Wer bin ich?

Hallo zusammen...

Vorweg: Ich weiss leider nicht, wohin mit diesem Thema. Hoffe dieses Forum ist okay.

Nun, wo fange ich an...
Ich habe schon lange das Gefühl, nicht zu wissen, wer ich bin. Ich schaue in anderer Leben hinein (Instagram hauptsächlich, Bekannte) und bewundere deren Kreativität, Reiseziele, Abenteuer etc. und sehe dann mich, die nicht weiss wohin mit sich. 😔

Als Kind ging ich reiten, habe dann aber aufgehört, als ich nach Deutschland zog. An einen Ort, der keinen Reiterhof in der Nähe hat. Ich fuhr sehr gerne Rad, aber auch das ist, jetzt mit Baby sowieso, eher unattraktiv für mich. Wir sind ne sehr hügelige Stadt und ich sah gerne in die Ferne beim Fahrrad fahren. Damaliges Dorfkind aus der Schweiz 😅

Ich habe einfach keine Hobbys und kriege auch keine Begeisterung für irgendwas. Ich bin so faul geworden, am liebsten nur am Handy sein, weil man da ja soviele Reize kriegt. Nähen? Konnte mich nur kurz dafür begeistern. Meine Tochter klebt an einem, da hat man nicht ausgiebig Zeit dafür. Wüsste eh nichr mehr, was ich noch nähen soll. Klamotten hat sie genug. Ich würde gerne was neues lernen, aber mein Problem ist: Ich möchte es sofort können. Bin ungeduldig geworden mit dem Smartphone etc.

Ich habe das Gefühl, keine Person mehr zu sein, mit coolen Hobbys und einem Leben, dass man gerne lebt. Ich wäre gern eine andere, interessantere Person, aber krieg meinen Hintern nicht hoch, solch ne Person zu werden. 😭

Kann mich einer verstehen? Wie komme ich weiter, wie komme ich aus diesem Loch heraus? Ich könnte kotzen über mein Selbstmitleid, aber ich krieg die Kurve nicht... 😐

Danke fürs lesen meines Gejammers 🙈 habe es so kurz wie möglich gehalten...

Schönen Abend noch.

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Das ist doch eine totale Fake-Welt und zusätzlich auch noch beherrscht vom klassischen Frauenbild. Am Schlimmsten finde ich all die "Moms" und "Ehefrauen", die schon im Profil ihre Familie mit Emojis betonen und aufzählen. Drei Hunde. Vier Kinder . Fünf Sternchen-Babies. Das ist doch total daneben. Das sind Menschen, die sich über die Darstellung nach außen profilieren, weil sie zutiefst oberflächlich sind. Sie haben Wohnungen wie aus dem Katalog und alle die gleichen Lockenstab-Wellen. Sie sind angeblich die tollsten Mütter , weil sie ihre "Schwächen" zugeben oder ihren faltigen Bauch ins Bild halten. Sie lassen sich feiern und ich schäme mich fremd. Sie sind der Widerspruch schlechthin. Das alles gibt es in dumm, aber auch in etwas schlauer - doof finde ich alle! ... Nimm das nicht ernst!

Überlege, ob dir wirklich was fehlt oder nur, weil du unnötige Vergleiche anstellst.

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Ich hab tatsächlich auch ewig kein Hobby gehabt. Was ich immer gerne tat, war lesen. Aber seit Motte da ist, komme ich kaum dazu. Und bin abends einfach viel zu müde.

Wofür ich mich total begeistere: Kanga-Sport. Ich hab Sport gehasst, Tanzen kann ich gar nicht, aber das war echt super und gibt es aktuell auch online.

Geht wahnsinnig gut mit Kind (Motte ist immerhin 21 Monate, begonnen hab ich, als sie 5 Monate war). Sie ist dabei, trotzdem liegt der Fokus auf mir und ich bin tatsächlich etwas sportlicher geworden (ein bisschen 🙈😂).

