Erfahrungen Inklusion Grundschule

Hallo meine Lieben,

Meine Tochter wird im September eingeschult. Unsere Grundschule bietet 4 Ikon Klassen in einer Schule für geistig und körperbehinderte Kinder an und ich überlege sie dort einzuschulen. Es wären ca. 15 Regelschüler aus unserer Grundschule und ca. 10 Schüler der Förderschule in einer Klasse, mit jeweils einer Grundschullehrerin und einer Förderschullehrerin. Zusätzlich kommt noch zeitweise eine Pflegekraft hinzu. Der Unterricht soll weitestgehend zusammen gehalten werden. Es gibt aber zwei Klassenräume, damit die Kinder auch getrennt voneinander unterrichtet werden können, wenn der Stoff zu anspruchsvoll wird. Nun würde ich gerne Erfahrungen von Eltern lesen die ihre Kinder in ähnliche „Konzepte“ untergebracht haben. Würdet ihr es wieder tun? Wie haben sich eure Kinder entwickelt? In unserer Kita sind viele der Meinung das die Kinder dort weniger Stoff durchnehmen und viel langsamer lernen würden als auf der Regelschule.. Dadurch bin ich nun etwas verunsichert.. :/ Leider kenne ich aber keine Mama oder Papa von dort, die ich dazu befragen könnte.

Lg Natzke

1

Hallo,

ich würde es, rein von den Zahlen, nicht machen.
25 Kinder in einer Klasse, davon 10 mit Förderbedarf und nur 2 Lehrkräfte ??
Gibt es noch Schulbegleiter für einige Kinder, ist die Klasse gleich noch voller und unruhiger.

Da gehen stille "normale" Kinder doch unter.

LG
Tanja

2

Schick sie auf die Regelschule! Wie sollen geistig behinderte Kinder genauso viel lernen wie normale? Auch wenn sich das alle immer in ihrer rosaroten Welte wünschen, es funktioniert nicht.
Körperbehinderung sehe ich als kein Problem.

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass Dein Kind auf der Regelschule definitiv richtig aufgehoben ist.

16

Also geistig Behinderte können auch bloß lernen wie Hochbegabte oder Normalos. Da gibt es gar keinen Unterschied.
In einer inklusive Schule wird differenziert unterrichtet, d.h. JEDES Kind hat für JEDES Fach seinen individuellen Plan, alle bearbeiten aber auf ihrem Niveau das gleiche Thema. Nicht jedes Kind ist in jedem Fach gut oder schlecht - sowas kann differenzierter Unterricht auffangen.
Bei uns gab es zwar 3 Klassen je Jahrgangsstufe, aber einmal pro Woche wurde jedes Hauptfach auch zusätzlich differenziert unterrichtet. Es gab insgesamt 6 Klein(st)gruppen, in denen die Kinder dann nochmal gefordert oder gefördert wurden. Inklusion funktioniert auch in die andere Richtung - Inklusion kann auch Hochbegabtenförderung bedeuten.

Inklusion funktioniert nur nicht im „Lehrersparmodus“ und das ist hier eindeutig der Fall.

3

unsere Haupt-Schule macht das auch, -- allerdings ab 5. Klasse und es sind 7 FöKS.
Leider sind die Nicht FöKS leider sehr benachteiligt und hintendran.

Das Selbe Projekt bei uns an der Schule für Grundschüler mit 5 FöKS wurde nicht fotgeführt. - Sie bremsen viel zu art und der wichtige Grundstein, der in der Grundschule gelegt wird, fehlt vielen Normalschülern.

Ich möchte nicht feindlich klingen, - aber Inklusion in allen mir bekannten Varianten oder im Bekanntenkreis oder bei befreundeten Lehrern wird im Nachhinein sowas von extrem nachteilig empfunden.
Nicht ohne Grund gibt es Förderschulen, die nachteiler aller Art aufholen (können). --- dafür sind diese Schulen da und ich unterstütze eine Trennung bestimmter Lernvorraussetzungen.

