Wie wird ein Kind bedächtiger? umsichtiger? sorgfältiger?

gibt es Eltern hier, die total hibbelige Kinder (älteres Grundschulalter, erste Jahre weiterführende Schule) haben, deren Kinder vielleicht ADHS haben oder einfach diagnosefrei ein hibbeliges und unkonzentriertes und fahriges und abgelenktes Verhalten haben und das irgendwie beenden konnten?

Wie bringt man einem Kind, das so viel unkonzentriert ist, dauernd dinge vergisst, Unterlagen nicht beisammenhält, schlampig schreibt und schon im umdrheen vergisst, wasman eigentlich gesagt hat, Sorgfalt, Langsamkeit und Umsichtigkeit bei?

Wie habt ihr das trainiert? Was für Möglichkeiten gibt es da?

Mein Sohn lernt aus den "Folgen" rein gar nichts, weil das einfach seit Jahren sein Wesenzug ist. Die Folgen haben keinen Einfluss auf sein Verhalten.
'Ich habe lange gedacht, wenn er nur oft genug einen STrich wegen vergessenem Buch kriegt oder Sportzeug .... oder Hunger hat, weil die Vesperdose in der Küche stehen geblieben ist, wird er das irgendwann selbst lernen.... aber nein ....
Die Folgen seiner Unüberlegtheit sind teilweise halt auch negativ, aber das juckt ihn nicht.
(Stichwort: am Ende des Jahres gibt es wegen vergessener Sachen vielleicht eine etwas schlechtere mündliche Note aber da gehört ja auch das echte mündliche dazu ... also spürt er da keine Folge, aber ja: die Note ist u.U. eine NOte schlechter als sie sein könnte. aber den Zusammenhang lernt er so nicht. - ich sehe das.
Nur ein Beispiel.
Unachtsam sein im Verkehr ist da ne ganz andere Nummer. -- Auf einem Gehweg wegen "schnell-schnell" jemanden überholen und der fällt dann hin ist hatl echt nicht lustig.... aber ihm tut es ja nicht weh. - sondern dem anderen .... was lernt er? Schimpfen lässt ihn kalt, eine andere Strafe würde ich ihm jetzt nich terfinden, ausser mit ihm zu reden, dass man sowas nicht macht. --- er wird es weeder machen. -- also läuft er. .... aber deswegen hab ich ja nicht an seiner "Grundhaltung" gearbeitet.

Er ist unüberlegt schnell, fahrig, unkonzentriert und es hat Folgen.
Sei es ohne zu kucken, die Strasse mit dem Fahrrad zu queren, Unterlagen hinzulegen und zu vergessen .... im "schnell-schnell" Dinge kaputt zu machen, .... die Liste,die man aufzählen könnt ist endlos und jetzt egal, weil ich nie alles aufzählen könnte ... ich möchte etwas zur Technik und zu Übungen erfahren, wie man Hibbelkindern über die Zeitweg Sorgfalt, Langsamkeit und Achtsamkeit beibringen und einüben kann.

Welche Techniken wendet ihr zuhause an, um Langsamkeit, Besonnenheit und vielleicht mit der Zeit auch Struktur in solche Kinder zu kiegen? Vielleicht gibt es ja ADHS-Kinder Eltern hier, die vielleicht von Ergo und Ärzten Techniken für zuhause mitbekommen haben, die jeder anwenden könnte?

Er hört auch nicht zu (will gleich weiter der die Gedanken rattern wo anders) ... also immer wenn ich etwas zu sagen habe, wo er aufpassen soll, sage ich das und sage, kuck mich an oder lasse ihn vor mir auf den Stuhl sitzen, wenns grad in der Küche ist. --- aber da kommt man sich ja vor, wie wenn man mit einem Kleinkind redet. --- trotzdem steht er auf, war meist mit Gedanken wo anders, und lässt trotzdem die Entschuldigung auf dem Tisch liegen, obwohl er sie gerade vor der Nase hatte und sie mitnehmen sollte.
Klar: der Lehrer will sie haben, am Mittag beim Mittagessen sieht er sie und soll sie einpacken udn mit glück macht er das auch. --- wenn nicht, gibts ja noch das Abendessen... ich erinnere, trage es aber nicht mehr hinterher in der Hoffnung, er lernt es irgendwann ... aber über die Zeit weg wurde es einfach nicht besser.

Klar: von vergessenen Entschuldigungen oder Sportzeug oder Wäsche, die mit runter sollte geht die Welt im Einzelfall nicht unter .... in der Menge ist es aber ein Wesenszug, der viel im Leben kosten wird und es wäre schön, man könnte sowas mehr üben oder trainineren, wenn man die richtigen Werkzeuge dafür hätte....

berichtet mal --- ich denke, bei ADHS Kindern oder ähnlichen Erscheinungsbildern wird das doch bestimmt auch dauernd Thema sein ... wie übt ihr hier Fortschritte?

