Mehrlinge - evtl. Reduktion notwendig

Hallo, hatte schon in anderen Foren geschrieben, aber hoffe darauf, dass hier vielleicht auch jemand Erfahrung damit hat.

Also, nach Stimu haben wir heute im 1. US (5+2) zwei große und zwei kleine Fruchthöhlen gesehen! Also: Verdacht auf Vierlingsschwangerschaft!

Ich muss in 14 Tagen wieder zum US und dann wird geschaut, ob sich die zwei kleinen vielleicht gar nicht weiterentwickeln und es bei den beiden größeren bleibt. Sollten sich alle weiterentwickeln, sagte meine Ärztin, dass das Risiko sowohl für mich als auch für die Babies einfach zu hoch wäre und man eine Reduktion vornehmen lassen müsste. Sie sagte, es gäbe nur wenige Spezialisten, die einen solchen Eingriff vornehmen würden...

Hat jemand damit Erfahrungen? Zum Wohle der Babies würde ich das vermutlich machen lassen, aber ich habe natürlich Angst um die anderen beiden, die bleiben sollen.

Tut mir leid, wenn das alles jetzt total hart klingt. Stehe noch etwas unter Schock!

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Zuerst einmal: Wieso bist du so geschockt? Mehrlinge sind eines der "Risiken" einer nicht auf natürlichem Wege zustande gekommenen Schwangerschaft. Darüber wird vorher aufgeklärt. "Das wird mir schon nicht passieren." mag ein häufiger Umgang damit sein, ein verantwortungsvoller ist es daher noch lange nicht.

Dann: Ich mag keine Euphemismen. Eine "Reduktion" ist eine (gegebenenfalls mehrfache) Abtreibung.

Die Idee, den eigenen Kinderwunsch wahr werden zu lassen, in dem man erstmal ein paar entstehen lässt und dann die gewünschte Anzahl auswählt, finde ich abartig.

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Warst Du bei den Arztgesprächen dabei? Es gibt wirklich verantwortungslose Ärzte die erstmal alles positiv reden und fleißig Hormone geben und einsetzen was das Zeug hält. Obwohl es Daten gibt das die "Baby-Take-Home"-Rate bei 3 nicht höher ist wie bei 2 eingesetzten machen es trotzdem viele.

Erst gestern hatte ich es mit einer Kollegin davon wie verantwortungslos ein Arzt bei uns in der Gegend ist. Da sind andere gewissenhafter.

Als Eltern blickst Du das ganze doch irgendwann nichtmehr und bräuchtest eigentlich kompetente Fachleute die dich verantwortungsvoll begleiten.

Leider ist es hier jetzt zu spät, aber die Ärztin wird davon nicht lernen (sieht man ja schon an der Aussage gleich eine Reduktion als Muß zu nennen).

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Du hast kein Recht, per Ferndiagnose zu (ver-)urteilen.
Warum?
Du kennst weder die Person, noch die (Vor-)Geschichte.

Jana

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Hi!

Antworten bekommst Du von Betroffenen eher per PN.

Ich hab selbst keine Erfahrung damit, aber kenne Mamas denen das bei Drillingen "angeboten" wurde. Die eine Mama ist immernoch entsetzt über das "angebot" obwohl ihre Drillinge gesund und munter durch die Gegend laufen.

Warum ich "Angebot" schreibe? Weil es Ärzte gibt die eine Reduktion auch bei Drillingen für selbstverständlich halten ohne die Eltern genau aufzuklären. Macht man halt so.

Ich kann Dir nur raten Dich genau zu informieren, vielleicht auch mal mit einem Perinatalzentrum oder einem Psychologen zu sprechen, bevor Du die Entscheidung triffst. Denn leider bist Du die Leittragende in der Geschichte, egal wie Du Dich entscheidest. Deswegen mußt Du mit Deiner Entscheidung sicher sein und leben können!!!

Du darfst nämlich auch alle 4 Kinder austragen, zwingen kann Dich niemand. Wenn ich mir die Beutelsbacher-5linge anschaue ist eine Entscheidung für alle Kinder durchaus nachvollziehbar.

Drück Dir ganz fest die Daumen das Du bald 2 (max. 3) gesunde Kinder im Bauch siehst und Dich garnicht entscheiden mußt!!!

LG,
Hermiene

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Danke schön! Ich hoffe auch, dass mir, bzw. uns, die Entscheidung erspart bleibt!

Oh man, ist irgendwie noch total unwirklich. Kann zwar mittlerweile glauben, dass ich tatsächlich endlich schwanger bin, aber dass es so viele sind...! Hab das Gefühl, das passiert mir gar nicht wirklich...

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Also erstmal herzlichen Glückwunsch!!!!
Das hat ja bei euch eingeschlagen vom feinsten!!!;)

So und dann hoffe ich für euch das dein Körper euch diese Entscheidung abnimmt!

Ich bin selber mit Zwillingen schwanger! 31ssw!!! Und es ist anstrengend! Und mit vieren wäre es noch schlimmer! Aber zu entscheiden welches bleiben soll und welches nicht.... Ich glaub das könnte ich nicht...

