Tipps für Schulneulingsmami - was hättet ihr gerne vorher gewusst?

ich bin ein bisschen aufgeregt, bei mir werden in 2 wochen meine zwillinge eingeschult.

als vollkommener neuling wüsste ich gerne, was ihr erfahrenen hasen bezüglich der ersten grundschulzeit

-gerne vorher gewusst hättet / besser anders gemacht hättet / als positive bzwnegative überraschung auf euch gewartet hat / ihr niemals so erwartet hättet?

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...dass es vollkommen normal ist, dass jedes Kind seine individuellen Lernbaustellen hat bei denen wir es motivieren, strukturieren oder begleiten müssen bis es soweit ist, dass es das alleine schafft. Das eine Kind mehr. Das andere weniger. Und das muss nicht bedeuten, dass eines so viel intelligenter ist als das andere. Nicht alles, was ein Kind an Talenten und Fähigkeiten hat und in welchem Tempo es diese entwickelt, kann die Schule immer abbilden und würdigen. Schule fängt nicht bei jedem zu jeder Zeit alles ab, was nötig ist für eine positive Entwicklung. Entscheidend ist die Unterstützung von Zuhause vor allem in den ersten Jahren. Wenn die Grundlagen sicher sitzen, können auch Kinder, die nicht gleich der Überflieger in jedem Fach waren, sich sehr positiv entwickeln. Frühe Selektion und Aburteilung halte ich für sehr schädlich. Das Kind und die Eltern sollten an die Entwicklung des Kindes Glauben und step by Step an den individuellen Schwierigkeiten arbeiten.

....dass es noch viel zu oft die eigenen Eltern sind, die ihrem Kind vermitteln es sei für seine Ziele nicht geeignet.

...dass man sich mit dem KL gut stellen sollte. Am Ende urteilt er/sie entscheidend mit über den weiteren Weg für das Kind. Zusammenarbeit ist wichtig. Angesprochene Probleme ernst nehmen. Auch der beste Klassenleiter wird nicht perfekt sein, aber mit den Macken muss das Kind ein Stück weit auch lernen umzugehen, solange es sich im Rahmen bewegt.

...dass man bei übergriffigen und unfähigen Lehrern oder nicht in den Griff bekommbares Mobbing die Sache nicht "aussitzen" sollte, sondern zeitnah einen Schulwechsel in ein besseres Lernklima erwägen sollte, denn die Kinder erholen sich von jahrelanger Schikane oft nicht und blockieren im Lernen, weil sie das Lernen mit diesen schlechten Erfahrungen verbinden. Daher sollte man hier sehr Wachsam sein und Rabaz machen, wenn irgendwas beginnt sich in diese Richtung zu entwickeln, notfalls beim Direktor oder Schulamt.

...Das Kitaleben ist vorbei. Die Extrawürste auch. Schule setzt Kinder und Eltern unter einen ganz neuen Vergleichsdruck, in den die allermeisten Kinder aber hinein wachsen, was auch nicht immer negativ ist, denn Schule vermittelt vieles fürs spätere Leben. Und das ist eben auch nicht immer der Ponyhof. Trotzdem ist man ja nicht alleine. Der Kontakt zu Gleichaltrigen lässt Kinder neu über sich hinaus wachsen. rEenst nehme ja, aber ruhig bleiben und nicht in Panik verfallen, wenn es nicht immer so läuft wie gedacht.

... Und der letzte Punkt. In die Mutti-Whatsapp-Gruppe zwar ruhig eintreten, weil man da vieles erfährt, was das Kind vergessen hat zu machen, aber nicht jeden Schnulli dort bierernst nehmen, sich nicht unnötig einmischen und vor allem die Gruppe auf stumm stellen.

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Ich hätte gerne vorher gewusst wie fähig bzw. unfähig die Lehrerin ist.

Im Nachhinein hätten wir Eltern schon viel eher mit der Schulleitung darüber reden müssen , und nicht erst ein Jahr verstreichen lassen, in dem nichts passiert ist.

Aber , das ist unser Problem. Diese Lehrerin gibt es ja nur einmal.

So generell gibt es eigentlich nichts , was ich vorher nicht wusste und doch gebraucht hätte.

Was für mich als Mutter ungewohnt war , dass ich mein Kind stundenlang abgebe und danach nicht zumindest einen Satz zum Tag bekomme. Plötzlich war ich nur auf die Aussagen meines Kindes reduziert und ich hätte doch so gerne gewusst wie es läuft. Und da die Füsse still zu halten, der Lehrerin nicht auf den Senkel zu gehen und jeden Tag mit dem Kind zu warten bis es abgeholt wird, um zumindest ein zufriedenes nicken zu bekommen, das war schwer.

