Silopo Kind orientiert sich nach unten

Unser ziemlich schlaues Kind macht in der Schule nur die leichten Aufgaben, dafür Fehler frei, statt sich auch mal an den schwereren Aufgaben zu versuchen.

Dadurch ist er im unteren Mittelfeld (von den Noten her).

Nächstes Jahr ist der Wechsel auf die weiterführende Schule und ich habe schlaflose Nächte.

Klar kann er auch nach der Gemeinschaftsschule noch sein Abi nachholen, aber er bleibt im Moment total unter seinen Möglichkeiten.

Er hat schon viel erreicht, hatte motorische Schwierigkeiten, Logo, ergo und Physiotherapie, aber intellektuell kann er viel mehr als er gerade zeigt. ADS ist auch nachgewiesen, mit der richtigen Therapie aber gut im Griff.

Erwarte ich zu viel?

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'Er bleibt unter seinen Möglichkeiten' ist immer leicht gesagt.
Aufgaben zu bearbeiten hat nur zum Teil mit den intellektuellen Fähigkeiten zu tun: Man muss sich über einen erheblichen Zeitraum fokussieren, seine Gedankengänge sortiert behalten, sie nachvollziehbar halten, in einer ordentlichen Schrift zu Papier bringen. Für einen ADSler ist das eine ziemliche Herausforderung.

Natürlich kann es auch sein, dass Dein Sohn einfach keine Lust hat, irgendwelchen Ehrgeiz in schulische Belange zu stecken, aber auch damit würde er auf einem Gymnasium vermutlich kreuzunglücklich werden.

'...aber intellektuell kann er viel mehr als er gerade zeigt:' Was macht Dich da so sicher, wenn er es nicht zeigt? Das erinnert mich irgendwie an die ehrgeizige Fussballmamis und -papis, die in ihrem mittelmäßig spielenden Sohn den nächsten Fussballstar sehen, weil er mit Papa immer so toll im Garten kickt. Mit Papa kicken ist super, aber was zählt ist das was beim Training / beim Spiel passiert. Und wenn das Kind da eher Mittelmaß ist, na dann ist es eben momentan ein mittelmäßiger Fussballspieler.

'Erwarte ich zu viel?' Ja. Die Entscheidung welche Schule für's Kind richtig ist, sollte auf dem Ist-Stand und nicht auf Basis von 'Er könnte aber doch...' erfolgen. Es kann durchaus sein, dass Dein Kind einfach später Ehrgeiz und Spass an intellektuellen Herausforderungen entwickelt. Dann kann es immer noch wechseln. Oder Dein Sohn macht halt kein Abitur. Das ist doch auch durchaus ok. Er bleibt doch immer noch Dein liebenswerter Sohn, der schon ganz viele Herausforderungen super gemeistert hat.

Grüsse
BiDi

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Danke für die Antwort.

Er hat gerade den VERA Test gemacht und sehr gute Ergebnisse gezeigt. Seine Lehrerin sieht auch, dass er schneller arbeitet (er hat sein Arbeitstempo enorm steigern können). Und die Kritik, er kann mehr als er zeigt, kommt von ihr. (Ich sehe es auch so, weil er bei den letzten IQ Tests überdurchschnittliche Ergebnisse hatte (nicht Hochbegabt, Grenzbereich dazu).

Aber Du hast auch recht, er hat gerade nicht den Ehrgeiz und strengt sich nicht an. Ich habe ihm erklärt, dass er für seinen Berufswunsch Abitur braucht, mal sehen, ob er etwas ändert oder nicht.

Ob er an der Gemeinschaftsschule richtig ist, da bin ich nicht so sicher. Er schwimmt ohne zu lernen im Mittelfeld mit, selbst wenn er das weiter so macht, kann er das ggf. auch am Gymnasium (immer so viel tun wie gerade nötig). Ich erwarte nicht das er zu den besten gehört.

Die Schwierigkeiten des ADS kenne ich gut, das macht die Entscheidung nicht leichter…

Klar kann er auch später das Abi machen. Ich möchte ihm alle Möglichkeiten offen lassen.

