Schulwechsel wegen Ex-Freund, bzw Mobbing

Meine Tochter ist 15. Ein hübsches, junges Mädel und eigentlich auch recht schlagfertig. Sie hatte immer Freunde, konnte sich gut anpassen...natürlich eckt sie mit ihrer großen Klappe mal an, aber so ist sie eben.

2016 hat sie wegen unseres Umzugs die Schule gewechselt. Ihre beiden Brüder gingen auf die selbe Schule, kamen gut klar, aber sie nicht. Es gab immer gezicke mit anderen Mädels, aber es ging irgendwie.
Nun ja, mittlerweile sind es nur noch drei Mädchen in der Klasse (9.) und alle drei verstehen sich nicht.

2019 kam sie mit ihrem Ex-Freund zusammen...erste große Liebe, ab und an Drama usw...was wir halt alle kennen, aber seit sie mit ihm zusammen war, wurde sie plötzlich von gänzlich fremden Jugendlichen (auch auf ihrer Schule) angefeindet, beleidigt, bekam irgendwelche Nachrichten und es wurden Lügen verbreitet.
Er hat einen großen Freundeskreis und obwohl sie niemand kannte, wollte niemand etwas mit ihr zu tun haben.

Sie hat mir davon erzählt und bisher hatte ich immer das Gefühl, dass sie darüber steht - tut sie aber nicht. Seit Dezember sind die beiden nun getrennt, aber sie kommt einfach nicht von ihm los. Ich hatte da schon länger ein schlechtes Gefühl, aber lt eigener Aussage, ging es ihr gut. Bis eben. Sie ist weinend zusammen gebrochen und meinte, sie kann einfach nicht mehr. Sie möchte ihn einfach nicht mehr sehen, außerdem will sie nur noch von der Schule weg, weil man sie einfach nicht in Ruhe lässt, obwohl sie sich im Hintergrund hält.

Ich hatte dieses Ding zwischen den Mädels schon mal in der Schule angesprochen, auch, dass sie von 'fremden' beleidigt wird und da hieß es 'vertragt euch', als wäre damit alles gut.

Ich kann und will da einfach nicht mehr zusehen. Sie ist 15 und sollte Freunde haben, Spaß haben, ihre Jugend genießen. Stattdessen fragt sie sich täglich, warum man ihrnicht mal eine Chance gibt.

Mein Gedankengang ist jetzt: ein Termin beim Psychologen machen und mich um einen möglichen Schulwechsel bemühen. Reicht das? Was für Möglichkeiten der Hilfe fallen euch vielleicht noch ein oder hat das jemand bereits mitgemacht (vielleicht auch ähnlich) und wie seid ihr vorgegangen? Was hat eurem Kind geholfen?
Natürlich ist sie sich bewusst, dass ein Schulwechsel auch genau das Gegenteil bewirken kann, aber trotzdem will sie es.

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Hallo,
Gibt es bei euch im Ort oder in der nächsten Stadt Experten z. B. Sozialarbeiter mit Zusatzausbildung Thena Mobbing, der mit der Klasse und Lehrern zusammen arbeiten könnte?
Vielleicht bei Erziehungsberatubgsstellen o. Ä. mal nachfragen.
Bei uns gibt es so jemanden im städtischen Jugendzentrum, der in den Schulen b. B. interveniert.
Lehrer sind da oft als nicht für ausgebildet und ein bloßer Wechsel verlagert das Problem häufig.
Lg

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Unterstützt sie in ihrem Wunsch - Schulwechsel und Psychologe sind aus meiner Sicht der richtige Weg. Und diese Woche würde ich sie krank melden.
Ausserdem würde ich aber der Schule umgehend eine richtige heftige Ansage machen, mit dem Hinweis das sie a) nicht einschreitet b) Mobbing eine Straftat ist und c) sie umgehend den Schulwechsel unterstützen. Falls die Schule sich weigert einem sofortigen Schulwechsel zuzustimmen und gegen die Mobber vorzugehen. Sofort ans Schulamt wenden und gegf. an die Polizei.
Alles Gute für deine Tochter.

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