Markenkleidung

Ich habe eine Freundin, die sehr markenbesessen ist. Ihr Sohn ist 1 Jahr älter als meiner und ist auch schon so wie seine Mutter.

Mein Sohn (10) und seine Kumpels machen sich nix aus Marken. Außer mal nike oder adidasschuhe.

Jetzt will mir meine Freundin einreden, dass auf der weiterführenden Schule alkd so rumrennen und mein Sohn bestimmt ausgelacht wird. Eine andere bekannte ist jetzt schon auf den Zug aufgesprungen und kauft auch nur die teuersten Schuhe

Außerdem bin ich dagegen mit Jogginghosen in die Schule zu gehen. Das will sie mir auch einreden, das ALLE so in die Schule gehen.

Bin ich irgendwie in der Zeit stehen geblieben oder wie ist das bei euch?

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An meiner eigenen Schule, einem Gymnasium, beobachte ich, dass Marken grundsätzlich momentan keine Bedeutung haben. Die Schüler der unteren Mittelstufe und Unterstufe tragen überwiegend praktische, haltbare Kleidung, die ihnen ihre Eltern gekauft haben, viel von h&m, Esprit etc., ohne Labels oder modische Spielereien.

In der oberen Mittelstufe und der Oberstufe wird es farblich seeeeehr dezent, gerade scheint ein sehr reduzierter Stil "in" zu sein. Ein Mädel, das skinny jeans trägt und dazu einen schwarzen V Pulli aus edler Wolle und dazu UGGs oder Chucks oder Stiefelletten und ein Pashmina Schal, würde bei uns in die große Masse einblenden.

Auch die jungen Männer tragen keine offensichtlichen Marken, Jeans und dunkler Pulli oder ein Hemd, Nerdbrille, schicke Frisur, fertig.

Der fjallraven Rucksack oder die Longchamp Tasche Scheiben bei den Mädels wichtig zu sein.

Ausnahme: die ganz reichen und die ganz armen Schüler, die tragen demonstrativ Marke. Das sind bei uns nur vereinzelte.

Bei uns ist wichtiger, wer gute Noten hat oder in die begehrten Austausche und Praktika reinkommt etc.

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Und einen Pashmina Schal soll es natürlich heissen.

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Hihi, ist mein Ältester bei dir auf der Schule? Er trägt nur Basic Shirts von H+M, dunkle Hoodies ohne Schnickschnack und dunkle Jeans. Die Haare müssen sitzen ;-)

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Jogginghose ist für mich ein absolutes NoGo, unsere Kinder würden damit maximal an Sporttagen zur Schule gehen... Allerdings trägt unser Sohn nahezu ausschließlich Joggjeans, das zu ändern wäre aber äußerst anstrengend, daher sehe ich das nicht so eng...

Bisher kam bei uns noch nicht der Wunsch nach bestimmten Marken... Ich habe letztens auch mitbekommen, wie ein Schulkamerad unserem Sohn (5. Klasse) einreden wollte, dass er Marken tragen MUSS, sonst ist er nichts an der Schule... Unser Sohn weiß aber auch, dass normale Kleidung genauso reicht und man bei Markenkleidung nur den Namen teuer bezahlt, es aber an sich nichts anderes ist... Ihm reicht, was er hat und wir achten drauf, dass es ordentlich, sauber und heil ist... Mehr muss in meinen Augen noch nicht sein, der Markenwahn kommt sicher noch früh genug...

LG

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Hallo,

unser Kleiner ist im 4. Schuljahr und da werden außer bei Schuhen keine Marken getragen. Ich hoffe, dass wir das noch länger durchziehen können.

Die Große ist 15, da spielt markenkleidung eine größere Rolle. Aber im Moment hat sie noch eine gesunde Mischung von Marke und No Name, wobei sie schon markenbesessen ist. Aber nicht alle Kinder laufen dort in Marke rum.

Ich denke eine gesunde Mischung macht es. Marke kaufe ich allerdings bei Sportkleidung.

Was für mich ein absolutes No Go ist, sind Jogginghosen in der Schule Meine Kinder dürfen nicht in Sporthosen zum Unterricht. Unsere Schule hat ein verbot ausgesprochen, Kinder die in Jogginghose kommen, müssen nach Hause und sich umziehen. Eltern werden informiert.
Im Sportunterricht sind die natürlich erlaubt.