1

Hallo!


Hat er einen festen Tagesplan zur Orientierung? Oder läuft es bei euch,wie es gerade kommt? Manchen Kindern hilft ein gut,geregelter Tagesablauf. Alles zur selben Uhrzeit. Immer und immer wieder.

Meine Tochter hat so einen streng getaktet Plan,da stehen sogar "freie Zeit" drin. Jede Woche besprechen wir ihn mit Terminen. Zusätzlich hat sie eine Aufgabenliste. Da steht auch drin :"Unterlagen vom Tisch eingepackt?" Was gehört in Ranzen?Alles vollständig. Ja,daß steht da haarklein drauf. Vom Aufstehen bis zum Bett gehen. Seitdem habe ich ein entspanntes Kimd,was nichts vergisst und achtsam mit seinen Sachen umgeht. Hält nun schon über ein Jahr.


Was sagt der Hausarzt? Besteht die Möglichkeit das er an einem Konzentrationstraining teilnehmen kann? Ergo? Techniken gut und schön aber sie sollten zum Kind passen. Wart ihr beim SPZ,so das alles ausgeschlossen werden? Wart ihr in der Pädautiologie so das AWVS ausgeschlossen ist? (Hat meine Tochter).

Was bei jedem Kind was ich kenne funktioniert. Schalschutzkopfhörer bei Hausaufgaben und lernen aufsetzen. Wirkt wahre Wunder,da die Einflüsse von außen nicht ablenken.

Wer holt für ihn die Kohlen aus dem Feuer,wenn man wieder etwas ist? Du? Freunde?
Wer bezahlt für Dinge die kaputt gehen? Du? Er von seinem Taschengeld?

Habt ihr ihn schon einmal richtig auflaufen lassen,so das er die Konsequenzen seines eigenen Handelns spürt?
Unterlagen unordentlich? Wer sortiert und erinnert ihn daran? Du? Es sind seine Noten,nicht deine. Er muss damit zurecht kommen. Unterlagen vergessen? Sein Pech,er muss sich erklären. Nicht du.

Biete Hilfe an,aber es ist sein Kram.

Wenn er ein Buch vergisst, dann schaut er wahrscheinlich bei einem Mitschüler mit rein? Macht zbsp.unsere Lehrerin nicht mehr. Der Schüler hat Pech,bekommt andere Aufgsben und muss daheim zusätzlich nacharbeiten. Seltsamerweise vergisst seitdem kaum ein Kind mehr Bücher.

Erwische ich mein Kind,wie es ohne zu schauen mit dem Rad über Straße fährt oder andere umfährt,dann ist das Rad erstmal weg. Punkt und aus. Laufen? Wer bewusst in Kauf nimmt das er andere verletzt hat Pech und ist nicht fähig am Straßenverkehr Teil zunehmen,also wird daheim geblieben.
Mein Neffe,hat das genau einmal machen müssen,wollte dann aber zum Fußball. Ja,wie hinkommen? Seine Mutter lies sich von ihm die Verhaltensweisen im Verkehr erklären und er durfte (peinlich) erst in ihrer Begleitung raus und dann wieder alleine.

Und wenn er so gar keine Empathie hat für andere Menschen,vielleicht Psychologe? Wäre halt die wirklich aller letzte Möglichkeit.

Versuch bei Ihm die positiven Dinge hervor zuheben. Bestärke ihn in dem was er gut kann.

Das liest sich bei euch stressig

2

stressig schon .... aber manchmal denke ich, ich habe auch jahrelang vom Kleinkindalter viel abgenommen oder viel geplant, geholfen, bin in die Bresche gesprungen... -- es hat eine Weile gedauert, für mich selbst das "not my business"-Gen anzuschalten ... also in den nicht schlimmen dingen.

