Hallo ihr lieben

Ich bin mit Zwillingen schwanger, und habe leider sehr oft herpes Typ 2 wodurch ich sehr wahrscheinlich einen ks bekommen werde, ich habe so tierische angst davor. Habt ihr vllt ein paar erfahrungsberichte? Ks mit Zwillingen oder vllt auch spontan Geburten mit Zwillingen?


Ich danke jetzt schon für eure Erfahrungen 💕

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Glückwunsch!
Ich hatte sowohl bei meinem großen Sohn, als auch bei den Zwillingen einen geplanten Kaiserschnitt
Bei den Zwillingen wurde er bei 37+4 gemacht, war die erste an dem Tag, das Team war entspannt, die Chefärztin machte den Kaiserschnitt persönlich (sie macht wohl die meisten Merhlingsgeburten selbst)
Spinale wurde problemlos gelegt, mein Mann saß dann die ganze Zeit neben mir und streichelte mich, dann geruckelt und Zwilling 1 wurde gleich über Op Vorhang gehoben, ne Minute später Zwilling 2, beide topfit, bekam sie kurz auf Arm, mein Mann ging dann mit zum Wiegen usw, ich wurde abgesaugt und genäht, dann waren wir auch schon auf Familienzimmer und machten Bodning, jeder nahm einen Zwilling und dann tauschten wir...war sehr schön, nach ca. 2 Std kribbelten dann die Beine solangsam, und nach 6 Stunden konnte ich das erste mal an Bettkante sitzen, nach dem ersten Aufstehen wurde dann der Katheter gezogen, am nächsten Tag war ich schon wieder recht fit, konnte die Zwei im Babybay über Station schieben, am 4ten Tag gingen wir dann nach Hause(mein Mädchen hatte zwar „nur“ 2000gr bei Geburt, da sie aber topfit war, trank usw. durfte sie von Anfang an bei uns bleiben, und auch gleich mit nachhause . .das war vor dem Kaiserschnitt noch nicht ganz klar , wie fit die zwei sein werden...)

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Das klingt ja richtig harmonisch💕💕 hattest du keine Angst vor dem ks?

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Nein garnicht, fand es bei meinem Sohn damals schon vollkommen ok, und bei den Zwillingen wurde die Entscheidung eh abgenommen, da sie quer hinter ihm lag, da waren wir uns alle einig das es ein Ks wird...

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Hallo!
Ich bin auch derzeit mit Zwillingen schwanger und werde auf jeden Fall einen Kaiserschnitt machen lassen. Meine Tochter kam auch per Notkaiserschnitt auf die Welt und ich fand das gar nicht schlimm. Bei den Zwillingen will ich kein Risiko eingehen und habe mich für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden.

Hör da einfach auf dein Bauch...und setze Dich früh mit allen Eventualitäten auseinander... Nicht, dass Du nachher mit irgendeiner Entscheidung überrumpelt wirst.

LG und alles Gute!

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Herzlichen Glückwunsch ❤️ ja werde auch mit den Ärzten reden gerade als panik Patient

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Hallo,
ich kopier mal einen alten Beitrag von mir.

Hallo,
unsere Zwillinge sind in 35+1 in diesem Jahr auf die Welt gekommen. Ich schreibe hier als Papa.
Als wir letztes Jahr beim Gyn erfahren haben, dass es Zwillis werden, haben wir uns gefreut, mit 35 ist es nicht mehr selbstverständlich Nachwuchs zu bekommen. Leider war in der 6. Woche noch kein Herzschlag feststellbar. Nach Absprache mit dem HausGyn sind wir mit unserer großen (in dem Moment noch keine 1,5 Jahren alten) Tochter in den schon lang gebuchten Urlaub nach Pomorie (Bulgarien), wir haben eine Adresse von einem KKH vor Ort bekommen.
In der 10. SSW war meine Frau wieder beim Gyn, die WA „beide Herze schlagen“ werde ich nicht vergessen. Jedenfalls wurde direkt danach in Termin in Freiburg zum Screening in der 12 SSW vereinbart.
Exkurs:
Unsere erste Tochter wurde ein Tag nach der Geburt in das örtliche KH mit NEO verlegt. Sie hatte eine Atmung von 140. Nach einer Woche ohne bzw. falscher Behandlung wurde die Kleine mit Horrordiagnosen entlassen. Ich musste selbst in die Uni-Klinik nach Freiburg fahren (dort habe ich erst einmal einen Einlauf bekommen, dass ich so ein Baby doch nicht selbst fahren kann – na ja, ich wollte es ja eigentlich nicht). Nach 2 Wochen voller Untersuchungen stand die Verdachtsdiagnose „Lungensequester“ im Raum, im Rahmen eines Herzkatheters wurde diese bestätigt und selbiger direkt verschlossen. Die Behandlung in Freiburg war klasse, aber auf Grund unserer ersten Erfahrung sind wir bezüglich Ärzten sehr vorsichtig.
Screening in 12 SSW
Alle Gefäße wurden genau untersucht, Herz usw. alles unauffällig. Nur eine Nabelschnur war grenzwertig seitlich angewachsen. Zur Kontrolle wurden wir für die 23 SSW wieder einbestellt. Ganz vergessen, die Ärztin meinte, dass zwischen der Zeugung 4 bis 5 Tage liegen würde.
Untersuchungen bis zu Weihnachten (etwa 19 SSW)
Nabelschnur weiter grenzwertig aber stabil. Da unser HausGyn sich unsicher war bzgl. Einer präventiven Cerclage haben wir mehrere große Kliniken abtelefoniert, die alle nein meinten. Allein das hiesige KH mit Neo meinte unbedingt (ob das am Privatversichertenstatus lag weiß ich nicht). Letztendlich haben wir uns dagegen entschieden.

