ankommt.

'Merkwürdig' klingt ja immer noch wie "machbar nach einer Eingewöhnungszeit".

Du kannst am besten einschätzen, wie belastbar Eure Freundschaft ist. Ob sie ein "Seid Du die Entscheidung offen gemacht hast, merke ich, wie sehr mich das belastet."
Das heißt nicht, daß sie ihre Meinung ändern muß. Aber Du hast Dich dann mit Deinen echten Gefühlen gezeigt. Ich denke, das ist nach einer evt. kleinen Verstimmungsphase dennoch der bessere Umgang. Ihr seid ehrlich miteinander. Das ist ja auch ein Vertrauensbeweis für eine Freundschaft. Immer nur durchwinken und innerlich Groll aufbauen hingegen eher nicht.

Aber Du kennst viel besser Eure Beziehung und alle Faktoren, entscheide Du für Dich.

Ich wünsche Dir inneren Frieden mit jeder Entscheidung!

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Ich glaube ein bisschen schon... Freu dich doch einfach das dein name so toll ist

Meine eine Freundin hat mir mal erzählt,als ihr ex sie verlassen hat in der 11 woche.wegen einer anderen. Die ebenfalls schwanger war von ihm hatte den gleichen Namen wie ihr sohn..... Das war fuer sie erst hart

Hat ne Zeit gebraucht. . . Aber nachher wars ok... . Lg andrea

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Verstehe ich das richtig, der Mann hat jetzt zwei Söhne im gleichen Alter mit dem gleichen Namen? 😳
LG

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Ja fast von der anderen kam bisschen spaeter... . Aber sie wollte kein Kontakt mehr und hatte dann auch alleinige Sorgerecht. Lg

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Hallo.
Verstehen kann ich dich schon. Aber ich würde nicht die Freundschaft für so etwas riskieren.
Du weißt selbst wie schwer die Namenswahl ist und vielleicht hat sie sich in den selben Namen verliebt. Gott sei dank nicht in den selben Mann.
Lg

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Ich kann es schon verstehen. Selbst bei häufigen Namen wie Hanna oder Luis fände ich es nicht besonders nett, wenn der im allerengsten Umfeld noch einmal vergeben würde. Aber bei einem seltenen Namen, der dann ja auch irgendwie ein Alleinstellungsmerkmal darstellt, stört es wohl noch mehr.

Klar kann man sich selbst damit beschwichtigen, dass man offenbar einfach einen sehr schönen Namen ausgesucht hat 😅 , aber ich verstehe schon, dass es dich insgeheim ärgert.

Zu sehr zum Thema machen würde ich es aber nicht. Wenn es sich ergibt, kannst du ja vielleicht beiläufig erwähnen, dass ihr ja damals darüber gesprochen habt und ob es deine Freundin nicht stört, wenn die Jungs dann (fast) gleich heißen. Eventuell erklärt dir deine Freundin dann ja, warum es für sie auch genau dieser Name sein muss, oder sie kommt doch nochmal ins Grübeln. Aber ich glaube, es ist nicht so leicht, da den richtigen Ton zu treffen. Also wenn du doch deinen Frieden damit schließen kannst, ist es wahrscheinlich einfacher.

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Mir persönlich wäre es egal es ist nur ein Name. Es gibt sicher noch mehr Personen die diesen Namen tragen, daher finde ich es absolut unwichtig wie Freunde ihre Kinder nennen. Wir haben z.B. 3 Mal den Namen Daniel im Freundeskreis, niemanden stört das obwohl die Jungs immer Mal wieder aufeinander treffen.

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Nein,ich wäre da nicht enttäuscht. Jeder darf doch seinen Lieblingsnamen vergeben:). Ich würde es eher als Bestätigung meines Geschmacks sehen:) .Es ist ja nicht mal der 1.Name , es kommt also auch nicht zu Verwechslungen .Aber auch beim 1.Namen wär es für mich ok.Es kann auch sein dass ihr irgendwann jemand kennen lernt wo so heißt dann müsst ihr damit ja auch zurecht kommen .Ist dann ja auch nicht anderst

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Nunja, ich verstehe dich schon auf der einen Seite. Andererseits finde ich die Reaktion auch etwas drüber.
Wie wird er denn gerufen?
Wenn du ihn "Ben Felizian" rufst, ist der Name ja nicht stumm und für enge Freunde, sollte es eigentlich aus der Liste fallen. Rufst du ihn nur "Ben", finde ich es nicht dramatisch.
Es handelt sich hier ja nur um den stummen Zweitnamen.
Dann hast du ihr nicht deutlich gemacht, wie unschön du es wirklich findest. Deine vorsichtige Umschreibung, hat sehr viel Platz für Spielraum gelassen. Sie verstand wahrscheinlich unter "ich würds ehrlicherweise schon ein wenig merkwürdig finden.", dass es zwar erst merkwürdig, aber nicht weiter schlimm oder gar Tabu wäre... Sprich, man könnte sich gut dran gewöhnen...
Wenn man das Thema doch schon auf dem Tisch hat, sollte man bei einer guten Freundin schon offen die Wahrheit sagen können. Kann man nicht deutlich sagen, was man will, dann hat man eben Pech gehabt...
Nichtsdestotrotz hätte ich mich, an der Stelle deiner Freundin, nicht und niemals für den Zweitnamen meiner engen Freundin entschieden, sondern einen anderen gewählt.
Eine Mama bei uns im Dorf hat ihren Sohn wie meinen genannt. Ein selten vergebener Name, im übrigen. Ihr Sohn ist immer der "andere". Oder man sieht es als nachgemacht. Sowas wöllte ich für mein Kind definitiv nicht...