In den Wellen und Foren und Klassen, wo jeder behauptet, sein Kind hätte ADHS und das ein Modewort geworden ist und auch eine ModeDiagnose samt Modeansprüchen von Eltern hab ich eigentlich immer vermieden, da in die selbe Presche zu springen. -- Es läuft auch ganz viel super, was ich jetzt nicht haarklein augeschrieben habe ... -- ja: er hat weniger Empathie für andere Menschen, - ist aber super fröhlich, sehr intelligent (und das ist wieder so etwas: als Mutter eines sehr intelligenten Kindes wird man bei Besondernheiten halt immer in Schubladen gesteckt). --- Der Papa ist da komplett dagegen und sieht da nur einen liebenswerten Schludri ... --- ich sehe das halt irgendwie mehr oder hinterfrage es mehr...
Corona kommt dazu, Puberträt fängt bald an .... man sucht sich gerne Ausreden für manche Dinge, die nicht rund laufen...
Aber ja: ein großer Knackpunkt ist wohl di emangelnde Fähigkeit zur Konzentration (wenn es ihn nicht intressiert). wenn es ihn interssiert, sei es Lego oder Programmieren oder Hobby, dann kann er SUPER Fokussieren ... also kann er es doch .... das ist ein Grund, weshalb ich ihn eben weniger in der ADHS Schublade sehe ... oder wenn, dann eben so leicht, dass man nirgends ernst genommen wird.

Struktur und gleiche Abläufe gibt es schon immer. Er braucht das sogar und er fühlt sich unwohl, wenn es mal nicht so läuft "wie immer" ....hm ... eine echte Knacknuss ist das ....

gerade gestern abend wieder.... Traininer sagt, sie sollen von daheim das springseil fürs Wochenend einpacken und mitbringen... -- er nickt, hört zu .... also das Springseil liegt immer noch in der SPort-Ecke obwohl ich direkt danach gesagt hab, - "dann hol es doch gleich und pack es in den Koffer" .... --- was er macht, --- ist grad mit dem Kopf wo anders und "fliegt weg zu seinem Ding, das er vorhatte schon während der ganzen Videokonferenz vermutlich",- oft ist das auch ein Weg zum zocken. Das ist begrenzt aber ich habe das Gefühl, das wird noch wichtiger durch die Begrenztheit udn man lässt eben ales stehen und liegen, um die tägliche Stunde eben bei erster Gelegenheit zu machen.... --
das sind so viele kleine GEschichten.... und eben ja: für mich nervig weil es mich einfach gedanklich so sehr mit bindet....

5

Nehmen wir das Springseil.

Solche Sachen vergisst mein Kind auch gerne.

Wann sie es einpacken ist ihre Sache. Ich sage ihr nur :"Schreibe dir ein großen Zettel und leg ihn dir gut sichtbar hin".Meist hängt er an der Wohnungstüre.
Funktioniert tatsächlich gut. Da steht dann:"Mittwoch 19.8.Springseil für Training"
Ich frage nur am Abend:'Alles eingepackt?Was auf Zettel steht" und das jeden Abend. Und dann fällt es ihr ein. Packt sie es immer noch nicht ein,dann bekommt sie eben den Ärger mit dem Trainer. Ich packe es ihr bestimmt nicht ein. Das muss sie ausbaden und sich erklären.

Das er 13 ist und bei Hobbys fokussiert ist,denke ich nicht an ADHS. Ja,viele nutzen es als Modediagnose. Deswegen haben Mütter wie du Hemmungen zum Arzt zu gehen. Geh doch erstmal alleine zum Arzt und schildere in einem Gespräch genau das was du hier schreibst. Entweder ist alles gut oder es wird weiter geschaut.

Klar ist zocken wichtig. Meine ist 10 Jahre und sehnt..17 Uhr herbei. Da hat sie eine Stunde Computerzeit Punkt 18 Uhr wird alles gespeert. Am WE darf sie mal länger. Vielleicht ist das ein Kompromiss?

weitere Kommentare laden
3

Hey,

Wir haben ein White Board in der Küche hängen, wo wir zu Anfang alles minutiös reingeschrieben haben
Zb
07.00 Aufstehen, ins Bad gehen ,
07.15 Waschen, Zähne Putzen,Anziehen (Klammotten wurden Abends davor fertig gelegt, beim Abendprogramm)
07.30, Schultasche mit nach unten nehmen , 07.35 Frühstücken, Frühstück für die Schule einpacken, 07.50 Uhr Anziehen, losgehen

Mit der Zeit konnten (ca 6 Monate) wir das Verkleinern in Zb : 07.00 Bad - Morgenprogramm

Usw

Das alles auch mit einem Belohnungssysteem verbunden , d.h. Es gab für jeden Abschnitt (zb Morgens /Mittags (inkl HA) / Freizeit/ Abendprogramm 1 Stern, und bei 20 Sterne einen Ausflug nach Wunsch (vorgegeben waren : Kino, Schwimmen oder Boulderhalle)

Am Anfang kommen die Belohnungen schneller , damit der Zusammenhang gelegt werden kann. Auch das mit der Zeit verringert , und seither hat er seine Routine „drin“ ohne das Stress herrscht und es läuft wie am Schnürchen ☺️

Was ich in der Zeit habe Lernen müssen (sehr verkürzt ausgedrückt) Kinder sind Menschen. Menschen haben Macken. 😉
Nicht Zuviele Erwartungen stellen, da er es mit Sicherheit nicht mit Absicht macht. Das würde ihn nur stressen, und bei Stress vergisst man noch mehr.

