Grundsätzlich zum Elternsprechtag gehen?

Hallo,

bei meinen Kids in der Schule stehen nun wieder Elternsprechtage an.

Als ich noch in der Schule war (vor 25 - 30 Jahren #schock) war es so üblich, dass es eben einen oder zwei Elternsprechtage gab, an denen die Eltern - ohne Voranmeldung - mit jedem Lehrer nach eigenem Bedarf reden konnten. Da man nicht angemeldet war, musste man eben manchmal ein Weilchen vor den Türen der Lehrer warten.... Meine Eltern sind immer pflichtbewusst hingegangen und haben mit fast allen Lehrern gesprochen, obwohl ich - gottseidank - nie Schwierigkeiten oder Probleme in der Schule hatte #schein

Heutzutage ist es ja so (bei uns jedenfalls), dass die Lehrer vor den Elternsprechtagen Zettel austeilen, auf denen man sich anmelden muß. Und das auch nur, wenn UNBEDINGT Gesprächsbedarf besteht... #augen So nach dem Motto: Kommen Sie bitte nur, wenn´s ganz arg wichtig ist - ansonsten bleiben Sie bloß zu Hause, damit´s nicht so voll und stressig wird ... ;-)

Tja, mein Pflichtbewusstsein sagt mir: Hingehen, da ich´s von Früher so gewohnt bin. Worüber ich mit den Lehrern reden sollte, weiß ich allerdings nicht. Und wenn die Lehrer mich dann groß anschauen und ihre Blicke sagen: Was wollen Sie denn eigentlich hier? - Sollte ich dann doch lieber zu Hause bleiben? #kratz

Wie macht ihr denn das?

LG Sabine :-)

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Mein Sohn bekam letzte Woche auch einen Zettel mit nach Hause. Heute Abend ist "Elternsprechtabend" und dann gibt es noch Termine Mittwochs- und Freitagsmittags. Terminewünsche wurden über das Mitteilungsheft weitergegeben.

In der Grundschule redet man ja meist nur mit dem Klassenlehrer und ich hatte jetzt nicht das Gefühl, das die Einladung als "nur wenn es unbedingt sein muss" zu verstehen war.

Und einen Termin möchte ich auch sehr gerne haben. Ich bin berufstätig (wenn auch nur in Teilzeit) und möchte nicht "eine Weile vor der Tür warten" ... ich muss nämlich dann mittags früher gehen ...

2

ich bin sehr froh, dass es elternsprechtage gibt. ich gehe morgen hin. wir bekamen auch einen zettel von wann bis wann wir können und dann habe ich von der lehrerin einen termin um 15.30 bekommen. man erfährt eben mehr als aus dem zeugnis. das solzialwesen.. wo es evlt. probleme gibt etc. außerdem tut es auch mal gut, gutes über sein kind zu hören *g*.. da sie ein gutes zeugnis hat rechne ich nicht mit was schlimmen :-) ..

also ich würde immer hingehen :-)

lieben gruß

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Hallo Sabine

ich denke man soll schon mal hingehen auch wenn es nichts gibt. Ist ja auch schön, wenn das Kind gelobt wird.
Bei längeren Gesprächen kann man bei uns vormittags in die Sprechstunde gehen ( angemeldet). Außerdem lernt man die Lehrer/in kennen und zeigt Interesse.
LG Andrea

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Guten Abend schokobine!

Ich finde es sehr wichtig, den Elternsprechtag wahrzunehmen.
Seit der Grundschule habe ich auch immer das entsprechende
Kind mitgenommen. Anfangs fanden die Lehrer, dass das eine
gute Idee ist, das Kind mitzubringen. Jetzt in den höheren Klassen müssen sogar die Kinder mitkommen, ansonsten findet
kein Gespräch statt. (Wird den Kindern gesagt). Ganz egal, ob
die Kinder gut oder schlecht in der Schule sind, irgendwas hat
der Lehrer immer zum Sozialverhalten oder der schulischen
Leistung zu sagen. Die Kinder nehmen es einfach ernster, wenn sie es vom Lehrer direkt zu hören bekommen, als im Nachhinein zu Hause von den Eltern.

lg Barbara

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Man sollte zum Elternsprechtag gehen, weil das Gespräch doch auch ein positive Verstärkung in Lernverhalten, Benehmen .. sein kann.

6

Hallo Sabine!

Ich war/bin selbst Lehrerin und finde, dass nicht alle Eltern zum Elternsprechtag kommen müssen.

Wenn deine Kinder gute Zeugnisse haben, gerne in die Schule gehen und dir als Mutter nichts auf der Seele brennt, kannst du guten Gewissens zu Hause bleiben.

Ich fand es immer gut, wenn die Eltern meiner Klasse kurz angerufen bzw. über den Einladungszettel nachgefragt haben, ob Gesprächsbedarf besteht. So konnte ich bei den "problemlosen" Schülern auf einen Termin am EST verzichten und hatte mehr Zeit für die anderen.
Wenn Eltern einen Termin wollten, haben sie natürlich immer einen bekommen!
Die entspannteren und ausführlicheren Gespräche habe ich übrigens NICHT am EST geführt...

