Kind schulreif?

Hallo ihr Lieben,

Ich schnuppere hier mal kurz rein und hoffe auf eure Erfahrungen.

Mein Sohn ist 5 Jahre alt geworden und ist in BaWü ein Kann-Kind. Eigentlich waren wir uns als Eltern bisher immer einig, dass er regulär eingeschult wird und nicht schon nächstes Jahr, schon allein wegen seiner Körpergröße und die ganzen Unsicherheiten mit Corona.

Jetzt kam seine Erzieherin und hat nachgefragt. Er sei in vielen Bereichen fit, hier und da noch etwas verträumt und ob wir ihn nächstes Jahr schon einschulen wollen. Fachlich sehen wir auch so, dass er sehr fit ist, selbstbewusst und selbstsicher ist er auch.

Tja, jetzt sind wir uns auch nicht mehr so sicher. Wir werden diese oder nächste Woche zwar ein Gespräch mit der Erzieherin haben und auch die U9 steht jetzt auch an.

Wie habt ihr gemerkt, dass eure Kinder reif für die Schule sind?

Liebe Grüße

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Hallo
Ich sehe es ehrlich gesagt sehr kritisch wie das hier oft diskutiert wird. Das ist so eine individuelle Frage, dass ich es ehrlich gesagt wirklich fahrlässig finde, wie gerne hier völlig allgemein niemals gesagt wird. „Ein Jahr mehr Kindheit ist doch schön“ #schock Also bei meinen Kindern war die Kindheit weder bei der regulären noch bei der vorzeitigen Einschulung rum. Warum auch? Es sind und bleiben Kinder und es geht hier nicht um die Militärakademie als Internat.
Es geht hier nur um euer Kind. Wenn eine Erzieherin mit dieser Einschätzung auf euch zukommt, würde ich (!! Wenn ich von den tollen Erzieherinnen hier ausgehe) definitiv ernst nehmen. Bei euch klingt das doch schon ganz gut. Das Gespräch suchen ist eine gute Idee, auch ein Kinderarzt kann ein guter Ansprechpartner sein.

LG

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Sehr gute Antwort und ganz meine Meinung- und Erfahrung!

Dieses "urbia-typische, pauschale schwarz-weiß" passt auch in diesem Kontext überhaupt nicht. Vor allem von Leuten, die das mangels eigener und/oder fachlicher Erfahrungen überhaupt nicht beurteilen können.

Wenn ich schon Aussagen lese wie, "Ein Jahr länger Kind sein" oder gar, "Die Kindheit ist dann vorbei" #augen.

Man muss unbedingt für jedes Kind ganz individuell schauen und entscheiden und nicht pauschalisieren. Der Austausch mit Fachleuten im eigenen Umfeld hilft deutlich mehr im Interesse des Kindes, als in einem Forum zu fragen.

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Sehr wahr!

Ich hatte eine tolle Kindheit, trotz früher Einschulung. Mein Mann auch.
Keiner von uns hatte Schwierigkeiten.
In der Grundschule waren wir 4 Kinder, die früher eingeschult wurden: Eins aus dem Juli, zwei aus dem September und eines aus dem November. Keiner von uns hatte Probleme, weder schulisch, noch sozial. Und mein Mann war schon immer klein gewachsen und später spät in der Pubertät.
Klar, hatten wir ein Jahr (oder sogar etwas mehr) Unterschied zu den Juli-Kindern, die regulär mit 7 eingeschult wurden, aber nur wenige Monate zu den Juni-Kindern, die regulär eingeschult wurden.
Spätestens auf der weiterführenden war das dann total egal. Da gab es dann noch Kinder, die übersprungen hatten. In der Oberstufe hatten wir mal eine Altersspanne von 6 Jahren in unserer Stufe (frühe Einschulung und übersprungen, gegenüber einem spät eingeschulten, von der Realschule gewechselten Sitzenbleiber). Das war auch nicht schlimm.

Und beim besten Freund meiner Schwester (der nicht hochbegabt ist!) sagen er, die Eltern und damals die Grundschullehrerin, dass es ein Fehler war, dass er als Oktoberkind nicht früher eingeschult wurde.