VG

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Guck dir die Schule an, auf die dein Kind gehen wird.

Markenwahn kenne ich nur aus zwei Richtungen

1. meine Schulzeit. Damals war es teilweise wirklich extrem
2. Eltern, die damals mit mir zur Schule gegangen sind, heute Eltern sind und ihren Babys und Kleinkindern nur Marke angezogen haben. Bis.... ja, bis die Kids größer wurden und selbst Vorlieben äußerten. Weltuntergang, wenn das Kind mal NICHT Marke wollte, weil es sich im Kindergarten besser bewegen konnte, weil Freunde in der Grundschule es auch nicht hatten....
Bei den meisten Eltern hat es sich dann verlaufen, bei anderen wenigen ist es noch extrem geblieben.


In den Schulen meines Kindes, war das nie ein Thema.
Vielleicht bei wenigen Eltern, das weiß ich nicht. Ich habe mit vielen gesprochen, gegrüßt, mich aber nicht über alles unterhalten.

Mit denen ich so geredet habe, wenn das Thema zufällig aufkam, war es recht eindeutig:

Kinder haben ihren eigenen Geschmack
Eltern schlucken, wenn ein Wunschteil sehr viel mehr als Budget kostet (gibt es dann als Geschenk)
Kinder sollen mit der Kleidung auch spielen, toben, aktiv sein können. Marke würde die Eltern hemmen, das Spielen nicht einzuschränken.

Verdienst der Eltern: alles dabei.
Jene, die sich keine Marke als Dauerkleidung in neu leisten können, aber bei Wunsch des Kindes auch mal sparen und als Geschenk schenken; die bei Kleidermärkten auch mal Marke kaufen, aber nicht weil es Marke ist, sondern gerade passt.

Und jene, die es sich zwar gut leisten können, aber nicht einsehen, so viel mehr dafür auszugeben. Kinder sollen frei spielen. Sie investieren lieber in Rücklagen für die Ausbildung. Wenn die Kinder dann mit eigenem Geld Marken kaufen wollen, dürfen sie das. Um sich das dann leisten zu können, sparen die Eltern für die Ausbildung.

Aus meinem früheren Schulkreis, wo noch sehr in Marken für Kinder investiert wird, stecken oft (nicht immer), aber mit den gesprochenen eigene, alte, tiefsitzende Ängste dahinter. Das, was sie zur Schulzeit beobachtet oder selbst erlebt haben, wollen sie ihren Kinder nicht "antun".
Allerdings kenne ich das auch von meinen Eltern. Völlig andere Zeit. Dabei geht es dann nicht um die Marke, sondern um eigene Erfahrungen, die man den Kindern ersparen möchte oder selbst Angst hat, Wiederholungen neu zu erleben. Das kenne ich von mir als Mutter auch. Die Frage ist dann, wie geht man damit um? Am Kind ausleben? Reflektieren, was sich wiederholen könnte - wie kann man es besser machen/was könnte man anders machen? Boykottieren? Sich an einer Richtung festbeißen?


Jogginghosen waren an einer Schule verboten.
An einer anderen erlaubt. Da ist es allerdings so, dass die Quote gering ist, die Leistungen stimmen. Wer überwiegend gute Noten schreibt, am Unterricht teilnimmt, sich nicht gegen Schule wehrt, warum auch nicht.
Diejenigen, die Jogginghosen tragen, sitzen damit bequemer, können besser aufpassen und/oder haben eine autistische Tendenz, wo Stoffarten, Knöpfe etc. größere Probleme machen kann.
Da dort generell nur wenige Jogginghosen tragen und diese dann auch NICHT zur Schau stellen, ist es kein Problem.

Verboten sind sie dort, wo sie eine Haltung widerspiegeln, zur Schau getragen wurden und diese Schule schlechte Erfahrungen damit gemacht hat.

