Stein auf Schulhof abbekommen

Guten Abend zusammen,

ich brauche wohl mal eine neutrale Meinung.
Zum Sachverhalt:

Tochter, 2 Klasse, hat am Freitag in der Spielbetreuung von einem Klassenkameraden durch unglückliche Umstände einen geworfenen Stein auf den Hinterkopf bekommen.
Zum Glück ist nichts wirkliches passiert.
Es hat von der Aufsicht auch keiner mitbekommen. Ihre Schwester, 4 Klasse, ist mit ihr zusammen zur betreuenden Aufsicht, kein Lehrpersonal und hat es gemeldet.

Der Klassenkamerad wurde ermahnt und hat sich entschuldigt.

Würdet ihr als Eltern nun nochmal mit der Klassenlehrerin über den Vorfall sprechen, oder es dabei belassen?
Ich möchte nicht petzten, einfach darum bitten, bei so was kurz informiert zu werden, eventuell späteres Kopfweh o.ä.?
Oder zu übertrieben?

LG Miliagreta

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Hallo,
ich fasse zusammen:
nichts Schlimmes passiert, Werfer ermahnt, hat sich entschuldigt.
Ich käme nie auf die Idee, darüber mit der Lehrerin zu sprechen.
Wozu soll die Schule Dich informieren, Dein Kind kann doch sprechen und selbst erzählen (wenn es die kleine Episode nicht längst vergessen hat).
#gruebel

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Hallo,

bei Vorfällen wie dem von Dir geschilderten, mit denen durchaus eine akute Gefahr verbunden war bzw. die zeitversetzt Folgen haben könnte (Kopfschmerzen, Gehirnerschütterung o.ä.) erwarten wir als Eltern zumindest eine Info durch die Schule/Betreuung.

Man muss deshalb ja kein "Fass aufmachen", aber wenn man nach einem Stein am Kopf keine Rückmeldung bekommt, wann denn dann? Dass die Situation mit den Kindern vor Ort besprochen wurde, ist das Mindeste und gehört auch in diesen Kontext. Damit verbunden muss jedoch auch die Info an die Eltern sein, sowohl an Euch als auch an die des Jungen, der den Stein geworfen hat.

Das würde ich an Deiner/Eurer Stelle freundlich, aber direkt an die Schule/Betreuung zurück melden mit dem Hinweis/der Forderung, zukünftig direkt über solche Vorfälle informiert zu werden.

Viele Grüße!

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Vielen Dank für die Antwort.

So sehe ich das auch, es hätte auch anders ausgehen können.
Dann werde ich morgen früh mal kurz zur Schule. Es gibt einen offenen Anfang da werde ich die Lehrerin kurz erwischen.

Dachte nur selbst die ganze Zeit zu mir, ob das eventuell Helikoptern ist🤔

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Dieses "Helikoptern" nennt sich auch einfach Sorge und die ist ja wohl normal. ;)
Klar darum bitten in Zukunft informiert zu werden.

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Also ich finde eher, dass die Eltern des steinewerfenden Kindes informiert werden sollten. Sowas geht m.E. gar nicht.
Aber warum ihr? Hat Euer Kind irgendwelche Anzeichen (Rötung, Schmerzen etc.)? Sicherlich wurde dies schon erfragt und bei einem Anzeichen hättet ihr Bescheid bekommen.
Ich möchte nicht wissen, was die Schule alles anzurufen hätte, wenn jeder Rempler, Stolperer bei den Eltern zu melden wäre.

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Weil es vielleicht Kinder gibt, die ihren Eltern nichts berichten...
Es hätte ja auch durchaus sein können, dass das Kind im Nachhinein noch über Beschwerden klagt und wenn ich als Eltern dann nicht Bescheid weiß, dass sie etwas gegen den Kopf bekommen hat?

Meiner Jüngeren wurde im Kindergarten damals eine Holzkiste auf den Kopf geschlagen. Mich hat darüber niemand informiert.
Als ich meine Tochter abholte, klagte sie über Kopfschmerzen und hat mir zum Glück erzählt, was passiert ist.
Nach gewisser Zeit verdrehte sie die Augen und übergab sich.
Ergebnis war eine Gehirnerschütterung und stationärer Aufenthalt. Im Krankenhaus wurde ich dann sogar gefragt, ob ich Anzeige gegen besagter Erzieherin erstatten möchte: unterlassene Hilfeleistung. Haben wir nicht gemacht. Wütend war ich dennoch.

Dieser Vorfall sorgte für viele Gespräche im Kiga inkl Leitung etc...

Man muss nicht bei jedem Pups anrufen. Aber sobald der Kopf involviert ist, in welcher Form auch immer, erwarte ich das als Eltern.

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Es kommt auch darauf an, welcher Stein das gewesen ist. Da gibt es ja vom Kiesel bis zum Felsbrocken viel dazwischen.

Eine Holzkasten gegen den Kopf ist krass, da ist ja richtig Wums dahinter - DA hätt ich auch eine Info erwartet .

Beim Stein kommt es drauf an - wie groß war er, mit welcher Wucht wurde er geworfen etc.

Wenn das Mädchen einen dieser Kiesel, die auf Gehwegen (Schulhof?) oft liegen, von einem nicht werfbegabten Kind nicht absichtlich (siehe Eingangspost) und daher wahrscheinlich auch nicht mit voller Wucht gegen den Kopf bekommen hat - UND das anscheinend selbst nicht so schlimm nahm (es steht weder da, dass sie geweint hat, dass es gekühlt werden musste, etc - daher gehe ich mal davon aus, dass sie eher empört über den Wurf an sich war, als verletzt) -- dann würde ich wirklich nicht erwarten, da eine Mitteilung zu bekommen.

