Unterhalt für Tochter *lang**sorry*

Ich weiß gar nicht, wo ich so recht anfangen soll.... Vielleicht am Anfang 😅

Also es ist so. Ich habe mich im November 2019 von meinem mittlerweile Exmann getrennt. Wir haben eine gemeinsame Tochter. Wir haben uns ursprünglich mal auf das Wechselmodell geeinigt, damit sie von beiden etwas hat. Es ist so, dass ich kurz nach der Trennung mit meinem jetzigen Mann zusammen gekommen bin. Direkt hat er tatsächlich nichts mit der Trennung zu tun gehabt, die Ehe war schon lange im Eimer. Ich wollte auch keine Affäre beginnen, sondern einen sauberen Strich ziehen. Nun ja ich bin dann ausgezogen und die halbe Woche war meine Tochter bei mir, bzw. Uns (mein Mann ist recht schnell bei mir eingezogen) und es hat wirklich gut funktioniert. Mittlerweile haben wir ein Haus, sie ihr eigenes Zimmer und wir bekommen ein Baby nächsten Monat.
Was am Anfang alles wirklich gut funktioniert hat, ist mittlerweile für uns drei keine schöne Konstellation mehr. Man merkt, dass sie überhaupt nicht gerne bei uns ist, obwohl wir immer viel mit ihr gemacht haben, sie einbezogen haben, sie sich für das Baby interessiert hat und so weiter. Seit einigen Wochen ist es so, dass sie weint, wenn ich sie bei ihrem Vater abhole. Das tat mir sehr weh, ich habe sie aber auch nicht gezwungen mit mir zu kommen. Dachte, gut, dann hol ich dich direkt aus dem Kindergarten ab. Vielleicht ist es aus der Räumlichkeiten raus einfacher für sie..... Naja Ende vom Lied, auch da weint sie mittlerweile, wenn sie mich kommen sieht. Ich werde von den Erziehern angesehen, das kann man sich gar nicht recht vorstellen. So ne Mischung aus Mitleid und na was macht die denn mit ihrem Kind, wenn die zu Hause sind 😱
Das ist schon sehr verletzend und ihr Vater tut auch nichts dazu, um mal vernünftig mit seiner Tochter zu reden. Er unterstützt es eher noch indem er sie nicht gehen lässt. Wenn ich sie frage, was für sie denn so schlimm bei uns ist, kommt immer nur als Antwort, bei Papa ist es schöner, bei euch auch, aber da ist es halt schöner. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Momentan bin ich der Meinung, dass es für sie vielleicht besser ist, wenn sie ganz zu ihrem Vater geht und wenn sie uns dann mal vermisst, zu uns kommt. Ich werde sie nicht zwingen, denn dann hat keiner was davon.
Ich gehe 2 Jahre in Elternzeit und habe dementsprechend kaum Einkommen.

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Hallo Cebe,

kleiner Tipp - manchmal ist es hier im Forum sinnvoller sinnvoller nur die reinen Fakten anzugeben und nicht allzu sehr ins Detail zu gehen.... z. B. so " Muss ich Unterhalt zahlen wenn meine Tochter voll bei ihrem Vater lebt? Ich selbst bin neu liiert und wir erwarten ein Kind."
Viel mehr als nötig musst du nicht schreiben und müssen auch die User nicht wissen. Grade Hintergrundinformationen bei denen Gegenwind zu erwarten ist würde ich hier im Forum konsequent weglassen.
Warum?
Weil du" nur " eine Frage hast und nicht ins Forum schreibst um dich zu rechtfertigen oder dein Privatleben von allen Seiten beleuchten zu lassen.

Zu deiner Frage :

Sobald deine Tochter voll bei ihrem Vater lebt und quasi " nur noch " euer Besuchskind ist bist du zu Unterhalt verpflichtet. Solltest du diesen nicht voll leisten können gibt es die Möglichkeit des Unterhaltsvorschusses, den der Vater deiner Tochter beantragen müsste. Jedoch musst du ihn irgendwann wieder an das auszahlende Amt zurück zahlen.

Eine dritte Möglichkeit fällt mir noch ein.... Frag doch mal den Vater deiner Tochter ob ihr euer Wechselmodell zeitweise ein bisschen umgestalten könnt. Eure Tochter leidet scheinbar im Moment. Da seid ihr beide als Eltern in der Pflicht herauszufinden :
Wieso?? Woran liegt es tatsächlich?
Was?? können wir tun um es zu richten?
Und Wie?? können wir in Zukunft diese auslösenden Ursachen vermeiden?