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Mein Mittelsohn hat einen IQ von 131, aber trotzdem nur einen schlechten Hauptschulabschluss gemacht. Er hat sein ADS zwar super im Griff, aber ihm war das alles zu blöd an dieser Schule. Dann hat er seinen Abschluss gesehen und fand das natürlich auch blöd, dass jeder Idiot besser war als er--dann hat ihn doch noch irgendwas gepackt und er holt jetzt seine mittlere Reife am Berufskolleg nach.
Der IQ sagt erst mal nicht viel aus...

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Was will er denn selbst?
Das, was du für ihn willst? (damit er seine Ruhe hat vor dem Gespräch?)
Er weiß es nicht? Weil deine Pläne für ihn im Vordergrund stehen?
Was eigenes? - was?

Er muss ja nicht sofort Abi machen.
Ausbildung mit berufsbegleitender Fachhochschulreife wäre auch was.
Informiere dich über verschiedene Bildungswege, das nimmt dir die Angst.

Was sagen denn seine Lehrer?
Was sagt er selbst dazu?
Braucht er diese fehlerfreie Sicherheit nach dem schweren Weg? Traut er es sich nicht zu? WIll er seine Ruhe, weil sonst Erwachsene für ihn Pläne machen, mit denen er überfordert ist?

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Hallo, Danke für deine Antwort.

Seine Lehrerin - siehe oben.

Er selbst hat konkrete Ziele für die ein Abitur und Studium wichtig sind.
Ich denke, es war ihm nicht klar, dass es nicht reicht, nur die leichten Aufgaben zu lösen. Er möchte einen guten Abschluss machen. Will aber nicht zu den besten der Klasse gehören.

Durch das Zeugnis mit Kompetenzen ohne Noten, ist es nicht so klar zu sehen, wo er steht.

Mir ist schon klar, dass es nicht nur einen Weg gibt. Ich weiß aber auch das Umwege mitunter nicht leichter sind und länger dauern. Wenn das sein Weg ist, ist es auch ok für mich.

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Wenn er selbst Ziele mit Abitur hat und ihm das nicht klar war, sollte vielleicht in Ruhe mit ihm gesprochen werden. Auch wie er das erreichen kann.

Wenn er immer die leichten Aufgaben macht, ihn motivieren auch mal was anderes auszuprobieren. Herausfinden, warum er nur die leichten macht und entsprechend die Motivation anpassen.

"Mir ist schon klar, dass es nicht nur einen Weg gibt. Ich weiß aber auch das Umwege mitunter nicht leichter sind und länger dauern. Wenn das sein Weg ist, ist es auch ok für mich. "

Bei ADS dauert vieles länger und braucht Umwege.
Gut ist, wenn du auch seine anderen Wege akzeptierst.

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„Er hat schon viel erreicht, hatte motorische Schwierigkeiten, Logo, ergo und Physiotherapie, aber intellektuell kann er viel mehr als er gerade zeigt. ADS ist auch nachgewiesen, mit der richtigen Therapie aber gut im Griff. „

Vielleicht braucht er gerade auch einfach mal eine Pause? Gib sie ihm!

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Danke für den Einwand. Er hat bis letzte Woche zwei mal pro Woche Termine gehabt. Jetzt ist erstmal wieder Pause.

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Mein Sohn hatte auch große Probleme (unter anderem ADHS), kam viel an falsche Lehrer und hat insgesamt einen langen steinigen Weg hinter sich.
Letztes Schuljahr stand noch von Seiten seiner Lehrer im Raum ihm irgendwie mit Hauptschulabschluss aus der Schule zu lotsen.
Er war die letzten 1,5 Jahre in einer extra kleinen Klasse an seiner Schule mit wesentlich kürzen Unterricht als die restliche Schule.

Seit diesem Schuljahr geht er wieder in eine normale Klasse, wurde Klassensprecher und hat insgesamt für die Schule einige Aufgaben übernommen.
In seiner Klasse ist er jetzt im guten Mittelfeld unterwegs.
Laut IQ Test ist er überdurchschnittlich intelligent, aber das sagt nichts darüber aus was sie dann tatsächlich auch schaffen. Wo sie tatsächlich ran kommen, verstehst du was ich meine?
Und grade für Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen ist es wirklich schwierig ihr komplettes Potential zu nutzen.