Von daher: Ich würde mit dem Kinderarzt und den Erziehern sprechen und das Kind fragen, was es möchte.

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Entscheidend waren für uns natürlich das Urteil der Kindergärtnerin und der Kinderärztin.

Zusätzlich kam für uns persönlich dazu:
Unser Sohn hat den Wunsch geäußert, zur Schule zu gehen, und zwar eindringlich.
Wir wussten, dass er selbstbewusst genug ist, sich gegen Ältere durchzusetzen.
Wir wussen, dass ihm der Kindergarten zu langweilig wird.
Er war nicht mehr so verspielt und hatte auch die Ruhe für Unterricht.
Und es war auch so ein Bauchgefühl.

Anfang des Jahres war unsere Nr. 4 so alt wie Nr. 2, als er eingeschult wurde. Und obwohl Nr. 4 selbstbewusster ist als Nr. 2 in dem Alter und obwohl sie sehr gut liest, schreibt und rechnet, hat sie das letzte halbe Jahr Jahr Kindergarten hat sie wirklich noch gebraucht. Wäre sie ein Kann-Kind gewesen, hätten wir noch gewartet.

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Danke für deine Erfahrung!

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Bei kind 3 hat der kia gefragt ob wir wirklich noch 2 jahre mit der Einschulung warten wollen. Die Entwicklungstests hat Kind 3 super und schnell erledigt, konzentriert usw.
Gespräche mit kiga meinten auch kognitive würde das Kind es schaffen, auch die Konzentrationsfähigkeit wäre gegeben.
ABER kind 3 ist oft noch albern, "klassenclown", und spielt einfach noch richtig schön und ausgiebig. Somit wird Kind 3 ganz regulär ei geschult.

Kind 1 war ganz knapp an der Grenze zum "muss Kind" und wir haben uns auch hier dagegen entschieden. Zum Glück, denn mit home school wärekind 1 ein Jahr früher bestimmt überfordert gewesen.

Kind 2 wurde ganz normal eingeschult, konnte schon ein Jahr zuvor flüssig lesen und im zehnerraum problemlos rechnen.
Ja, ein wenig hat sich das Kind in der Schule gelangweilt, hat viele zusatzblätter bearbeitet weil es schnell fertig war.
Dennoch war es genau der richtige Zeitpunkt das Kind einzuschulen.

Lieber ein Jahr länger im Kiga und "einfach" durch die erste Klasse, als sich durchkämpfen zu müssen.

Wir haben 1 Kind in der Klasse dass 2 Wochen vor der Einschulung 6 wurde. Dieses Kind tut sich sehr schwer, gerade mit Distanzunterricht. Aber auch die Konzentration zu halten usw.
Im Nachhinein, sagt die Mutter, hätte sie ihr Kind doch lieber ein Jahr später eingeschult.

Viel Glück mit eurer Entscheidung.

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Danke schön für deine Erfahrung!

Ja, Home Schooling ist bei uns ein großes Thema, ob er das packen könnte, vor allem, weil wir beide berufstätig sind.

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Ist er zur Einschulung dann 6 Jahre? Wenn er jetzt schon sehr weit ist, können zwei Jahre sehr zäh und lang sein…

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So ist es.

Wir haben unseren Sohn zurückstellen lassen (Geburstag Ende September).


Aus heutiger Sicht würden wir es anderes machen. Das 4 Schuljahr war für ihn ziemlich schwierig. Er war durch sein Alter doch emotinolal und auch körperlich viel weiter als die Klassenkameraden.

Häufig war ihm im Unterricht auch sehr langeweilig.

Nicht jedes Kind ist das eine Jahr extra Kindergarten gut und ohne folgen.

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Er wäre kurz nach der Einschulung 6 Jahre alt.

Ob er wirklich so weit ist, werde ich noch sehen. Eine gewisse Reife hat er und er strahlt das wohl auch aus.

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Mich wundert es, dass solch eine Frage seiten einer Erziehern kommt.
Ich kenne solche Vorhaben immer nur von Seiten der berambitionierten Eltern ;-)

Ganz ehrlich, gönn Deinem Kind - gerade in dieser Zeit! - dieses eine Jahr ohne Verpflichtungen zusätzlich.

