Kindesmutter - bin ratlos, was tun?

Hallo in die Runde,

ich hab die letzten drei Nächte schlecht geschlafen, weil mein Hirn rattert und ich muss mich jetzt einfach mal an Außenstehende wenden, um unabhängige Meinungen zu hören und mir das, was mich beschäftigt, von der Seele schreiben.

Mein Lebensgefährte hat drei Kinder. Zwei aus erster Ehe und ein weiteres mit seiner Exfreundin. Die Kids (7, 11, 15) waren seit April 2020 bis auf 2-3 Ausnahmen jedes Wochenende bei uns und alles war gut. Die Kleine oft von Freitag bis Sonntag, die zwei „Älteren“ meist nur eine Nacht, von Samstag bis Sonntag, außer, wenn die Mutter und sie andere Pläne hatten. Dann auch mal Freitag bis Samstag oder das ganze Wochenende.

Für vergangenes Wochenende also war wieder geplant, dass die Kleine von Freitag bis Sonntag zu uns kommt und die anderen beiden von Freitag bis Samstag. Allerdings sollten Letztere erst Freitag Abend kommen und am Samstag früh schon wieder nach Hause, was mir bereits komisch vorkam. Den Sohn (11) sollte mein Partner am Freitag Abend vom Fußball abholen und die Tochter (15) war mit Freunden beim Baden und informierte uns, dass sie im Anschluss von der Mutter einer Freundin gegen 22 Uhr abgeholt und bei uns abgesetzt wird. So weit so gut. Die Pläne haben sich dann scheinbar geändert, weil sie gegen 22:30 Uhr schrieb, dass sie von der Badestelle ein paar Ortschaften entfernt aus gelaufen sind mit der Clique und bei einer Freundin zur spontanen Party einkehrten. Von dieser würde sie dann nachts mit einem Kumpel nach Hause zu uns laufen. Da solche Dinge sich in letzter Zeit gehäuft haben entschied mein LG sie um 24 Uhr dort abzuholen. Das hat ihr natürlich nicht in den Kram gepasst und sie hat, zuhause angekommen, ihrem Ärger auch Luft gemacht (Türen schmeißen obwohl die Kleinen schlafen etc,). Wir haben uns dann mit ihr hingesetzt und geredet. Sie meinte, dass sie nicht hier bei uns sein will. Ihre Mutter hätte den Kindern in der letzten Woche nämlich gesagt, dass sie es nicht gut findet, wenn sie am Wochenende zu uns wollen. Dementsprechend hat sie sich dann nachts um 1 Uhr von ihrer Oma bei uns abholen und nach Hause bringen lassen. Wir haben am nächsten Tag mit ihrem Bruder (11) gesprochen. Er bestätigte das und erzählte uns zudem, dass der Plan seiner Mutter vorsieht, dass mein LG ihn nach dem Frühstück nach Hause fährt (20 min Fahrtzeit einfach) und seine Mutter ihn dann umgehend wieder zurück in unseren Wohnort zu seiner Oma fährt, damit er dort übernachtet. Er sagte weiterhin, dass er es doof findet, dass er eine Nacht bei uns und dann noch eine Nacht bei der Oma schlafen soll. Er würde lieber zwei Nächte bei uns bleiben oder die zweite Nacht zuhause schlafen. Also boten wir ihm an, dass er gerne bis Sonntag bei uns bleiben kann oder sein Papa ihn auch jederzeit direkt zur Oma, die im selben Ort wohnt, fährt, weil er uns mitteilte, dass er seine Sachen für die Übernachtung bei Oma ja schon dabei hat. Er war sich erst sehr unsicher, weil seine Mutter ja gar nicht wollte, dass er zu uns kommt, aber entschied sich dann, dass er gerne bei uns bleiben möchte. Er wollte das dann mit seiner Mutter abklären und schrieb mit ihr per WhatsApp. Sie schrieb ihm dann, dass er mal genau darüber nachdenken sollte, wer IMMER für ihn da ist und dass sie ihm, wenn er bei uns bleibt nicht bei seinem Referat nächste Woche hilft uns er dass ja dann auch mit seinem Vater machen kann. Mein LG sagte ihm dann, dass er ihn am Mittwoch von der Schule abholt und das Referat mit ihm macht.

