Erfahrungen mit Hochbegabung? Einschulung?

Hallo,

unser Sohn war gestern bei einem Schulreifetest.
Er müsste eigentlich im September mit noch 5 Jahren in die Schule.
Da er sehr klein und zierlich ist und im psychosozialen Bereich noch etwas hinterher ist, hatten wir uns überlegt, ob es nicht besser wäre, ihn noch ein Jahr zurückzustellen.

Beim Schulreifetest heute kam nun raus, dass sie ganz stark auf Hochbegabung tippen. Wir sollen Ende März zum Test kommen.
Wäre ja dann eigentlich ein klarer Fall von Einschulen mit 5, aber er hat ziemliche Defizite in der Koordination. Ergotherapie ist dringend erforderlich...

Fazit der Schulpsychologin: Entweder jetzt einschulen, parallel Ergotherapie und Misserfolge beim Schreiben hinnehmen müssen... oder ein Jahr warten (Ergotherapie greift dann schon) und dann evtl. bald eine Klasse überspringen.

Hat jemand Erfahrung mit der Problematik?
Ich bin im Moment ziemlich ratlos... #gruebel

#danke Ulrike

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Hallo Ulrike,

ich bin zwar keine Mutter eines hochbegabten Kindes,aber als unsere Tochter damals mit 6 Jahren eingeschult wurde,haben wir nicht mit so großen Problemen gerechnet.
Anna`s Lehrerin stellte recht schnell fest das sie probleme mit der Feinmotorik hat.Sie verkrampft beim Schreiben und ist in den Oberarmen zu schwach,wie man dann feststellte.
Sie geht jetzt zur Ergo.
Anna findet die Schule echt doof,da sie langsamer ist als ihre Mitschüler.Frust pur!
Gefällt deinen Sohn der Kindergarten,hat er dort Spass?
Wenn ja lass ihm das Jahr spielen noch.

Lg Sabine

2

Hallo,

#danke

Er möchte schon in die Schule. Ich seh aber große Probleme, wenn das mit dem Schreiben nicht hinhaut. Mit Frust und Misserfolg kann er nicht so gut umgehen, blockiert und bockt dann gerne...

Ich tendiere auch dazu, ihn noch ein Jahr in den Kiga zu schicken - hab aber Angst, dass das Kind dann total unterfordert ist...

Hat die Ergotherapie bei deiner Tochter Erfolg?

#herzlich Ulrike

3

Hallo Ulrike,
vielleicht wäre es für die Entwicklung deines Sohnes gut, wenn er noch ein Jahr im Kindergarten bleibt, um sich weiter entwickeln zu können ohne den "Druck" der Schule. Diese Zeit solltet nutzen, um beim Schulpsychologen die Diagnostik Hochbegabeung durchführen zu lassen, Termine sind dort oft eine langfristige Angelegenheit. Die frühe Einschulung könnte auch trotz Hochbegabung nach hinten los gehen, denn Hochbegabte lernen ganz anders und es könnte eventuell zu Lernschwierigkeiten kommen. Fördern könnt ihr euren Jungen zum Beispiel, indem er beginnt, ein Instrument zu spielen. Das fordert Geist und Feinmotorik. Ich wünsche euch alles Gute!
Liebe Grüße Heike

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5

Wir haben ein ungetestetes teilhb Kind, und sind froh, daß sie sozial völlig unauffällig war, und somit ganz normal im Kiga geblieben ist, ganz normal eingeschult wurde, die beste Schülerin der Klasse ist, sich nicht langweilt, sondern sich das geistige Futter holt wenn sie es braucht. Sei es in Form von Extrablättern o.ä..

Ist nicht zwingend, daß ein hb Kind früher eingeschult werden muß, wenn er im Kiga keine Probleme macht, würde ich ihm das Jahr zum reifen gönnen.

lg
leonie

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Hallo,

#danke

Er macht im Kiga (noch) keine Probleme.

Wir tendieren auch eher zum Zurückstellen, hoffentlich geht das durch. Er ist ja schon ein Muss-Kind, 10 Tage vor Stichtag geboren...

#herzlich Ulrike

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Unser Sohn wurde mit 5 Jahren vorzeitig eingeschult und Ende November 6. Er war insgesamt sehr weit entwickelt besonders eben auch im sozialen Bereich.

Die Feinmotorik war durchschnittlich, er war im Bereich von normalen 6jährigen Jungen.

Wir dachten durch eine Einschulung mit 5 einen Sprung zu umgehen, das erwies sich als Trugschluß. Er ist nun mit 71/4 Jahren in der 3.Klasse.

Ich würde, wenn es so starke Probleme in der Feinmotorik und im sozialen Bereich gibt nicht einschulen. Es gibt sonst zuviel Frust und ein hochbegabtes Kind ist in der 1.Klasse sowieso unterfordert. Mit etwas mehr Frustrationstoleranz kann ein Kind die Unterforderung, die es ein Schulleben lang begleiten wird aber besser ertragen.

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Hallo,

ich bin sehr beruhigt, dass ihr mir im Prinzip alle das bestätigt, was wir uns auch denken.
Ich denke, wir werden versuchen, ihn zurückstellen zu lassen. Hoffentlich geht das dann auch durch...

#danke Ulrike

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hallo
ich habe meinen sohn bewusst erst mit knapp 7 einschulen lassen. er wurde in der ersten klasse auf hochbegabung getestet. er ist ein sehr guter schüler. er langweilt sich nicht,sondern genießt es, dass er nicht lernen braucht bzw. kaum hausaufgaben auf hat, da er die meist im unterricht schon macht. ich würde es immer wieder so machen. mein zweiter sohn ist hb-verdächtig, noch nicht getestet. letztes jahr hätte er als muss-kind eingeschult werden müssen. mit hilfe eines anwaltes bekam ich die zurückstellung durch, da ich mein kind am besten kenne und der meinung bin(war) dass er zum damaligen zeitpunkt noch nicht die schulreife hatte. auch wenn der schulpsychologe etwas anderes meinte.
ich würde deinem sohn das eine jahr noch zeit lassen und später falls notwendig eine klasse überspringen. was aber in den seltesten fällen vorkommt. was meinen die erzieher im kindergarten?
gruß petra

9

Hallo,

#danke

Die Erzieherin ist sich auch nicht ganz sicher, tendiert aber eigentlich - wie wir alle - zum Zurückstellen.

Er ist eben klein und zierlich, außerdem ist die Frustrationstoleranz eben noch nicht sonderlich hoch.
Wenn ich allein an die Hausaufgaben denke - wenn was nicht so hinhaut, wie er sich das einbildet - bekomme ich schon Schweißausbrüche.

Ich bin mal gespannt, was die Schulärztin sagt, da müssen wir gleich nach den Osterferien hin...

#herzlich Ulrike

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hi ulrike,
mein sohn war letztes jahr auch noch so klein,zierlich und war auch gleich frustriert wenn was schief ging.
die schulärztin und der schulpsychologe haben ihn als schulreif empfunden. lass dich also ,sofern du gegen eine einschulung bist nicht dazu drängen. das recht ist auf deiner seite und keiner kennt das kind besser als eine mutter.
jetzt im moment weiß ich ,dass ich letztes jahr die richtige entscheidung getroffen habe und weiß jetzt!! ist er schulreif
viel glück
petra

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