10 jährige sehr anhänglich und schläft nicht allein

Hallo alle zusammen,

Ich habe 2 Mädels zuhause 13 und 10 Jahre. 2 wunderbare Töchter die wir beide lieben.
Jetzt bekommen wir Nachwuchs und es wird wieder ein Mädel.

Allerdings hängt meine 10 Jährige sehr an mir. Sie schläft nicht allein, siw fragt mich zig mal am Tag wie lieb sie mich hat. Und fragt auch ib ich sie lieb habe. Sie kommt mehrmals am Tag und kuschelt mit mir, abends im Bett auch.

Ich möchte das sie so langsam alleine schläft, wir reden da auch drüber, sie möchte es im grunde ja auch, aber wenn es dann soweit ist, dann kann sie das nicht und klammert sehr an mir.

Wenn ich nicht da bin, ist das alles kein Problem dann ist sie genauso beim Papa, wenn ich im kh bin und da auch bleiben mussst stört sie das auch nicht so lange sie beim Papa schlafen darf.

Sie hat extreme Angst das mir bzw uns was passiert, ich weiß aber nicht so recht warum das so ist. Also sie klebt regelrecht an uns.

Das ist aber schon immer so, hat also mit der jetzigen Schwangerschaft nix mit zu tun.

Ich muss sagen das sie letztes Jahr im Sommer einen schweren Unfall hatte, sie hat Glück das die noch lebt bzw nicht queschnittsgelahmt ist.

Sie hat seit dem Unfall erhebliche Probleme mit dem Magen weil sie innerliche Blutung hatte und seitdem hat sie eine pylorusstenose, und wurde daran jetzt schon 5 mal operiert.
Ihr geht es seitdem nicht so gut, immer Bauchweh und übelkeit mit erbrechen das ist nun viel besser geworden.
Nächste OP findet im November statt.

Wir haben als Familie sehr viel durchgemacht, nur wie kann ich das schaffen das sie alleine schläft? Wenn nur das geschafft ist dann bin ich zufrieden, wenn ich mich zu ihr lege schläft sie sofort ein und sie fragt dann vorher ob ich bei ihr schlafe, natürlich mach ich das dnn auch.

Für mein Mann und mich ist das jetzt nicht so schlimm, allerdings muss sich was ändern bis das Baby da ist, denn dann kann ich nicht nehr bei ihr schlafen.

Hat vielleicht jemand Tipps fur mich für uns?

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Bei dem was ihr durchhabt, würde ich mir selbst den Druck rausnehmen wegen Baby.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Baby alleine schläft oder Alternativen akzeptiert, halte ich in der kurzen Zeit für Größer.

Je mehr du dir selbst den Druck machst wegen Baby, desto mehr wird das ihren Drang verstärken.

Was ich auf jeden Fall machen würde:
neben Fachärzten auch Seelsorge und therapeutische Unterstützung dazu holen. Spezialisiert auf Begleitung nach Unfällen. Also wieder zurück ins Leben finden, Leben wieder finden ohne die ständige Angst, ihr könnte was passieren,
unter Einbeziehung der realistischen Gegebenheiten. Wie schätzen das die Ärzte ein? Besteht ein Risiko, dass ihr was passieren könnte bei aktueller Gesundheit?
Wenn ja: welche Tipps haben sie? So, dass es ein Kompromis ist aus realistischer Gefahr entgegenwirken und seelisch wachsen.
Wenn nein: seelsorgerisch im Vordergrund, wie könnt ihr sie dabei begleiten, damit es ihr besser geht. Damit sie lernen kann mit der Angst umzugehen.

Vorläufig oder als Plan B, wenn Baby dann da ist, würde ich es so organisieren, dass sie nicht alleine schlafen muss. Alter egal, sondern auf Grund der Gesamtumstände. Auch Erwachsene können manchmal echt froh sein, wenn jemand in der Nähe ist, wenn so große Angst besteht; für Kinder ist es ja noch mal extremer.

