Vater zahlt der einen Tochter Geld und der anderen nicht

Hallo, möchte mal eure Meinung hören. Mein Partner hat bereits eine Tochter aus erster Ehe. Dieser zahlt er jeden Monat Unterhalt, Geld aufs Bausparkonto, sowie wöchentlich Reitunterricht. Außerdem existiert noch ein weiteres Konto mit einem Betrag von über 100€.

Nun haben wir unsere Tochter bekommen und auf ihr Sparbuch zahlt er nicht. Ich muss mich meinen Elterngeld klar kommen und für sie existiert auch kein extra Konto.

Er findet es total in Ordnung. Wie seht ihr das?

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Erstens finde ich es toll, dass er seine Tochter finanziell absichert. Zweitens ab wann hat er denn die Konten für sie eröffnet. Vielleicht will er auch noch warten und macht es auch später bei eurer Tochter?
Wie musst du denn mit deinem Elterngeld klarkommen, was wird davon finanziert?

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Das Konto seiner ersten Tochter gibt es seit der Geburt.
Ich zahle alles weiterhin zu Hälfte mit
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Ok, damit wäre ich auch nicht einverstanden. Wir haben irgendwie automatisch alles in einen Topf geworfen, sobald wir verheiratet waren, da wurde gar nicht groß miteinander geredet. Bei einer Freundin war es genauso wie bei dir, Hälfte Hälfte. Sie hat dann aber nochmal mit ihrem Mann gesprochen und sie haben sich zum geeinigt. Ich weiß jetzt nicht genau wie, aber so sind beide mit einverstanden. Setz dich am Besten nochmal in Ruhe mit ihm zusammen!
Das mit dem Sparbuch für eure Tochter kann ich so dann auch nicht verstehen. Zahlt er da auch von Anfang mit ein oder hat er es mit seiner früheren Beziehung genauso gehandhabt wie mit dir? Und er zahlt erst seit der Trennung?

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Nicht in Ordnung finde ich, dass Ihr Eure finanziellen Möglichkeiten nicht geklärt habt. Wenn Ihr Euch den Elterngeldbezug fair teilt, und er dann in seinem Bezugszeitraum auch mit seinem Elterngeld klar kommen muss, ist das natürlich was anderes. Aber wenn Du die einzige mit finanziellen Einbußen bist, ist es nicht fair, dass Du alles normal weiter mit zahlen sollst.

Was die erste Tochter angeht, da tippe ich auf schlechtes Gewissen, und/oder auf eine rührige Expartnerin, die ihn an seine ab Geburt übernommenen Pflichten erinnert.

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Den Unterschied sehe ich erst einmal im Bausparkonto. Schlag doch vor, für eure Tochter eins einzurichten?

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Sie hat ja ein Sparbuch.. da kann er doch rauf zahlen

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Ah, das habe ich überlesen: Dann frage ihn, ob er es macht bzw. warum nicht.

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Nun ja, du kannst ihn schlecht zwingen. Und dass es keine richtige Antwort von ihm auf die Warum-Frage gibt, finde ich sehr merkwürdig. Aber du scheinst ihn ja zu lieben wie er ist, sonst hättet ihr kein Kind und wärt nicht verpartnert.

Zahlst du ihm anteilig Geld für die Miete oder so? Dann würde ich einen Fondssparkonto oder sonstiges für euer gemeinsames Kind einrichten und darauf regelmäßig einen Betrag (angelehnt an das, was er seinem anderen Kind so überweist) überweisen und diesen von deinem Anteil zur Miete abziehen.

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Hey!
Ich fände es nicht in Ordnung.
Als wir gleich viel verdienten, habe ich 50% der Kosten getragen. Als ich dann in Elternzeit ging, halbierte sich mein Gehalt und ich habe nur noch 1/3 unserer gemeinsamen Kosten getragen. Nach der Elternzeit legen wir die Konten zusammen und ich reduziere die Stunden.

So ist alles gerecht.

Ich finde es merkwürdig, dass dein Partner für das erste Kind viel spart und für euer gemeinsames nichts. Da würde ich mir Gedanken machen, aber es letztlich akzeptieren, denn er ist nicht dazu verpflichtet, für sein Kind zu sparen.

Ein riesiges Problem hätte ich damit, dass du in der Elternzeit so viel weniger verdienst, aber immer noch hälftig zahlen sollst. Das alles wirft insgesamt ein schlechtes Bild auf deinen Partner.
Das würde ich nicht akzeptieren, sondern ansprechen. Sollte er das als "normal" bezeichnen und mir damit vermitteln, dass ich mich anstelle, würde ich daraus meine Konsequenzen ziehen.
Dann kann der Typ Unterhalt für mich und das Kind zahlen.

Ich habe auch so eine Freundin, deren Partner ganz genaue Vorstellungen hat. Er achtet für sich auf jeden Cent, bei ihr sieht er das nicht so streng. Er verdient sehr gut, sie in der Elternzeit weniger, sollte aber auch weiterhin von allen Kosten die Hälfte tragen. Weil sie auf seinen Wunsch in einer sehr teuren Gegend wohnen, musste sie in der Elternzeit von ihren Ersparnissen leben, da ihr Mietanteil schon die Hälfte ihres Elterngeldes verschlang.
Nun sind sie dabei, ein Eigenheim zu kaufen. Sie kann sich nicht großartig am Eigenkapital beteiligen, weil sie in der Elternzeit vom Ersparten lebte und danach nur Teilzeit arbeitete. Rate, welche Idee er dann hatte? Genau, dann werden sie im Grundbuch nicht 50:50 eingetragen.
Heiraten will er sie nicht, das Kind sollte seinen Nachnamen tragen.

Worauf ich hinaus will: Wenn der Mann euch schon jetzt so finanziell benachteiligt, wird sich das so weiterziehen. Ich hätte keine Lust, mit einem so selbstgerechten Menschen zu leben, der sich immer die Rosinen rauspickt und dem meine Situation gleichgültig ist, obwohl ich durch meinen Einsatz auch zugunsten unserer kleinen Familie arbeite und finanzielle Nachteile in Kauf nehme.

So würde ich nicht leben wollen- wirklich. Das zeugt von wenig Fürsorge und Wertschätzung, wenn er sich so verhält.

Liebe Grüße
Schoko

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Auch ich finde es absolut nicht in Ordnung. Kinder sollten gleich behandelt werden und wenn für das eine Kind gespart wird, dann auch für das andere. Notfalls muss man die Beiträge reduzieren, wenn es finanziell nicht möglich ist.

Ich werde durch die Deckelung in der Elternzeit deutlich weniger verdienen als jetzt im Job und ich würde meinem Mann den Vogel zeigen, wenn er mir sagen würde, dass ich mit dem Elterngeld klarkommen müsste. Es ist doch Euer gemeinsames Kind, warum sollte Du die finanziellen Nachteile alleine haben?

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