Ständige Konflikte wegen dem Essen

Hallo Ihr Lieben,

mein Sohn 18 ist ein ein lieber Kerl, er macht viel Sport und ist gut in der Schule, wir haben eigentlich kaum schwierige pubertäre Zeiten mit ihm gehabt.

Vor 1 1/2 Jahren hat er angefangen sich sehr gesund zu ernähren, keine Süßigkeiten keine Chips etc., ich finde das sehr gut und habe seine Ernährung unterstützt. #pro
In den letzten Monaten ist es aber immer extremer geworden und wir streiten oft abends deswegen.
Früher hat er sich abends auch mal was zum Knabbern gekauft und nach den Abendessen auf dem Zimmer gegessen.
Nun macht er sich immer noch spät Abends in der Küche was zu essen, was mich zunehmend stört. Wir haben eine offene Küche und es stört, wenn abends noch jemand in der Küche rumwerkelt und man eigentlich mal in Ruhe einen Film schauen will. #gruebel
Nach dem Abendessen macht er sich dann spät nochmal eine Riesenschüssel ( also eine große Salatschüssel ) mit frischen Obst Joghurt und Haferflocken. Salat, vegatarische Schnitzel oder Tomate Mozzarella. Wir haben drei Kinder und das geht einfach auch ganz schön ins Geld so langsam. #zitter
Außerdem denke ich, dass es nicht gerecht den anderen über ist, dass er Abends nochmal so ein tolles Essen bekommt.
Dann macht er auch jeden Tag min. 1x Sport (manchmal sogar 2x) Fitnessstudio und Fussball etc..das bedeutet wirklich Unmengen an Wäsche für mich, ich komme hier echt an meine Grenzen.
Ich möchte ihn ja gerne unterstützen und tue das auch, aber er überschreitet hier aus meiner Sicht einfach die maßvollen Grenzen. ich muss das alles einkaufen, waschen etc...und ich bin echt am Limit. Er macht wirklich 3mal soviel Arbeit wie die Geschwister.:-(

Er ißt eben wie es in dem Alter so ist sehr viel und jeder Versuch ihm deutlich zu machen, dass er maßvoller sein soll, scheitert. Wir streiten dann nur und am nächsten Tag ist es wieder das Gleiche. Gestern Abend habe ich ihm gesagt er kann noch den Rest Salat und die Nudeln essen, nachdem er vom Training gekommen ist. Als ich um 22.00 Uhr in die Küche komme, ist er gerade dabei sich nochmal irgendwas Tolles Besonderes zusätzlich zu machen. dann bin ich echt sauer geworden. Ich möchte mich wirklich nicht ständig darüber streiten, aber er passt sein Verhalten auch nicht so an, dass es für alle kompatibel ist.
Ich bin auch nicht gesund und muss versuchen meine Grenzen nicht zu überschreiten...:-(

Wie seht ihr das? Bin ich da auf dem Holzweg? Ich habe schon überlegt, ob das seine Form der Rebellion ist#kratz

Streiten ist echt doof und belastet mich dann auch immer sehr...

Viele Grüße

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Irgendwie sehe ich das Problem nicht.

Dein Sohn macht viel Sport, hat dadurch ein Bewusstsein für seine Ernährung entwickelt und braucht entsprechend viele (und gute) Kalorien. Er bereitet das für ihn geeignete Essen selbst zu, belastet dich also nicht mit Extrawünschen hinsichtlich Mahlzeiten. Er ernährt sich nicht mehr von Knabberkram, sondern von richtigen Mahlzeiten mit gesunden Zutaten. Und die Zutaten, die du da auflistest (Obst, Joghurt, Haferflocken, Tomate usw.), kosten echt nicht die Welt. Allerhöchstens das Veggie-Schnitzel ist etwas teurer. Andere stecken ihr Geld in Energydrinks, Süßigkeiten und Zigaretten. Wo ist denn da eine Rebellion? #kratz

Vielleicht hilft es dir, wenn du dich mit ihm auf klare Absprachen einigst:
- Wenn er Sport macht und viel Schmutzwäsche anfällt - die kann er selbst waschen und aufhängen, Funktionskleidung muss man ja nicht groß bügeln
- sprich mit ihm am Wochenanfang einen Essensplan durch. Plant die Mahlzeiten doch so, dass er die Tage nennt, an denen die Familienmahlzeiten für ihn ausreichen (dann kochst du eben etwas mehr). An Tagen mit intensiverem Training, wenn er also mehr "Trainingsfutter" braucht und dein Essen nicht ausreicht, kann er sich nach dem Sport ja sein Essen abends zubereiten.
- Bei teuren Zutaten, die nur er isst (wie das Veggie-Schnitzel) soll er einen Obulus dazusteuern oder sie selbst einkaufen.