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Ich habe zwei sehr enge Freundinnen. Wir sind zu dritt befreundet seit ca 30 Jahren.
Als die erste schwanger wurde, habe ich erzählt, dass mein Mann und ich uns schon vor einiger Zeit über Namen unterhalten haben und einen Top Favoriten bei jungs haben („X“). Den fand sie auch super schön - ihr Sohn heißt mit zweitem Namen „X“. Mein Sohn kam ein Jahr später zur Welt und trägt diesen Namen als Ruf Namen. Die dritte Freundin bekam zuerst ein Mädchen und dann einen Jungen und fand den Namen auch immer toll. Sie überlegte ernsthaft, ihn auch zu nehmen - allerdings war ihre Schwägerin auch schwanger und dieses Kind kam etwas früher zur Welt, er heißt „X“. Da nun auch ihr Neffe und Patensohn so heißt, hat sie sich für einen anderen Namen entschieden, aber „X“ als Zweitnamen genommen. Somit heißen die Söhne meiner beiden besten Freundinnen mit zweitem Namen wie mein Sohn und ich finde es eine wunderbare Verbindung zwischen uns. Meine Freundin findet es auch ganz unproblematisch, dass der Cousin so heißt wie ihr Sohn mit zweitnamen. Alles entspannt.

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So sieht es halt jeder anders... Wenn ihr das so toll findet, ist doch gut.
Dann ist "X" wohl aber auch ein ziemlich beliebter oder häufiger Name, kann das sein?
Denn wenn die Schwägerin deiner Freundin darauf kam (mit der werdet ihr so viel wohl nicht zu tun haben), ist es auch wieder anders zu betrachten und man musste damit rechnen, dass man nicht der einzige mit dieser Idee ist...
Dass man einen Paul, Liam, Elias, Ben oder ähnliches, auch gehäuft, in einer Klasse hat, ist nichts ungewöhnliches...
Im Kindergarten meines Sohnes gibt es, ohne zu lügen, mindestens(!) 6 Max in sämtlichen Formen. Einige heißen nur Max, andere Maximilian...
Wäre überhaupt nicht meins, dass mein Kind heißt wie "alle anderen". Wen es nicht stört, okay...
Die andere Mama bei uns im Dorf muss jetzt halt damit leben, dass ihr Sohn hier immer "der andere" sein wird. Zumal sie den Namen tatsächlich von mir gekupfert hat, denn sie wollte ihr Kind ursprünglich anders nennen.
Nur bei der TE liegt die Problematik an der Kommunikation.
Hätte meine Freundin mich gefragt, ob sie den Namen vergeben darf, hätte ich ihr eine deutliche Antwort gegeben, die keinen Raum für Interpretationen lässt. Denn für mich geht sowas eben nicht, zumal wir auch keine Topnamen vergeben und sie doch eher selten sind.
Wenn man sowas nicht mag, muss man es aber auch deutlich kommunizieren... Und unter engen Freunden, sollte Offenheit eigentlich kein Thema sein.

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Hmm einerseits verstehe ich dass du es blöd findest nachdem sie dich gefragt hatte. Wahrscheinlich warst du da nicht deutlich genug. Andererseits ist es ja nur der Zweitname und für mich persönlich ist eine Freundschaft wichtiger als ein Name. Vielleicht konnten sie sich ja auf keinen anderen einigen und nachdem du nicht klar ablehnend warst haben sie sich dann doch dafür entschieden. Und weißt du nach längerer Betrachtung ist es doch sogar eine Ehre - sie fand euren Zweitnamen so toll dass sie den ausgewählt hat für ihr Kind. Dadurch dass eurer Sohn einen anderen Erstnamen hat lassen sie sich ja auch trotzdem gut unterscheiden selbst wenn ihr beide Namen rufen mögt. Also ich glaube fast wenn etwas Zeit vergangen ist und sich die Emotionen gelegt haben kannst du es vielleicht auch mit etwas mehr Humor nehmen euer Sohn ist und bleibt ja trotzdem der erste mit diesem schönen Zweitnamen. Nichts desto trotz würde ich es der Freundin gegenüber schon auch ehrlich sagen dass dich das erstmal getroffen hat und du damit nicht so glücklich bist.

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Hm. Nö, mich würde das gar nicht stören. Eine gute Freundin fragte mich damals auch, ob es mich stören würde, wenn sie ihren Sohn so nennt wie unseren. Und inzwischen wohnt sie sogar in der Nachbarschaft. Ja, unsere Söhne heißen gleich. Gestört hat es die Jungs (9 und 7 Jahre) noch nie und uns auch nicht. Es ist ja nicht das selbe Kind und sie hat eben auch einen guten Geschmack.
Ich würde es als Kompliment sehen.

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