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Hallo,
naja, auf den weiterführenden Schulen sieht man schon mehr Markenkleidung (ist zumindest mein Eindruck).
Markenschuhe habe ich schon immer für meine Söhne (11 und 15) gekauft, da hätte ich nie so billiges Zeugs gekauft.
Kleidung ist sehr unterschiedlich, der Große trägt vorwiegend Markenklamotten, der Kleine teilweise. Da ich aber viel reduziert kaufe, kostet ein reduziertes Markenteil für den Kleinen oft soviel wie ein No-Name zum regulären Preis und dann greife ich doch lieber zur Marke. Liegt vielleicht daran, dass ich als Jugendlicher nie Markensachen bekommen habe, das hing einfach nicht drin, und daher in der Schule echt zum Aussenseiter gehörte.
In Jogginghosen ist bislang keines meiner Kinder zur Schule gegangen. Das mag ich nicht und meine Söhne mögen es auch nicht. Die gehören zum Sport oder nach Hause. Beide Jungs ziehen sich z.B. sofort Jogginghose und einen gemütlichen Pulli an, wenn sie nach Hause kommen. Ich glaube, an der Schule des Großen sind Jogginghosen außerhalb des Sportunterrichts sogar verboten.
LG
Elsa01

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Hm, mein Großer ist fast 17 und in der Oberstufe eines Gymnasiums. Zumindest in seinem Freundeskreis sind Markenklamotten eher verpönt, zumindest dürfen da keine Embleme auf den Sachen sein #schwitz
Der Mittlere ist in der 9. Klasse Gesamtschule und da sind Markenklamotten mit Emblem sehr angesagt, aber es gibt viele Kinder, die sich sowas nicht leisten können und werden trotzdem nicht ausgelacht.
Der Kleine ist in der 4. und hat damit noch nix an der Mütze.

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Hallo,

mein Sohn ist 13 J. und trägt sowohl als auch (gerne Sportlabels).
Allerdings nicht als Zwang sondern weil es sich ergibt und er die Sachen gut findet.
Die Sportlabel bekommt man auch oft günstig und auch Ebay Kleinanzeigen ist ein gutes Mittel für die wirklich teuren Marken (Superdry, Hollister, Hilfiger z.B.)

Keiner seiner Freunde trägt nur Marke. Er hat einen Klassenkameraden dessen Eltern wohl so denken wie deine Freundin. Der wird allerdings eher belächelt für den Markenwahn.

Jogginghose zur Schule erlauben wir nicht, möchte unser Sohn das auch gar nicht.
Die Schule hat zwar mal einen Hinweis diesbezüglich verteilt, aber es ist kein Verbot.
Mich interessieren die Anderen allerdings wenig, da gehen die Meinungen eben auseinander.

LG
Tanja

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Hier ist bei beiden (fast 16 und 10) eine gesunde Mischung.

Beim Großen immer mehr Markensachen, muss aber nicht immer das Teuerste sein.

Jetzt Weihnachten hatte ich eine große Bestellung bei Abercrombie im Sale gemacht und sie haben sich drüber gefreut.

VG

8

Meine Tochter geht seit September aufs Gymnasium in der benachbarten Kreisstadt. An unserer kleinen, familiären GS waren Marken eher Thema als jetzt an der großen Schule, wo bunte Haare ebenso vertreten sind, wie Anzug oder löchrige Jeans....individuell eben.
Meine Tochter hat jetzt zu Weihnachten einen Adidas-Pullover bekommen (im Sale gekauft) und Sneakers von VANS. Ansonsten kaufe ich Markensachen nur gebraucht, dann meist Esprit. Aber überwiegend besteht ihr Kleiderschrank aus Sachen von C&A und H&M und bis jetzt ist das auch kein Manko.

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Hallo,

das entspricht auch der "Kleiderordnung" am Gymnasium unserer beiden älteren Kinder ;-).

Da ist querbeet wirklich alles vertreten an Marken und Stil, das man sich vorstellen kann. Und das finde ich super #pro. Ganz vereinzelt legen Schüler meines Erachtens übertriebenen Wert auf (bestimmte) Marken, viele ziehen "sowohl als auch" und/oder ganz individuelle Sachen an.

Wer keine Markenkleidung trägt, wird (einzelne Ausnahmen bestätigen auch hier leider die Regel...) nicht ausgegrenzt.

Ich würde mich von solchen Aussagen nie unter Druck setzen lassen. Wir kaufen die Kleidung, die uns bzw. unseren Kindern gefällt- was Andere sagen, ist uns ziemlich egal.

Viele Grüße,

Kathrin

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