Zwillinge mit unterschiedlicher Begabung

Ich hätte die Frage gerne anonymer im Zwillingsclub gestellt, aber mein Mitgliedschaftsantrag wurde abgelehnt.

Also dann eben hier im öffentlichen Forum:

Meine zweieiigen Zwillinge sind Anfang 2011 geboren, also noch sehr klein. Bei einem von beiden wurde mehrfach der Verdacht geäußert (Kinderarzt bei der U6, Erzieherinnen), dass er außergewöhnlich begabt ist.

Es geht mir nicht darum, anzugeben, was er alles schon kann. Ich suche mehr den Austausch mit anderen Eltern, die Zwillinge/Mehrlinge haben, von denen einer besonders begabt ist (Vd. auf Hochbegabung) und der andere nicht.

Wie geht ihr im Alltag damit um, damit keiner von beiden sich benachteiligt fühlt, und doch jeder bekommt, was er braucht? Habt ihr sie in unterschiedlichen Kindergartengruppen? Wie reagiert die Umwelt darauf (Vergleiche)?

Antworten auch gerne über PN.

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Hallo,

ich antworte dir mal, obwohl es bei uns ein bisschen anders ist. Meine Kinder - eineiig, gut entwickelt, relativ gleichmäßig begabt - machen verschiedene Sachen nur in unterschiedlichem Tempo.

Sie werden ständig verglichen. Was A kann, muss B zwangsläufig auch können #augen auch, wenn B gar kein Interesse daran hat, was A gerade macht.

Bei uns war der Sportverein hilfreich. Die konzentrieren sich darauf, was wer am besten kann und fördern das dann. Vielleicht kann dein "weniger begabtes" Kind schneller rennen oder besser turnen? Irgendwas geht immer.

LG

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Hallo,

ich bin keine Zwillingsmutter, sondern Einlingsmutter und versuche dir einfach einen Denkanstoß zu geben. Versuche deine zwei als Geschwister zu betrachten, die nur gleichzeitig in deinem Bauch gewachsen sind und das gleiche Geburtsdatum haben. Ich denke dann kannst du dir vieles selbst beantworten.
Im Freundeskreis meiner Eltern gibt es Zwillinge, die unterschiedliche Schullaufbahnen und Hobbys hatten. Auch mein Schwager (Drilling) und seine Geschwister sind unterschiedlich gefördert worden.

Auch in meiner Praxis (Logopädie) ist mir dies schon untergekommen, sogar mit unterschiedlicher Einschulung.

LG Reina

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Hallo,
erstmal danke für Deine Antwort.

Leider ist es nicht ganz so einfach, wie Du es Dir vorstellst. Meine Jungs "nur" als normale Geschwister zu betrachten, löst leider nicht die "Zwillingsproblemmatik". Ganz ehrlich, normale Geschwister sind zwar auch Vergleichen untereinander ausgesetzt, aber nicht so schlimm wie Zwillinge. Als Einlingsmama kann man das schwer nachvollziehen, aber das ist so.

Wir behandeln und betrachten sie wie "normale" Geschwister. Innerhalb der Familie geht es unter, dass sie gleichalt sind. Sie sehen sehr unterschiedlich aus und sind immer verschieden angezogen, wir unternehmen mit ihnen einzeln Sachen und gehen auf jedes Kind individuell ein. Daran liegt es nicht. Das Problem ist eher die Umwelt, die sie als Zwillinge kennt und so behandelt. Zwilling zu sein ist an eine gesellschaftliche Erwartung geknüpft, das kann man nicht negieren.
Darum überlegen wir, sie in Zukunft räumlich zu trennen und in unterschiedliche Kindergartengruppen oder gar unterschiedliche Kindergärten zu geben.

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Hallo,

dies ist nichts anderes was ich meine.

Ihr gebt den Weg vor, wie eure Kinder betrachtet werden sollen. Wenn das Umfeld es nicht schafft Mehrlinge als einzelne Individuen zu betrachten, dann müsst ihr als Eltern dafür Sorgen. Dies ist natürlich schwer zu organisieren, führt aber in der Regel zu ungeahnt positiven Entwicklungen sowohl der einzelnen Mehrlinge als auch zur Betrachtung/Wahrnehmung von außen.

Ich nehme Mehrlinge immer einzeln in Therapie, da ich nur so ihnen gerecht werden kann.

Dieser Weg erfordert Mut.

LG Reina

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Bei meinen Drillis ist es auch so.
Die 2 Burschen sind motorisch/kognitiv total identisch, zeitlich normal.
Das Mädchen war motorisch weeeeit (!) zurück (schwache Muskulatur), war/ist dafür kognitiv weeeeit voraus. Sie ist sprachlich viel weiter, hat eine extrem schnelle Auffassungsgabe, hat sich früh mit "ich" bezeichnet, kann seit Monaten bis 10 zählen, kann teils Wochentage. Sie wird Ende Aug. (ET eigentl. Anfang Okt.) erst 3 Jahre, jedoch spielt sie mit Mädchen, die dieses Jahr eingeschult werden.

LG
Jana

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Hi
Das mit dem zählen ist jetzt nicht so bemerkenswert. Meine kann seit febr/märz (er wurde ende jan.2 jahre) bis 20 zählen. Seit ca einem monat kann er das abc bis auf wenige buchstaben, und er erkennt sie auch in geschriebenen wörtern.
Scheint es hier in dem alter öfters zu geben, bin jetzt deswegen auch nicht der meinung, einen nobelpreisträger mir heran zu züchten:-p
Lg conny

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Thema verfehlt. :-p

So wird das nichts mit dem Nobelpreisträger.

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