Ich würde einen solchen Sohn eher unterstützen und ihm zB. ein paar Tipps bei der Arbeit in der Küche geben, Rezepte mit ihm raussuchen, gemeinsam leckere und gesunde Sachen kaufen und vielleicht auch mal gemeinsam mit ihm ein "Sportler-Menü" für die Familie kochen, statt ihm die Freude an der Essenszubereitung zu nehmen. Einfach etwas unverkrampfter da ran gehen und ihn mehr einbinden. Er ist alt und selbständig genug. Und wenn er mit Freude in der Küche werkelt, ist das doch toll #verliebt

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Das würde ich so unterschreiben👍

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Hallo zusammen!
Dem Kommentar von Artemis kann ich nur zustimmen! In meinen Augen klingt er sehr vernünftig und wer viel Sport macht (erst recht in dem Alter) muss auch viel essen. Dass er sich so gesundes Essen auch noch selbst zubereitet ist doch dabei umso besser- das würde ich auf jeden Fall unterstützen. Die Vorschläge, die hier bereits gebracht wurden um die zu entlasten, finde ich auch richtig gut! Ihr könnt es ja zumindest einmal ausprobieren :)
LG

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Also den einzigen Punkt, den ich nachvollziehen kann, ist, dass „sein“ Essen viel mehr kostet, als das der anderen Kinder.
Vielleicht ist es euch finanziell nicht möglich, euch allgemein gesund zu ernähren, das ist natürlich doof. Da sehe ich auch keine Lösung, außer zu schauen, wie man kostengünstig für alle gesund kochen könnte.
Ich fänds auch doof, zu sagen, er soll sich nen Job suchen, um sein Essen zu finanzieren. Ich gehe davon aus, dass er zu Schule geht und eben kein Geld verdient, sonst wär die Sache ja klar. Da verstehe ich dich voll.

Ansonsten finde ich, du hast kein Recht, doch da einzumischen. Ist doch schön, wenn er was „Tolles“ kocht. Sie es mal so: es ist doch erstrebenswert, dass er Wert auf Gesundheit legt und offenbar selbständig kochen kann. Das könne viele in seinem Alter nicht und vielen ist es auch egal. Da kannst du wirklich stolz auf ihn sein.


Die Wäsche könntest du ihn selber waschen lassen, ich bin sicher, das kriegt er hin. Gegen Kochen am Abend kannst du nichts sagen, befürchte ich. Er wohnt ja auch da.

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Hallo,

puh, da warst du ja lange geduldig.

Wäsche waschen kann man lernen und dann muss sich der Herr eben einen kleinen Job suchen um seinen Lebensmittel Verbrauch zu finanzieren.

Das wird jetzt wahrscheinlich nicht so leicht, nachdem er lange machen konnte wie er wollte.

Die Funktion einer Waschmaschine wurde bei uns zu Hause mit 10/11 Jahren beigebracht. Mein Sohn ist 14 J. und dem habe ich das auch in dem Alter gezeigt.

LG
Tanja

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"Wie seht ihr das? Bin ich da auf dem Holzweg? Ich habe schon überlegt, ob das seine Form der Rebellion ist"

Ehrlich? Du hast einen 18-jährigen zu Hause, der gut in der Schule ist, Sport treibt der weiß was eine gesunde Ernährung und wie er sie sich selbst zubereitet und siehst das als "Rebellion" an?

Ja, ich glaube du bist auf dem Holzweg!

An deiner Stelle würde ich deinen Sohn unterstützen und mit ihm gemeinsam einen Plan erstellen, wie ihr seine gesunde Art sich zu ernähren in eure Familienmahlzeiten einbaut, damit er nicht mehr gezwungen ist sich spät noch selbst was zu essen zumachen, oder es einfach "ertragen", dass sich dein selbstständiger Sohn auch selbst was zu Essen macht!