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Hallo
Auch Lehrer sind nur Menschen, die man im Zweifelsfall auch hinterfragen kann. Auf der anderen Seite sollte man sich aber auch überlegen was Nerven und Ärger wert ist, in einer Schullaufbahn interessiert schon in der kommenden Woche so vieles keinen Menschen mehr.

LG

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Am Anfang war es komisch sein Kind einfach "alleine" gehen zu lassen.
Im Kindergarten geht man mit rein, sieht die Erzieher übernehmen das Kind etc.
Die Tür und Angel Gespräche fallen weg, man bekommt nur mit was das Kind erzählt.

Klassen WhatsApp Gruppe oh man, hätte nie geglaubt über was man alles diskutieren kann...

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Ach und man kennt auch die Freunde plötzlich nicht.
Wenn das Kind erzählt mit wem es gespielt hat. Im Kindergarten hat man ja wenigstens ein Gesicht vor Augen.
Und es geht wie immer alles viel zu schnell, plötzlich werden einem Sachen vorgelesen usw.
Und die Lehrerin hat immer Recht. Jedenfalls bei meinem hab ich da keine Chance, wenn sie was gesagt hat ist das so ;)

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Vorher hätte ich gerne gewußt, das die meisten Schulsachen in der Schule bleiben, nur für die Hausaufgaben bringen die mit. Dann hätte ich auf andere Dinge bei der Schultasche geachtet.
Erschrocken war ich von dem "Kuschelkurs" im Unterricht. Alles ist toll, alles ist super...egal was ein Erstklässler da so abliefert.

Und wenn eine Frau X sagt, das ist toll, dann ist das toll. Was ein Lehrer sagt ist für die Kids Gesetz, hast kaum eine Chance dagegen. Da wurde ich aber vorgewarnt.

Vom "Schreiben nach Hören" wusste ich vorher, ich halte da überhaupt nichts von. Für meine Tochter hat sich auch bestätigt, das ist nicht ihr Ding, sie braucht klare Vorgaben an denen sie wachsen kann. Das hatte ich aber auf dem Schirm und habe dagegen gesteuert, obwohl man es nicht soll.

Elternabende sind einfach gruselig, basta#rofl.
Von der WhatsApp Klassengruppe bin ich positiv überrascht, alle halten sich im Zaum.

Ich habe Schulhefte auf Vorrat gekauft. Bei uns im Ort gibt es die nicht und ich wollte nicht extra dafür los müssen. Das hätte ich mir sparen können. Das Rechenheft wurde erst am Ende der 1. Klasse benutzt. Und 2 Schreibhefte hat sie verbraucht. Dafür hat sie einen riesigen Stapel Arbeitsblätter als Erinnerung an das erste Schuljahr, wirklich ein dicker Ordner voll#zitter.

Ach, und Lehrer sind keine bösen Monster, man kann ganz normal mit ihnen reden#rofl. Ja, ich hatte eine Lehrerphobie, die ist seit Corona weg.

Alles in allem: Alles wird gut und nach einem Jahr erkennst du deine Kinder nicht wieder.

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*Alles ist toll, alles ist super...egal was ein Erstklässler da so abliefert.*

Da muss ich als Lehrerin widersprechen - würde ich nicht verallgemeinern.

Klar zickst du einen Schulneuling nicht direkt an #rofl, aber ich sage durchaus etwas, wenn das Kind zum Beispiel beim Schönschreiben herumschludert.

Vielleicht nicht sofort, weil ich nicht sofort weiß, wie fit das Kind motorisch ist (man will ja auch kein Kind demotivieren, das sich eigentlich Mühe gegeben hat und es nur nicht besser kann). Aber doch so früh wie möglich, weil sich dann nach meiner Erfahrung erst gar keine Schludereien einschleichen.

Kann man ja alles auch nett sagen und dann sofort loben, wenn das Kind sich mehr Mühe gibt.

Also ich denke, da gibt es - wie überall - solche und solche Kollegen.

LG

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Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, da stimme ich dir zu. Die TE wollte ja auch von Erfahrungen hören.

