Mit Beikost früher starten, wenn das Kind ein schlechter Trinker ist??

Hallo,

Um meine Frage zu stellen, muss ich etwas ausholen:

mein Baby ist 16 Wochen alt und ist schon von seiner Geburt an was das Essen bzw. Trinken angeht, wirklich schwierig gewesen. Er hat sehr mit der Brust "gekämpft" und das Stillen war ein Krampf für ihn und mich, bis er schließlich nicht mehr zunahm und ich mich dann entschloss die Flasche und künstliche Milchnahrung (Abpumpen ging nicht) zu nehem. Das hat auch weitaus besser funktioniert. Er aß viel ruhiger.
Jetzt ist er wieder in einer Phase in der er bei jeder Flasche mindestens zweimal anfängt zu schreien.

Ich kann mir dieses Verhalten nicht erklären ( es hat keine Veränderung bezüglich der Milchnahrung gegeben) und bin versucht es mit Brei zu probieren oder sollte ich doch lieber warten?

Ich habe momentan wirklich Probleme ihn dazu zu bringen, die nötige Tagesmenge Milch zu trinken. Der einzige Grund, welcher mir einfällt für das Verhalten ist Zahnen. Doch ist er noch etwas jung dafür.

Zudem starrt er mich und meinen Mann schon seit einiger Zeit beim Essen an und macht auch Kaubewegungen. Beim Essen zugucken, ist für ihn sehr interessant.
Ist das ein Zeichen, dass er schon für Beikost "reif" ist?

Wie sehen Sie das?

Ich muss noch dazu sagen, dass der Kleine sich bisher auch sonst sehr schnell entwickelt.

Vielen Dank

Angie und Basti

Das hätte ich schreiben können!

Würde ich auch gern wissen :)

Liebe Angie,
es ist sicherlich ein Versuch wert, demnächst mit der Beikost zu beginnen. Vielleicht schmeckt Ihrem Sohn das Gemüse und Obst besser als Milch. Das Imitieren von Kaubewegungen der Eltern ist sicherlich ein Hinweis dafür, dass ein Kind Lust haben könnte zu essen, aber auf gar keinen Fall eine Garantie dafür, dass es dann auch klappt. Das heißt: Wenn Sie mit der Beikost beginnen, machen Sie es ganz langsam und sehr spielerisch.

Das Weinen während der Flaschenmahlzeit liegt oftmals daran, dass, wenn ein Kind eine gewisse Menge Milch im Magen hat, der DIckdarm sich regt zur Stuhlentleerung, manchmal auch nur, um Luft abzulassen. Hier hilft es, eine kleine Pause zu machen, das Kind aufrecht zu halten und dann den Rest der Flasche zu füttern.

Mit vier Monaten können sIe allerdings auch viel besser sehen und sind daher auch eher abgelenkt. Auch löst sich Ihr Kind gerade emotional aus der Symbiose mit Ihnen, was auch zu vielen Verhaltensveränderungen führt.

Ein schlechter "Milchtrinker" ist nicht zwangsläufig ein schlechter "Beikostesser"!
Liebe Grüße
Edith Gätjen

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