Alleine 25 Normale Grundschüler sind mit ADHS usw... schon genug Herausforderung udn bremse. - Da braucht es nicht noch mehr Baustellen, die bremsen. -- das ist meine Meinung und deshalb würde ich mein Kind niemals freiwillig in einer Gemischten Klasse anmelden.

Mein Kind ist in keinem ähnlichen Konzept angemeldet. -- aber es ist schon in der Normalgrundschule so schwer, dem heutigen Standard und Schulsystem mitzuhalten (Pisa usw....), -- da würde ich mein Kind niemals in einer gemischten Gruppe an der Schule anmelden. -- Irgendwelche AG´s am MIttag zusammen, Sport zusammen - klar: gerne: das ist postiviv und auch ein lernbares Miteinander... aber wenn es ums LERNEN geht, dann bitte ohne diese unausgereiften Konzepte....

4

"aber Inklusion in allen mir bekannten Varianten oder im Bekanntenkreis oder bei befreundeten Lehrern wird im Nachhinein sowas von extrem nachteilig empfunden."

Genau so kann ich das bestätigen!#pro#pro#pro

8

"Nicht ohne Grund gibt es Förderschulen, die nachteiler aller Art aufholen (können). --- dafür sind diese Schulen da und ich unterstütze eine Trennung bestimmter Lernvorraussetzungen."

Eine Freundin von mir (Grundschullehrerin) hat ein behindertes Kind. Vor als sie 3 war, sollte sie eigentlich als I-Kind in einen Regelkindergarten. Mit 2,5 war sie dann in einer Reha-Maßnahme, dort wurde eine Inklusive KiTa (reine Förderkindergärten gibt es ja nicht mehr) angeraten, diesen Rat haben die Eltern befolgt und nie bereut. Dann stand die Einschulung bevor. Die Regelschule kam nie in Frage, zur Auswahl standen eine inklusive Grundschule mit 10 gesunden und 5 Förderkindern in der Klasse oder eben eine Förderschule. Letztlich haben sich die Eltern für die Förderschule entschieden, weil das Kind dort eben am besten gefördert werden kann.
Und das Konzept der Inklusiven Schule ist nicht schlecht. Die Schule ist aus einer Förderschule entstanden, es wurden hier also gesunde Kinder an einer Förderschule integriert und nicht - wie in 90% der Grundschulen, die Inklusionsklassen haben - umgekehrt. Die Lehrer und die Schulleitung wussten hier, worauf sie sich mit der Beschulung von Kindern mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung einlassen und mussten sich nur etwas für die gesunden Kinder einfallen lassen. Auf Regelschulen, die auf einmal Inklusionsklassen anbieten, ist das ja nicht der Fall (zumal das System auch nicht ausgereift ist und - im Grunde ohne Anleitung - von oben aufgedrückt wurde).

LG

weitere Kommentare laden
5

Hallo!

Mein Sohn (2. Klasse) geht in eine Regelschule, hatte aber in der ersten Klasse 2, jetzt nur noch 1 Inklusionskind in der Klasse. In der ersten Klasse waren sie 25 Schüler, ein Kind wurde nachträglich zurückgestuft, ein I-Kind ist auf die Förderschule gewechselt, sodass sie jetzt "nur noch" 23 Schüler sind. Die Klassenstärke bei meinem Sohn war also ähnlich wie bei Eurer Klasse, allerdings mit deutlich weniger Inklusionskindern. Trotzdem war es in der ersten Klasse wirklich schwierig mit dem Unterricht. Die Klasse war groß (25 Schüler sind bei uns die maximale Klassenstärke), unruhig, zu viele Kinder im Raum, dazu noch die Inklusionskraft... Auch wenn sich mein Sohn mit den beiden I-Kindern gut verstanden hat, bin ich froh, dass es jetzt nur noch eines ist und die Klasse kleiner ist. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass die Klasse nicht nur 2, sondern sogar 10 Kinder mit Förderbedarf hat, frage ich mich wirklich, wie das funktionieren soll. Die Sonderpädagogin ist ja schön und gut, aber im Grunde bringt sie ja noch zusätzlich Unruhe in die Gruppe, weil ja permanent 2 Lehrer in irgend einer Form aktiv sind.
Bei uns gibt es eine inklusive Grundschule, die hat im Großen und Ganzen auch 1/3 Inklusionskinder (Förderschwerpunkt geistige Entwicklung), allerdings ist da die Klassenstärke mit 15 Kindern akzeptabel, außerdem lernen die Kinder in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen. Bei einem solchen Konzept würde ich schon eher nachdenken, mein (gesundes) Kind so zu beschulen. Aber bei 25 Kinder #schwitz.