Ich bin aber in keiner Identitätskrise. Ich bin immer noch ich. Dank Motte mache ich doch viele kleine Dinge, die ich genieße (spazieren, hab ich früher gehasst; Spielplatz, hab ich auch Spaß dran 😂; Tierpark usw). Und ich nehme einfach dieses entschleunigte an. Manchmal denk ich „du musst jetzt das und das und das erledigen“. Und dann frag ich mich (grade, wenn Motte knatscht) - warum eigentlich? Ist es nicht Wurst? Und das genieße ich 😂😂

Ich stöbere auch gerne auf Instagram und bin doch froh, dass ich den Stress nicht habe 🤪😂

Also, überleg dir einfach, was du hast, was gut ist und ob du vllt noch was findest, was dir Spaß macht. Einfach mal testen, alles kann, nichts muss 😊

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In den Wildpark würde ich auch gerne gehen, aber der ist bei uns komplett Dicht gemacht worden 😔

Ja spazieren gehe ich auch immer wieder mal. Könnte dann eigentlich mal die Kamera mitnehmen, evtl findet sich ein schönes Motiv. War zwar einfacher, wenn man alleine unterwegs ist, aber ist schade, dass die Spiegel - Kamera nun nur noch rumliegt 🙈

Weiss auch nicht woher diese Krise kommt. Lustig ists auf jeden Fall nicht. Habe manchmal Tage, da fühle ich mich richtig leer und überfordert, als würde ich warten... Warten auf den Klick, dass ich wieder weiss, was ich mit mir anfangen soll!

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Welche Kamera hast du denn? Vielleicht willst du dich da ja etwas reinfuchsen.
Ich habe mir zum Beispiel zu meiner Kamera ein günstiges Objektiv gekauft. Festbrennweite ohne Autofokus, also schon ein bisschen Arbeit, aber dadurch habe ich herausgefunden was ich da mag und habe mir einige Zeit später ein Objektiv mit den gleichen Daten und MIT Autofokus gekauft, damit macht mir das Fotografieren viel mehr Spaß und ich mache es somit auch öfter.
Gerade wenn du sagst du hast eine Tochter, da wären tolle Fotos ja echt schön und auch ein Mehrwert für die ganze Familie!

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Erst einmal solltest du nicht das Leben anderer so oberflächlich sehen. Ich kenne genug Bekannte, Verwandte und Freunde die es toll finden sich auf solchen Seiten in ein schönes Licht zu rücken und mit diversen Filtern und Perspektiven sich in Szene zu setzen, das man blass vor Neid werden könnte.

Ich war noch nie weit weg gereist oder gehe regelmäßig aus. Das ist nicht meins. Aber ich bin trotzdem gerne unterwegs.

Anfangs mit dem Kinderwagen bei Wind und Wetter und als der Pups sitzen konnte mit dem Fahrrad. Ich habe zeitweise wieder angefangen zu malen.

Jetzt habe ich wieder einen kleinen Pups und kann nicht so viel machen.

Aber sobald die alten werden hast du auch wieder mehr Zeit für dich. Um das jetzt schon zu erreichen brauchst du ein Netzwerk. Das kann Schwiegermutter, Oma, eine Freundin oder dein Mann sein.

Anfangs gewinnst du nur ein paar Stunden und später sogar Tage an denen du was für dich machen kannst.

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Das stimmt natürlich, jetzt ist es eh noch schwierig, alleine was zu machen. Bin gespannt, wie es sich nächstes Jahr entwickelt. 🙈
Und wie ich oben geantwortet habe, ich sollte vllt wieder mehr fotografieren. Das wäre dann immerhin ein Anfang 😃

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Mir geht's zum Teil ähnlich. Ich hab zwar Hobbies und komme auch dazu, diese auszuleben, aber sie sind auch alles andere als interessant und cool 😅😂 (stricken, nähen und lesen...). Mache das meist abends, wenn der kleine Zwerg schläft. Aber zumindest hilft es mir mit der nötigen Entspannung. Ansonsten führen wir auch ein sehr ruhiges Leben. Wenn man dann da die ganzen Familien auf Insta sieht, kommt man sich langweilig und faul vor. Ich frag mich wie die die Energie dazu aufbringen 🥵 ich Falle abends platt auf die Couch und fühl mich wie 80 😂 das war auch mal der Grund warum ich mich bei Insta abgemeldet hatte. Das ist stellenweise einfach so realitätsfern. Naja, jetzt bin ich wieder angemeldet und sitze hier auch abends und dümpel auf Insta rum. In der Zeit könnte ich Sport machen oder irgendwas anderes sinnvolles... Ich hoffe ja, dass es wieder besser wird wenn ich ab Februar arbeiten gehe. Obwohl ich wahrscheinlich dann auch zu müde sein werde um Abends irgendwas zu machen... 😅🤣 Hab also leider keinen Tipp für dich, aber du bist nicht ganz damit allein!

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Jaa habe Insta eigentlich auch mal gelöscht, aber da ich selbst gerne fotografiere und ansehe, wollte ich dann doch wieder dahin 🙈

Mir ist zwar bewusst, wie gestellt viele Bilder sind... Aber trotzdem kommen dann solche Gedanken 🤦‍♀️ Aber es ist tatsächlich bei mir der Fall, dass ich zu wenig mache.