Was wirklich hilft ist kein Druck zu machen.
Auch wenn er im Moment konkrete Pläne hat, was er werden will heiß es nicht das er es auch mit allen Konsequenzen durchziehen kann. Dazu ist er auch einfach noch zu jung.

Ich denke bei euch findet der Wechel nach der 4. Klasse statt?
Da ist doch noch lange nichts verloren.
Es ist generell nichts verloren.
Auch wenn er "nur" den msa macht, kann er wenn er möchte aufbauen, oder vielleicht findet er seinen Traumberuf in einem einfach Ausbildungsberuf ohne das Abi notwendig ist.

Mein Rat, nimm den Druck raus und hör auf so viel zu erwarten.

Liebe Grüße Janina mit 💙 💙 ❤ + ❤ 35+2

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Danke ☺️
Ich versuche den Druck raus zu nehmen. Letztendlich kommt es auf ihn an. Was er will und bereit ist dafür zu tun.

Er hat sich einfach total super entwickelt, da ist es nicht so leicht zuzusehen, wenn er dann einfach nicht will. Bisher konnte er es nicht und jetzt wo er es kann, traut er es sich noch nicht zu? Er hat gesagt, er ist so daran gewöhnt immer die leichten Zettel zu bearbeiten… Vielleicht gewöhnt er sich um, vielleicht auch nicht.
Er ist schon in der 4.Klasse, im Februar sind hier die Anmeldungen. Es ist noch etwas Zeit zu schauen wie es dann ist.

Danke fürs Mut machen!

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Ja, ich habe hier auch so ein Exemplar... extra Aufgaben? Um Gottes willen, warum soll ich mehr machen als nötig?
Aber er war halt super im mündlichen und in arbeiten konnte er auch alles (schusselte halt ab und an - bei den leichten Aufgaben, weil das ja pipikram ist). Lernen musste er in der Grundschule nie. Da ich wusste, dass er sich immer im Mittelfeld bewegt, wäre eine Gemeinschaftsschule nichts für ihn, dort ist das Mittelfeld mal eben so in der Mitte der "Realschule". Also ab aufs Gymnasium, dort musste er -um im Mittelfeld mitschwimmen zu können- Lernen. Das war anfänglich ein Kampf. Jetzt ist er kurz vorm Abi und hat seit einiger Zeit erkannt, was ein ordentlicher Abschluss ausmacht. Plötzlich kann man sich auch anstrengen und gehört zum besseren Kern der Klasse.

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was ist denn das für eine Schule? Walldorf?
Bei uns gab es für alle den normalen Stoff und für jeden die gleiche Klassenarbeit.
Beherrscht man den Stoff, gibts eine gute Note.
Wer das packt, hat eine Gym. Empfehlung, wer nicht, eben nicht.

es gibt einen Unterschied zwischen intelligent und faul und inteligent faul(kann eh alles, wenn es drauf ankommt, hat aber wenn es nicht nötig ist keinen Bock).
Leider wird nicht so ganz klar, was auf Deinen Sohn zutrifft.

und ja: man kann noch so fix und schlau und intelligent sein. - wenn das ADHS so ausgeprägt ist, dass Leistung im Schulleben nicht abrufbar ist, dann reicht es eben aufgrund der Anforderungen nicht aufs Gym.

Ihm jetzt schon mit dem Berufswunsch zu drohen finde ich falsch.
Man kann auf jedem Schulweg auf die weiterführenden Wege gehen und auf dem zweiten Weg sein Abi machen.