Hier ist es aber so auffällig, das sogar meine Erstklässlerin die Lehrerin wie Plexiglas durchschaut hat. Tochter hat gepfuscht, ich frage ob sie das so abgeben will, ihre Antwort (mit einem schulterzucken): "Ist doch eh egal, sie findet das sowieso gut." Und sie hat Recht, der Pfusch kam mit einem Stempel und einem "Toll gemacht!" zurück.
Da ich meine Lehrerphobie überwunden habe#huepf, hatte ich das Gespräch mit der Lehrerin gesucht. Sie wollte die Kinder nicht demotivieren und war erstaunt, das mein Kind da so drauf reagiert. Tja, Demotivation hat viele Gesichter. Mal schauen, wie es nach den Ferien weitergeht. In der o.g. Situation hätte ein "Das kannst du aber besser." richtig viel gebracht. Mein Kind hätte gelernt, das ihre Lehrerin sie und ihre Arbeit wahrnimmt und das sich Mühe geben doch lohnen kann.
Bei meiner Tochter werden auch Süßigkeiten bei guter Gruppenarbeit verteilt#schwitz. Das Kind findet es spitze, ich nur #augen.
Selbst das Zeugnis muß ja positiv klingen, wie ein Arbeitszeugnis. Mein Kind rennt jetzt durch die Welt und denkt sie ist super in Kunst, blöderweise steht da aus Sicht eines Erwachsenen etwas ganz anderes (was auch der Realität entspricht).

Grundsätzlich höre ich aber auch bei Freunden raus, das die Grundschule heutzutage "sehr weich" geworden ist.

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Ah wie toll, meine Zwillings Mädels werden am 14.9 eingeschult, bin etwas aufgerägt, aber es geht. Hatten erst Do-Fr ihre Abschieds Übernachtung und bekamen ihre Schultüten mit.

Ich lasse mich einfach überraschen, mache mir da keine grosse Gedanken. Ich weiss nur das die Lehrerin jung ist und das wir ganz wenig Zeug kaufen müssten. Keine Hefte und co.

Ich hoffe nur das der Start normal wird und sie nicht schon wieder in welche gruppen geteilt werden wg corona.

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Hallo!

Jede Situation ist ja doch sehr individuell... Ja, wäre schön, wenn man die Glaskugel befragen könnte und wüsste, wie gut der Stil der Lehrkraft mit der Lernweise des eigenen Kindes zusammenpasst usw.


Eigentlich kann ich nur über die Materialien schreiben:

Was ich immer gerne vorab gewusst hätte, ist die Materialienaufteilung. Ich habe z.B. beim Schuleinkauf bei einigen Dingen bewusst die qualitativere und teurere Variante gewählt - sei es Malblock, Klarsichtfolien, diverse Spezialstifte. Tja, bei uns werden die Sachen aber für die ganze Klasse verwendet. Meine Tochter kommt mit Wasserfarbbildern heim, wo sich das Billigsdorferpapier aufgelöst hat. Hat ihre Kunstwerke in Klarsichtfolien, die nach der einmaligen Benutzung schon kaputt sind. Echt ärgerlich!

Bei uns hat die Lehrerin im Zeichenunterricht die Tendenz sich Bilder auszusuchen, die hauptsächlich aus einer Farbe bestehen. Töchterchen hat heuer einen Farbkasten mitgebracht, bei dem einige Farben noch überhaupt nicht benutzt sind und andere Knöpfe leer. Ähnliches bei den Ölkreiden, Filz- und Buntstiften. Und es ist echt ärgerlich, wenn man dann nicht einzeln nachkaufen kann.

Ansonsten wüsste ich immer gerne, welche Materialien wirklich im Unterricht benutzt werden. Meine Tochter hat jetzt 2 Jahre in Folge komplett unbenutzte Dinge mit nach Hause gebracht, die jetzt gar nicht mehr benötigt werden - etwa einen roten, non-permanent Folienstift (und nein, den kann ich zu Hause auch nicht brauchen!), spezielle Klebstoffe usw. Aber das ärgert sicher jeden.

So, mehr allgemeines fällt mir jetzt nicht mehr ein.

LG
id

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Du musst dich darauf vorbereiten, dass der Kuschelkurs aus der Kita vorbei ist. Ab sofort wird Leistung erwartet und gefordert. Worauf du dich einstellen solltest sind Eltern, die ihre verzogenen Blagen bei Regelverstössen in Schutz nehmen und den Lehrern und anderen Eltern damit auf die Nerven gehen. ( meide Whats app Gruppen)

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Du brauchst nicht aufgeregt zu sein. Du wächst genau so in die neue Situation rein wie deine Kinder. ;-)

Und du brauchst auch vorher gar nicht viel wissen. Jedes Kind/jeder Mitschüler/jeder Lehrer ist anders. Von daher gibts nix, auf das du dich vorbereiten könntest/solltest/müsstest.

LG#winke

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