Ich wünsche dir auf jeden Fall eine wunderschöne Kugelzeit!;)

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Also ich kann Dich gut verstehen, dass Du Angst hast vor so einer Entscheidung.
Ich bekomm im Dez Zwillinge und es ist schon sehr anstrengend die SS. Ich würde allerdings sofort die Reduktion machen lassen bzw hätte es gemacht, wenn es vier gewesen wären. Zumal ich auch schon 39 bin. Ich drück Dir die Daumen dass Du die für Dich beste Entscheidung triffst. Nur so viel , Uniklinik Bonn sind die einzigen die das machen.

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Danke für die Info! Mir wurde nur gesagt, dass es nur ganz wenige gibt, die das machen. Aber tiefer sind wir da noch gar nicht ins Thema eingestiegen. Ist ja auch noch nicht klar, ob es überhaupt notwendig wird...

Sollte es notwendig werden, werde ich mich auf jeden Fall umfassend beraten lassen und auch mehrere Meinungen einholen! Bonn behalte ich dann schonmal im Hinterkopf.

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Ich kann deine momentante Schockstarre wirklich gut verstehen. Aber erst einmal solltest du dich von diesem Schock erholen und dann noch einmal von vorn überlegen.

Ich hab hier mal einen wirklich interessanten Artikel aus 2006 gefunden. Meiner Meinung nach legt er alle Risiken (auf beiden Seiten) auf den Tisch und verharmlost nicht.

Und dann solltest du alle diese Risiken für dich in deiner persönlichen Situation abwägen.

Nichts desto trotz muss ich zugeben, ich könnte eine Reduktion nicht vornehmen lassen. Zum einen ist das (wie im Artikel beschrieben) in Deutschland gar nicht so einfach, zum anderen muss man (meistens "technisch" indiziert, siehe Artikel) entscheiden, WELCHE Kinder man reduziert und drittens gibt es da eben auch noch das Risiko (siehe Artikel), dass bei einem solchen Eingriff die GESAMTE Schwangerschaft beendet wird (als mögliche Folge eines solchen Eingriffs).

Ich kenne eine Frau, die vor fast 30 Jahren mit Fünflingen schwanger war. Sie hat sie (soweit möglich) ausgetragen. Kurz nach der Geburt verstarben 2 der 5 Frühchen. Die anderen 3 sind zufriedene, glückliche Erwachsene.

Mit einem solchen Verlauf könnte ICH (das gilt nur für mich und muss nicht für dich gelten) deutlich besser leben als mit einer vorbeugenden Reduktion.

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Hallo,

jedes verstorbene Kind, das du zu Grabe trägst, bricht dir dein Herz.

Auch wenn 3 Kinder überlebt haben, trägt die Mutter eine unendliche Trauer bis zum Rest ihres Lebens mit sich herum.

Mit so einem Verlauf kann man nicht einfach so leben.

LG Daniela die selbst ihr Kind zu Grabe getragen hat!

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"Mit so einem Verlauf kann man nicht einfach so leben."

Davon war auch nie die Rede.

Natürlich ist die Mutter auch heute, nach fast 30 Jahren, voller Trauer über die verstorbenen beiden Kinder, VOR ALLEM, wenn man immer - wirklich immer dreifach vor Augen hat, was aus ihnen hätte werden können. Denn wie gesagt, die anderen drei sind glückliche, erfolgreiche Erwachsene.

Aber diese Trauer und die Fragen, Zweifel werden AUCH da sein (und für mich persönlich eben in einem noch schlimmeren Maß), wenn du (in diesem Fall) entscheidest, dieses Baby und das Baby darf nicht mehr leben.

Vielleicht ist es die gleiche, verzwickte Situation wie bei der anderen Entscheidung. Es gibt vielleicht kein "Besser" oder keine "richtige" Entscheidung.

FÜR MICH (und das habe ich auch so geschrieben) wäre dann das Zünglein an der Waage die Tatsache, dass man durch eine Reduktion auch unbeabsichtigt die GESAMTE Schwangerschaft gefährdet/beendet. Und genau deshalb würde ICH mich dagegen entscheiden.

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass es mal ganz von allein vergessen lässt, dass es in dieser Familie eben 2 verstorbene Geschwister gibt.

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... und jetzt noch der Link:

http://www.focus.de/gesundheit/news/medizin-kinder-fuer-kinder-opfern_aid_215275.html

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Hallo Cadya,
habe Drillis, geb bei 34+3 - schreib über PN
LG Petra#liebdrueck

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hallo,

es gibt in Hamburg auch einen Arzt/ Spezialisten dafür.

An den Namen kann ich mich leider nicht erinnern. Ich bin im Buch "Wie weit gehen wir für ein Kind" (Martin Spiewak) vor kurzem auf das thema und auch auf den arzt aufmerksam geworden.

ausserdem gibt es auch eine webseite für eltern von drilligen, wo du vielleicht hilfe bekommen kannst.

ich hab leider keine namen und keinen link parat!

lG

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Hast PN.

LG
Jana

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