Screening in 23 SSW
Alles in Ordnung nur die Nabelschnur war nun auch gefährdet, abgeklemmt zu werden. Sie lag sehr ungeschickt.

Ultraschall bis 30 SSW beim HausGyn
Alles beim alten, laut Ultraschall wenige Tage Entwicklungsdifferenzen. Allein der Eisenwert war problematisch, meine Frau musste zwei verschiedene Eisenverbindungen nehmen, da eine allein trotz Hochdosierung nicht ausreichte.

KH Vorstellung in 30 SSW
Im gleichen KH in dem unsere erste Tochter geboren wurde, waren wir zur Vorstellung. Die Untersuchung hat der Chefarzt so zusammen gefasst: Ich würde als Papa hier nicht entbinden, auch wenn ich damit viel Geld verliere“. Es hat sich zu obigen Diagnosen noch herausgestellt, da die Gefäße am Übergang der Nabelschnur nicht in dieser sondern auf dieser verliefen und es ein komisches Gefäß zwischen den Plazenten gab, welches viel Blut führte. So entwickelten wir uns von einer risiko – über einer hochrisiko – zu einer höchstrisiko Schwangerschaft, der hintere Zwilling ag dazu noch in BEL. Er meinte, wir sollten in einen große Uni-Klinik oder auf solche Schwangerschaften spezialisierte Klinik gehen

HausGyn 32 SSW
Wir sind nicht bis zum Ultraschall gekommen – am CTG waren leichte Wehen zu sehen, meine Frau hat noch nichts gespürt. UniKlinik Freiburg und UniKlinik Mannheim hatten für den Notfall keine Betten auf der Neo frei. Somit haben wir uns für das c. 120km entfernte Speyer entschieden. Wir hatten bereits eine Liste mit allen Neo-KH in 200km Umgebung und hier nach Präferenzen eine Liste gebildet.
Speyer hat telefonisch zugesagt und uns versichert, dass für den Notfalls direkt 2 Betten blockiert seien. Dort angekommen wurde meine Frau stationär aufgenommen und bekam die Organreife und Tokolyse. Die Wehen haben nachgelassen und waren nach 2 Tagen weg. Wiederum 2 Tage später wurde ein Pessar eingesetzt. Während des Aufenthaltes wurden mehrere Ultraschalluntersuchungen gemacht, auf Grund der problematischen Diagnosen hat sich die Chefärztin unserer angenommen. Man hat uns eröffnet, dass man eine spontane Entbindung bevorzugte, weil der führende Zwilling die Nabelschnurproblematik hatte, wenn dieser draußen ist, seien wenig Probleme zu befürchten. Ebenso wurden uns Kinderärzte bei der Geburt zugesichert und ein Facharzt falls das Gefäß reißen sollte (was das war, wusste Niemand). 8 Tage später wurde meine Frau entlassen, alle 3-4 Tage mussten wir nach Speyer zur Kontrolle.