Es werden jährlich so viele Kinder zu früh eingeschult, zu spät werden selten Kinder eingeschult :-(

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Bist du Erzieherin oder Ähnliches? Ich kenne einige Fälle in denen kompetente Erzieherinnen mit dieser Einschätzung an die Eltern gegangen sind und finde das wirklich kein bisschen verwunderlich #kratz Warum sollte es das auch nicht geben?
Es gibt genug Kinder die Probleme in oder mit der Schule haben. Da im Nachhinein einen Grund zu finden, auf den man alles schieben kann, ist wohl nicht möglich. Ein negativer Start in die Schulkarriere ist aber sicher ein großer Faktor und das geht in beide Richtungen.

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Ich kenne es bisher auch nur andersrum und dass die Eltern ihre Kinder früher einschulen wollen.

Ich werde dann bald aus dem Gespräch erfahren, ob die Erzieherin aus reiner Höflichkeit gefragt hat oder ob sie bei ihm ein gewisses Potential sieht. Immerhin verbringt sie ja viel Zeit mit ihm, da nur er und ein weiteres Mädel länger betreut werden.

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Was verliert Euer Kind, wenn er später eingeschult wird? Man kann ein Kind auch prima mit Hobbies auslasten (Sport, Musik) Museumsbesuche und andere Dinge. Wenn ein Kind in der Schule ist und überfordert ist (inhaltlich, sozial oder einfach von der ganzen "muss"-Logik), dann muss der Leidensdruck schon ziemlich hoch sein bis was geändert wird. Ein unterfordertes KiTa-Kind lässt sich leicht fordern und fördern.

Unser Sohn wäre zum Halbjahr schulreif gewesen. Das letzte halbe Jahr wäre in der Kita schon lang geworden und er hatte schon 2x in der Woche Sporthobby. Dann kam Corona, dann saß das unerforerte Kidn zuhause. Ich hatte Glück, dass ich die Zeit hatte dann Bastelprogramm zu machen und in der Zweitsprache home schooling zu machen. Die konnte er dann lesen als er in die Schule kam. Das hat er auch in der Zeit aufgesaugt wie ein Staubsauger.
Also ja, unterfordertes Kind ist ein Thema, aber die Lösung ist leichter in elterlicher Hand als bei einem überfordertem Kind in der Schule.

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Ganz genau so sehe ich es auch.
Mein Großer (Korridor-Kind in Bayern) wäre in vielen Bereichen völlig Schulreform gewesen, sehr intelligent, sehr sehr weit, selbstbewusst, beliebt...
Trotzdem haben wir ihn nach langem Überlegen nicht anfangen lassen, er wurde dann mit knapp 7 eingeschult.
Und dieses Jahr hat ihm so unendlich gut getan. Klar wäre es vorher auch gegangen, er hätte das schon gewuppt- aber mit so viel mehr ziehen, zerren, diskutieren, erklären, Nerven lassen, Tränen etc... Und jetzt ist "Schule" ein absoluter Selbstläufer und er geht für sein Leben gern hin.

Das eine Jahr konnte er dann seine Interessen ausleben. Er ging zur Wasserwacht und tauchte in einer Tiefe in alle Themen ein die ihn interessierten, dass man nur noch mit den Ohren schlackert. Wir laden unendlich Bücher, er hörte Sach-Hörspiele, wir waren viel in Museen etc. Das wäre mit Schule in dem Ausmaß keinesfalls möglich gewesen. Die Schule hob dann in den Zeugnissen stets sein enormes Allgemeinwissen hervor - das eine Jahr muss also keinesfalls "verloren " sein.
Und ja- Unterforderung kann man viel leichter ausgleichen als Überforderung (die nicht nur kognitiv/fachlich sein muss).

