Style ab 40: Eigener Look oder lieber Modetrend?

Hallo Zusammen,

wie sieht es mit euch Mädels ab 40 aus? Habt ihr euren eigenen Look gefunden? Geht ihr nach aktuellen Trends? Oder passt ihr eure Garderobe den Empfehlungen der Medien für Frauen unserer Altersklasse an?

Ich habe mit meiner Frage kein konkretes Anliegen - mich würde einfach nur interessieren, wie ihr aufgestellt seid und welche Ansichten ihr vertretet :-). Eine Diskussion hierüber finde ich sehr spannend.

Heutzutage finde ich es immer wieder seltsam, wenn der Kleidungsstil einer Frau, die nun nicht mehr zu den ausgesprochenen Twens oder 30ern zählt, oftmals thematisiert wird. Zumindest ist es in meinem Umfeld so, was vermutlich daran liegt, dass ich auf dem Land lebe. Oder ist das nur ein Klischee?

Berichtet doch einmal von euren Erfahrungen, wenn ihr mögt #winke ...

PS: Ich habe z.B. meinen ganz eigenen Stil, der sich nach keinem Mode- oder Altersdiktat richtet und bin - im Grunde genommen - froh, damit ein wenig aus der Masse herauszustechen.

Freue mich auf zahlreiche Antworten :-D

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Hallo

Zum Einen gibt es ja verschiedene Moderichtungen bzw. Mode zeigt sich ganz unterschiedlich. Ich kann sagen, dass ich für fast jedes Setting etwas Modisches zuhause habe: Partykleid, Sommerkleid, Bürohosen, formale vs. blumige Hemden/Blusen. Das heisst, ich gucke schon, dass ich zum Einkaufen anders angezogen bin als im Büro oder ob zuhause im Putzlook oder bei Gartenarbeiten. Stadt (bunter) vs. Land (natürliche Farben) unterscheide ich auch. Entsprechend passend dann auch die Schuhe, Taschen, usw.

Was ich auch noch seit ein paar Monaten bemerke: Billige Kleidungsstücke lassen mich weniger frisch aussehen als qualitativ gute Stücke. Ich vermute, das hängt mit der Haut zusammen. Dass man einfach 'reifer' aussieht und billiger Plunder dann alles 'runterzieht'. Damit dann auch meine Stimmung 😉. Deshalb kaufe ich seit Kurzem für mich lieber etwas teurere Kleidung als früher, dafür weniger. Ich fühle mich allgemein auch selbstbewusster mit Kleidungsstücken, die ich nicht dauernd zurechtzupfen muss.

Generell bin ich so ausgestattet, dass ich zu jedem Anlass etwas habe, was praktisch, stilistisch hochwertig, aber ganz bestimmt nicht aufgedonnert wirkt. Als Teenie und junge Erwachsene hatte ich immer den totalen Stress, was ich anziehen sollte.. konnte mir auch nur sehr Billiges leisten, was irgendwie nie richtig 'sass'.

Ich glaube, das klingt alles sowas von kompliziert, dabei hab ich es gut im Griff.

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Hallo Deichbrise!

Ich würde behaupten meinen eigenen Stil gefunden zu haben !
Ich "laufe" nicht mit der Masse - gehe meinen eigenen Weg.

Ausserdem kaufe ich lieber Qualitativ hochwertige Teile und Schuhe ;) - dafür aber weniger.
Mittlerweile weiß ich auch welche Farben mir gut stehen - wenn ich da Fotos von Früher anschaue - furchtbar was ich da oft getragen hab.
Aber gut man lernt ja draus.

Und ja - ich kenn das: Leben am Dorf - Bloß keinen Minirock mehr tragen nach dem 25. Geburtstag - und Highheels sind sowieso "nutig" .
Selbst da hab ich mir nicht dreinreden lassen .

LG Kelly

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Ich bin ja immer noch ich und ich definiere mich nicht nach meinem Alter. Ich bin 45 und trage immer noch gerne meine Chucks mit Jeans und T-Shirt. Auch mädchenhaft-romantische Blümchenkleider liebe ich oder verspielte Oberteile.
Dieses strenge Mode Diktat a la mit 40 bitte nur noch gedeckte Farben und Haare kurz kenne ich nur aus Zeitschriften.

