Zweitname ja oder nein?

Wir sind uns so unschlüssig ob wir unserem jungen einen zweiten Namen geben sollen. Sein vorname ist mit 4 Buchstaben. Normalerweise ist es in meiner Familie und auch in der meines Mannes tradition den Vornamen des Patenonkels (bei mädche patentante) als Zweitnamen zu nehmen.

Der name des Patenonkels ist oke.

Wie handhabt ihr das? Gibt es bei euch auch Traditionen?
Also wenn wir diese Tradition brechen, dann ist es auch für alle zukünftigen kinder so.
Was gibt es sonst für Argumente für/gegen einen Zweitnamen?

Danke für eure Meinungen!

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Eine Zweitnamentradition gibt es bei uns nicht.
Einen Zweitnamen würde ich trotzdem immer vergeben:
- Er macht den Rufnamen noch mal individuell: Es gibt viele Julians, aber wann trifft man noch einen Julian Matthias?
- Es gibt einfach viel zu viele schöne Namen, da nehm ich lieber gleich 2 als nur einen;-)
- Es hat eine positive Wirkung auf andere. Ich hab mal gelesen, dass Studien herausgefunden haben, dass Menschen mit Mittelinitiale (Johannes B. Kerner, etc.) auf andere Menschen seriöser wirken, als Leute, die keine solche Initiale haben. Seitdem schreibe ich meine Initiale fast ausnahmslos mit dazu, gerade bei Mailverkehr.
- Ich habe selber einen ZN und bin froh darüber. Mag ihn sogar lieber als meinen Rufnamen und die Kombination wird oft positiv kommentiert.

Ob ihr mit der Tradition brechen wollt, müsst ihr entscheiden. Ich würde es vielleicht vom Namen abhängig machen:-p

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Also ich persönlich finde Zweitnamen schrecklich. Ich kann mich noch besonders gut an einen Fall aus meiner Kindheit erinnern. Da hatte ich eine Freundin namens Sarah. Sie wurde auch von jedem so gerufen, es sei denn sie hatte was angestellt, oder es war irgendetwas negatives, dann hieß es immer Sarah Maria. Das hat sich bei mir so eingeprägt, dass ich beschlossen habe meinen Kindern lieber keinen zweiten Namen zu geben :)

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Also ich bin aus der Schweiz und hier ruft niemand den 2. Vornamen. Es kennt eigentlich auch niemand den 2. Vornamen und man stellt sich auch nicht so vor. Ich denke keine meiner kolleginnen wüsste wie mein zweiter vorname ist. Dies schein in Deutschland etwas anders zu sein.
Hmm... da sich in der Schweiz eigentlich niemand für den zweiten Namen interessiert könnte man ihn einfach weglassen oder eben auch einfach nehmen. Es interessiert eigentlich gar keinen. Aber es ist halt eher eine ehre für den Patenonkel. Darum bin ich so zwiegespalten.

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Ich kenne (in Deutschland) solche und solche.
Bei den meisten taucht der ZN nur auf dem Papier auf oder wird von den Eltern genannt, wenn es Ernst wird (bei denen ohne ZN, mit denen ich mich darüber unterhalten habe, wurde dann statt des ZN der Nachname mitgenannt;-)). Ich kenne aber auch einige, die ihren ZN mögen und ihn immer mal wieder mitnennen, bzw. vor allem irgendwo aufschreiben. Ich unterschreibe meist mit meiner Initiale, auch bei semi-offiziellen Dokumenten schreibe ich den ZN mit auf - so in dieser Richtung.

Der Sohn einer Freundin hat in der KiTa einen Namensvetter (dabei hatten die Eltern extra den selteneren Namen von ihren Favoriten genommen ...), der ist jetzt ganz stolz, dass er nicht "Levin", sondern "Levin Phileas" ist.

Ich bin zwar voll und ganz für einen ZN, aber nur aus "Pflichtgefühl" würde ich keinen ZN vergeben. Für den Patenonkel ist es ja schon eine Ehre, dass er Patenonkel ist.
Ich bin (zumindest bei der einen Patentante) sehr froh, dass ich ihren Namen nicht bekommen habe;-) Eine Freundin von mir hat als ZN und DN die Namen ihrer Paten. Der eine davon ist halt ein typischer Name genau dieser Generation. Den findet sie - Zitat - schrullig.
Wenn man selber hinter der Tradition steht und/oder den Namen wirklich schön findet: Warum nicht?