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🙈schulfähig, nicht Schulreform natürlich 🙄🙄

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Ich unterrichte erst ab SekI, also ab der fünften Jahrgangsstufe, aber wir haben wirklich oft auffällig verspielte und an der weiterführenden Schule von den sozial-emotionalen Anforderungen her deutlich gestresste bis völlig verzweifelte Kinder, die eben kalendarisch etwa ein Jahr jünger sind als die anderen. Kognitiv kommen diese Jungen und Mädchen meist gut mit, das ist nicht das Problem. Aber sie sind häufig bleich, oft auffällig störend oder sehr zurückgezogen im Unterricht, körperlich kleiner (und damit anfälliger für Mobbing) als die KameradInnen... In der sechsten Jahrgangsstufe ist dann oft schnell alles deutlich besser, Kind wirkt glücklicher. Bis die anderen etwa ab Weihnachten sechste Klasse alle zu pubertieren beginnen. Kind wieder abgehängt.-

Kurz: Skandinavien schult teils fast alle mit sieben Jahren ein. Das hat sich bewährt. Ich würde die allerallerallermeisten Kind never ever mit fünf in die Schule schicken, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Kognitive Auslastung gelingt auch daheim und in det Freizeit.

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Wir haben unser sehr schlaues Mädchen bewusst erst mit 7, entgegen den ungläubigen Blicken der Erzieher und Kinderärztin, eingeschult und genau so werden wir es auch beim Kleinen auch machen - beides Korridor-Kinder.
Ich bin selbst Lehrerin und habe Erfahrung mit frisch 6 Jahre alt gewordenen Kindern in der 1. Klasse. Ich muss ehrlich sagen, dass jedem Kind, vielleicht nicht, wenn eine Hochbegabung vorliegt, jedoch allen normalen, intelligenten Kindern ein Jahr später Schule gut tut.
Ich sehe tatsächlich kein gutes Argument für eine verfrühte Einschulung und nur Gute dagegen.
Ich fange mal an: 1 Jahr länger Kind sein dürfen, 1 Jahr lang spielen und sich langweilen können, 1 Jahr lang mehr kognitive Entwicklung, 1 Jahr lang mehr soziale Entwicklung (größer Frustrationstoleranz, stressresistenter, sicherer im Umgang mit einer Fremden Gruppe), nicht der Kleinste sein u.v.m
Welchen Gefallen tut man seinem Kind es ein Jahr früher einzuschulen? Mir fällt kein einziger Grund ein.

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Vielleicht 1 Jahr lang langweilen?
Manche Kinder sind schon überreif, sag ich mal. Die wollen lernen und nicht nur spielen.
Ist aber natürlich komplett vom Kind abhängig.

Meine Tochter ist regulär mit 6 Jahren eingeschult worden und hat sich im letzten halben Kindergartenjahr wahnsinnig gelangweilt.
Manche Kinder freuen sich schon richtig auf die Schule und wollen lernen.
Ich persönlich fand Kindergarten schrecklich und habe mich wahnsinnig auf die Schule gefreut.
Für solche Kinder wäre 1 Jahr länger Kindergarten eine Strafe.

Und was wenn ein Kind sitzenbleibt? Dann ist es gleich 2 Jahre älter als seine Mitschüler. Gerade wenn Du als 14 Jähriger bei 12 Jährigen sitzen musst ...

