Von Realschule auf die Hauptschule

Hallo, hab mal eine Frage, meine Nichte soll von der Realschule runter, sie ist in der 6ten Klasse, und ihr zwischenzeugnis war alles andere als gut. Alle Hauptfächer 5 der rest 4ren. So der rektor hat sie jetzt an der Hauptschule anmelden wollen( natürlich mit einverständnis der Eltern) gestern bekamen sie den Bescheid, das die hauptschule ( die neben der Realschule ist) keine Realschüler nimmt. Meine Schwester ist geschockt, der Lehrer der Ral meinte , das die Hauptschule nicht verpflichtet sei, das Kind zu nehmen, was soll am machen? Das Mädel wird sicher im Sommer sitzenbleiben, und was ist , wenn sie auch in der Klasse schelcht ist ,und nicht mit kommt? Bei uns im Ort, gibtt es nur eine Hauptschule, die nächste wäre 30 km entfernt. Habt ihr tipps.? lg

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Hallo,

wenn es die einzige Hauptschule im Ort ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie ohne triftge Gründe das Mädchen einfach so ablehnen kann!
Ich würde mich an eurer Stelle direkt bei der Schulleitung der Hauptschule melden und wenn das nichts bringt beim Schulamt nachfragen.

Viele Grüße,
Susanne

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Ist das Kind dumm oder nur faul?
Meist ist es ja Faulheit. Also Klasse wiederholen auf der RS und büffeln, büffeln,büffeln.

lg
leonie (die wg. Superfaulheit die 6. wiederholt hat aber trotzdem trotzdem clever ist)#schein

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Hallo Leonie,

ich bin zwar deiner Meinung, dass sie es erst mal mit Wiederholen auf der Realschule versuchen sollte, ABER selbst wenn sie auf die Hauptschule geht ,heißt das noch lange nicht, dass sie dumm ist, oder sind in deinen Augen alle Hauptschüler dumm??
Das ist wieder mal schwarz-weiß Denken pur! Was ist mit den Kindern, die einfach in der 4.Klasse noch nicht so weit sind, verspielt sind und einfach mehr Zeit brauchen? Sind sie alle dumm nur weil sie in der entscheidenden Klasse keine Empfehlung für die Realschule erhalten haben? Ich denke nicht! Ich kenne genügend Hauptschüler, die nach der 9. Klasse noch mittlere Reife und sogar Abitur gemacht haben.

LG Sara

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Nimm nicht dumm sondern nimm lernschwach. Für mich ist es nicht normal, wenn ein Kind in vielen Fächern 4 oder 5 hat.
Dann liegt eine Schwäche des Lernens vor (vielleicht war dumm ein blödes Wort), oder eben extreme Faulheit.

lg
leonie

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sie sollte die Klasse wiederholen, ich mein, ich würde nicht freiwillig auf die Hauptschule gehen, vLLt habe ich auch einfach zu viele Vorurteile.
ich kann deiner Nicht nur wünschen, dass sie sie auch hat, dann wird sie sich mehr anstrengen, wenn sie die klasse wiederholt

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Hallo,

also freiwillig würde ich mein Kind auch nicht auf dei Hauptschule bringen, aber da ich fgerade Lehramt studiere haben wir eigentlich gelernt das die Hauptschule ohne Leistungsnachweis alle Kinder aufnehmen muß, es ist (hab gerade nochmal nacvh geguckt) Pflichtschule für alle.

Aber ich würde mir das echt gut überlegen, bzw mit dem Kind nochmal genau drüber reden.


Achja, wenn die Schulleitung unkooperativ ist, gleich ans Oberschulamt wenden, gar nicth lange mit der schule verhandeln, die kriegen dann panik, wenn gleich was von "oben" kommt.

Gruß Kristina

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Hallo!

Zur Hauptschule: Soweit ich weiß, MÜSSEN sie das Kind nehmen, allerdings nicht unbedingt mitten im Schuljahr.

Wir hatten damals Glück:

Mein Sohn hatte eine Realschulempfehlung, hätte allerdings auch eine Gymnasialempfehlung bekommen, wenn ich das gewünscht hätte (Noten überwiegend 2en und ein paar 3en in der Grundschule).

Wegen seiner nicht überragenden Arbeitshaltung
(machte zwar alles, aber eben nur das Notwendige)
und der damals gerade erfolgten Trennung von Ex und mir fanden wir die Realschule geeigneter.

Durch verschiedene Umstände (u.a. auch durch unfähige Lehrer, aber auch aufgrund von krankheitsbedingten Fehlzeiten etc.) sackten seine Leistungen in der 6. Klasse dramatisch ab (2 Fünfen auf dem Zeugnis, eine davon eigentlich ungerechtfertigt).