LG

6

Oh je das hört sich alles nicht so toll an :-( Eigentlich fand ich das am Anfang schon eine schöne Sache und auch den Betreuungschlüssel gut, da in der normalen Klasse ja 25-30 Kinder sitzen mit nur einer Lehrkraft. Die Schulleitung unserer Regelschule sowie auch die Kigaleitung hat ebenfalls nur positives berichtet. Schade das keiner von guten Erfahrungen erzählen kann. Vielen Dank euch :-)

7

Hallo,

selbst in der Regelklasse meines Kindes waren, bei 26 Kindern, 1 Lehrerin und 1 Referendarin anwesend, in den ersten 2 Jahren. Zumindest in den "wichtigen" Fächern Deutsch, Mathe und Sachkunde.

LG
Tanja

9

Bisher wird hier ja schwer abgeraten, da möchte ich eine Gegenposition beisteuern:
Meiner Erfahrung nach würde ich noch dies und das nachfragen, aber insgesamt sehr dazu tendieren, dort anzumelden.
Ich bin selbst Lehrerin an einer weiterführenden Schule. Solange es bei uns ein solches Modell gab, wie du es beschreibst, waren das die beliebtesten Klassen - garantierte Doppelbesetzung, bei euch ggf. teilweise sogar 3 Leute, und der Rest der Kinder zu einem großen Teil aus Elternhäusern, die sich bewusst für eine solche Klasse entschieden hatte. Das bedeutete: Leute, die auf verstärkt auf soziale Kompetenzen und Toleranz Wert legen - und ganz nebenbei waren das dann auch im Vergleich mit der restlichen Schülerschaft die deutlich Leistungsstärkeren.
Aus diesen Klassen kamen nachher oft die wirklich vielseitig interessierten, sehr engagierten und leistungsstarken Leute in unsere Oberstufe.

Gemeinsamen Unterricht sehe ich nicht als Problem. Lehrkräfte, die das gelernt haben und spezialisiert darauf sind, wissen, wie sie zieldifferenten Unterricht vorbereiten und durchführen und haben ja eben noch Unterstützung dabei. (In der Grundschule ist Differenzierung ja ohnehin normal, aber so lässt sie sich auch wirklich machen. Schwierig ist es mit Lehrkräften, für die Differenzierung für etwas total Besonderes halten und dementsprechend damit völlig überfordert sind - viele Gymnasialkollegen zum Beispiel.)

Die einzigen Fragen, die ich hätte, wäre, wie sich die Kinder zusammensetzen. Zum Beispiel wären 10 geistig behinderte Kinder nun wirklich eine große Zahl - aber das halte ich kaum für vorstellbar. Heute wird ja oft einfach nach diagnostiziertem Förderbedarf kategorisiert, und den gibt es sehr oft (natürlich auch ohnehin an jeder Grundschule) - sind diese Schüler in der Definition enthalten? Aber selbst wenn nicht: wie jemand anderes schon schrieb, trägt Körperbehinderung nun wirklich nicht zu irgendwelchen Unterrichtsschwierigkeiten bei, höchstens zu Organisationsaufwand.

Was also zählt, ist, ob man sich vorstellen soll, dass sich im Zweifelsfall alle anwesenden Lehrkräfte auf die Kinder mit Behinderung / Förderbedarf konzentrieren müssten. Das halte ich aber für äußerst unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass im Zweifelsfall die Klasse getrennt wird (2 Klassenräume, schreibst du), und dann für die Kinder OHNE Förderbedarf das herrliche Zahlenverhältnis von 1:15 statt 1:25 herrscht.