Ich kann mir nicht vorstellen, mich je darüber zu ärgern, dass sich MEIN Kind was "tolles zu Essen" macht. Das man seinem eigenen Kind eine gesunde Ernährung, die auch noch selbstständig gekocht wurde, nicht gönnt, finde ich schon etwas...komisch...#schwitz

Natürlich kann man darüber reden, was finanziell drin ist und ein paar Lebensmittel, die besonders teuer sind, auch entsprechend etwas seltener einkaufen. Es muss nicht täglich Lachsfilet oder Filet Steak mit Trüffel geben, aber frisches Obst, Salat und Haferflocken, sollten wohl machbar sein?
Das Vegetarische Schnitzel, kann man natürlich auch etwas seltener kaufen. An deiner Stelle würde ich versuchen die gesunde Lebensweise deines Sohnes, in euren Familienalltag zu integrieren, anstatt dich über deinen Sohn zu ärgern, der einfach mehr Essen braucht, weil er viel Sport macht.

Was die Wäsche angeht, auch da kannst du bestimmt mit deinem Sohn einen Weg finden, wie er sich einbringt. Er kann sich zum Beispiel (vielleicht über sein Taschengeld) etwas mehr Sportkleidung kaufen, die dann über die Woche reicht und sich 1x die Woche eine Maschine mit seiner Sportkleidung auch selber anschmeißen und dann aufhängen.

Ganz ehrlich, ich glaube du solltest deinem Sohn gegenüber etwas mehr Anerkennung zeigen, anstatt dich mit ihm darüber zu streiten, dass er ein gesundes und sportliches Leben führt! Die Alternative könnte auch maßloses Junkfood, Party ohne Ende mit viel Alkohol und eventuell Drogen und Null Bock auf Schule sein.

Ich nehme gerne die Probleme mit deinem Teenie! ;-)

#winke

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"... dass sich MEIN Kind was "tolles zu Essen" macht. Das man seinem eigenen Kind eine gesunde Ernährung, die auch noch selbstständig gekocht wurde, nicht gönnt, finde ich schon etwas...komisch..."
👍👍👍👍


So sehe ich das auch. Haferflocken, Obst, Joghurt, Milch- sowas gibt es hier täglich. Verstehe dich nicht. So besonders ist es nicht und auch nicht teuer.

Was sollte er denn sonst essen?

Außerdem: wenn er so viel Sport macht, braucht er mehr Essen und Lebensmittel. Klar, dass er dann mehr mit isst.

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Deine Grenze ist erreicht. Das würde ich erst mal für dich zur Kenntnis nehmen.

Wie war es bisher mit eigenen Grenzen? Mamatier macht alles? Bis zur Selbstaufgabe?
Da ich das aus dem Umfeld kenne, frage ich nach.

Unterstützen finde ich super.
Allerdings ist er erwachsen, zumindest volljährig.

Welche Aufgaben hatte er bisher?

Dass er selbst kocht, ist super.
Allerdings würde ich in Ruhe mit ihm klären, welche Punkte dir wichtig sind, welche ihm wichtig sind und wie sich ein Kompromis finden lässt.

Sport ist super. Aber wenn er die Zeit hat so viel zu trainieren, dann wird er auch mal Zeit haben, seine Wäsche zu waschen oder selbst aufzuhängen.

Ich würde jetzt nicht erwarten, dass er sich neben Schule sein komplettes Leben finanziert. Ein paar Extras dazu verdienen allerdings schon.

Bei uns gilt (das habe ich von meiner Jugend übernommen) Basics zahlen die Eltern. Besonders kann man sich dazu verdienen.
Er darf seinen gesunden Stil durchaus gerne leben. Allerdings schadet es nciht, wenn er jetzt lernt, dass manches teurer ist. Er kann ja jetzt was dazu verdienen, dafür bekommt er ein Gespür dafür, was später das Leben kostet. Oder ihr bezahlt alles weiter, egal was es mehr kostet und er muss dann bei seinem Auszug, oh Wunder, feststellen, was das Leben kostet und sich doch was dazu verdienen, wenn das Budget nicht reicht.

Wenn er gerne kocht, könnte ein Deal auch sein, dass er ab und zu für die Familie kocht. Dafür bezahlst du die Zutaten oder wäscht öfter mal die Wäsche.

Alleingang, sich nicht an Familienregeln halten und dir alle Arbeit aufhalsen - würde ich nicht.
Da er erwachsen ist, würde ich auch auf der Ebene mti ihm ein Gespräch führen. So eine Art Familien-WG.

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Wenn du an deiner Grenze bist, dann muss er halt auch mal was übernehmen.
Sportwäsche wird dann von ihm gewaschen, teurere Lebensmittel kaufst du nur noch 1-2x pro Woche (oder wie oft ihr es eben finanziell stemmen könnt/wollt). Das ist denke ich schon ein guter Ansatz.

Will er jeden Tag eines der teureren Lebensmittel essen, kann er die sich sicher vom Taschengeld entsprechend noch dazu kaufen.