Ich finde nicht das du jetzt schon den Kopf in den Sand stecken musst. Redet, am besten zu dritt, erstmal miteinander.... Wichtig ist auch als getrennte Eltern vernünftig miteinander umzugehen und zu reden um eures Kindes Willen - aber das tut ihr bestimmt. 🍀

Liebe Grüße

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Danke für deine Antwort. Ja du hast recht. Die Frage an sich ohne Vorgeschichte hätte ausreichen sollen. Ich werde mich hier auch nicht anfeinden lassen, denn keiner kennt mich, meine Tochter oder unser Zusammenleben. Ich will auch nicht ganz aufgeben. Sie ist mein Kind und das wird sie immer sein. Will mich auch mit ihrem Vater zusammen setzen und unser weiteres Vorgehen besprechen. Habe ihm bereits gesagt, dass er sich Gedanken dazu machen MUSS. Schließlich geht es um sie und nicht sein oder mein Ego. Momentan ist sie tatsächlich nur noch Montag nach dem Kiga bis Mittwoch morgen bei uns, bis ich sie in den Kiga bringe. Vorher Sonntags bis Donnerstag. Also da schon eingekürzt, aber auch das scheint noch zu viel für sie zu sein 😔

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Nur so ein Gedanke von mir....
Vielleicht geht es nicht darum die Zeit bei euch noch mehr einzukürzen - sondern eher noch etwas auszuweiten. Zeitweise. Damit eure Tochter bemerkt das es bei Mama gar nicht so übel ist - auch wenns da mehr Regeln als bei Papa gibt.
Eure Zeiten sind ja nicht in Stein gemeißelt - Kinder entwickeln sich weiter - die Mutter - Vater - Zeiten können dann wieder angepasst werden.
Das Wechselmodell ansich bringt leider nicht nur Vorteile, grade wenn in relativ kurzen Abständen gewechselt wird. Oft ist das für eher kleinere Kinder wie eures ein Wechselbad der Gefühle. Und da kleine Kinder sich da noch nicht so konkret äußern können wie z. B. " Das Hickhack nervt mich total - aller paar Tage rein in die Kartoffeln & raus aus den Kartoffeln" - äußert sich so eine kindliche Überforderung oft in Ausbrüchen ( aller Art) wie du sie beschreibst.
Deswegen schrieb ich ob eine Möglichkeit besteht das Wechselmodell erstmal etwas zu verändern. Damit euer Kind eher mal zur Ruhe kommt und ihr als Eltern auch. 3 Tage dort / 4 Tage da oder ähnlich ist meiner Meinung nach ein sehr kurzer Wechsel. Manche Kinder können das ohne Probleme - andere eher nicht. Jedes Kind ist verschieden. Vielleicht - und das ist nur ein Gedankenanstoss meinerseits - täten längere Wechselzeiten eurem Kind besser? Das kann man wirklich nur ausprobieren.
Wenn ich nur mal an mich selbst denke - 3 Tage da - 4 Tage da - und das dauerhaft.... wahrscheinlich wäre mir das selbst als Erwachsene auch ziemlich konfus.
Bitte nicht als Vorwurf verstehen - ich selbst bin nur der Meinung das es manchmal hilft sich wirklich** in die Lage des Kindes zu versetzen.
Vielleicht findet ihr zu dritt - du als Mutter, der Vater und auch dein neuer Partner, eine gute Lösung und zur Not auch einen Plan B.

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Deine Sorge sollte erstmal sein, dass du ein besseres Verhältnis zu deiner ersten Tochter aufbaust.

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Meinst du nicht, dass ich das nicht die ganze zeit versuche? Ich war immer für sie da, sie hat ganz normale Regeln bei uns, aber mal ehrlich.... Wo bist DU als Kind lieber? Da wo ich machen kann was ich will und bekomme, was ich will, oder da, wo es Regeln gibt und ich eben nicht alles in den A**** geschoben bekomme?

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Dann eine Mediation mit allen Beteiligten.

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Nun meine Frage. Wenn wir uns darauf einigen, dass meine Tochter bei ihrem Vater lebt, muss ich dann Unterhalt zahlen? Bei G*oogle werden wir nicht schlau. Wie gesagt ich gehe in Elternzeit und wenn diese zuende ist, werde ich auch nicht mehr 140 stunden wie vorher arbeiten. Eher so 60 bis vielleicht 80 Stunden. Dem neuen Kind habe ich ja auch eine Unterhaltspflicht. Wäre schön, wenn sich da jemand auskennt.