Fazit: wenn ich so ein Angebot für meine Kinder hier hätte, würde ich sie - wie gesagt mit einer kleinen Nachfrage - liebend gern für eine solche Klasse anmelden.

Viele Grüße,
Kamera1

10

kleine Ergänzungen, vergessen:
oben fragte jemand: "Wie sollen geistig behinderte Kinder genauso viel lernen wie normale?"

Aber das strebt doch niemand an - die Idee der Inklusion ist gemeinsames Lernen, nicht zwingend gleiche Lernziele. Genau das bedeutet zieldifferentes Unterrichten; und schon in jeder Differenzierung (die an jeder Grundschule betrieben wird und betrieben werden muss, nur unterschiedlich gut und erfolgreich) steckt genau das drin.

Und jemand anderes behauptet, eine zusätzliche Lehrkraft / Sonderpädagogin würde zusätzliche Unruhe reinbringen. Das Gegenteil ist der Fall, und das kann ich aus selbst gegebenem Unterricht berichten. Man muss sich auf jeden Fall klar machen, dass Frontalunterrichts-Phasen, wie wir sie vermutlich aus unserer Kindheit kennen, heute fast überall nur noch einen Teil des Unterrichts ausmachen - und dass in solchen Phasen eine Lehrkraft durchaus in der Lage ist, ruhig zu sein (und ihre Umgebung zur Ruhe zu bringen), wenn die andere gerade spricht...

Grüße, Kamera1

11

Ja also so ungefähr hatte ich mir das auch vorgestellt da es zwei Räume sind und sie gesagt hatten, der Unterricht würde so weit wie möglich zusammen geführt werden und das was nicht geht dann getrennt. Übernächste Woche ist ein Tag der offenen Tür zum 10 jährigen Jubiläum. Ich werde dort noch mal alles genau erfragen. Danke sehr!

12

Hallo,
ich denke das Ganze hängt von vielen Faktoren ab.
Bei uns in der Klasse sind 22 Kinder gewesen. 3 Autisten 2 Geistige Entwicklung und 1 Lernbehinderung. Zusätzlich noch 3 Dyskalkulie Kinder.
Theoretisch hieß es immer 2-3 Erwachsene drin. Die Realität in den letzten 6 Monaten: fast immer ist nur 1 Erwachsener drin. Die 2 Kraft muss vertreten in anderen Klassen da dort sonst gar keiner wäre usw. Tja und 1 Erwachsener auf so viele Kids mit Status. Da wird es in einer 5. Klasse schon schwer Themen einzuführen. Die schnellen langweilen sich da man ja langsamer arbeiten muss und die mit Status müssen ja das Thema auch irgendwie grundlegend verstehen.
Der Spagat ist als Einzelperson kaum zu machen.
Es hängt halt auch wie schon gesagt wurde auch von der Konstellation ab. Hast du 7 Kinder mit Körperlichen Einschränkungen ist es eine sache hast du aber 7 mit geistiger Behinderung oder emotional Sozial ist das nochmal ne andere Hausnummer.
Ich persönlich würde mein Kind eher in die Regelklasse geben.
Liebe Grüße

13

Ich möchte mich hier den meisten Antworten anschließen, bitte schicke dein Kind da nicht hin, wir hatten diesen Fehler auch gemacht und es sehr bereuht. Auf dem Papier und in den Aussagen der Schule klingt das immer toll, die Realität ist nur leider fast immer eine andere.

LG
Visilo

14

Es ist sehr schade das nur negative Erfahrungen gemacht wurden. Findest du das dein Kind schlechtere Leistungen bringt „oder weniger kann“ als Schüler der Regelschule? Lg

17

Mein Sohn hat sehr schlechte Erfahrungen mit Inklusion gemacht. Der Lehrer war absolut überfordert mit der Situation und das bekamen alle zu spüren. Die Schulbegleiter der betroffenen Kinder wechselten oft und brachten zusätzlich Unruhe in die Klasse. Wenn es zu schlimm wurde, wurden die Kinder auf den Gang gesetzt damit die anderen ein bisschen Unterricht machen konnten. Wir haben zum Halbjahr der 4. Klasse die Schule gewechselt, zu dem Zeitpunkt konnte mein Sohn kaum lesen, schreiben und rechnen. Aus dieser Klasse hat es fast kein Kind aufs Gymnasium geschafft, bis auf 2-3 Ausnahmen sind alle auf die Mittelschule gewechselt. Auf dem Papier klingt Inklusion super, ich habe nur noch von keinem gehört wo es dann auch in der Realität geklappt hat.