Ansonsten finde ich, kannst du nicht verlangen, dass er abends nichts mehr kocht. Ich kann schon verstehen, dass es euch stört und würde einfach mal Absprachen treffen. Am Donnerstag und Freitag wollt ihr gerne in Ruhe einen Film gucken, er soll bitte vorher was vorbereiten. Am Samstag und Mittwoch kommt er später, nach dem Fitnessstudio, dann wisst ihr Bescheid und guckt keinen Film. Das kann man natürlich alles flexibel abändern etc.

Wichtig ist einfach, dass ihr miteinander redet!
Sonst plant jeder was eigenes und alle sind sauer weil der jeweilige Plan zerstört wurde. Das muss echt nicht sein.
Sollte sich dein Sohn nicht an die Absprachen halten, dann wäre ich auch sauer auf ihn und würde das Verhalten nicht akzeptieren.
Aber so macht absolut nichts falsch!

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“Aber so macht *er* absolut nichts falsch!”... sollte das heißen.

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Ganz ehrlich? Ich finde deinen Sohn, nach deinen Beschreibungen, toll.
Er ist ein guter Schüler, treibt regelmässig Sport und achtet auf seine Ernährung. Ich bin begeistert und würde mir wünschen das sich meine daran ein Beispiel nehmen.
Das mit der Wäsche ok, da müsste man eine Einigung finden, das er selbst wäscht oder zumindest die Wäsche aufhängt und wegräumt.
Das mit dem Essen kenne ich hier auch, allerdings sind es hier eher hot dogs, Chips und Fast food. Ich wäre froh wenn meine sich anstatt dessen gesundes Essen kochen würden.
Was verstehst du unter tolles Besonderes?
Bei uns essen sich die Grossen auch ab 22 oder 23 Uhr noch etwas. Es werden Rühreier oder frische Pfannekuchen gemacht. Wir haben auch eine offene Küche aber das stört mich nicht. Da meine Grossen beide untergewichtig sind bin ich froh wenn sie etwas essen.

Ich finde du „ jammerst“ auf hohem Niveau.
Andere haben Probleme das ihre Kinder Drogen und Alkohol konsumieren oder die Schule schwänzen ect.

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Du schreibst (ausser ich habe es überlesen) nichts darüber, ob dein Sohn normalgewichtig ist oder nicht.

Wenn das Wohnzimmer nicht gleichzeitig euer Schlafzimmer ist, warum stört es dich, wenn um 22 Uhr noch jemand in der Küche werkelt?

Weshalb freust du dich nicht darüber, dass dein Sohn kochen kann, sich gesunde Speisen zubereiten kann und will?

Warum bittest du ihn nicht einfach, jeweils eine grössere Menge zuzubereiten, dass es für alle reicht?

Beim Einkaufen, Haushalt, Wäsche, da sollte sich sowieso jeder in der Familie einbringen, deshalb verstehe ich nicht, dass du das alleine machst? Das ist eine Frage der Einstellung und Erziehung.

Was die Mehrkosten für Lebensmittel anbelangt: Ausser den Fertig-Veggieschnitzeln sehe ich jetzt nicht, was an Haferflocken, Obst, Tomaten, Mozarella und Joghurt teuer sein soll.

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Entschuldige, aber ich verstehe dein Problem nicht.
Dein Sohn scheint sein Leben gut im Griff zu haben und du findest es nicht gut, dass er sich statt Knabberkram gesundes Essen selbst zubereitet? Es wäre verständlich, wenn du nach der Zubereitung die Küche renovieren müsstest. Aber so?
Die anderen beiden Kinder kommen doch sicher auch auf die ein oder andere Art zu ihrem Recht, oder bleibt für sie nichts mehr übrig?
Dass Jugendliche besonders viel essen (nochmal besonders wenn sie Sport machen) ist doch auch kein Geheimnis. Mein Mann sagt immer, dass er und sein Bruder sich ab 14 Jahre quasi ein ganzes Brot geteilt haben, die Eltern bekamen nix mehr 😉

Was die Wäsche angeht würde ich auch eine gemeinsame Lösung finden: selbst Waschen oder einfach doch mit waschen, weil bei 5 Personen sowieso jeden Tag gewaschen wird?

Dass die Eltern die Basics bezahlen und die Kinder Extras finde ich auch nett. Allerdings gehört Essen für mich zu den Basics. Da wird nicht abgeknipst- klar kaufe ich gerne Angebote, aber es wird auf nichts verzichtet, was dazu gehört (wie Obst, Gemüse, Joghurt, etc.).