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Hi, ich gehe eher danach, was mir steht - inzwischen kenne ich "meine" Schnitte und Farben, und falls die aktuelle Mode gerade zu mir passt, darf sie auch in meinen Schrank einziehen... es gibt allerdings auch manchmal eine Saison (Herbstfarben und warme Töne gehen gar nicht), da wird dann eben nichts gekauft, weil es nicht passt.

Außerdem habe ich oft eine Abneigung gegen "wiederkehrende" Mode, frei nach dem Motto: hast du es schon mal getragen, bist du zu alt dafür ;-) - und weil ich schon in den 80gern Karottenjeans getragen habe (und ich im Nachhinein nicht finde, dass sie mir gut standen), werde ich dieses Jahr bei den von einer gewissen Frauenzeitschrift propagierten "barrel leg jeans" (einer Karottenjeans mit Bundfalte in 7/8 Länge #schock) garantiert nicht zuschlagen, auch wenn skinny jeans ja angeblich wieder out sind... ;-)

LG magmo

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Habe gerade nach 'barrel leg jeans' gegoogelt. Uuaah, da kommen Erinnerungen aus der Teeniezeit hoch #rofl. Kaum zu glauben, dass dieser Stil wieder zurück ist und erst noch so viel kostet (früher waren die Dinger doch spottbillig??) #schock.

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jau, und wenn man bedenkt, dass "barrel" "Tonne" heißt, wer will dann so eine Hose ernsthaft noch anziehen? Name ist Programm... ;-)

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ich kann nur aus der großstadt berichten, zumindest in meinem umfeld ist das echt völlig egal :-D wenn jemand was ganz anderes trägt als sonst wird vielleicht kurz was nettes gesagt, aber sonst könnte es hier kaum jemandem egaler sein.

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Interessantes Thema! Ich (42) würde meinen Stil als leicht ungewöhnlich bezeichnen. Eine Kombination von schlicht und verspielt. Eine Mischung von skandinavischem Stil mit 70er Jahre Stil (als die Mode noch weniger alters- und geschlechtsspezifisch war).

Ich trage meistens Leggings oder schwarze Baumwollstrumpfhosen und ein Kleid oder Rock. Ich habe einfarbige Leggings (schwarz, navy, grau) und welche mit Streifen (weiss/navy, gelb/weiss), und ein paar mit kleinen bunten Blumenmustern.

Manchmal halte ich es schlicht und kombiniere einfarbige Sachen, und manchmal ein schlichtes Teil mit einem bunten oder gemusterten Teil. Ich mag es nicht überladen, liebe aber Farben und bestimmte Arten von Mustern.

Im Winter trage ich Thermoleggings oder -Strumpfhosen falls es sonst zu kalt ist. Im Sommer sind es Capri-Leggings falls ein Kleid oder Rock zu kurz ist und es zusammenpasst. Ich mag die Firma Boden sehr gerne, da sie lange Größen anbietet, so dass ich im Sommer mir die Leggings sparen kann (ich fühle mich unwohl, wenn ein Rock über nackten Beinen vorm Knie endet, was sie meistens noch weiter oben tun). Von Boden stammen auch die gemusterten Leggings, aus der Kinderabteilung (leider wurde vor kurzem die größte Kindergröße abgeschafft).

Das ist sowieso so ein Punkt bei mir: Ich liebe viele Sachen, die für Kinder gemacht sind. Ich denke sehr unkonventionell dabei: es ist mir egal, ob ein Teil für 12-jährige ist, wenn es mir passt und ich es mag. Ich liebe auch die viel fußgerechtere Form von Kinderschuhen, aber leider muss ich bei Schuhen immer bei Damengrößen schauen. Sehr selten finde ich auch mal was für Frauen was im Stil von runden 'Mary-Janes' ist. Da ich über die Jahrzehnte Fussprobleme entwickelt habe, schätze ich breitere/runde Schuhe umso mehr.

Schuh-mäßig gibt es bei mir momentan u.a. 3 Paar Gummistiefel die ich oft trage, da ich gerne im Wald bin und auch den Regen nicht scheue. Ich finde sie passen auch immer gut zu meinem restlichen Outfit, auch wenn ich das nicht so wichtig finde. Im Winter hatte ich Neopren-Gummistiefel die ich optisch toll fand und die sehr warm & bequem waren (aber leider schnell undicht wurden). Ansonsten habe ich Supergas, ein Paar Vegetarian Shoes Mary-Janes, gefütterte Tretorn Halbstiefel, hochgeschnürte Birkenstocks, und einige Aldi & No Name Canvas-Schuhe, alle in schwarz, navy oder weiss.