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Hallo,

sich an dem Berufswunsch eines Viertklässlers zu orientieren ist völliger Blödsinn. Mein Sohn fängt nächste Woche sein Studium an und seine Berufswünsche haben von der Grundschule bis zum Abitur mehrfach gewechselt. Ein Kind in dem Alter hat doch noch gar keine konkreten Vorstellungen, was in dem Wunschberuf gefordert wird. Was momentan wirklich wichtig ist, ist, dass ihr für euer Kind die passende Schulform findet, damit er seinen Weg gehen kann. Von der 5. Klasse bis zum Abitur ist es ein langer Weg und ich habe in den Klassen meiner Söhne schon extrem viele scheitern sehen. Ich kenne 4 Schüler bzw. ehemalige Schüler, die es bis zur 8. Klasse am Gymnasium ausgehalten haben. Diese Schüler waren anschließend von ihrer Schulzeit so gebeutelt, dass sie lediglich einen Hauptschulabschluss geschafft haben. Ebenso kenne ich aber auch ehemalige Hauptschüler, die letztendlich das Abitur geschafft haben und nun studieren. Ich schüttele jedes Mal den Kopf, wenn in der 4. Klasse sämtliche Eltern durchdrehen und meinen, dass das Kind unbedingt aufs Gymnasium gehen muss, weil diese Entscheidung für das restliche Leben ausschlaggebend ist. Mit der Entscheidung für die weiterführende Schule steht überhaupt noch nicht fest, welchen Abschluss das Kind mal macht. In der Klasse meines Ältesten waren zu Beginn 31 Schüler. 17 von diesen 31 haben dieses Jahr Abitur geschrieben. Und hier zählt kein Elternwille um aufs Gymnasium zu kommen. Alle 31 Schüler hatten in der 4. Klasse schlechtestens die Note 2 in den Hauptfächern. Intelligenz ist nicht alles um auf dem Gymnasium zu bestehen. Meine Tochter ist jetzt in der 5. Klasse. Ebenfalls am Gymnasium. Die Schule läuft hier gerade seit 4 Wochen und mir haben schon 2 Mütter erzählt, dass ihre Kinder und auch sie selbst maßlos überfordert sind und sie mit dem Druck nicht klar kommen. Das kommt davon, wenn man die Schulwahl nicht von den Fähig- und Fertigkeiten seines Kindes abhängig macht. Stelle dir die Frage, wie selbstständig arbeitet dein Kind, wie selbstorganisiert ist dein Kind, wie gewillt ist dein Kind Mehraufwand zu betreiben um sich selbständig Wissen anzueignen, wie fähig ist dein Kind um die Ecke zu denken und logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Wenn du dir diese Fragen durch den Kopf gehen lässt, weißt du, ob dein Kind gymnasialtauglich ist. Nur weil er einen sehr hohen IQ hat, heißt das nicht unbedingt, dass er später mal das Abitur schafft. Und wenn er jetzt in der Grundschule schon nur im unteren Mittelfeld schwimmt, wäre es für mich ein klares Zeichen, dass das Gymnasium nicht die richtige Wahl wäre. In einer Klasse am Gymnasium sitzen in der Regel die Besten aus ihrer Grundschulzeit. Die bringen allesamt eine große Intelligenz mit, denn sonst wären sie nicht am Gymnasium. Mein Mittlerer Sohn war mit Abstand der Beste in seiner Fußballmannschaft und wechselte dann ins Leistungszentrum. Da war er kein Jahr. Denn dort trafen alle zusammen, die die Besten waren. Mein Sohn musste ernüchtert feststellen, dass er keine Chance hatte. Er war fähig mit dem Ball um zu gehen, konnte aber kein Spiel lesen und die anderen dachten wesentlich vorausschauender als er. Und so verhält es sich ebenso bei der Schulwahl.

LG
Lotta

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Irgendwie hab ich das Gefühl, Du sprichst von meinem Junior, wenn man ADS und Physio rauskommt 😊

Unserer ist ein cleveres Bürschchen. Die Grundschullehrerin war 4 Jahre frustriert, weil er O-Ton: nicht seine Fähigkeiten ausschöpft.

Er ging stellenweise komplett ehrgeizlos und desinteressiert an Aufgaben ran und orientierte sich immer an den Mitschülern, die schlechter abgeschnitten hatten. Er war im Zweierbereich, hätte aber mit wenig Mühe mehr erreichen können.

Dieses Jahr wechselte er aufs Gymnasium. Unsere Befürchtung, dass er auf der Gesamtschule mit seiner Einstellung untergehen würde, hat uns dazu bewogen, es auf dem Gymnasium zu versuchen.

Noch sind es nur 4 Wochen und wir wissen noch nicht wie die Sache ausgeht, aber da er sich an der neuen Schule sehr wohlfühlt und so wie er sagt, lange dort bleiben möchte, hat sich in den 4 Wochen schon ein klein wenig an der Einstellung geändert. Klar, es sind Minischritte und man muss ihn auch heute noch ständig antreiben, aber plötzlich sitzt er z.B. da und lernt freiwillig Vokabeln, in der Grundschule wäre das völlig undenkbar gewesen.