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Die Kinder wissen doch überhaupt noch nicht, was täglich in die Schule gehen, stillsitzen, ständig aufmerksam sein müssen und Hausaufgaben jeden Tag bedeuten.
Die finden es vielleicht klasse, einmal pro Woche im Vorschulunterricht zu sitzen und Schule zu spielen. Das mag wohl witzig und abwechslungsreich sein, aber mit täglich in die Schule zu gehen hat das nichts zu tun.
Das ist auch der Grund, warum fast alle Kinder nach ein paar Wochen Schule wieder zurück in den Kindergarten wollen oder sich zumindest die unbeschwerte Zeit ein Stück weit zurück sehnen.
Einen der schlechtesten Gründe, ein Kind vorzeitig einzuschulen, finde ich den „Grund“ „Langeweile“. Was soll denn das für eine kausale Folge sein? Das Kind langweilt sich oft im Kindergarten, die Folge muss Schule sein? Häää? Mein 4 Jähriger langweilt sich auch manchmal im Kindergarten, wenn er gerade niemanden zum Spielen hat oder sie nicht in den Garten gehen, weil es regnet.
Na und? Soll ich ihn nun in die Schule schicken? Ich sehe da keinen Zusammenhang.
Alle Kinder langweilen sich ab und zu, auch wenn sie zu Hause sind oder sogar am Nachmittag mit Freunden.
Langeweile ist etwas Gesundes und Gutes.
Langeweile macht kreativ.
Wenn sich Kinder langweilen kommen oft die besten und tollsten Beschäftigungen und Spiele heraus. Ja Langeweile fördert sogar die Intelligenz.
Unser Korridorkind hat neben dem täglichen Spielen, Entdecken und der Arbeitsblätter im Kindergarten mit den kleinen Kindern Schule gespielt, sie hat den Erzieherinnen bei der Eingewöhnung der Kinder geholfen, hat aus Spaß am Deutschkurs im Kindergarten Teil genommen, hat sich Ideen für Projekte und Feste überlegt. Was sollte denn da für Langeweile aufgekommen sein? Kinder brauchen Kinder zum Spielen. Damit ist der Langeweile schon entgegen gewirkt.
Langeweile weicht nicht durch die Schule, sondern in dem Fall wird sie nur durch Stress und Anforderung ersetzt, wenn das Kind noch nicht bereit dafür ist. Das ist doch wahrlich kein guter Tausch. Natürlich irgendwann schon, irgendwann muss es ja auch sein und ist es gut, wenn das Kind Schulreife in vollem Umfang besitzt (kognitiv, sozial und emotional), aber sicher dann nicht, wenn es sich gelegentlich im Kindergarten langweilt oder sich für Buchstaben interessiert 🙄
Der Tag von Kindern ist oftmals so vollgepackt mit Kindergarten bis in die Puppen, Spielverabredungen und Sportkursen, dass man jedes Kind beglückwünschen kann, dass sich ab und an langweilen kann und darf.
Wenn es darum geht, etwas Neues auszuprobieren, das Kind heraus zu fordern, weil es tatsächlich das Kind und nicht die Eltern für notwendig empfinden (das wird ja auch ganz gerne mal verwechselt), dann fragt man eben sein Kind, worauf es Lust hat, was es ausprobieren möchte. Von. Musikinstrument lernen, Schwimmen/Skifahrern lernen bis hin zu verschiedenen Freizeiten ist doch alles möglich.
Nur Langeweile gegen Schule zu Tauschen ist nicht der richtige Weg. Das ist etwas ganz anderes und macht man mal nicht eben zum Zeitvertreib. Es verpflichtet nämlich auf Dauer.

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Ich würde mir diese Frage nur stellen, wenn sich das Kind massiv und dauerhaft im Kindergarten langweilt. Bei einem Kind, das grundsätzlich gerne in den Kindergarten geht, dort Spass hat, würde ich das Risiko einer frühen Einschulung nicht eingehen. Denn was gewinnt man dadurch? Im besten Fall hat das Kind ein Jahr früher seinen Schulabschluss.

Meine Kinder haben im letzten Jahr KiTa noch etwas ganz Wichtiges gelernt - nämlich Verantwortung zu übernehmen. In ihrer KiTa war es Usus, dass die 'Grossen' ein bißchen mehr Rechte und Pflichten hatten, als die 'Kleinen'. Die Grossen durften in kleinen Gruppen ohne Erzieherin nach draussen (natürlich hatten die Erzieherinnen sie von drinnen im Blick), die Grossen durften das KiTa-Gelände kurz alleine verlassen, um verkickte Bälle zurückzuholen. Wenn die Kleinen ihre Jacke nicht zu bekamen, war es erwünscht, dass die Grossen helfen. Den Grossen wurde mehr Raum gegeben, Konflikte eigenständig zu lösen.

Und genau dieses 'Verantwortung für sich und andere übernehmen' hat meinen Kindern in der Schule immens geholfen.

Grüsse
BiDi

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Stand heute geht mein Sohn sehr gern in den Kindergarten, wobei es mittlerweile auch Tage gibt, wo er ungern hingeht. Meistens sind es die Tage, wo seine älteren Freunde nicht da sind und die nächstes Jahr eingeschult werden. Er hat auch paar jüngere Freunde, aber irgendwie fehlt da was.

Bei uns wird es so sein: sollen wir uns jetzt für die Einschulung im nächsten Jahr entscheiden, kommt mein Sohn in die Vorschulgruppe, wo er genau diese Sachen macht, was du beschrieben hast.

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