Milcheiweiss UNVERTRÄGLICHKEIT oder ALLERGIE?

Guten Tag,

ich wurde als Sâugling mit Buttermilch aufgezogen (Muttermilch hab ich nicht bekommen). Nach Rücksprache mit meinen Eltern darf ich keinerlei Milch.

Nun hab ich mich natürlich eingelesen und stelle bei meinem Sohn ebenso Symptome fest.
Doch was ist es genau? Wie unterscheide ich eine Allergie von einer Unvertrâglichkeit?
Wir haben einen Atest gemacht, der zeigt uns 11 Nahrungsmittel an, jedoch mit einer -O- dahinter. Wissen Sie evt, was das heissen könnte?

Sollten Infos fehlen, ich bin weiterhin online :-)

Lieben Gruss von Susi aus Südfrankreich (von Sonne keine Spur*:-()

Hallo Susi, hier schicke ich Dir etwas Sonne aus Süddeutschland, wir haben genug davon, - endlich. Nun zu Deiner Frage, welche Symptome hat Dien Sohn, wie alt ist er denn und welcher Test ist dies? Eine Kuhmilchallergie ist immer eine Reaktion auf das Eiweiß in der Milch, dieses findet sich in der Milch, in allen Milchprodukten und in der Säuglingsnahrung. Die allergischen Reaktionen sind vielfältig (Bauchweh, Durchfall, Verstopfung, Hautekzeme, Atemwegsprobleme oder starkes Spucken) und werden oft nicht sofort einer Allergie zugeordnet, denn auch typische Säuglingsprobleme, die auf Anpassungsschwierigkeiten beruhen, zeigen sich so. Erst wenn die Symptome heftiger werden oder länger anhalten besteht der Verdacht auf eine Allergie. Leider sind die meisten Tests nicht aussagekräfitg, so dass Kinderärzte eine Milchfreie Eliminationsdiät empfehlen. Dies bedeutet, dass die Milch (und weitere Allergene) für 2-4 Wochen nicht verzehrt werden dürfen. Dabei werden die Symptome beobachtet, DA die Milch für Säulingen die wichtigste Nährstoffquelle ist, muss, falls nicht gestillt wird, ein milchfreier sicherer Ersatz in Form einer Spezialnahrung gefüttert werden. Bitte schreib mir doch noch mehr zu den Symptomen. Trinkst Du selbst auch keien Milch? Beste Grüße Ursula

Hallöchen,

ich wârme mich mal an der gesendeten Sonne ;-)

So, ich selber trinke Milch (ich liebeeeeeeee Milch), aber habe andauernd Bauchweh, Blähungen und sofort Durchfall. Mein Sohn wird 10, hat seit er 2 JAhre ist Atemwegsbeschwerden. Bekommt seit dieser Zeit auch MEdis dafür (Dauermedikation:-(). Der Allergologe hat uns nicht erklârt, was es mit den aufgeführten Lebensmitteln im Test (Bluttest) zu tun hat. Soll ich die nun vermeiden bei meinem Sohn? Ich muss da wohl mal nochmal nachfragen.

Ich verstehe noch nicht ganz den Unterschied Allergie und Unverträglichkeit. Lese die Message noch mal durch#schein.

Ersteinmal herzlichen Dank
LG von Susi

Nachtrag: mein Sohn hat andauernd Blähungen, Durchfall jeden Tag mehrmals und Atemwegsprobleme.

Hallo Frengelchen, Vive La France! Schön, dass Du an dem Expertenforum teilnimmst.
Also, Hintergrund einer Milchzuckerunverträglichkeit ist ein Enzymmangel. D.h. es gibt Personen, die können das Enzym (Lactase), das den Milchzucker spaltet, nicht oder nur in unzureichenden Mengen produzieren. In der Folge kann der Milchzucker nicht gespalten und verdaut werden. So kommt es zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Davon sind in der Regel Erwachsene betroffen. Babys, Kinder und Säuglinge können den Milchzucker meist sehr gut verdauen. Auch die Muttermilch ist reich an Lactose (=Milchzucker). Die Behandlung besteht darin, den Milchzucker zu meiden. D.h. man weicht auf lactosefreie/-arme Produkte aus.
Kinder reagieren meist auf das Milcheiweiß in der Nahrung allergisch. Hintergrund einer Allergie ist eine übermäßige Reaktion des Immunsystems auf das Eiweiß in der Nahrung. Anzeichen einer Allergie können wieder Magen-Darm-Beschwerden sein, aber auch Hautprobleme sowie Erkrankungen der Atemwege. Eine Allergie wird am sichersten durch eine Elminationsdiät diagnostiziert. Dabei wird das Kind gezielt ohne Milch und Milchprodukte ernährt. Als Ersatz bekommt es eine non-allergene Spezialnahrung. Deren Besonderheit besteht darin, dass der Eiweißanteil so aufbereitet ist, dass er praktisch keine allergischen Reaktionen auslöst. Bessern sich unter dieser Ernährung die Beschwerden oder verschwinden ganz, bekommt das Kind zur Absicherung noch einmal in ganz kleinen Mengen normale Milch. Treten die Beschwerden wieder auf, ist das Vorliegen einer Allergie sehr wahrscheinlich. Dann sollte das Kind komplett milchfrei ernährt werden. Die Spezialnahrung wird als Ersatz für die Milch und Milchprodukte weiter gegeben.
Das sind sicher ganz viele Informationen auf einmal. Aber wir sind ja noch eine ganze Weile im Forum, so dass wir alles Weitere besprechen können. Auch in der Gruppe kannst Du jederzeit Fragen stellen.

À tout à l'heure, LG, Frederike

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