Liebe Grüße 🍀

4

danke ... das eignet sich für kleinere Kinder sicher ... er ist 13 und den Alltag (die Regelmässigkeiten) hat er im Griff. ... inzwischen sogar das Ranzen packen oder wenn er es abends nicht gemacht hat, eben morgens noch last minute...

es sind eher die neuen Dinge, - die Sonderaktionen... die kleinigkeiten im Alltag,die eben jeden Tag neu sind oder unregelmässig... -hm.....

6

Hallo,

Kurz und knapp mein Tipp: für alles eine Checkliste, am besten laminiert zum abhaken. Du lachst jetzt bestimmt, aber probiere es einfach mal aus ein paar Tage.

Rat von einer Aspi Mama in Ausbildung 😉

8

für 13järhige und da es um die aussergewöhnlichen Dinge geht ist das nicht geeignet, aber wir schreiben an einem festen Platz alles für den Tag auf und haken ab ... da steht auch Müll rausbringen oder Latein lernen oder andere Dinge, die man so im Alltag aufträgt ...
ich sollte vermutlich noch mehr und häuftiger drauf schreiben.... im Alltag ruft man halt doch mal kurz was zu ... usw.... und das sind dann immer die Dinge, die dann fehlen...

ich sollte vermutlich noch mehr schreiben... --- es ist ja auch nervig immer zu "Maulen" zu erinnern, verbal die böse zu sein mehrfach täglich.... da will ich nämlich raus.... dann sagt das die Liste und nicht ich .....

9

Auf Zuruf geht bei uns auch nichts. Ich schreibe alles auf. Mit 13 hat Dein Sohn ja sicher ein Handy, schick ihm doch einfach eine Nachricht.

weitere Kommentare laden
7

Du besxhreibd

10

Hallo,

mein Sohn ist auch 13, Gymnasium, Adhs - allerdings nur in der Schussel-Hibbel-Fraktion. Nie agressiv, allerdings erkennt er nicht, wann ein Spass zuende ist (ganz blöd in der Schule ....).

Wir führen keine Listen, da fühlt er sich krank. Zur Vorbereitung von Arbeiten helfe ich ihm den Stoff in kleinere Häppchen zu teilen und aufzuschreiben wann was gelernt wird.

Für das Alltägliche hilft nur Arbeitsaufträge EINZELN zu erteilen und die Erledigung abzufragen.

Bspw: Hast du schon deine Sporttasche gepackt? Nein, dann los. Er kommt wieder und ich frage kurz, was er eingepackt hat. Immer öfter merkt er dann selbst, dass die Turnschuhe fehlen oder der Handball ... Ich lasse alles direkt erledigen, niemals "gleich", "später", "morgen".

Er übt einen Mannschaftssport aus (hilft ihm auch sich zu konzentrieren, sonst kriegt er Ärger mit seinen Mannschaftskameraden, da man sich aufeinander verlassen muss) und einen Einzelsport, bei dem er seine Leidenschaft für Risiko ausleben kann, aber auch eben vorsichtig sein muss, da er sich sonst verletzt (fährt Downhill).

Eine Zeitlang hat er Medikamente genommen, allerdings haben die ihn für die Dauer der Wirkung so verändert, dass ich ihn gar nicht mehr erkannt habe und er sich selbst auch nicht (in sich gekehrt, konnte nicht mit Fehlern von anderen ruhig umgehen, depressiv).

Ich hoffe auf die Pubertät ... manches könnte sich ja von alleine geben ...

VG
B

11

danke für Deine Antwort. Lernsachen + Listen geht bei usn ganz gut.
Und ja: ich "schicke" auch einzeln... aber es kostet mich neben Arbeit (ich habe mein Büro unten im Haus) und eigentlich auch sonst den ganzen Tag ungemein Hirnkapazität und ist für mich Stress. -- ein klein wenig wünsche ich mir, dass er das zuverlässiger selber alles erledigt, weil es einfach auch so arg an meine Nerven geht und mich widerum meine eigenen Konzentration kostet. -- ich mache so abgelenkt leider oft Fehler im eigenen Job oder komme nicht so gut vorwärts, weil ich eben für die Kids und für ihn eben mehr, mitdenken muss, die Uhr im Blick haben muss und auch sonst eben alles was so ansteht ...

mit dem einzeln schicken und warten bis er wirklich mit der Sporttasche dann vor mir steht, das klappt schon. --- aber mehrfach am Tag solche Dinge kostet mich unendlich warte- und stehzeit und Zeit, die mein Kopf in diesem Feld gebunden ist....