So weit so - für mich - indiskutabel und komisch.
Ich hab mir bereits gestern viele Gedanken darüber gemacht, wie man seine Kinder psychisch so unter Druck setzen kann und auch mit meinem LG gesprochen, denn ich finde das super schlimm. Die Große hat in der Nacht zuvor, bevor sie sich abholen ließ, mehrfach fast geweint. Man hat ihren inneren Druck richtig gespürt. Also warum das Ganze? Mein LG ist der Meinung, dass es finanzielle Gründe hat (für mich dennoch unentschuldbar). Denn vor 1,5 Wochen schrieb die Kindesmutter ihm, dass sie mehr Unterhalt will. Dazu muss aber gesagt werden, dass mein LG seit Jahren mehr Unterhalt für alle drei Kinder zahlt, als er nach Tabelle müsste. Zudem überweist er den Kindern monatlich Taschengeld, hat gerade das Haus ausgebaut, dass alle drei Kinder neue eigene Zimmer bei uns haben und beteiligt sich auch sonst (kauft Fussballschuhe etc.). Und die Kids sind ja jedes Wochenende hier und könnten auch sonst jederzeit zu uns kommen. Weiterhin haben wir beide seit Corona zwei finanzielle Standbeine komplett verloren. Also verlief ihre Forderung mehr oder weniger im Sand.

Ich verstehe das nicht. Zum einen finde ich die Forderung nach mehr Unterhalt (gerade jetzt) frech und zum anderen verstehe ich natürlich nicht, wie man seine Kinder so gegen den Vater (und mich) aufhetzen kann, um seinen Willen durchzusetzen. Das ist doch nicht in Ordnung oder? Einem 11Jährigem so was zu schreiben?! Wie seht ihr das?

Liebe Grüße

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Ich würde das Jugendamt mit ins Boot holen wegen der Beeinflussung der Kinder und um den Unterhalt richtig berechnen zu lassen.

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Puh. Das ist so eine typische Geschichte, wo man gerne die Gegenseite hören würde. Du möchtest jetzt natürlich hören "Die ist ja mal voll doof und du bist natürlich im Recht." Aber das will die Mutter sicherlich auch hören und so doof das für dich ist, Recht und Unrecht helfen hier nicht weiter. Ich kann verstehen, dass sie Situation sehr belastend (und verworren) ist. Ich denke man kann nur machen: Weiterhin offenes Ohr haben. Eben z.B. sagen, ich mache am Mittwoch das Referat mit dir, wenn die Mutter meint ein 11-Jähriger wäre nicht in der Lage das Referat selbst zu erstellen. Im den Kindern zeigen "ich bin für euch da, ich liebe euch."
Sie in diesen 2-Fronten-Krieg reinzuziehen würde ich vermeiden. Kinder in dem Alter merken, wer Stimmung macht und wer nicht. Zu der Mutter würde ich das ganz klar über Jugendamt regeln lassen und ggf. so einen Gesprächstermin bei einer unabhängigen Stelle zu vermitteln. Die Fronten scheinen ja noch nicht lange verhärtet zu sein und dementsprechend besteht ja noch die Chsnce, dass ihr das zusammen wieder hinbekommen.

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Hallo :-)

Wie schon geschrieben, auf jeden Fall das Jugendamt informieren und auf keinen Fall diese Chats löschen! Sonst habt ihr im Ernstfall "nichts in der Hand".

Manche Frauen sind so verbittert, furchtbar.

Alles Gute und viel Kraft euch #winke#klee

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Am besten einen Screenshot machen, denn bei manchen Anbietern kann man Antworten auf beiden Seiten komplett löschen.

5

Klassischer Fall von Trennungssituationen... Sowas passiert leider wahnsinnig oft.
Dahinter stehen Ängste, dass die Kinder den einen Elternteil mehr lieben als den anderen und zusätzlich drückt der finanzielle Aspekt.

Am Ende sind IMMER die Kinder die Opfer!!
Sie werden instrumentalisiert und erpresst und erleiden tiefe seelische Wunden.

An dieser Stelle kann man mit Hilfe von außen versuchen Ruhe rein zu bringen, aber einfach wird das nicht... Ganz wichtig: Versucht mit allen Mitteln Gegendruck zu erzeugen und zeigt Verständnis. Die Kinder sind ohnehin schon zerrissen.

Viel Glück 🍀🌸

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Gegendruck zu VERMEIDEN sollte es heißen!!! 😳

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bitte ganz dringend HIlfegespräch im JA

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