Sind "langsame Babys" auch "langsame Schüler"?

Hey!
Zugegeben, der Titel der Frage klingt sehr plump. Mich würde einfach mal von Eltern von Kindern, die als Babys motorisch spät dran waren mit Greifen, Drehen, Krabbeln etc. interessieren, ob die kognitive Entwicklung auch langsamer verlief/ verläuft. Oft höre ich bei schnellen Lernern, dass sie auch als Babys viele Entwicklungsschritte früh/schnell durchlebt haben. Wie ist es dann, wenn sich Babys langsam entwickelt haben?
Liebe Grüße!

Einmal spät/langsam, immer spät/langsam?

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Hallo,

ich denke das ist zu wenig differenziert gedacht. Es gibt ja nicht nur die motorische Entwicklung.
Mein Sohn war tatsächlich mit allem grobmotorischen eher spät dran. Krabbeln mit 15 Monaten und frei laufen erst mit 20 Monaten.
Dafür sprach er schon mit 18 Monaten 2 Wort Sätze und hatte mit 3 den Wortschatz eines 5-jährigen.

Wen wundert es das er heute (mit 13) sprachlich sehr begabt ist. Dafür hat er eine Rechenschwäche. Das allerdings auf seine späte motorische Entwicklung zurück zu führen habe ich noch nie in Betracht gezogen.

Ansonsten ist er ein normaler Schüler der, je nach Fach, mal leichter und mal schwerer lernt. Zudem sehr sportlich und von seinem späten Laufstart ist nichts mehr zu merken.

LG
Tanja

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Hey,

ich kann jetzt kein Vergleich zu meinem Kind ziehen. Aber ich weiß, dass ich erst relativ spät angefangen habe zu sprechen und darauf nicht so wirklich die Lust hatte und meine Entwicklung als Bay wohl eher langsamer war im Vergleich zu anderen. Aber in der Grundschule hatte ich nie Probleme und später auf der weiterführenden Schule oder im Studium auch nicht

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Nein und trotzdem ja. Im lernen sehr schnell und trotzdem ein langsamer Schüler, weil das Kind immer noch alle Zeit der Welt hat.

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Also, ich kann dir nur erzählen, dass meine Große früh und schnell fit war (motorisch, sprachlich) und jetzt ganz "normal" ist.
Der Mittlere war motorisch früh fit, sprachlich vom Wortschatz auch, aber schlechte Aussprache. Die hat er leider trotz Logo immer noch. Ansonsten ist er vom Verhalten eher etwas hintendran im Vergleich zu Altersgenossen, weshalb er auch von der Einschulung zurückgestellt wurde. Also hat die schnelle frühe Entwicklung nicht bedeutet, dass er jetzt auch schneller wäre. Es hat sich irgendwann relativiert. Ich denke noch, dass man das pauschalisieren kann.

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Ich denke nicht...

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Extremes Gegenbeispiel:

Nicht wenige Asperger Autisten kämpfen schwer mit der motorischen Entwicklung. Selbst im Schulalter hängen sie in dem Bereich einfach immer hinterher. Kognitiv sind sie aber schon so ziemlich seit Anfang an ihren Altersgenossen um einiges voraus.

Die motorische und kognitive Entwicklung haben nur bedingt miteinander zu tun. Natürlich wird ein deutlich geistig beeinträchtigtes Kind auch motorische Schwierigkeiten haben - das ergibt sich aber allein aus der geistigen Behinderung. Komplexe Bewegungsabläufe benötigen einfach einen bestimmten IQ.

Man kann also nicht von einer motorischen Entwicklungsverzögerung auf kognitive Probleme schließen, allerdings kann man von einer deutlichen geistigen Behinderung auf verschiedene motorische Entwicklungsstörungen schließen.

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nein daran liegt es nicht jedes baby entwickelt sich individuell,einiges mag langsam wirken, aber ist dann von jetzt auf gleich...

aber generell fördert bewegung schon die lernleistung...hier fängt die förderung aber erst da an, wo das Kind schon selbst hinstrebt...sprich wenn es laufen gelernt hat auch laufen lassen, klettern lassen, versuchen lassen, viele Eltern sind übervorsichtig und stränken damit selber das Kind ein, auch wenn nicht gewollt...

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Ich bin Mutter dreier Kinder. Eines war motorisch später dran als die Geschwister. Es ist das Kind mit der höchsten Auffassungsgabe.

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Hallo,
meine Mittlere hat erst mit 19 Monaten Laufen gelernt und ist erst mit 13 Monaten gekrabbelt. Das allles auch nur mit Unterstützung durch Krankengymnastik. Jetzt geht sie in die 5. Klasse aufs Gymi und ist eine super Schülerin, die sich alles komplett alleine aneignet. Selbst Vokabeln habe ich noch nicht abgehört. Meine anderen beiden waren motorisch schneller. Sie sind auch sehr gute Schüler, aber brauchen eben auch mal die Mama oder den Papa zur Unterstützung.
Alle drei haben sehr schnell sprechen gelernt. Die Älteste hat bereits mit 8 Monaten begonnen zu sprechen und hat mit 13 Monaten kleine Kinderlieder gesungen.

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Mein Sohn konnte erst mit 18 Monaten laufen - spät dran.

Auf Anraten des Kindergartens habe ich ihn mit 5 Jahren eingeschult und wenn er sich nicht geweigert hätte, dann hätte er in der Grundschule auch noch eine Klasse überspringen können.

Hausaufgaben auf dem Gymnasium (G8)? Gab es für ihn in den 5 Jahren Gymnasium nicht wirklich. Die Englischleherin bat ihn unlängst bitte langsamer zu arbeiten, da sie nicht soviel Material hätte.

Also von hier ein lautes und deutliches: NEIN

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Meine ersten beiden Kindern waren bei allem spät dran, bei Krabbeln, Laufen etc. Jetzt sind sie 6 und 8 Jahre alt. Bei der Großen wurde ein IQ von 125 getestet (kognitiv sehr fit), der Mittlere ist kognitiv auch überdurchschnittlich. Ich merke das natürlich auch in der Schule.
Beim 3. Kind wird es sich noch zeigen.

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