Ideen wären hier:
- jemand schläft bei ihr im Kinderzimmer
- Baby im Beistellbett, sie bekommt Matratze/Bett in euer Zimmer
- Matratzenlager im Wohnzimmer. Das hatten wir auch schon, als es meiner nicht gut ging. Da war absehbar, dass es ihr besser gehen würde und wir haben beide gut geschlafen.
......

So, dass ihr alle gut Schlaf bekommt ! Kind, Eltern, Baby dann.

Bis Hilfe von außen anläuft - und die würde ich in eurer Situation ganz dringend suchen und annehmen, die darauf spezialisiert ist nach Unfällen und Folgeschäden, die beängstigen können (ganz ehrlich, bei den Folgen deiner Tochter, würd ich mich bei Verwandten einquartieren und erst wieder ausziehen, wenn mir ein Arzt hoch und heilig bescheinigt und im Detail erklärt, dass mir nichts passieren kann. Ok, nicht in deren Bett, aber doch so, dass sie in der Nähe wären. Was für mich als Erwachsene nahe an anderen Erwachsenen ist, kann für ein Kind das Elternbett sein).

Vorher würde ich nichts im Hauruck und Eigenkommando versuchen.
Das Baby macht dir Druck, klar. Verständlich. Nestbau und alles vorbereitet haben, was wäre wenn.....
Aber das Baby kann nichts dafür.
Würdest du dir auch so einen Druck machen, wenn das Baby später käme (ein paar Jahre)
Welche Stellen habt ihr schon versucht Hilfe zu bekommen?
Vielleicht schläft das Baby auch gerne im Zimmer der 10 jährigen, weil es eines der Babys ist, das den Abstand braucht. Ja, das gibt es auch. Wenn das Baby viel Nähe braucht: Plan B für dass es für beide Kinder passt.

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Vielen Dank für die ausführlich Antwort, darf ich dir etwas später eine privat Nachricht schicken?

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Bei uns ist die Situation erstaunlich ähnlich.

Auch die Ängste, daß uns was passieren könnte. Keine Ahnung, wo es herkommt, Kind hatte nie einen Unfall oder so. Aber war schon immer eher unsicher und ängstlich.

Seit Geburt schläft der Papa mit dem großen Kind in einem Zimmer, während ich mit dem Baby im anderen Zimmer schlafe.

Wir haben aber auch überlegt, daß wir mit dem großen Kind so langsam das alleine schlafen trainieren sollten. Ähnlich wie bei einem Kleinkind. Einer ist erstmal dabei, bis sie einschläft und geht dann. Zu Anfang mit auf ihrem Bett. Dann neben dem Bett. Dann wird die Zeit kürzer. Es wird immer vorgelesen. Und Ziel ist, daß man direkt nach dem Vorlesen geht.

Der nächste Schritt ist, daß das Kind im Bett bleibt. Das könnte noch ein anderes Thema werden. Aber generell stelle ich mir das so vor.

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Meine Schwester hat, bis sie 11 war, regelmäßig bei meinen Eltern geschlafen. Und das ohne so ne schlimme Vorgeschichte wie deine Tochter!

Jetzt beginnt bei ihr langsam die Pubertät, dazu jetzt ne Schwangerschaft UND ihre eigene Vorgeschichte - kein Wunder, dass sie eure Nähe sucht! Habt ihr ihren Unfall mal psychologisch aufgearbeitet? Vllt braucht sie das! Um sich auch so sicher zu sein, dass ihr immer für sie da seid und sie sicher ist, auch wenn sie nicht direkt neben euch liegt.

Ansonsten: ich würds entspannt angehen. Ich bin damals erst ausgezogen, als meine Schwester auf der Welt war (da war ich 6); denn die war mir nachts zu laut 😂😂

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Ganz ehrlich. Dein Kind sucht und braucht deine Nähe. Meine waren beide so.
wir hatten sehr lange ein Familienbett- bzw. Matratzen am Boden.
Jeder konnte gut schlafen, keiner war alleine und alle zufrieden.
Mach dir selber keinen Druck.

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