Ich habe viele Taschen angehäuft, von denen die meisten bunt bedruckt sind. Ich habe fast 20 Jahre in Nordamerika gelebt und dort sehr viele Lesportsac-Taschen gekauft, mit Mustern, die ich toll fand (Tiere, Punkte, Blumen im 70er Jahre Stil usw). Ansonsten bin ich Kanken-Fan bzw. benutze sie aus praktischen Gründen, da ich viel mit Rad, zu Fuß und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin und so auch einkaufe, und sie haben sich über Jahre gut bewährt.

Zu meinen Kleidern zählen bevorzugt Cord-, Jeans-, Sweat- und Jersey-Kleider (Baumwolle, Viskose). Ich liebe auch Breton-Shirts, die meisten aus der Boden Kinder- und Damenkollektion, sowie manche von Tchibo.

Ansonsten habe ich einen Jackenfimmel, inkl. Regenmänteln (ich liebe Regen). Klassische Jeansjacke, 70er-Jahre-Stil Cordjacken (grün und hellblau), Fjallraven Greenland Jacke (schwarz), Tchibo Kinder navy-silber Punktejacke etc...die allermeisten Jacken sind einfarbig.

Ich war jahrzehntelang Oilily-Fan und habe noch ein paar Sachen aus den frühen 1990ern und einiges von Ebay.

Das kommt mir gerade unheimlich viel vor, aber für mich sind viele Sachen Liebhaberstücke die mich glücklich machen und die ich ewig trage. Leider entdecke ich aber zu oft auch neue Sachen.

Wenn ich draussen bin, trage ich relativ schlichte Kombinationen (höchstens ein Kleidungsstück und Tasche mit Muster, meistens nur eine Sache), werde aber trotzdem viel angeschaut (zumindest wo ich jetzt wohne). Ob das alles positiv oder negativ rüberkommt, habe ich noch nie rausgefunden. Mein Mann mag es aber :)

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Ich wohne auch auf dem Dorf und ich finde es erschreckend wie viele kurzhaarfrisuren mir mit 40+ begegnen. Ich selbst kratze gerade so an der 40und kann sagen, ich steche heraus.
Meine Kleidung ist bunt. Hosen besitze ich nur zwei, meine Reithose und Jogginghose.🤣 ansonsten trage ich nur Kleider, hauptsächlich von Tante Betsy oder Blutsgeschwister. Mein Mann sagt immer, ist total praktisch, auf jeder Party findet er mich direkt wieder. 😆 Ich kann mit diesem einheitslook in grau/blau schwarz wenig anfangen. Aber dafür gibt es ja zum Glück verschiedene Geschmäcker....
Ich steige jetzt wieder in den Job ein und muss wohl oder übel mir ein paar seriösere Kleider zulegen, zumindest für die erste Zeit im Unternehmen. Gucken ob ich das schaffe.

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Ich bin noch längst nicht 40, aber habe nie irgendeinem Trend hinterher gejagt. Bin eher der elegante Business-Zyp.

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Ich habe einen unkomplizierten Job im ÖD und muss da nicht in Stoffhose und Bluse aufkreuzen, deshalb kann ich im Job das tragen, was ich auch privat am liebsten trage.
Jeans, Chucks oder Doc Martens, Hoodies, T-Shirts, Longsleeves - selten mal eine Bluse Außer getönter Tagescreme und dezentem Lippenstift bin ich auch nicht geschminkt.
Meine Tochter (11) muss sich ihre Beauty-Tipps bei Youtube holen, wenn es dann soweit ist.
Ich kenne auch die ganzen modischen Begrifflichkeiten nicht.

Ich gehe immer mal wieder in nen Schuhladen (ok, aktuell wegen Corona nicht) und schaue mich um - aber mein Geschmack und die Schuhmode der letzten 10 Jahre waren irgendwie nie kompatibel. Deshalb Chucks und Doc Martens - seit ich etwa 15 Jahre alt bin (in zwei Jahren werde ich 50).

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