Frage wegen Privatschule oder Waldorf

Hallo,

wir überlegen ob wir unseren Sohn nächstes Jahr auf eine Privatschule anmelden, oder eben Waldorfschule.

Ich würde gern wissen ob es Vor oder Nachteile solcher Schulen gibt, ich weiß da gehen die Meinungen auseinander, aber ich würde einfach gern mal Erfahrungsberichte hören (lesen) dessen Kinder auch auf solchen Schulen waren oder sind.

Was ist der Unterschied zwischen normalen Schulen und solchen Privatschulen, was kostet es?!

Sind diese Schulen eher für "schlaue" Kinder geeignet?

Da unser Sohn hochbegabt ist (er wurde bereits getestet; und hat einen IQ 143), würde er sich ohnehin nächstes Jahr langweilen, klar er könnte überspringen, aber das hilft ihm nur in seinem Wissen weiter, nicht in seinem Sozialverhalten mit dann älteren Kindern!

Von daher überlegen wir ob er auf einer Privatschule "besser" aufgehoben wäre?!

Wäre für Erfahrungen dankbar.

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Ein paar Linkss zu den schon unzähligen Fragen über die Waldorfschulen:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=6&id=537812

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=6&id=531732

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=6&id=490054

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=6&id=460894

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=6&id=376788

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=6&id=324235

Noch mal von mir kurz zusammengefasst was ich von Waldorfschulen halte:

Zu teuer; Die Kinder lernen so gut wie nichts - Abitur zu machen fast unmöglich; Gewalt und ähnliches noch schlimmer als auf normalen Schulen!

Das gilt im übrigen auch für die ach so hocgelobten Montessori-Schulen! Wer Kinder von Waldorfschulen, Montessorischulen und herkömmlichen Schulen gesehen hat, der weiß wovon ich schreibe! Ich würde von sowas abraten!!

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Was seine Hochbegabung angeht, so gibt es nach meinem Wissen entsprechende Förderschulen, in denen eigentlich fast nur Hochbegabte sind. Auch einige normale Schulen versuchen Hochbegabte nach ihren Möglichkeiten zu fördern! Ich würde dahingehend bei Eurer Schulbehörde nachfragen! Die müßten weiterhelfen können!

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Danke für die Links!

Aber ich glaub man kann nicht jede Privatschule über einen Kamm scheren! Es gibt genung Kinder die Agressiv sind und von normalen Schulen kommen- ich denke das ist Erzeihungssache. (egal)


Deswegen hätt ich gern einfach die Meinungen von Eltern deren Kinder auf solche Schulen sind oder waren, nciht einfach eigene persönliche Meinungen
(Kein Angriff- aber die Meinungen bringen mir nicht viel- denn keiner von diesen Eltern weiß wie es auf Privatschulen abläuft)

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Wenn Euer Sohn hochbegabt ist, dann ist Waldorf schon von vornherein ausgeschlossen, das verträgt sich absolut nicht mit Hochbegabung, zumal die Schulzeit an der Waldrfschule ja noch länger ist und das Lerntempo eher niedrig. Man findet im Netz genug über Waldorfpädagogik.Man darf auch nicht vergessen, dass die Kinder idealerweise schon 7 Jahre alt sind, wenn sie an einer Waldorfschule eingeschult werden, eine Früheinschulung ist dort unmöglich, da es dem ideologischen Denkansatz der Waldorfpädagogik widerspricht. Genauso ist ein Springen dort nicht möglich.

Bei den Privatschulen muss man unterscheiden. Die meisten Privatschulen sind keine Begabtenschulen, d.h. dort sind genauso normale Kinder, wie an anderen Schulen auch, mit dem Unterschied, dass durch den Preis bestimmte soziale Schichten vom Besuch ausgeschlossen sind. im allgemeinen sind die Klassen kleiner und oft ist auch die Ausstattung besser, da einfach mehr Geld da ist, wenn alle Eltern einen Monatsbetrag von teilweise mehreren Hundert Euro zahlen.

Aber auch eine Privatschule ist immer nur so gut, wie ihre Lehrer und viele Privatschulen sind eben nicht besser als normale Schulen. Es kommt immer auf die spezielle Schule an. Vom Konzept her wäre Montessori für Euch geeignet oder eine Jenaplan Schule, wenn ihr denn sowas in der Nähe habt.

Unser Sohn ist 6 Jahre und jetzt in einer normalen Schule in der 3.Klasse. Wir haben uns bewusst gegen die vorhandenen Privatschulen entschieden, da diese Schulen keinen Vorteil gebracht hätten und er für die weiterführende Schule sowieso auf eine normale Schule müsste, da ich mir nicht vorstellen kann, mein Kind in ein Internat zu stecken. Die 2 Privatschulen , die es bei uns in der Nähe gibt, sind beides ganz normale Privatschulen und keine Begabtenschulen und kamen für uns deshalb nicht in frage.

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Danke,

mir 6 in der 3 Klasse? Wann habt ihr ihn eingeschult?

Unser SOhn ist 5 (wir wissen seit dem er 4Jh alt ist ,das er hochbegabt ist) aber die Kita hat uns abgeraten ihn dieses Jahr schon einzuschulen, und die Psych Beratungsstelle auch, nicht weil er nicht fähig wäre sondern mit 5Jh zu klein/jung. Die meinten ob er sich dieses oder nächstes Jahr langeilen würden wäre dann auch egal !#kratz. Mit 6 wäre früh genug!