Stricken, daran dachte ich auch mal. Aber ich weiss nicht, womit am besten anfangen, ohne dass ich zu schnell aufgebe weils nicht klappen will 😅

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Naja, momentan ist es halt auch schwierig, Sachen zu machen. Ich war z. B. regelmäßig in einer Rücken Gymnastik. Das fehlt mir sehr und zuhause krieg ich den Popo einfach nicht hoch, um die Übungen selbst zu machen. Ich brauche einfach einen festen Termin, der mich Geld kostet, sonst hab ich keine Motivation 😅🙈 ich hab mit Hula Hoop angefangen, mal mehr, mal weniger. Macht Spaß und kann man immer mal zwischendurch machen, auch wenn es nur 5 Minuten sind. Vielleicht ne Idee für dich?

Was das Stricken angeht, hab ich mit Schals angefangen. Einen Loop stricken ist ziemlich einfach und ein gutes Anfängerprojekt. Aber bis man die Technik an sich raus hat, muss man etwas üben. Aber ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass mir beim Stricken auch ganz oft etwas nicht gelingt oder nicht gefällt. Ist also eher normal, dass mal 5 Mal wieder anfängt und dann die Lust verliert 😂 davon darfst du dich nicht abschrecken lassen 😆

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Hallo,

Als erstes würde ich Instagram löschen. Das ist doch eine reine Schein und Fake-Welt. Würdest du dich auch schlecht fühlen wenn du dich nicht vergleichen würdest? Mit kleinem Kind Hobbies zu verfolgen die nicht in der eigenen Wohnung durchzuführen sind ist auch schwierig. Wenn du aktiver sein möchtest, dann überlege dir lieber was du gerne probieren möchtest. Nicht weil es dich zu einer vermeintlich cooleren Person macht, sonder nur zum Spaß.

Lg Marci

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Es geht ja nicht nur um Instagram. Ich schrieb hauptsächlich, weil ich kein Facebook&co habe. Ich folge Instagram nur Leuten die ich kenne,... allein wenn jemand ein Foto am Klavier postet... Schaue ich meine einstaubende Gitarre an, die ich eigentlich gekauft habe, um zu lernen wie man sie spielt.... Aber ich habe keine Geduld mehr dafür (und finde keinen Lehrer, jetzt sowieso nicht 😑)

Wollte nähen, aber eben, meine Tochter hat genug und somit fällt das eigentlich schon wieder weg. Ich wüsste nicht, was ich sonst nähen wollen würde.

Ich war früher soviel draussen und bin einfach irgendwo hin gegangen, aber ich wüsste heute gar nicht, wohin ich fahren/laufen soll.. Ausser einen normalen Spaziergang zu machen.

Hachja.. Ich hoffe jedenfalls, bald mal wieder auf meinen Weg zu kommen.

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Es gibt ein ganz tolles Gitarrenbuch, das heißt Kinderlieder begleiten lernen von Norbert Roschauer. Da kann man sich selbst nach und nach die einfachsten Akkorde beibringen und kann einige Liefer schon mit nur einem Akkord begleiten. Ich hab mir das Gitarre spielen so selbst beigebracht. Nur Mut!

Und ansonsten: Ich verstehe dich gut. Ich kenne das auch, diese Smartphone Abhängigkeit.. Und dieses schauen auf andere.
Oft weiß ich nicht genau, was mir jetzt gerade gut tun würde. Ich vermute, dass das daher kommt, dass in meiner Kindheit immer meine Eltern meinten, dass sie besser als ich selbst wüssten, was gut für mich ist. Ich hab es daher wohl etwas verlernt, es selbst in mir zu spüren. Bin auch auf der Suche, wie ich da raus komme.

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Hallo,

dann leg mal das Smartphone weg und komm in die Puschen. Du stehst dir selbst im Weg. Du hattest Hobbys, aber dann tu den ersten Schritt. Man muss keine coolen Hobbys haben, aber das Smartphone kostet im Alltag viel Zeit und vertreibt die Langeweile - man wird abhängig. Hol dein Fahrrad raus oder fang einfach mit dem Nähen an.

LG, Maria

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Kenne ich sehr gut.
Weg von Instagram! Kannst ja ab und an mal zur Inspiration reinschauen (dann aber gezielt suchen und nicht nur die Vorschläge aktualisieren).