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Was ich vergessen habe: so unorganisiert und ehrgeizlos er oftmals in schulischen Dingen war/ist, so eindeutig und klar war für ihn die weitere schulische Laufbahn. Er war sich mit der Gymnasialwahl so sicher, dass wir auf den Zug mit aufgesprungen sind. Natürlich haben wir ihm aber auch die Wege und Alternativen aufgezeigt, die es gibt, wenn er das Ziel evtl nicht erreicht. Ich glaube, er hat mit seinen 11 verstanden, dass der Weg nicht in Stein gemeißelt ist und das war uns wichtig.

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Bei uns gilt kein Elternwille. Unsere Kinder müssen zwingend einen bestimmten Schnitt bringen um die Empfehlung fürs Gymnasium zu bekommen. Kinder die keinen Bock haben, haben halt keinen Bock und kommen dann auch nicht zum Gymnasium, egal wie viel Potential in ihnen schlummert. Man sollte also mit ihnen frühzeitig drüber reden, ob sie sich das vorstellen könnten und es wollen.

Aber Was will er denn überhaupt? Will er das Gymnasium?

Ohne den Willen und dem Willen folgende Taten würde ich ein Kind nur zum Gym schicken, dass mit Faulheit und ohne lernen und sonderlich Bock trotzdem seine 1-2 in der Grundschule schreibt durchgängig konstant auch bei Sachen, wo es ohne lernen eigentlich nicht geht oder wo man um die Ecke denken muss. Die legen dann zwar am Gym auch nicht mehr Lust an den Tag, puzzeln sich aber letztlich alles ähnlich zusammen wie vorher auch und kommen dann auf 2-3er Niveau mit paar mehr 4ern zwischen drin schon irgendwie durch bis sie vielleicht aufgrund des Umfelds doch irgendwann der Ehrgeiz packt so für den Abschluss.

Aber ein Kind das ohne Bock und ohne Lernen jetzt in der Grundschule eher durchgängig die 3 schreibt und mit lernen und mit Bock vielleicht den Schnitt bringen könnte, bei dem müsste sich echt der Schalter im Kopf umlegen, sonst hagelt es am Gym 4-5 und es geht schneller um die Versetzung als er Quidditch sagen kann. Der Druck am Gym ist zeitlich teilweise wirklich hoch. Da muss man wissen, was man will, dass man es unbedingt will und dann eben die Dinge mit viel Disziplin rausholen.

Momentan klingt er mir weder nach der Art Kind,welches sich die Leistungen aus dem Ärmel schüttelt, noch nach der Art Kind, dass es über die Disziplin und den Willen macht.

Was ich dir empfehlen würde, erkläre ihm genau was der Unterschied zwischen den Schularten ist, wo du Vorteile und Nachteile siehst, sprich mit dem Klassenlehrer, besucht so viele in Frage kommende Gymnasien vorab wie möglich von Innen. Tage der offenen Tür. Ich weiß mit Corona schwierig, aber manchmal da kommen Kinder in eine Schule und fühlen sich direkt wohl und strengen sich dann auch an, weil sie da hin wollen und da bleiben wollen.

Vielleicht merkst du dann aber auch, dass er das für sich nicht so sieht. Dann würde ich mir echt überlegen, ob ich ihm das antue.
IQ Tests finde ich persönlich Jacke wie Hose. Für Schule brauch man mehr als IQ Punkte um erfolgreich zu sein. Wenn die richtige Einstellung und Begeisterung fehlt, läuft es am Ende oft auch nicht.
Außerdem würde ich mich umhorchen, welche Ziele seine Freunde verfolgen. Vielleicht gibt es da wen, der ihn mitzieht oder aber es zeigt sich, dass er auch deswegen eher andere Vorstellungen hat, wobei man ja am Ende immer individuell überlegen sollte.

Ich denke, momentan sehe ich es aus deinem Text eher so, dass er auf einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe und Kurssystem richtiger wäre. Also wo man alle Abschlüsse machen kann und nicht wechseln muss und wenn er auf den Trichter kommt und dort es dort in die E Kurse schafft, wo er dann mit G9 Abi machen könnte, aber ich weiß nicht, ob es sowas bei euch gibt.

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