Mal anders gefragt:
- wie gefällt euch der Name des Patenonkels?
- wie harmoniert er zum geplanten Rufname?
- gibt es vielleicht auch eine Namensvariante, die euch überzeugt?
- alternativ kann man auch den Patenonkel den ZN aussuchen lassen (kenne Leute, die das so gemacht haben)

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Ich war dies Jahr bei mehreren Veranstaltungen (Einschulungen, Taufen, Konformationen), wo die Kinder immer mit vollen Namen aufgerufen wurden.

Gefühlt hatte 97% einen Doppelnamen.

Danach war für uns klar: definitiv kein Doppelname! Mit nur einem scheint man viel individueller zu sein!

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Ich hatte tatsächlich einmal den Fall, dass zwei Mädchen in einer Klasse saßen, die den gleichen Vornamen und Nachnamen hatten, ohne miteinander verwandt zu sein. Und sie saßen auch noch nebeneinander. Ohne Zweitname wäre das wirklich sehr schwierig gewesen bei Hüs und Arbeiten.
Meinem Mann würde das Bankkonto gesperrt, dank uns bis dato unbekanntem Namensvetter. Hätte einer der beiden einen Zweitname gehabt, wäre das wahrscheinlich nicht passiert.

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Ich habe keinen zweitnamen und finde das sehr schade. Ich habe es häufig erlebt, dass ein Gespräch über zweitnamen als Eisbrecher funktioniert. Ich finde es immer total spannend, wie andere mit zweitnamen heißen und ob es nen interessanten Grund gibt. Wenn ich dann gefragt werde, ist das Gespräch schnell vorbei.
Außerdem allem habe ich seit meiner Hochzeit einen einsilbigen Nachnamen zum einsilbigen Vornamen, das gefällt mir eigentlich nicht so gut. Ein zweitname wäre da irgendwie schön :)

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Hey,
ich finde Zweitnamen die keine Bedeutung haben, eher sinnlos.
Fakt ist, solange eine Bindestrich da ist, wird einfach nur der erste Name gerufen. Also warum das Leben schwer machen, wenn man doch einen tollen Vornamen gefunden hat.

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Bei uns auch nicht. Ich halte nichts von Zweitnamen, außer es hat einen bestimmten Grund.

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Hier ein Pro für einen Zweitnamen. Bei uns sind Zweitnamen üblich, werden jedoch lediglich auf amtlichen Dokumenten angegeben. Zwei Menschen aus meiner Familie fanden ihren Rufnamen so schrecklich, dass sie ihren Zweitnamen zum Rufnamen gemacht haben - das geht in Deutschland ohne Probleme. Deshalb würde ich meinem Kind immer eine Wahlmöglichkeit mitgeben. Vielleicht wird der generische Leon/Noah/Ben/Louis eines Tages sehr froh darüber sein, sich mit dem ungewöhnlichen und individuellen Namen Oke rufen lassen zu können.

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Danke für deine Meinung!
Musste lächeln bei deiner Antwort... der Name des Patenonkels ist nicht Oke.
Ich wolle sagen dass der Name ganz Okey ist, also normal. Es ist ein ganz normaler Name. Leider passt er nicht so wohlklingend zum ersten namen den wir gewählt haben.

Naja irgendwie muss ich noch ein paar nächte darüber schlafen.

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😊

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Ich finde Zweitnamen schön, wenn sie aus einem bestimmten Grund gewählt wurden - also Tradition, Erinnerung an Oma/Opa, besondere Bedeutung. Die krampfhafte Suche nach irgendeinem Zweitnamen finde ich sinnlos, zumal ihn kaum jemand nutzt. Wer seine zweite Initiale einfügt, wirkt auch (sorry Satos :-D ) immer bemüht individuell, besonders, anders, amerikanisch...Special Snowflake eben. Johannes B. Kerner macht ganz sicher das B. keinen Deut seriöser, man googelt höchstens, wofür das B steht :-D Oder würde Angela Merkel anders wahrgenommen, wenn sie sich überall Angela D. Merkel nennt? Glaube kaum.

Bei euch ist es doch eine nette Tradition - wenn die euch prinzipiell gefällt, würde ich es machen, ansonsten nicht. Dann muss man nur konsequent sein, auch wenn beim nächsten Kind die Patin Mandy, Petronella oder Kunigunde heißt :-D

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Alles gut;-)
Und bei meinem einen Dozent in der Uni haben wir Studenten wirklich eine Art Wettkampf daraus gemacht, den Zweitnamen herauszufinden#rofl Der hat sich aber auch immer mit der Initiale vorgestellt ...

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Danke für deine Meinung! Ich sehe das eigentlich genau wie du. Nun müssen sich mein Freund und ich nur noch einig werden🙂

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