Ich kann empfehlen, wenn es wieder möglich ist, VHS Kurse zu machen. Bin da mit den Hobbys nämlich auch sehr wechselhaft und mit so Kursen hat man immer für ein Paar Wochen/Monate ein Projekt, unter Anleitung bekommt man auch was zustande und vielleicht findest du ja etwas was dich begeistert und du weitermachen willst.

Ich habe zum Beispiel einen Kalligraphie Kurs gemacht und auch wenn ich da nicht mehr aktiv übe, kann man die Kenntnisse super für Grußkarten nutzen, also immer mal wieder ein bisschen.

Außerdem YouTube Tutorials die einen von vorne bis hinten anleiten. Habe zum Beispiel ein schönes Aquarellbild gemalt. Von mir aus male ich nie Bilder zuende aber mit Anleitung hab ich es dann doch gemacht.

Meine Kollegin hat neulich mit einem YouTube Video ohne Vorkenntnisse ein Stirnband gehäkelt, das ist ihr so gut gelungen, dass ihre Freundin auch eins zu Weihnachten wollte.

Man kommt sich natürlich ein bisschen blöd vor, immer andere zu imitieren, aber genau so entwickelt man nach und nach einen eigenen Stil.

Übung macht halt leider den Meister. Schau mal die neuesten Uploads bei Instagram zu gewissen Hashtags an, da sind auch teilweise weniger talentierte Leute dabei ;-)
Aber die, die in den Top Beiträgen sind machen das alle schon über Jahre, sind meistens selbstständig damit und haben wahrscheinlich online Marketing Kurse gemacht.

Du musst "einfach" nur anfangen. Ich weiß es ist leichter gesagt als getan und ich selbst bin gerade auch wieder in einem Tief (wobei ich es noch geschafft habe ein paar weihnachtskarten zu gestalten - natürlich fast 1:1 nachgemacht von einem Internet Tutorial aber die Empfänger waren sehr beeindruckt und haben sich gefreut!).

Wie gesagt, sich dir ein überschaubares Tutorial und Leg los.

Ich habe vereinzelt schon einige coole Sachen gemacht, habe zum Beispiel auch ein T-Shirt bestickt und das ziehe ich sogar gerne an 😁 die Vorlage findet der versierte Google Nutzer natürlich auch, aber der Unterschied ist - ich hab's ausprobiert ;-)

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Vielen Dank für deine Antwort :)

Ja, ich muss mal schauen. Vielleicht finde ich etwas, was ich nähen wollen würde, oder ich fange auch mal an mit dem Stricken 🤔 das ist zur Not ja auch schnell weggelegt, falls mekne Tochter rufen sollte.

Danke für die Inspiration

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Wie alt ist die Tochter denn? Leg die Computer-Scheinwelt weg, resp. "gönne" dir nur limitierte Minuten pro Tag. Such dir nen Job - das eröffnet auch wieder Horizonte. Du radelst gerne - kauf dir einen Radanhänger, pack die Kleine rein und mach Ausflüge.

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Wie hier jemand schrieb, sollte man sich nicht an solche Bilderbuchimages hängen.
Man selbst ist wie man ist und mit einem sehr kleinen Kind hat man wirklich kaum Zeit für sich selber, weil man 24h Kümmerer für sein Kind ist.
Okay, natürlich mit dem Vater, aber so kleine Kinder schaffen es ja, beide Elternteile aufzusaugen ;-)

Meine Kinder sind schon viel größer und ich bin froh, wenn ich sie überhaupt zu Gesicht bekomme #rofl

Als sie so klein waren wir deines, kam ich auch zu nichts, arbeiten, Kinder, arbeiten, Kinder.
Für Hobbies war keine Zeit. Und da hätte ich auch nicht innerliche Ruhe dafür gehabt, höchstens mal ein bisschen lesen.

Ich glaube, so geht es echt vielen.

Ich bin in dem Alter, wo die meisten kaum am Handy hängen, du bist viel jünger und da hängen ja echt fast alle permanent am Handy, ist mein Eindruck.
Vielleicht solltest du das mal lassen.

Was ich damals vorbereitet hatte, waren Bücher. Ich hatte mir immer Notizen zu den Ereignissen mit den Kindern gemacht, erste Wörter, lustige Episoden, Entwicklung etc.
Und die alten Notizen habe ich dann später, als ich endlich die Zeit hatte zu Büchern verarbeitet.
Manchmal muss man abwarten können, bis die Zeit da ist.

Hm, was will ich damit sagen?
Weiß ich selber nicht genau, aber Geduld braucht man und man wird eines Tages auch mehr Zeit und Ruhe haben, wieder sich selbst auszuleben.

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