LG, Tina.

7

liebe tina,

schön auch mal die sicht der lehrer zu sehen .. persönlich würde mir die lehrerin meiner tochter nicht sagen, dass es nicht nötig ist.. erst wenn ich bei ihr bin sagt sie meist: " ich hoffe sie haben frage, ich kann ihnen nicht viel über ihre tochter sagen".. sie ist eine soziale, gute schülerin oberes drittel, die viel sabbelt und sehr viel mitzuteilen hat *lach*

lg astrid

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Hallo Astrid!

Natürlich sind solche Gespräche, bei denen man ein Kind loben kann, zufrieden ist und zu den Eltern ein entspanntes Verhältnis hat, auch 1000mal netter als die "Problemgespräche"!

Aber bei manchen Eltern ist man als Lehrer froh, dass man sie überhaupt mal zu Gesicht bekommt, und muss dann auch Zeit dafür haben.

LG, Tina.

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Ich geh immer.

"Guten Tag Herr/Frau XY - was können Sie mir über mein Kind erzählen"?

Wie kann ich Ihre Arbeit unterstützen?

Shakehands, Telefonnummer hinterlassen und am Ende:

vielen Dank für Ihre! Zeit.

Wenn es dann mal klemmt, dann erinnern sie sich hoffentlich an mich.

Gruß

Manavgat

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Auf dem Gymnasium meiner Söhne ist es die Regel, dass Eltern regelrecht gebeten werden, zu Hause zu bleiben, wenn es nicht ganz dringend ist. Man bekommt vorher einen Zettel, auf dem man die Lehrer schreibt, zu denen man hinmöchte. Ich habe meistens alle Namen der Lehrer der Hauptfächer hingeschrieben und bekam dann keinen Termin, sondern nur einen Vermerk, dass es nicht nötig ist. Auch auf meine darauffolgende Bitte (mein Sohn war gerade in der 5. Klasse und ich wollte den Lehrer wenigstens kennenlernen), dass ich trotzdem gerne einen Termin hätte, wurde ich mit dem Vermerk "Nicht nötig" abgewiesen. Ich sollte zu den Sprechstunden der Lehrer kommen, wenn ich unbedingt wollte. Diese sind jedoch immer vormittags und da ich berufstätig bin, ist mir dieses nur im Urlaub (und da sind meist Ferien) möglich. Bei einer Lehrerin bekam ich dennoch einen Termin und die fragte mich dann, warum ich denn überhaupt gekommen sei.

Eigentlich kann ich mir in Zukunft die Elternsprechtage sparen, aber ich werde dennoch immer versuchen, wenigstens beim Klassenlehrer einen Termin zu bekommen.

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Ich bin Lehrerin an einem Gymnasium. ICh kann deine Seite auch verstehen. Aber wenn ich von meinen Erfahrungen aussgehe, kann ich die Lehrer deiner Kinder auch verstehen. Ich unterrichte Mathe und Physik und bin auch immer Klassenlehrerin. Das heißt bei Elternsprechtagen, dass ich an den beiden Tagen, die angeboten werden, Termine fast im Fünf-Minuten-Takt habe von 14 Uhr bis 20 Uhr. Wenn ich Glück habe, sind kleine Toilettenpausen eingeplant. Klar dauert nicht jedes Gespräch nur fünf Minuten. Ich bin dann auch immer sehr froh, wenn nicht alle Eltern erscheinen. Leider kommen oft die nicht, bei denen es wichtig wäre.
Bei mir haben aber alle Eltern meine Telefonnummer, so dass sie mich immer anrufen können. So muss ich keine feste Sprechstunde anbieten, wo eh niemand Zeit hat.
Ich finde Elternsprechtage sehr wichtig; auch wenn sie für die Lehrer mega-anstrengend sind. Die Unterrichtsvorbereitung muss ja auch noch sein. (Den Klopfer hat mal eine Mutter gebracht, als sie nach der Mathearbeit fragte, die an diesem Tag geschrieben wurde. Die hatte ich natürlich noch nicht korrigiert. Ich konnte ihr auch nicht versprechen sie bis zum übernächsten Tag fertig zu haben.) Ich kenne gerne die Eltern meiner Schüler.

Zum Kennenlernen der Lehrer gibt es bei uns am Anfang des Schuljahres immer einen Fachlehrer-Elternabend. Das heißt, die ELtern der Klasse benennen die Lehrer, die sie kennenlernen möchten. Dann stellt man sich kurz vor und beantwortet Fragen. Ich nutze dann immer die Gelegenheit und sage den Eltern, wie sie mich erreichen können. Schüler neigen dazu, solche Informationen in gewissen Fällen nie zu erhalten #schein

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