Wenn es aber ein faustgroßer Brocken war, der sie mit Wucht traf, so dass sie Schmerzen hatte, weinte, alles gekühlt wurde - dann wünsche ich mir schon eine kurze Info.

Aber der Sachverhalt des Eingangsposts liest sich eher nach "Kind hat aus Versehen Kiesel gegen Kopf bekommen und ging zur Lehrerin um das zu melden, Werfer hat sich entschuldigt, alles gut."

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In einer Pause, gerade in der Grundschule, passiert unglaublich viel.

Wenn die Aufsicht habende Lehrkraft nun sich alles notieren muss, anschließend zu den jeweiligen Klassenlehrern gehen muss um das zu berichten kann sie ihren eigenen Unterricht erst verspätet wahrnehmen.
Das ist nicht machbar.

Vielleicht könnt ihr einfach die Eltern des werfenden Kindes nochmal ansprechen, wenn ihr glaubt, das sei wichtig.

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Wurde es denn der Versicherung gemeldet?
Das fände ich wichtig.
Vorsorglich zum Arzt gehen (auch wenn von außen nichts erkennbar ist). Der fragt dann eh, wo es passiert ist. Dann gibt es eine Meldung an die Versicherung.

Sollten irgendwann doch Spätfolgen auftreten oder sie im Laufe der Woche Kopfschmerzen bekommen, wäre es gemeldet und versichert.
Das hat nichts mit Petzen zu tun, sondern ist ein normaler bürokratischer Weg.

Auf der sozialen Ebene ist es ja geklärt. Die Personen wissen bescheid, der Junge wurde ermahnt. Je nach Gesamtumstände, Gelände, Verhalten etc. sind sie jetzt vielleicht oder auch nicht etwas vorsichtiger bzw. aufmerksamer.

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Da es ja zum einen keine böse Absicht war und zum anderen nichts wirklich passiert ist, finde ich das ganz okay so. Die Schule hat völlig ausreichend reagiert.
Schule ist kein Kindergarten, bei dem jede Kleinigkeiten den Eltern mitgeteilt wird. Geht ja auch schlecht, schließlich müsste ihr ja extra telefonisch kontaktiert werden, und das wäre bei jedem kleinen Vorfall ganz schön viel Arbeit.
Außerdem, deine KInder sind groß, beide haben es mitbekommen und haben es dir offensichtlich auch berichtet. Also passt doch alles.

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Mir fehlt da ehrlich gesagt eine wichtige Info:

Was für ein Stein?
Ein Rollsplit-Steinchen? Ein Kiesel? 1 cm? 3 cm? 5 cm? faustgroß? größer?

Das ist ja ein riesen Unterschied.

Wenn das Kind von einem faustgroßen Stein mit voller Wucht am Kopf getroffen wurde und Schmerzen hatte, würde ich natürlich was sagen.

Wenn es so ein 1-2 cm Standard-Kieselstein war,(wie oft in Kieswegen) der die Tochter eher leicht traf (nicht gezielt, keine Absicht, vielleicht sogar nur gestreift), die Tochter eher erschrocken als verletzt war- dann würd ich kein Fass aufmachen.

Der Junge wurde ermahnt und gut ist. Für mich liest sich deine Beschreibung momentan eher wie das zweite Szenario- da fände ich es übertrieben, was zu sagen. 🤷‍♀️

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Bei Kopfverletzungen sollten die Eltern finde ich immer informiert werden. Schließlich ist eine Gehirnerschütterung o.ä. möglich und man muss 48 Stunden besonders auf Schwindel oder Übelkeit achten. Wenn es auftritt, direkt zum Arzt/Krh.

Und wenn man von der Kopfverletzungen nichts weiss und sich das Kind durch einen Blackout nicht daran erinnern kann und dann plötzlich z.B. Übelkeit bekommt, hakt man es vielleicht nur als Magen-Darm-Verstimmung ab, was im Falle einer z.B. Gehirnerschütterung gefährlich wäre.

Ich würde mit dem Lehrer darüber sprechen dass er mich vei Kopfverletzungen bitte informieren soll.

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Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, da da keine Pflastersteine geflogen sind udn auch keine Brille oä beschädigt wurde....also von daher wäre für mich das Thema abgehakt.

Dein Kind hat es dir erzählt, prima. Da das ja auch so bleiben soll, würde ich erst recht jetzt nichts mehr machen...es war was es war, ein kleiner Unfall ohne Schaden. Das wurde von den Betreuern geklärt.

Und die KInder sind jetzt nicht mehr im Kindergarten, der Zwischenfall geschah in der Betreuung. Ich bekomme da jetzt gedanklich nicht die Kurve, warum die Lehrerin da etwas mit zu tun haben könnte. Die Aufsichtspflicht liegt doch dann bei der Betreuung, oder nicht?
Meine Tochter hatte auch einen Unfall in der Schule, passierte in der Betreuung. Da ein Zahn betroffen war, ging das natürlich über die Unfallkasse...auch für später. Ich kann mich nicht erinnern, das die Lehrerin und ich da jemals wegen in Kontakt standen. Alles lief über die Betreuung.

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Uih...bitte NIcht oder Keine im ersten Satz streichen#hicks.

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