14

Hallo,

ja - genauso geht es mir auch. Ich leide also mit dir :-) Ja, manchmal bin ich auch nur noch genervt und dann tut es mir wieder leid, weil er es ja nicht mit Absicht macht. Er macht auch alles, aber eben erst auf Ansage oder Wiederholung.

Im schulischen Bereich bin ich sehr nachgiebig, weil ich nicht möchte, dass er daraus mehr Nachteile hat als so schon. Im privaten Bereich lasse ich ihn aber auch schon mal auflaufen ... er soll schon merken, dass er sich auch anstrengen muss und nicht einfach denkt "Mama macht schon". Hin und wieder sehe ich mal kurz ein Lichtlein am Horizont :-)

LG
B

weitere Kommentare laden
13

Im Grundschulalter waren zwei so. Einer davon hat ADHS.
Der Große (21, ohne ADHS) hat es im Gymnasium dann einfach gelernt. Ich vermute, dann war es ihm wichtig genug.

Der Mittlere (14, ADHS) war schon immer sehr gewissenhaft. Die Unkonzentriertheit bekommen wir mit einer niedrig dosierten Medikation in den Griff.

Der Kleine (12, ADHS) ist unkonzentriert, schusselig, und es geht mit Medikation besser, es wird auch mit der Zeit besser, aber so richtig gut ist es noch nicht.
Ich (50, ungetestet) hab das Problem auch. Ich lerne auch nicht so richtig aus Folgen..., aber es ist halt auf einem Niveau, auf dem man damit leben kann.

Habt ihr ADHS schon ausschließen lassen?

21

durch eine Diagnostik sind wir nicht, nein -- wie gesagt ... als Mutter eines sehr intelligenten Kindes wollte ich nie in diese Schublade gesteckt werden. Mir glaubt hier nämlich niemand..."ist doch nicht so schlimm" ... inklusive der Papa ... (der leicht Asperger hat und einen extrem hohen IQ).

24

Naja, minderintelligent sind meine Söhne auch nicht gerade;-).
Gerade beim Kleinen fiel es deswegen lang nicht auf und wir dachten, der will bloß nicht.
Ich versteh gut, dass du nicht in die Schublade willst, da ist es auch nicht schön;-).
Mir wäre es trotzdem wichtig zu wissen, ob man mit erzieherischen Mitteln weiterkommt, oder ob das Kind es einfach nicht besser kann.
Ich wünsch dir, dass es sich verwächst. Hat es sich bei meinem Großen auch.

weiteren Kommentar laden
18

Ich brauche auch als Erwachsene noch eine kleine Erinnerung an der Tür, sonst vergesse ich auch Dinge.

Am besten erledigt man die meiste Denkarbeit (Was muss eingepackt werden?) am Vorabend. Wenn das Kind dann nur noch an die Brotdose denken muss, ist das viel einfacher.

Die Hibbeligkeit und auch die Vergessenheit sind anstrengend für alle Beteiligten.

Wir geben unserem Kind für die Abendroutine im Bad einen Zettel in die Hand, sonst wird das auch vergessen 🤷‍♀️

Unser Zusammenleben ist viel harmonischer geworden, seitdem wir "bedächtig und folgsam" (um es überspitzt zu formulieren) nicht mehr als Standard ansehen. Unser Standard ist "laut und ungestüm", deshalb wird alles, was positiv davon abweicht auch lobend erwähnt.

Durch Strafen oder Nachteile wird er nicht lernen, insbesondere wenn sie so undurchsichtig wie mündliche Noten sind.

Dass er aber scheinbar keine große Empathie für sein Unfallopfer hat, finde ich weitaus beunruhigender.

Meine Konsequenz zu "schnell-schnell" auf dem Fußweg wäre einfach, dass er früher los gehen muss. Und wer sich nicht an die StVO halten kann, der darf auch nicht mit dem Fahrrad unterwegs sein, regelt die Polizei bei Erwachsenen ja auch so.

22

das haben wir schon so gemacht. -- noch 3 Tage Schule ... also spürt er das wieder nicht... schon wieder eine "Konsequenuz" die schön gewesen wäre und die Umstände es leider verhindern....

30

Hallo!
Es gibt in verschiedenen Ergotherapeutischen Praxen sehr gute Hilfestellungen. Selbstregulierung ist da ein wichtiges Thema.
LG bloomfield

Top Diskussionen anzeigen