Aber danke für Deine Erfahrung, diese Jenaplan kenn ich gar nicht.

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Wir haben mit 5 Jahren eingeschult, er ist dann am 23.11. 6 Jahre alt geworden. Anfang Mai ist er dann in die 2.Klasse gekommen (auf Betreiben der Schule) und wurde dann im Sommer in die 3. versetzt. Jetzt ist er in der 3.Klasse und kommt sehr gut zurecht, auch sozial gibt es absolut keine Probleme.

Das mit dem Langweilen ist so eine Sache - Dein Kind wird in dem 1 Jahr weiterlernen, das kann man bei diesen Kindern nicht verhindern und die Langeweile wird umso größer.

Du musst halt scheuen, was Du für Schulen in der Nähe hast, einem Sechsjährigen kann kein stundenlanger Fahrweg und auch kein Internat zugemutet werden.

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Hallo

http://de.wikipedia.org/wiki/Montessori-Schule

Solltest du fragen dazu haben,meine Addi steht in meiner VK.

lg

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Ich halte die Waldorfschule bei einem Kind mit diesem IQ nicht für die richtige Alternative.

Ich würde eine normale Grundschule bevorzugen, mit Überspringen von Klassen und ab der 5. Klasse ein Gymnsium. Es gibt geförderte Internate für Kinder, die hochbegabt sind.

Nehmt Kontakt auf zur DGHK und lasst Euch beraten.

Alles Gute

Manavgat

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Die ehemaligen Waldorfschüler (drei), die an mein Gymnasium in die 11. Klasse gewechselt hatten, da sie ein "normales" staatliches Abitur machen wollten, hatten - zu ihrer großen Überraschung und entgegen ihrer Selbsteinschätzung - in Mathe direkt eine sechs (!). Sie sind alle schon vor Ende des 1. Halbjahres wieder abgegangen und haben kein Abitur mehr geschafft...
....ich bin sooo froh, dass meine Eltern mich nicht auf eine Montessori- oder Waldorf-Schule geschickt hatten, sondern ich mit der Konkurrenzsituation an einer "normalen" Schule konfrontiert wurde.

Grüße, das teufelchen

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Also ich kenne einen Jungen, den die Mutter an die Waldorfschulge geschickt hat und ihm hat es gut getan. Er war allerdings eher ein sehr sensibler, zurueckhaltender Junge, der sich in der Schule sehr schwer tat (2 mal sitzengeblieben bis zur 5. Klasse). Der musische Ansatz in der Waldorfschule war genau das Richtige fuer ihn - dort hat er dann auch noch Abi gemacht.
Wenn Dein Sohn aber so hochbegabt ist, halte ich es fuer wenig sinnvoll, ihn sechs Tage die Woche in die Waldorfschule zu schicken - da ist er an einer normalen Schule viel besser aufgehoben. Ansonsten wuerde ich mir die Privatschulen mal anschauen - jede Schule ist anders - es kommt so sehr auf die Lehrer und die Stimmung vor Ort an - allgemeine Ratschlaege lassen sich ueber das Netz schwer geben.
Liebe Gruesse,
Kathy

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" Der musische Ansatz in der Waldorfschule war genau das Richtige fuer ihn - dort hat er dann auch noch Abi gemacht. "

In welchem Bundesland? In vielen Bundesländern, z.B. Bayern, müssen alle Schüler das staatliche Abitur machen! Waldorfschulen dürfen kein Abitur prüfen, wenn sie es trotzdem machen, ist es nirgends anerkannt!

Wenn er bis zur fünften Klasse zweimal durchgefallen ist, auf einer Waldorfschule das Abi gemacht hat, dann spricht das wohl eher gegen eine Waldorfschule als dafür. Kein Schüler wird von heute auf morgen so gut, auch wenn er mehr tanzen und töpfern lernt, als auf einer staatlichen Schule! Es ist wohl eher so, daß dieses Abitur im Vergleich zu staatlichen Abi's extrem einfach sein muß!

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uargh, anscheinend kann man inzwischen auch an den Waldorfschulen Abi machen. Ich lese gerade in der Waldorfschule Trier:

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In der Oberstufe entdecken die Neunt- und Zehntklässler Gesetzmäßigkeiten nicht nur im naturwissenschaftlichen Bereich, sondern auch in der Sprache und in der Kunst. Anhand dieser Grundlagen versuchen die Schüler, die Grenzen einer Denkweise, die die Welt nur in "gut" und "böse" einteilt, zu überschreiten. So entwickeln sie jene Fähigkeiten, die ihnen eine differenzierte Wahrnehmung der Welt ermöglichen.

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#schock die Waldorfschueler denken bis zur 9ten oder 10ten Klasse in einer Denkweise, die die Welt nur in "gut" und "böse" einteilt?! Wie kann *irgendwer* ueberhaupt ernsthaft in Betracht ziehen, seine Kinder auf so eine Schule zu schicken? Das sind Differenzierungen mit denen sich mein Sohn (knapp 6) gerade beschaeftigt.

Catherina

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