Meine Cousine ist Förderschullehrerin und sie meinte auch das es so gut wie nie funktioniert ,weil das System unter den momentanen Umständen nicht möglich ist.

Diese Art Beschulung bringt keiner Seite etwas, weder der Förderkindern, den Regelkindern noch dem Lehrer. Der Frust ist überall gross.

LG
Visilo

weiteren Kommentar laden
15

Würde ich nicht machen, dafür sind die Daten, die du nennst, zu katastrophal. Das KANN gar nicht funktionieren.

Ich bin grundsätzlich ein Befürworter der Inklusion. Meine beiden Kinder wurden seit der 1. Klasse inklusiv beschult - heute sind sie in der 6. bzw. 7. Klasse - natürlich auch Inklusiv. Mein Ältester hat „nur“ Förderbedarf Sprachheilförderung, aber mein Jüngster hat den Förderbedarf Geistige Entwicklung. Beide Kinder sind Frühkindliche Autisten. Nur der Kleine hat eben noch deutlich mehr - sein IQ liegt zwischen einer Lernbehinderung und der Geistigen Behinderung, er wurde komplett ohne Lautsprache eingeschult, hat Epilepsie, eine schwere Esstörung, Stoffwechselstörung und noch so einige Fehlbildungen.
Seit dem ersten Tag in der Schule hat er eine 1:1 Schulbegleitung - ohne sie ist er unbeschulbar und bleibt dann eben auch zu Hause. In seiner Klasse waren insgesamt 18 Kinder. Da er so schwer eingeschränkt war, ist er auch die gesamte Grundschulzeit das einzige I-Kind in seiner Klasse geblieben.
Bei meinem Ältesten gab es am Ende insgesamt 3 I-Kinder in der Klasse (20 Kinder). Im Grunde war das schon zu viel. Bei einem Kind wurde erst später eine seelische Behinderung diagnostiziert, ein Kind wurde einfach von der Schwere der Behinderung unterschätzt (trotz Förderbedarf Geistige Entwicklung) und mein Sohn hatte dank normalen IQ einfach nur „Sprachheilförderung“ - der Autismus, die Hauptbehinderung, wird hier im Bundesland grundsätzlich ger nicht berücksichtigt. Die Schule akzeptierte dann 2 Schulbegleiter in der Klasse.
Beide Kinder sind in die gleiche Schule gegangen. 2 Räume hatte jede Klasse zur Verfügung. Wir hatten grundsätzlich eine Doppelbesetzung bei den Lehrern - ein Grundschullehrer und meist ein Förderschullehrer Lernen. Das ist in einer Inklusion eigentlich schon Vorraussetzung, sonst klappt es gar nicht. Selbstverständlich bot die Schule alle gängigen Therapien an. Zusätzlich gab es noch den normalen Förderunterricht, der den Kindern je nach Förderbedarf zusteht. Bei Sprachheilförderung war das eben Sprachheilunterricht und bei GE waren das Alltagspraktische Fähigkeiten. Außerdem bot unsere Schule noch Psychomotorik, durchgehen Schwimmen (also nicht nur ein Jahr) und Musiktherapie an. Damit war auf „nette“ Weise sichergestellt, dass die Gesunden auch ungestört ihr Lernziel erreichen können.

Eine Pflegekraft kommt immer nur dann dazu, wenn die Krankenkasse das aufgrund des Behinderungsbildes genehmigt hat. Also wenn z.B. von einem Kind ständig die Vitalfunktionen überwacht werden müssen oder wenn Behandlungspflege kurzzeitig ausgeführt werden muss (Spritzen geben...)

Top Diskussionen anzeigen