Er wiederholte die 6. Klasse, in der Hoffnung, dass durch den damit verbundenen Lehrerwechsel seine Motivation und seine Leistungen wieder besser werden.

Allerdings hatten sie es in den ersten zwei Jahren geschafft, aus einem Kind, das gern zur Schule ging und durchaus lernen WOLLTE, ein zutiefst verunsichertes Kind zu machen, dessen Motivation und Selbstvertrauen sich gegen Null bewegte.


Als ich in der 7. Klasse dann merkte, dass er auch dort kein Bein an den Boden kriegen würde und als "Versager" und "Verweigerer" (was er NICHT war! weder noch!) abgestempelt war
(und ich als vernachlässigende Alleinerziehende, weil ich z.B. halbtags arbeiten ging, wenn mein 12- bzw. 13-jähriger Sohn krank war, - das wurde von denen sogar kontrolliert!),
bat ich um eine Klassenkonferenz mit den Lehrern der Hauptfächer.
Meine Meinung (die geben Sohn keine Chance, und wenn er sich noch so abstrampelt)
wurde dort in dem Gespräch leider bestätigt.

Das Gespräch war im Mai, an einem Donnerstag.
Am Freitag telefonierte ich mit der Hauptschule, hatte am Montag einen Gesprächstermin dort, am Mittwoch ging mein Sohn zum ersten Mal auf seine neue Schule.

Ab da war Aufatmen angesagt, und ich wünschte, ich hätte diese Entscheidung eher getroffen!

Wie gesagt, es ist nicht selbstverständlich, dass die Hauptschule mitten im Schuljahr jemanden nimmt, aber zum neuen Schuljahr müssen sie es auf jeden Fall!

Frage: Hatte das Mädchen eine eindeutige Realschulempfehlung (oder besser)?

Dann würde ich eine Wiederholung des Schuljahres in Erwägung ziehen, aber an einer anderen Realschule oder einer Gesamtschule (die dürfen aber die "Übernahme" verweigern, leider).

Im Zweifelsfall würde ich alles - persönlich! - daransetzen, dass das Mädchen - egal, ob mit oder ohne Sitzenbleiben - an der Hauptschule weitermachen kann.

Wenn sie sich da gefangen hat, kann sie immer noch über die 10B und Qualifizierten Abschluss weitermachen.

Unterschätzt nicht, welch verheerende Wirkung schlechte Leistungen auf das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen eines Kindes haben können.

Mein Sohn stand im 6. Schuljahr (erster Anlauf) in 2 naturwissenschaftlichen Fächern im Mai (Elternsprechtag) auf "gut",
Tests waren 1- und 2+ gewesen, mündlich 2.

Im Zeugnis 2 Monate später (!!!) hatte er in beiden Fächern eine 4 und somit keinen Ausgleich mehr.

So macht man jede noch vorhandene Motivation bei einem Kind kaputt.

Guckt genau hin, wo die Ursachen bei deiner Nichte liegen, und dann handelt entsprechend.
Es kann nur besser werden!

Liebe Grüße,

samonira


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Was soll ein Mädchen mit Hauptschulabschluß werden? Jungs mit passablem Hauptschulabschluß bekommen vielleicht noch eine Lehrstelle...

Ich würde die zuständige Schulpsychologin um Rat fragen. Nur ein Teil der Kinder mit schlechten Noten sind überfodert. Bei den meisten ist es nur eine Phase und/oder sie wissen gar nicht wie man lernt.

Wenn die Schulpsychologin sagt, sie sei ausreichend intelligent, dann steht einer Widerholung der Klasse nichts entgegen. Als Eltern würde ich darüber nachdenken, wer ihr zeigen könnte, wie man systematisch lernt und ob sie in einem Teilbereich vielleicht Nachhilfe braucht.

Es muss klar gesagt werden: die Hauptschule ist eine Restschule.

Gruß

Manavgat

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Moin!

Nur zu Deiner Info: Meine Schwester hat einen guten Hauptschulabschluss und als einziges Familienmitglied sofort einen Ausbildungsplatz und anschließend eine feste Arbeitsstelle gefunden.
Wir anderen (Mittlere Reife, Fachhochschulreife, Abitur) mussten sehr, sehr, sehr viel länger darauf warten!

Sorry, aber mit Vorurteilen Deinesgleichen habe ich echt Probleme!

Beste Grüße,
Juliejohanna :-)

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Man kann eben nichts verallgemeinern, aber auch hier am Ort ist das eher ein Ausnahmefall, daß man als Hauptschüler einen guten Ausbildungsplatz bekommt. Unsere großen Firmen hier nehmen nur noch ab mittlere Reife. Also ist die Auswahl noch mehr eingeschränkt als eh heute schon.

lg
leonie

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