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Vielleicht gehst du zum Jugendamt und lässt das berechnen.
Ich bin sicher, dass der kleinen auch dann Unterhalt zusteht, wenn du arbeitslos wärst.

Wieso euer Verhältnis so schlecht ist, kann ich dir nicht sagen. Mein Cousin war immer lieber bei uns als bei seinem Vater. Bei dem durfte er alles und bekam auch noch alles was er wollte. Von meinem papa kam nur schimpfe.
Als man ihn mit 7 fragte wo er nach der Scheidung seiner Eltern leben wollte, hat er gesagt, dass er zu Onkel X (also uns) wollte.

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Ich meine es nicht wertend, denke jedoch, dass das alles vielleicht ein bisschen viel ist kurzer Zeit war für ein Kindergartenkind.

November 19 Trennung, Wechselmodell, dann sehr schnell mit neuem Partner zusammengezogen und im Affentempo nochmal Nachwuchs. Deine Tochter hat ja kaum Zeit sich an irgendwas zu gewöhnen oder etwas zu verarbeiten, weil ja gleich was neues kommt.
Ich vermute, ihr fehlt Sicherheit, Halt und Routine bei dir.
Ohne viel vom Vater zu wissen, vermute ich, ist hat sie dort im Moment mehr halt.

Ich würde NICHT nachgeben und sie beim Vater lassen. Um das zu entscheiden ist sie noch zu klein und vermutlich wird es eurer Beziehung eher schaden als nützen, denn aus ihrer Sicht hat Mama eine neue Familie und ein Ersatzkind für sie.

Informiere dich mal wo ihr externe, fachliche Hilfe bekommen könnt, welche euch eine Weile begleitet.

LG

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Ja kann sein, dass es alles etwas schnell auf mal für sie war. Ich habe ihr immer alles vorher erklärt, viel mit ihr geredet, versucht ihr zu erklären, dass sie immer zu mir/uns kommen kann wenn sie was hat. Ja sie ist 5 1/2 Jahre alt, aber sie versteht mehr, als man meint. Was mich halt stutzig macht ist die Tatsache, dass sie (Corona bedingt) das ganze Jahr über mehr bei uns war, als bei ihrem Vater, da ich halt im BV bin. Sie war immer gerne hier. Hat gerne mit meinem Mann gespielt, mitgeholfen bei allem möglichen und wollte immer gerne wieder mit. Und jetzt weint sie, wenn sie mich sieht 😢 könnte ich verstehen, wenn sie hier ganz schlecht behandelt werden würde, aber dem ist ja nicht so.... Ich denke, wir werden erstmal die Zeiten ändern, vielleicht hilft es ihr ja dann schon etwas mehr.

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Vielleicht ist das Wechselmodell nicht das Richtige?
Ich weiß, Deine Frage bezieht sich auf den Unterhalt, dazu wirst Du sicher schon Antworten bekommen haben.

Aber bevor Du Dir jetzt riesen Vorwürfe machst, bedenke mal die Belastung des Modells für so kleine Kinder, die gerade bei Trennungsgeschichten in meinen Augen dringend Beständigkeit brauchen. Icv persönlich finde das Wechselmodell erst ab einem gewissen Alter oder Reifegrad durchführbar. Ich stelle mir immer vor wie es für mich wäre, alle paar Tage "umzuziehen"...

Von daher such die Schuld nicht bei Dir, hier geht es ja gar nicht darum, sondern im die Bedürfnisse Eurer Tochter.

LG

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Ich möchte mal zu "meine Tochter will nicht zu mir" meinen Senf geben.

Wir hatten diese Probleme eher andersrum. Sohnemann wollte nicht zum Papa.
Es hat sich tatsächlich heraus gestellt, dass mein Kind dachte ich bin unglücklich ohne ihn. Es war gar nicht das Leben beim Vater was doof war, er wollte nicht das ich allein bin.
Hier muss also evtl. der Vater ran.

Auch würde ich schauen, dass ihr auf wochenweisen Wechsel geht und ja definitiv direkte Übergaben vermeiden.

Erst wenn das alles über längere Zeit nicht funktioniert oder euer Kind auffällig wird, dann solltet ihr natürlich das Betreuungsmodell überdenken. Nicht jedes Kind kann Wechselmodell.

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