35+1
Heute stand wieder eine Kontrolle auf dem Plan, also hoch nach Speyer. Ergebnis des CTG – leichte Wehen. Man nahm meine Frau stationär auf, meinte aber dass es sicherlich noch 3 Tage gehen würde bis die Kleinen kommen, da meine bessere Hälfte die Wehen noch nicht spürte.
Ich fuhr heim und badete meine Tochter, parallel kamen folgende WathsApp:
- Verliere viel Urin
- Pessar tut weh
- Pessar wird gezogen
- Hebamme sagt Kinder kommen noch heute
Also auf nach Speyer, meine Frau wurde von einer lieben Hebamme betreut, die sich auch die notwendige Zeit nahm. Ich kam fünf vor Geburt, aber echt. Selbst der Nachtschalter war informiert, nannte meinem Namen ich nickte und durfte direkt ins KH, es war kurz vor 23 Uhr. Im Kreissaal war zu diesem Zeitpunkt die Hebamme, kurz nach mir kam die Oberärztin und 3 Kinderärzte. Auch stand irgendwann hier mir ein armes Wesen in Einwegkittel und mit hebenden Händen in der hinteren Ecke des Kreissaals. Innerhalb von 8 Minuten kamen beide auf die Welt. Nach der ersten Geburt bekam meine Frau Tokolyse, Oberärztin und Hebamme hatten ihre Hand auf dem Bauch meiner besseren Hälfte und irgendwann hieß es jetzt und es wurde der Wehentropf aktiviert. Keine Minute später war die kleine auch da. Diese wurde uns schnell weggenommen und den Ärzten übergeben. Im Kreissaal wurde Sie wiederbelebt, die Atmung war allein noch nicht stark genug. Nach 5 Min haben wir auch sie ohne Überwachung in den Arm bekommen. Das war für mich das Zeichen, dass alles okay ist.
Wir wurden darauf 15min mit den Kleinen im Kreissaal allein gelassen, eine tolle Zeit. Dann kam die Kinderärztin die Kleinen für die Intensivstation abzuholen. Es waren immer noch Frühchen. Ich durfte bei allen Untersuchungen dabei sein, trotz früher Morgenstunden (kurz nach 24 Uhr) klärte man mich über alle Schritte und Möglichkeiten auf. Was echt toll war, in diesem KH sind Frühchen in diesem Stadium in Einzelzimmer (okay bei uns eher Doppelzimmer) untergebracht. Eltern durften sich ein Bett dazu stellen lassen und bei den Kleinen übernachten. Meine Frau wurde nach 3 Tagen entlassen und zog hoch. Es gab noch ein paar Mal Probleme mit der Gelbsucht, aber nach 1,5 Wochen durfte ich alle mit heim nehmen.
Unsere große Tochter sah die beiden das erste Mal beim Abholen, sie rannte um die Sitze und sagte immer wieder „zwei, zwei“.

Was will ich sagen, trotz aller widrigen Umstände, Ängste u.Ä. war und ist es toll. Angst ist gut, wenn Sie nicht lähmt. Versuche die SS so weit es geht u genießen. Kinder sind etwas Tolles.

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Ich habe meine Zwillinge vor knapp 3.5 Jahren spontan bei 34+1 entbunden. Ich würde es immer wieder machen, wenn es keine kontraindikationen gibt.

Wir waren 18tage im kh..ich als Patient 24std. Mir ging es gut..ich war fit. Durfte dann direkt im Zimmer auf der Frühchen Station schlafen.

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Ich hatte bei meinem großen Sohn eine Spontangeburt mit Lageanomalie und 4 Tagen Wehen. Du glaubst nicht, wie froh ich war, dass meine Zwillinge -auch lagebedingt- per KS geholt werden sollten 😉

Geholt würden sie bei 37+2. Ich war total entspannt. Ich hab die Nacht davor in der Klinik richtig genossen und ganz lange geschlafen. Alle haben sich total lieb gekümmert. Unmittelbar vorm OP geht natürlich die Aufregung los, weil es schon ein wenig beängstigend sein kann, wenn man noch nie in einem OP war (viel Technik, viel Edelstahl, vermummte Leute). Mein größtes "Problem" war, dass ich keine 5 Minuten mehr auf dem Rücken liegen könnte, ohne Atemnot zu bekommen und man muss ja auf dem Rücken liegen. Daher haben sie die Spinalanästhesie gemacht, mich reingeschoben (da hab ich meinen Mann an dem Tag das erste Mal gesehen, mit OP-Kleidung, da kamen dann die Tränen vor Vorfreude), Sauerstoff unter die Nase gegeben und innerhalb von 2 Minuten waren beide Mädels da. Als die Erste raus war, hab ich sofort den Anästhesisten gesagt, dass ich wieder Luft bekomme. Dann haben sie eine gefühlte Ewigkeit die Mädels an mein Gesicht gehalten. Ich hab nur gedacht "Man wie klein, schnell weg mit ihnen und kümmert euch, dass auch alles ok ist!". Sie waren dann nicht klein, sondern 2800 und 3200 g (vorher wurden beide auf 2800 geschätzt). Leider lag ich 2h im Aufwachraum und die Beine waren noch immer nicht da als ich wieder ins Zimmer gefahren wurde. Nach 24h bin ich das erste Mal aufgestanden, war schon sehr schmerzhaft. Und ich hatte fiese Nachwehen. Ich hab aber alles total gut überstanden, war alles schnell rückgebildet und Narbe ganz schnell verheilt. Auch die Mädels sind total tiefenentspannt, wobei ich denke, dass mein Großer damals seine Startschwierigkeiten auch der langen Geburt zu verdanken hat.

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